Beiträge von aka

    Zitat

    Original von gossnjunge
    habt ihr schon mal ein gespräch mit den gerschen an neutralen ort geführt und sie dadurch näher kennengelernt....


    Warum sollte man das denn tun? Man hat sie doch kennengelernt. Oder soll man sie, wenn sie zu ihrem ganz normalen alltäglichen Würstchendasein zurückgekehrt sind, noch tätscheln? Trauen die sich überhaupt irgendwo hin, wo das Verhältnis nicht oberhalb von 5:1 zu ihren Gunsten liegt?


    Zitat

    Original von gossnjunge
    oder lässt das etwa eure attitüde, der hass auf wismut gera/ sv gera, nicht zu?


    Wismut Gera gibt's leider nicht mehr und dem Verein 1.SV Gera gebührt ob seiner sportlichen Leistung großer Respekt. Der Abschaum, der den 1.SV Gera mißbraucht, dem gehört allerdings Verachtung. Gerade weil wir da differenzieren können, trennen wir Verein und Idioten.

    Wird Zeit, daß dieser "Verein", der eh nur noch Alibi für ca. 30 bekloppte Schläger war, am Wochenende über Dorfsportplätze zu marodieren, beerdigt wird. Plärren die Bekloppten um Pubertierender_Pubs dann eigentlich "BSG Elektronik"?

    Mit Frankfurt hatte der Neubrandenburger Rückzug 1984 nichts zu tun. Der FCV war seinerzeit fester Bestandteil der Oberliga (Plätze 5-5-4-2-4 seit dem Wiederaufstieg 1979), der Aufstieg der II. Mannschaft zum Zeitpunkt der Bekanntgabe des Neubrandenburger Rückzuges noch gar nicht absehbar (die waren in der Bezirksliga zwar vorn, mußten aber im Falle der Bezirksmeisterschaft noch durch die Aufstiegsrunde).


    Neubrandenburg hatte damals Chancen auf die Oberliga-(Aufstiegsrunde), allerdings durch die BSG Post. Dummerweise verlor die das Ortsderby am vorletzten Spieltag zu Hause gegen die ASG Vorwärts. Wäre das Spiel andersrum ausgegangen, wäre die BSG Post Staffelsieger gewesen, bei einem Unentschieden als Zweiter immerhin noch in der OL-Aufstiegsrunde.

    Das ging auf einen Beschluß der ASV Vorwärts zurück, neben dem FC Vorwärts Frankfurt/Oder ab 1984 nur noch 2 Vereine im Leistungsbereich (Oberliga + DDR-Liga) zu unterhalten. Im Norden entschied man sich für den ehemaligen Oberligisten ASG Vorwärts Stralsund, im Süden für die in einer damaligen Großstadt beheimatete ASG Vorwärts Dessau. Der (legitime?) Nachfolger Vorwärts Fünfeichen wurde 1986 bereits wieder Neubrandenburger Bezirksmeister, mußte aber ebenso wie die anderen Vorwärts-Mannschaften, die danach noch Bezirksmeister wurden, z.B. Havelberg, Hagenow oder Delitzsch, auf das Aufstiegsrecht verzichten.

    ASG Vorwärts Meiningen
    1974 -> ASG Vorwärts Plauen


    BSG Chemie Jena
    1982 -> BSG Jenapharm Jena
    1990 -> SV Jenapharm Jena
    spielt heute Kreisoberliga Jena/Saale-Holzland-Kreis


    SG Dynamo Gera
    1990 -> PSV Gera
    1991 aufgelöst
    irgendwann nach der Wende als Geraer KFC Dynamo(s) wiedergegründet, nur Jugendfußball
    momentan ist eine Fusion mit dem 1.SV Gera (früher BSG Wismut und FSV Wismut Gera) und dem FC Blau-Weiß Gera (früher Fußballabteilung der BSG Elektronik Gera) im Gespräch

    Zitat

    Original von meuselwitzer
    Schon krass, wie man seine eigene Indendität "verkaufen" kann!


    :ja:
    Lehrbeispiel siehe hier, da ist auch nahezu nichts übriggeblieben, nachdem der Besitzer mit Gestaltung seines neuen Spielzeuges fertig war.

    Siegreich in die Winterpause


    SV Eintracht Eisenberg – SV Aga 3:1 (1:0)


    Da das Spiel vom ersten Spieltag auf Ende Oktober verlegt war, trafen die heutigen Kontrahenten innerhalb weniger Wochen zum zweiten Mal aufeinander. Die Aufsteiger aus der Geraer Stadtliga hatten noch eine Rechnung offen, betrachteten sie sich beim Hinspiel doch als verschaukelt.


    Beide Mannschaften mussten zahlreiche Spieler ersetzen. So fehlten der Eintracht der gesperrte Lässig und der verletzte Schumacher, auch Hundertmark und Ludwar waren nicht verfügbar. Demzufolge entwickelte sich eine vorsichtige Anfangsphase, in der beide Teams um ordneten Spielaufbau bemüht waren. Erste kleine Fouls, um das Revier abzustecken und sich zu zeigen, waren zu beobachten.


    In der 21. Minute kann Alexander Stäps, an der Strafraumgrenze stehend, einen steil in die Spitze gespielten Ball aus der Drehung mitnehmen und verwandelt zum 1:0 flach in die rechte untere Ecke. Die erste Halbzeit plätschert weiterhin relativ verhalten dahin, hin und wieder ein Foul oder eine Abseitsentscheidung, mit der die Zuschauer nicht einverstanden waren, das waren die einzigen Aufreger. In der 44. Minute dann doch noch ein Highlight, Ludwar tunnelt auf der rechten Außenbahn seinen Gegenspieler, zieht in den Strafraum, den herrlichen Schuß in’s lange Eck kann der Agaer Schlussmann großartig parieren.


    Die zweite Halbzeit wird von den Schortentalern mit etwas mehr Druck begonnen, man merkt der Mannschaft an, dass sie die Entscheidung will und nicht scharf auf ein Zitterspiel ist. In der 50. Minute spielt Alexander Stäps seinen Sturmkollegen Matthias Arnold über rechts hervorragend an, der kann das Zuspiel gekonnt per Seitfallzieher zum 2:0 verwerten.


    Statt mit dem beruhigenden Vorsprung im Rücken das Spiel jetzt zu gestalten, verfielen die Eisenberger in den diese Saison öfter zu beobachtenden Fehler, den Gegner wegen allzu großer Inaktivität wieder stark zu machen. Die Randgeraer nahmen dieses Geschenk auch dankend an und kamen in der 56. Minute prompt zum Anschlusstreffer. Der fiel allerdings etwas kurios im dritten Nachschuß.


    Stürmer Alexander Stäps, immer noch angeschlagen, beendete in der 60. Minute seinen durchaus erfolgreichen Einsatz (1 Tor geschossen, 1 vorbereitet) und wurde durch Kämmerer ersetzt. Eisenberg kam jetzt wieder vermehrt zu Chancen. Die größte wurde kläglich freistehend vor’m Tor vergeben, auch der Nachschuß brachte nichts, das folgende Foul im Strafraum ahndete der Schiedsrichter nicht. In der 83. Minute konnte Matthias Arnold dann doch noch die vorzeitige Entscheidung erzwingen. Aga gab zwar nicht auf, hatte aber nicht mehr die Mittel, die Eintracht noch ernsthaft zu gefährden. In der Nachspielzeit trafen die Schortentaler sogar noch einmal die Latte, unmittelbar danach pfiff der Schiedsrichter die Partie ab.


    Eintracht Eisenberg:
    Marc Arnold – Gloger, Keck, Prüfer, Schneider – Hoppe, Ludwar (90. Sievert), Hora, Betz – Stäps (60. Kämmerer) , Matthias Arnold


    Tore:
    1:0 Alexander Stäps (21.)
    2:0 Matthias Arnold (50.)
    2:1 (56.)
    3:1 Matthias Arnold (83.)


    Zuschauer:
    ca. 90

    Wenn man schwindelt und bei der Behauptung bleibt, man habe eine Berührung gespürt, geht man straffrei aus. Sagt man die Wahrheit, wird man bestraft. Der nächste mit 'ner Schwalbe wird sich überlegen, ob sich Ehrlichkeit lohnt.


    Wie dämlich muß man eigentlich als Verein sein, so ein Urteil nach (verbotenem) Fernsehbeweis und nach Tatsachenentscheidung (Foul + Elfmeter) des Schiris anzuerkennen? Die mit im Abstiegskampf steckenden Vereine müssen vor Lachen vom Stuhl gekippt sein.

    Nullnummer im Schortental


    SV Eintracht Eisenberg – SV 1879 Ehrenhain 0:0


    Im nominellen Spitzenspiel standen sich Vierter gegen Dritter im Schortental gegenüber. Eine erste Hiobsbotschaft erreichte die Schortentaler schon vor dem Anpfiff, als Stürmer Stäps, noch aus dem Spiel in Fockendorf angeschlagen, nach dem Aufwärmtraining passen musste.


    Die erste Chance hatte Ehrenhain nach vier Minuten mit einem Flachschuß, der am Tor vorbeigeht. Danach passierte eine knappe halbe Stunde gar nichts. Nach ca. einer halben Stunde ein Kopfball von Ehrenhain, ungefährlich drüber. Dann zwei Riesenchancen für Eisenberg, ein aufgesetzter Schuß und einen in den Winkel nach einer Ecke konnte Ehrenhains Schlussmann Hallensleben hervorragend parieren.


    Nach der Pause kamen beide Mannschaften mit neuem Elan aus der Kabine, der leider in ruppiges Spiel ausartete. Nach Foul von Lässig an Backovsky revanchiert sich letzterer mit einem Tritt. Lässig erhält Gelb, Backovsky folgerichtig Rot. Fünf Minuten später eine erneute Großchance für die Eintracht. Ein Flachschuß wird abgefälscht, der Torwart liegt schon in der anderen Ecke, der Ball klatscht nur gegen den Pfosten. Mit einem Mann mehr lässt sich Eisenberg unerklärlicherweise in die eigene Hälfte drängen, gute oder gar torgefährliche Angriffe gelingen nicht. Dann wieder eines der vielen Fouls, Köhler rennt aus der eigenen Hälfte auf Kämmerer zu und rammt diesen brutal mit dem Ellenbogen zu Boden. Zu recht erhält Kämmerer für sein vorangegangenes Foul die Gelbe Karte, Köhler dagegen geht zur Fassungslosigkeit der Zuschauer leer aus. Kämmerer muß schwer verletzt ausgewechselt und vom Notarzt versorgt werden. Eine solch brutale Körperverletzung hätte zwingend die Rote Karte sein müssen, wenn nicht sogar zivilrechtliche Schritte folgen.


    Ehrenhain steht gut in der Abwehr und liefert den Nachweis, dass die bisherige geringe Anzahl von 12 Gegentoren kein Zufall ist. Trotz der zahlreichen Unterbrechungen läßt der Schiedsrichter, der im Gegensatz zu seinen ordentlich amtierenden Assistenten einen rabenschwarzen Tag erwischte, nur 3 Minuten nachspielen. Ehrenhain schaukelt das Ergebnis über die Zeit und feiert es wie einen Sieg.


    Eisenberg:
    Marcel Arnold – Lässig, Kämmerer (64. Gloger), Schneider, Hoppe – Prüfer, Hora, Ludwar, Betz – Matthias Arnold, Hundertmark


    Ehrenhain:
    Hallensleben – Gräfe, Bartunek, Wunderlich, Hanke (3. Becker, 90. Bethke) – Trojan, Backovsky (53. RK), Syhre, Köhler, Heyne – Peter


    Zuschauer:
    ca. 80


    Schiedsrichter:
    Schmidt (Dittersdorf), Schultess, Kraus (beide Oettersdorf)

    1981/82 wurden alle 8 für Jena verwandelten Elfer von Schnuphase geschossen.


    1977/78 waren bei Havenstein 5 Elfer dabei. Ursprünglich war er Stürmer, den Mann hinter den Spitzen gab es bei dem damals üblichen Spielsystem (1-3-3-3) nicht. In seiner letzten OL-Saison 1982/83 spielte er dann aber tatsächlich bis auf ein paar Ausnahmen (zentrales MF bzw. Mittelstürmer) Libero.

    SV Eintracht Fockendorf – SV Eintracht Eisenberg 2:4 (1:3)


    Kampfspiel deutlich gewonnen


    Die Eisenberger, mit dem Vorsatz nach Fockendorf gekommen, hier mit einem Sieg weiter in der Tabelle nach oben zu kommen, begannen gut. Nach erstem Abtasten schöne Spielzüge. In der 16. Minute war es dann soweit, Lässig schickte Ludwar mit einem steilen Paß, der flach in die rechte untere Ecke zur 1:0-Führung vollendete. Ab dann zogen sich die Schortentaler etwas zurück und verwalteten den Vorsprung. Eine schöne Szene noch, als Schneider, aus der eigenen Abwehr kommend, drei Gegner wie Fahnenstangen im Training umkurvt und erst vom vierten unfair gebremst werden kann. In der 34. Minute eine kuriose Situation, einen Eckball verpassen Freund und Feind und der Ball liegt zum Ausgleich im langen Eck.


    Die blau-gelbe Eintracht aus Eisenberg reagiert prompt, einen Steilpass von Prüfer erläuft Stäps und verwandelt postwendend nur eine Minute später wieder zur Führung. Kurz vor der Halbzeit noch ein Freistoß für Eisenberg. Was jetzt kommt, lässt die mitgereisten Fans mit der Zunge schnalzen. Einen eigentlich direkten Freistoß legt Ludwar auf Prüfer ab, der spielt flach in den Strafraum und Stäps vollendet brasilianisch mit der Hacke. Mit diesem beruhigenden Vorsprung geht es in die Kabinen.


    Der selbstbewusste aber nicht immer richtig liegende Schiedsrichter Poscher aus Gera gab schnell Gelbe Karten für Meckern, bei Fouls ließ er oft zu großzügig Gnade walten. So kam in der zweiten Halbzeit, teils durch brutale Fouls, so richtig Pfeffer in’s Spiel. In der 54. Minute wurde Schumacher von seinem Gegenspieler, der keine Chance auf den Ball hatte, umrasiert. Ein unglücklicher Sturz auf seine gerade auskurierte Schulter beendete den Einsatz, Hundertmark kommt in’s Spiel. Nur 5 Minuten später wird Kämmerer das Opfer einer Attacke, kann ebenfalls nicht weiterspielen und muß durch Keck ersetzt werden.


    In der 62. Minute beinahe die richtige Antwort. Der Fockendorfer Torwart erwischt einen Flankenball nicht richtig und der Ball hoppelt Matthias Arnold, völlig frei am Elfmeterpunkt stehend, vor die Füße. Statt flach in’s leere Tor zu schieben, möchte er die Haltbarkeit der Maschen prüfen und das Tor des Jahres erzielen – drüber. In der immer hektischer werdenden Partie wandeln jetzt auch Eisenberger Spieler im orangenen Kartenbereich über den Platz, nachdem man sich unnötige Karten wegen Meckerns und Sperren des Balles bei gegnerischem Freistoß eingehandelt hat. Speziell Matthias Arnold hat großes Glück, nach mehreren Fouls noch dabei sein zu dürfen.


    In der 84. Minute ein Foulelfmeter für Fockendorf, der mit einem Knaller in das linke Toreck verwandelt wird. Fockendorf tritt jetzt auf alles, was aus Eisenberg kommt und versucht, doch noch den Ausgleich zu machen. In der ersten Nachspielminute dann die hervorragend über 3 Stationen und die linke Seite herausgespielte Entscheidung, der eingewechselte Siewert schießt zum Endstand ein. Die verbleibenden 5 Nachspielminuten übersteht die Eintracht, so daß endlich wieder ein Auswärtssieg gefeiert werden konnte.


    Die wenigen mitgereisten Eisenberger Zuschauer (ca. 25) wurden mit einem Sieg und einer ansprechenden spielerischen Leistung ihrer Mannschaft belohnt. Bleibt zu wünschen, dass die Zuschauer den Aufschwung mitbekommen und wieder zahlreicher als zuletzt die Eintracht im Schortental und auswärts unterstützen.



    Eisenberg:
    Marcel Arnold – Lässig, Schneider, Hoppe, Schumacher (54. Hundertmark), Prüfer, Ludwar, Hora, Kämmerer (59. Keck), Stäps (76. Siewert), Matthias Arnold


    Tore:
    0:1 Ludwar (16.)
    1:1 (34.)
    1:2 Stäps (35.)
    1:3 Stäps (45.+1.)
    2:3 (84./FE)
    2:4 Siewert (90.+1.)


    Zuschauer:
    offiziell 120, gezählt 80

    Zitat

    Original von Chemie Uli
    Ganz schön großkotzig wie man anderen irgendwelche Traditionen
    abspricht.


    Wo wird das getan?


    Zitat

    Original von Chemie Uli
    Fangen wir gleich mal mit Jena an,dort nannte man sich
    seit 1903: 1.SV Jena,SG Ernst Abbe Jena,SG Stadion Jena,
    BSG Carl Zeiss Jena, BSG Mechanik Jena,BSG Motor Jena ( die spielten
    übrigens in Rot-Weiß) und schließlich per Verordnung von
    Erichs Gnaden FC Carl -Zeiss Jena. Sonst noch was? Danke setzen!


    Es fehlt u.a. der Gründungsname und der SC. Ansonsten gilt natürlich auch für Jena, daß sich Identitäten im Laufe der Zeit wandeln.
    Ja, auch sonst noch was. 1966 war's nicht Erich, sondern maximal der Leipziger Tischler Walter.


    Und noch etwas:
    Bei den Vorgängern des FC Sachsen hatte man ein Händchen für verpaßte Möglichkeiten (Stichworte: Bau-Union, Kirow). Und wenn Ex-BSG-Vorsitzender Kobbelt mit seinem Plan des 12. FC durchgekommen wäre, würden die Leutzscher schon seit fast 40 Jahren in Rot-Blau spielen. Das waren nämlich die geplanten Vereinsfarben des FC Pneumant Leipzig.

    Stimmt, auf dem Zahnfleisch kriecht der FC Sachsen finanziell nicht, er hängt nämlich schon am Tropf. Wie lange die derzeitigen Geldgeber sich das beim überschaubaren Erfolg noch anschauen, ehe sie die Leitung kappen, ist fraglich. Selbstaufgabe der Vereinsidentität ist zwar nicht schön, aber welche Identität gilt es denn zu schützen? Die von 1899, von 1936, von 1964 oder von 1990? Mittlerweile hat man die doch schon mehrmals gewechselt. Schaut Euch doch mal bei Euren Vereinen, bis in die tiefsten Klassen, um. Ohne Geld geht doch gar nichts mehr. Selbst ein Bezirksligaspieler spielt nicht nur für die Ehre.


    Wenn man sich schon verkauft, warum zur Abwechslung nicht mal an einen, der's richtig macht? Ich weiß nicht, ob Red Bull der richtige Partner ist. Ich bin nur der Meinung, wenn einer mit 50 Millionen kommt, soll man den nicht vom Hof beißen sondern erstmal hinhören, was der eigentlich will.

    Man muß ja jetzt nicht so tun, als sei das was völlig neues und abartiges. TuRa war eine reine Neugründung eines Fabrikanten, hat mit Britannia gar nichts zu tun. Trotzdem sind die Leute hingegangen. Tura99 war ein Fusionsverein, genau wie später die ZSG Industrie (dann BSG Chemie). Als dann der SC Lok kam, sind auch dort die Leute lieber zum Oberliga- statt Bezirks-/Kreisklassenfußball (auch wenn's mal ein Aufstiegsspiel mit 3.000 Zuschauern gegeben haben soll) gegangen. 1990 gab's meines Wissens auch keine großen Widerstände gegen die Fusion mit Böhlen, und wieder stand mit dem FC Sachsen ein Fusionsverein da. Was ist denn von der ursprünglichen Traditon des Vereines Britannia geblieben?


    Es läuft für Sachsen momantan in der OL schlecht, und schon pegeln sich die Zuschauerzahlen unterhalb der 2.000 ein. Da wird man ganz sicher nicht 4-5.000 für die Ochsentour von unten gewinnen, deren Erfolg ja nicht mal sicher ist. Kurzfristig, einer Anfangseuphorie geschuldet, vielleicht, ganz sicher aber nicht langfristig.


    Übrigens sind auch der 1.FC Köln und der Karlsruher SC, heute als Traditionsvereine geltend, Fusionsvereine. Die haben zu ihrer Zeit die Möglichkeiten genutzt. Kaum vorstellbar, daß die Stadtteilvereine SpVgg. Sülz, Kölner BC, VfB Mühlburg etc. ähnlich erfolgreich gewesen wären.


    Seit Jahrzehnten gepflegte österreichische Verhältnisse, Vereine nach Sponsoren zu benennen, wird es hier so nicht geben. Noch nicht zumindest, durchaus möglich, daß auch mal diese Hürde irgendwann mal fällt.

    Höherklassiger Fußball ist nur mit Geld möglich. Heutzutage mit sehr viel mehr Geld, als früher. Da das dummerweise nicht auf Bäumen wächst (oder diese Bäume noch nicht gefunden wurden), muß das jemand geben. Wenn da endlich einer kommt und bereit ist, zig Millionen hinzulegen, will der eben einen entsprechenden Gegenwert. Das ist doch völlig normal.


    Nun kann man sich hinstellen und diese Chance mit viel Krawall ausschlagen sowie der Legende, man sei ewig benachteiligt, ein weiteres Kapitel hinzufügen. Oder man setzt sich an einen Tisch, ergreift einmal in seiner Vereinsgeschichte eine Chance, reagiert mal auf die Gegebenheiten und lotet die Möglichkeiten aus. Wenn man das einigermaßen geschickt anfängt, sehe ich sogar mehrheits- und konsensfähige Möglichkeiten. Mit einer Vereinsumbenennung in bspw. R(asen- und )B(allsportverein) Chemie Leipzig könnten wahrscheinlich sogar Traditionalisten leben, einen Kompromiß Vereinsfarben grün/weiss, Spielkleidung blau/rot wäre wahrscheinlich auch vermittelbar.


    Keinesfalls sollte man diese Chance als Sprungbrett verpassen. Wenn man mit diesen Geld erstmal oben angekommen ist, ist man auch für andere große Partner interessant.

    Wo steht denn, daß den angesprochenen Magdeburgern ein solches Engagement beim eigenen Verein gefallen hätte?


    Glückwunsch zu dieser "gigantischen" Stadionaktion. 50 Hanseln bringt jeder Bezirksligist beim Subbotnik auf die Beine.