Du warst ja leider mit Fußballspielen beschäftigt, sonst hätte man mal einen Schwatz machen können.
Beiträge von aka
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SV Eintracht Eisenberg – SV Grün-Weiß Triptis 1:1 (1:0)
Remis unter Flutlicht
In diesem Überkreuzvergleich der beiden Osttühringer Bezirksligen standen sich der Vierte (Eisenberg, Staffel 4) und Fünfte (Triptis, Staffel 3) gegenüber. Der Kreisligist FV Bad Klosterlausnitz stellte seine Kunstrasenanlage zur Verfügung, so dass dieses Testspiel am heutigen Donnerstag abend unter Flutlicht stattfinden konnte.
Eisenberg kam, auch ohne die fehlenden Stammkräfte Lässig, Schneider, Schumacher und Hora, besser in’s Spiel, bereits in der zweiten Minute wurde Stäps Strafstoßreif gelegt. Der ansonsten gut (und ohne Linienrichter) amtierende Schiedsrichter ließ weiterspielen. In der Folge konnte Eisenberg durch gefälligeres Spiel und durchdachtere Aktionen im Mittelfeld gefallen, ohne jedoch die ganz große Torgefahr zu entwickeln. Triptis verlegte sich auf das Rausschlagen der Bälle und lange Pässe in die Spitze. Damit war der SV Grün-Weiß durchaus gefährlich, hatte zwei Riesenchancen. Eine wurde vergeben, als der Triptiser Stürmer völlig freistehend aus ca. 6 Metern dem Eisenberger Torwart in die Arme schoß, ein Flachschuß freistehend von der Strafraumgrenze zischte knapp am Eisenberger Gehäuse vorbei. In der 38. Minute konnte Ulf Betz eine Einwurf von rechts nach einmaligen Aufsetzen direkt nehmen und schoß gekonnt zur Führung der Schortentaler ein. In der ersten Halbzeit sahen die ca. 50 Zuschauer Eisenberger Feld- und Triptiser Chancenvorteile.
Nach der Halbzeit brachte Triptis eine für ein Freundschaftsspiel unnötige Härte in’s Spiel. Das mag auch am ungewohnten und durch permanenten Nieselregen glatten Geläuf gelegen haben, zu oft waren aber die gegnerischen Beine statt der Ball Empfänger der Attacken. Die Eisenberger ließen sich davon beeindrucken, so dass der Ausgleich (nach zwei weiteren zuvor vergebenen Großchancen, davon ein mal Pfosten) nach einer reichlichen Stunde Spielzeit die logische Folge war. Ab da gab es ein ständiges Rauf und Runter mit annähernd gleichen Spielanteilen. Sportfreund Zufall ermöglichte durch den glatten Kunstrasen zahlreiche Chancen auf beiden Seiten, die aber konsequent vergeben wurden. Erwähnenswert noch, dass der Triptiser Torwart in der 87. Minute einen Eisenberger Schuß von der Strafraumgrenze in’s Dreiangel großartig parierte und in dieser Phase damit das verdiente Unentschieden für seine Mannschaft rettete.
Einen abschließenden Test vor dem Rückrundenauftakt in Hermsdorf soll es am Samstag, 14 Uhr, noch beim SV Schott Jenaer Glaswerk (Landesliga Thüringen) geben.
Eisenberg:
Marc Arnold – Keck (46. Kämmerer), Zschau, Gloger, Ludwar – Daume, Hoppe, Betz, Hundertmark – Matthias Arnold (46. Weber) , StäpsTore:
1:0 Betz (38.), 1:1 (62.)Zuschauer:
Ca. 50 unter Flutlicht in Bad Klosterlausnitz -
Donnerstag, 15.02. 18:00 Uhr
SV Eintracht Eisenberg - SV Grün Weiss Triptis
in Bad Klosterlausnitz, Sportplatz Köppe (Kunstrasenplatz) -
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Original von katyusha
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Ich habe keine Lust darüber nachzudenken, wie ihr euer Problem lösen könntet, denn es ist hausgemacht. ...Du schränkst das zwar wieder ein, trotzdem möchte ich dem ganz klar widersprechen. Wenn das so wäre, wäre die Lösung des Problems relativ simpel. Leider ist es nicht so und Du wirst schon an diesem Wochenende wieder die eine oder andere Sympathiebekundung der Beknackten-Fraktionen in den Stadien bewundern dürfen.
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Die gibt's noch, sind nur in die Kreisliga abgerutscht.
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Original von BFC Bruno
Mit Vermutungen bei einer derartigen Staatsstraftat zu argumentieren ist ja wohl eine Frechheit.Besser mal die Bildzeitung zuklappen und sich zu Dingen äußern von denen man Kenntnisse hat.
Oder warst du Augenzeuge oder betroffener?Ich entschuldige mich für den außerordentlich komplizierten und schwer zu verstehenden Satzaufbau. Das Wörtchen "wenn" leitet in der deutschen Sprache den Konjunktiv, eine Bedingung, einen Vorbehalt oder Einschränkung im ersten oder einem vorhergehenden Halb- bzw Teilsatz ein, auf welches sich der zweite oder nachfolgende dann bezieht.

Nein, ich war nicht dabei. Seit 30 Jahren bin ich vom Pech verfolgt und habe noch nie Ärger mit der Ordnungsmacht beim Fußball gehabt. Ich weiß nicht, was ich falsch mache, die Erlebnisse all der hier anwesenden, ständig gefolterten Unschuldslämmchen nicht teilen zu dürfen. Möglicherweise liegt das daran, daß ich diese Leute (Polizei + Ordner) so behandle, wie ich gerne von denen behandelt werde. Ich renne also nicht mit Schaum vorm Mund brüllend auf sie zu oder schwenke irgendwas waffenähnliches in deren Richtung. Mein Fehler.
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Original von TaliJan
Jeder Mensch denkt nach, obwohl wir es nicht immer verstehen oder Wahr haben wollen...!
Und manches "Denken" beruht auf Kurzschlussreaktionen - so ist der "Mensch" nunmal gestrickt..
Das verwechselst Du mit Reflexen. Die hat mein Hamster auch, nur hat das mit denken relativ wenig zu tun. OK, es ist das Niveau, auf dem sich das "Denken" der Gewalttäter bewägt, aber nicht so, wie es durch Biologen in Bezug auf menschliches Denken definiert wird.ZitatOriginal von TaliJan
Du bewegst Dich hier auf ganz dünnem Eis...!
Warum? Weil ich nichts glorifizierenswerten an idiotischem Handeln finden kann?ZitatOriginal von TaliJan
Mich würde mal Deine Einstellung zum Jeton-Einsatz interessieren...
Wenn er wirklich präventiv gegen Kriminelle war, die für den nächsten Tag Gewalttaten geplant hatten - fein und richtig. Das wird man nur leider nie herausfinden, weil ein Ereignis das möglich andere verhindert hat.Mir würde es schon reichen, wenn die Gewalttäter nach den Möglichkeiten des Gesetzes bestraft werden. Für Landfriedensbruch gibt's bis zu 3 Jahren, bei Verwendung von Waffen oder Lebensgefahr für andere bis zu 10 jahren. Also wegsperren, bitte keine teuren Sozialarbeiter von meinem Geld.
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Original von TaliJan
Also einfach Andersdenkende zusammenschnetzeln und in das dumme Fleisch reinhalten....
8o....
....
Gewaltäter denken überhaupt nicht, das ist das Problem.ZitatOriginal von TaliJan
Das hatten wir schon vor vielen Jahren.... & immer schön dem Führer folgen...!
Genau, wahre Demokratie ist es, unter dem Deckmantel des Fußballs auszurasten. Ich sags ja - null Denkvermögen.ZitatOriginal von TaliJan
P.P.S.: Habe keinen Respekt vor dem Job der Policja.... dagegen viel mehr vor jedem Müllfahrer - weil diese wenigstens was machen und nicht nur zu 90& rumprollen...
Ja, leider prollen sie nur rum und handeln nicht. Mit gleicher Schärfe zurückschlagen, die Täter nicht nur eine Nacht einsperren sondern ein Jahrzehnt zum Steineklopfen nach Murmansk schicken. Das würde noch mehr Kosten sparen als dieses Dummvolk auch noch zu umsorgen. Leider sind sie auch viel zu gut ausgebildet, sonst hätten wir schon jedes Jahr einen Fall Polley gehabt. Vielleicht hätten wir aber dann auch schon Ruhe. -
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Original von TaliJan
Einfach mal versuchen!!!!! über den Tellerrand zu schaun & nicht gleich Leute an die Wand stellen bzw. ins Arbeitslager zu schicken..
Aber genau so sollte man mit diesem Gesocks verfahren. Warum nur ein Warnschuß? Reinhalten in das dumme Fleisch. Hin und wieder so eine hirnlose Bande zusammenschnetzeln, dann ist auch Ruhe.
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Das Schlimmste wäre gewesen, wenn man mit dieser Leistung einen Punkt oder gar einen Dreier geholt hätte. Da wären mir wieder zu viele "wir können ja mithalten"-Meiner unterwegs gewesen. Mit dieser Spielweise hat man in der zweiten Liga nichts zu suchen. Diese Harmlosigkeit nach vorn ist einfach erschreckend - biederes RL-Niveau. Statt 5 mittelmäßige für 5 mittelmäßige RL-Spieler zu holen, hätte man lieber 1-2 wirkliche Kracher verpflichtet und den Rest mit den nun wahrlich nicht schlechten jungen Spielern gemacht. Oder man stellt sich schon jetzt den Tatsachen und bereitet die neue Saison vor, daß dann wenigstens die 3.BL erreicht wird. Um die berühmten 40 Punkte zu erreichen, müßten wir aus 15 Spielen 24 Punkte holen, also 8x gewinnen (das ist das, was bisher 3x in 19 Spielen gelang). Unmöglich ist das nicht, träumen darf man ja. Vielleicht reichen auch 35-36 Punkte, nur müßte sich das Spiel des FCC total wandeln. Die letzten 6 Spiele waren einfach erbärmlich. Auch in Kaiserslautern, wer in so einem Spiel bei dem Spielverlauf kein Tor schießt, steigt ab.
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Original von GameDestroyer
Alles klar, danke für die Info. Aber kannst Du Dir erklären, wieso zeitgleich der SC Motor Jena und der SC Motor Karl-Marx-Stadt existierten? Das ist das Einzige, was nicht zusammenpasst.Nur mutmaßend, nicht wissend. Nachdem der SC Wismut zwar als, aber nicht in Karl-Marx-Stadt spielend auftrat, brauchte ein solch wichtiges Zentrum einen SC. Industrie als Trägerbetriebe war reichlich vorhanden, aber eben vorwiegend im "Motor-Bereich". Also gab's kurzerhand einen zweiten SC Motor.
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Original von Kille
@ aka: Mal 'ne Frage ... Bei den Brieskern komme ich nicht so ganz klar, denn in alten Tabellen steht, das es sofort nach dem Wechsel der 1.Mannschaft des SC Aktivist zum SC Cottbus (1963) eine BSG Aktivist Brieske Senftenberg im Spielbetrieb gab und es erst später (zur Saison 1964/65) zur Teilung dieser BSG in die BSG Aktivist Brieske-Ost und die BSG Aktivist Senftenberg kam (welche sich dann 1972 wieder vereinigten). Ist das so korrekt (siehe unten) oder sind nur die genauen Angaben der Vereinsnamen in den Tabellen falsch (kommt ja ziemlich häufig vor ...)?BWG Kille
Nein. Meine Quellen sprechen schon 1963 von Brieske-Ost und Senftenberg. Wie hier dargestellt, beide in der Bezirksliga. Erst in der FUWO vom 21.3.1972 taucht zum ersten Mal der Verein "Aktivist Brieske-Senftenberg" mit dem Zusatz "(bisher Brieske-Ost)" auf. Ich weiß, daß im Internet Tabellen kursieren, die schon ab 1963 oder 1964 die damalige DDR-Liga-Mannschaft als Brieske-Senftenberg bezeichnen, was aber nach allen mir vorliegenden Quellen falsch ist.
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Suhl war Wintersportland. Dort waren "nur" Außenstellen anderer SCs.
Mal sehen, ob ich alle Wintersportaußenstellen zusammenbekomme:
ASK Vorwärts in Oberhof und Brotterode (eigentlich erst Berlin, dann Frankfurt)
SC Dynamo in Klingenthal (eigentlich Berlin)
SC Traktor in Oberwiesenthal (eigentlich Schwerin)
SC Motor in Zella-Mehlis (eigentlich Jena)Einen SC Post oder Medizin hat es meines Wissens (zumindest im Fußball) nicht gegeben.
Bei Brieske/Cottbus war's so:
Alles anzeigenCode- 1946 SG Marga
- 1948 BSG Franz Mehring Marga
- 08.1950 BSG Aktivist Brieske-Ost
- 10.1954 Delegierung 1.Mannschaft+ Neugründung
- Ligaplatz --------------------> SC Aktivist Brieske-Senftenberg
- Restverein bleibt als
- BSG Aktivist Brieske-Ost
- 07.1963 Auflösung, Delegierung Neugründung
- 1.Mannschaft+Ligaplatz -----------> SC Cottbus
- 01.1966 Fußballabteilung
- als BSG Energie Cottbus
- eigenständig
- 02.1972 Fusion mit BSG Aktivist
- Senftenberg zu
- BSG Aktivist Brieske-Senftenberg
- 07.1990 FSV Glückauf Brieske-Senftenberg FC Energie Cottbus
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Original von Steiger
Anderseits sind die Spitzen von den Sportverbänden mit der politischen Spitzen verquickt. Als Beispiel soll mal Manfred Ewald dienen. Von den DVF- Grössen Karl Zimmermann, Günter Erbach, Kurt Stoph, Helmut Riedel habe ich leider keine Biograhien im Netz gefunden.Steiger
Glück auf!Kurt Stoph war wohl der Bruder vom Willi.
DFB-Präsident Meyer-Vorfelder war hohes CDU-Tier und Finanzminister in Baden-Württemberg. Heißt das jetzt, die in Hamburg "gewonnene" Meisterschaft der Bayern war staatlich gelenkt, weil MV dort dem Kaiser auf der Tribüne um den Hals gefallen ist?
Zu dem BFC-Tor in Leipzig:
Ich kann mich an eine MDR-Doku Anfang/Mitte der 90er Jahre erinnern, in der nichts bewiesen werden konnte. Zumindest soll die Nachspielzeit bis zum Elfmeterpfiff korrekt und nachvollziehbar gewesen sein. Danach haben Tumulte die Ausführung mehrere Minuten verhindert, so daß statistisch die 95. oder 96. Minute als Torminute zählte. Damals stand der MDR schon unter der Fuchtel von CSU-Mühlfenzl, also sollte er da bereits nicht mehr als BFC-nah gegolten haben.Selbst, wenn der Elfmeterpfiff unberechtigt war, wo sind die Beweise, daß das Absicht oder gar nach Willen der staatlichen Führung geschehen ist? Ist nicht auch eine ganz normale Fehlentscheidung ohne jeglichen Hintergrund möglich? Leider finden solche Legenden mittlerweile auch Einzug in die Fachliteratur, weil Schmierfinken wie Ex-IM Fuge und der politische Doktor Leske ("Freie" Universität Berlin - gewünschtes Ergebnis ist klar) solchen Schmarrn ständig wiederholen. Wenn dann "Recherche", wie beim DDR-Fußball-Buch von Baingo/Horn, aus abschreiben besteht, wird das halt verbreitet.
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Original von Iwan
Ende der 80er Jahre lief in Jena z.B. sogar ein Gerücht, das in Ilmenau ein Betriebsdirektor sei, der "seine BSG" unbedingt höherklassig spielen sehen wollte und versucht haben soll Jenaer Spieler (allerdings keine Stammspieler) mit typischen DDR-Privilegchen nach Ilmenau zu locken.Das verwechselst Du bestimmt mit Robotron Sömmerda. Dort sind Mitte/Ende der 80er z.B. Vlay, Busse, Benkert, M.Oevermann (alle Erfurt), Hoch (Böhlen), Kinne, Stötzner (Lok) und Köberlein, Rohde (Jena) hingewechselt.
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Original von keepera9
Ich bin ja nun ein jüngerer Jahrgang, meine Frage:
Hat man diese "sportpolitischen Entscheidungen" damals nicht so gravierend wahrgenommen oder hat man sich schlicht und einfach nicht dagegen gewehrt, wegen Unterdrucksetzungen eines Spieles zwecks Wegnahme des Arbeitsplatzes oder das Versperren von Aufstiegsmöglichkeiten
Die Frage ist immer, wie man das damals überhaupt wahrgenommen hat. Gehen wir mal ein paar Beispiele durch.
Anfang der 50er Jahre wechselte fast die komplette Mannschaft von Chemie zu Vorwärts Leipzig. Sicherlich haben Verantwortliche von Vorwärts, aller Wahrscheinlichkeit nach Offiziere und damit Vertreter der Staatsmacht, mit den Spielern gesprochen. Auch wird der Verband dazu sein ok gegeben haben. Nur war es wirklich Zwang und Androhung von Repressalien? Waren es nicht vielmehr ganz triviale Dinge? Anfang der 50er gab es noch Lebensmittelmarken, plötzlich erhalten die Spieler die Möglichkeit, sich und ihre Familien ohne diese Marken aus dem Kontigent der KVP zu bedienen. Ist das nicht ein völlig normales Ding, daß die Spieler diese Möglichkeit genutzt haben? Da waren gerade 6 Jahre Krieg und nochmal so lange eine von bitterer Armut gekennzeichnete Nachkriegszeit vobei. Keinesfalls dürfte damals ein staatlich leitender Funktionär den Entschluß gefaßt haben, die BSG Chemie per sofort als politischen Feind anzusehen, den es 4 Jahrzehnte zu benachteiligen und zu vernichten galt.
Oder Bernd Bransch und sein Wechsel 1973 von Halle nach Jena. 1974 stand die WM in der BRD an. Bransch spielte Nationalmannschaft, wollte das aller Wahrscheinlichkeit nach auch weiterhin und vor allem bei der WM tun. Hätte er sich seine Form holen können, wenn er in der DDR-Liga Staffel C über die "Dorfsportplätze" in Halberstadt, Wolfen oder Wittenberge gestolpert wäre? Mußte man den wirklich zwingen?
Es gab auch das Gerücht, in der Nationalmannschaft dürften nur Spieler der FCs spielen, dennoch gab es zu nahezu jeder Zeit BSG-Spieler dort.
Wechsel zwischen FCs bzw. von FCs zu BSGs oder von BSGs zu FCs außerhalb des Einzugsbereiches bedurften der Genehmigung des Verbandes (und nicht der politischen Führung! - ein kleiner aber feiner Unterschied, der gerne verquirlt wird). Das war halt so, manchmal hat man gewonnen, manchmal verloren. Jena bspw. hat gute Spieler auf diesem Wege bekommen (Kurbjuweit aus Riesa, hätte eigentlich nach Dresden gehört, die Ducke-Brüder, die eigentlich nach Megdeburg gehört hätten oder Lindemann und Schnuphase, die ja bei Erfurt bereits bei einem FC waren). Allerdings handelten die sich auch verbandsbedingte Absagen ein, als Streich (mußte nach Magdeburg) und Häfner (mußte nach Dresden) zu Jena wechseln wollten.
Wenn man da "Benachteiligung" erkennen will, muß man beachten, daß es, wenn überhaupt, eine Benachteiligungs-Pyramide gegeben hat. Klar, oben standen die Klubs, aus denen die Förder- bzw. später EC-Klubs noch herausstachen. Direkt dahinter kamen aber schon die Oberliga-BSGs bzw. die Liga-BSGs mit Anschluß nach oben. Da wird bis heute über Spielerwechsel lamentiert, wo man Spieler abgeben mußte. Daß die sich aber "nach unten" genau so schamlos verhalten haben, wird gerne verschwiegen. Die haben genau so gewildert, nur paßt das heute nicht mehr in's Weltbild. Dort hat genau so eine Konzentration stattgefunden, nur in kleinerem Rahmen und mit bestimmten Einschränkungen (erster Zugriff eines FC als Leistungszentrum).
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Original von Steiger
Der Umzug von Empor Lauter nach Rostock beruht halt auf der Vorgabe, das jeder Bezirk seine Oberligamannschaft haben sollte. Unter den vier Kanditaten Zwickau, Chemnitz, Aue und Lauter war letztere das schwächste Glied.Das stimmt eben nicht. Eine solche Vorgabe gab es nicht. Das war im Zuge der SC-Gründungen eine Entscheidung der SV Empor (Nahrungs- und Genußmittelindustrie), deren größter Betrieb damals das Fischkombinat war. In Lauter war Oberligafußball nicht möglich, die Mannschaft spielte ohnehin auf fremden Plätzen (Aue, Schwarzenberg, Schneeberg). Das ein Harry Tisch als damaliger "Bezirksfürst" alles tat, dem neuen SC Empor in Rostock gute Bedingungen zu bieten, ist wohl unstrittig. Das er ursächlich für diesen Wechsel verantwortlich war, Legende.
Eine Gebietszuweisung für SCs gab es nicht, Bereich waren die jeweils gleichnamigen und der gleichen SV angehörenden BSGs. Erst später, mit der Einführung der FCs, gab es diese Gebietstrennung.
Mielke war seit 1953 Dynamo-Vorsitzender und seit 1957 Stasi-Chef. trotzdem soll er bis 1971 gewartet haben, den ASK Vorwärts aus der Stadt Berlin zu verbannen? War es nicht vielleicht so, daß der Umzug etwas mit dem gleichzeitigen Umzug des ASK Vorwärts (Zentrale des Gesamt-ASK) von Strausberg nach Frankfurt/Oder zu tun hatte? Natürlich liest sich die Mielke-Geschichte heute viel spektakulärer.
Oder die ewig Benachteiligten aus Leutzsch. Warum sind die wohl als "Rest von Leipzig" 1963 wieder in die Oberliga gehievt worden? Etwa, weil die Bonzen ein Feindbild brauchten, was man dann wieder genüßlich vernichten konnte?
Oder die Geschichte mit dem Leutzscher Flutlicht für Jena. Stahlkontigent gab es für eine Flutlichtanlage. Jetzt hatte man zwischen einem Verein, der gerade seine 3. Meisterschaft eingefahren hatte und Stammgast im EC war, und einem Verein, der gerade in die DDR-Liga abgestiegen war und in dessen Stadt schon eine EC-taugliche 100.000-Mann-Schüssel stand, zu entscheiden. Ist doch logisch, daß diese Flutlichtanlage nach Jena ging. Das hat doch nichts mit aktiven Vernichtungsmaßnahmen gegen die BSG Chemie zu tun gehabt.
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Original von Kille
Legende? Das den Ostzonen-Meistern die Teilnahme an der Endrunde um die Gesamtdeutschen Meisterschaft des DFB verwehrt wurde? Das waren rein politische Entscheidungen!
Sie durften dort nicht teilnehmen, weil es eben keine gesamtdeutschen sondern DFB-Meisterschaften waren. Der DFB war ein eigener Verband, genau wie der DFV und sein Vorgänger DS.ZitatOriginal von Kille
Oder das der damals erfolgreichste Trainer der ehem. DDR, Heinz Krügel, aus rein politischen Gesichtspunkten 1976 von den SED-Bonzen zum Hauswart einer Kegelbahn degradiert wurde und Berufsverbot als Trainer erhielt (das Verbot wurde erst 1990 wieder aufgehoben) soll eine Legende sein?
Vielleicht ja, vielleicht nein. Warum haben sie aber 15 Jahre (1961-1976) gewartet und den Dissidenten Krügel wurschteln lassen?ZitatOriginal von Kille
Ist es auch eine Legende das 1950/51 der VfB Pankow als 18. (Tabellenletzter) nicht absteigen brauchte (dafür aber die Plätze 17. und 16. runter mussten) nur weil die SED-Bezirkfürsten der Meinung waren, das es neben Union noch einen zweiten Berliner Verein in der 1.Liga geben muss?
Wenn, dann waren es kaum SED-Bezirksfürsten. Wenn politisch, dann war es Frontstadt-Politik, wie die, die in den 60ern Tasmania ohne jegliche sportliche Qualifikation in die Bundesliga brachte.ZitatOriginal von Kille
Ist es eine Legende das 1951/52 die 1.Liga extra für ein Jahr auf 19.Startplätze erweitert wurde, nur um die neugegründete SV Vorwärts der Kasernierten VP Leipzig gleich da spielen zu lassen wo man sie gerne sehen wollte - nämlich in der 1.Spielklasse?
Nein, in den frühen Jahren war es üblich, Spielklassenstrukturen zu ändern. Nur ein Jahr vorher kamen so die Berliner Vereine ohne sportliche Qualifikation in die Oberliga. Nur muß man nicht hinter allem politische Motivation wittern.ZitatOriginal von Kille
Ist es ein Hirngespinst das 1954 die SG Dynamo Dresden ihre Mannschaft samt Startplatz in der 1.Liga an den neuen SC Dynamo Berlin abtreten musste (die bis dahin existierende SG Dynamo Berlin - Absteiger aus der 2.Liga - wurde zur SG Dynamo Berlin-Mitte) nur damit die Hauptstadt Berlin wieder mit einem Verein in de 1.Liga vertreten war? Die SG Dynamo Dresden musste deswegen von einem Tag auf den anderen, als 3.Platzierter der Saison 1953/54 (in der 1.Liga!) in die 3.Liga absteigen!
Ein sehr früher Fall von Lizenzübereignung. Aber politisch?ZitatOriginal von Kille
Ist es unwahr das während der laufenden (!) Saison 1955 die Mannschaft des Sportklubs der DHfK Leipzig nach Dresden 'delegiert' wurde und um dann als SG Dynamo Dresden (bisher nur 3.klassig) in der 2.Liga weiterzuspielen?
Vielleicht Wiedergutmachung für die Delegierung von Dresden nach Berlin?ZitatOriginal von Kille
Ist es Legende oder Fakt das die beiden Dynamos aus Dresden und Berlin schon in den 50-Jahren wegen Unregelmässigkeiten Punkte abgezogen bekamen und sogar die FUWO damals die zunehmend zwielichtigen Praktiken der Dynamo-Vereine öffentlich kritisierte? (Auszug aus der FUWO vom 11.12.1956: "... Ein besonders krasses Beispiel einer falschen Auslegung der Wettspielordnung zeigten in jüngster Vergangenheit einige Funktionäre der Sportvereinigung "Dynamo" ... Dieses Verhalten ist deshalb um so verwerflicher, weil es dazu führen kann, das Ansehen unserer Volkspolizei unter den Werktätigen herabzusetzen ... Die Fehler einiger Funktionäre führen jedoch dazu, daß die Sympathie für die Sportler der SV Dynamo vermindert werden kann ... Es wird erwartet, daß die für die Fehler verantwortlichen Funktionäre der SV Dynamo durch die Leitung der SV Dynamo zur Rechenschaft gezogen werden ...") .
Und wie verträgt sich das mit politischer Einmischung? Waren da kurzfristig VP-Hasser an der Regierung?ZitatOriginal von Kille
... und diese Liste liesse sich noch beliebig fortsetzen ... Nee, nee, sportliche Entscheidungen wurden damals, egal während welcher Periode, grundsätzlich von politischen Vorgaben bestimmt.
Klar kann man diese Liste beliebig fortsetzen. genau so beliebig kann man behaupten, alles sei politisch gewesen. Nur Beweise dafür gibt es nicht.***
ZitatOriginal von GameDestroyer
Kurze Verständnisfrage: Wieso gab es dann den SC Motor Berlin (später Union), den SC Motor Jena (Carl Zeiß), den SC Motor Karl-Marx-Stadt (CFC) und den SC Motor Zella-Mehlis?
Das hängt mit einer Splittung der Sportarten zusammen. In Berlin und in Zella-Mehlis wurden zu SC-Motor-Zeiten m.W. kein Leistungsfußball (höchstens drittklassig) gespielt. Der SCK war ein Sonderfall, mutmaßlich deshalb, weil der SC Wismut weiter in Aue spielte. Aber auch erst später, ursprünglich war der Plan, pro SV ein SC. Bis dahin waren die BSG Chemie. -
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Original von gossnjunge
ich mal diese beispiele genommen, weil sie alltäglich sind und wirklich jeden betreffen, sei es als "opfer" oder "täter".hast du, aka, auch da die meinung, solche leute gelich mal in den bau zu stecken?
Wer anderen vorsätzlich Schaden zufügt, gehört entsprechend bestraft.ZitatOriginal von gossnjunge
kannst du mir desweiteren mal ein persönliches urteil von dir, über die fan- und ultraszene vom fc carl zeiss geben?
Die Fans sind überwiegend friedlich, wenngleich auch das nicht auszuschließen ist, daß geistig Verwirrte den Fußball zum abreagieren mißbrauchen. Die Ultras ... na ja, seit sie ohne Kenntnisse der Vorfälle um den SV Gera für diese Verbrecher demonstriert haben, sind sie bei mir unten durch. Ob jemand, der das ganze Spiel über mit dem Rücken zum Spielfeld im Zaun hängt und nicht eine Szene sieht, als Fußballfan gelten darf, überlasse ich jedem selbst. Ich brauche keine Ultras, es gab auch früher ohne die gute Stimmung im Stadion. Allerdings gab es auch da schon Gewalt, diese Idioten finden sich wohl immer ein, unter welchem Namen auch immer. Nur abfinden muß man sich damit nicht. -
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Original von gossnjunge
@ hhf und akadas ihr immer bezug auf das privat- und arbeitsleben der UG nehmt, halte ich für nicht statthaft. da hat das eine mit dem anderen nichts zu tun. ihr beide wisst nichts, aber auch gar nichts über das privatleben der mitglieder von UG.
Doch, es ist immer das gleiche. Wer erfolgreich und anerkannt ist, muß sich Anerkennung nicht auf diese Art und Weise holen. Also Würstchen, die keine andere Möglichkeit haben.ZitatOriginal von gossnjunge
ihr urteilt sie pauschal als assis ab und das kommt sehr arrogant rüber.
Gewalttäter sind Assis. Wo gibt's da Fragen dazu? Gewalttäter sind auch keine Fußballfans, auch wenn sie sich gerne so titulieren?ZitatOriginal von gossnjunge
ich bin der meinung, dass ihr euch noch nicht offensiv mit dem thema hools und ultras auseinandergesetzt habt.
Was ist denn "offensiv auseinandersetzen"? Schon hier wird diesen Würstchen viel zu viel Aufmerksamkeit gewidmet.