Beiträge von aka

    Bleiben wir noch einen Moment beim "kleinen Magazin". Mit dem Titel will der "Künstler" doch was ausdrücken, oder? Wenn ich über Gartenbau referiere, fotografiere ich auch nicht das Hundehäufchen auf der Wiese. Steht das Titelfoto in irgendeinem Zusammenhang mit dem Fußball oder Sport? Ist da ein Sportler, ein Spielfeld oder ein Sportgerät zu sehen, was man in Verbindung mit dem Fußball setzen könnte. Ich sehe da eine Horde Leute, die ich keinem Stadion wünsche, in Aktion treten. Möglicherweise in der sogenannten Szene ganz wichtige Leute. Eine gewaltlose Botschaft will sich mir, auch beim 17. wohlwollenden Anblick, nicht eröffnen. Vielleicht bin ich auch einfach nur zu blöd, die subtile Friedensbotschaft zu erkennen.


    Wer sowas produziert, steht in der Verantwortung. Wer es vertreibt oder den Vertrieb unterstützt, ebenfalls.

    Zitat

    Original von Stephan R.T.
    Wenn die Tagesthemen Videos zeigen, die von islamitischen Terroristen aufgenommen wurden und in denen die Selbstmordattentate ihrer Glaubensbrüder zu sehen sind, dann schafft man diesen Terroristen damit keine Plattform? Und wenn die Videos von Geiselnehmern laufen, die drohen Menschen zu töten und nebenbei ihre politischen Parolen auch noch übersetzt werden, dann ist das für Dich auch in Ordnung?


    1.) geschieht das nie unkommentiert
    2.) hat Mutti schon immer gesagt: "Wenn andere dumme Kinder vom Haus springen, tu's trotzdem nicht."


    Zitat

    Original von Stephan R.T.
    Es ist mir zu einfach zu sagen, dass die großen Medien z.B. Bilder von den Ausschreitungen in Italien und Griechenland zeigen dürfen, und dies kleinen Magazinen, deren Einfluss ganz nebenbei schon aufgrund der geringen Auflagen nicht sonderlich hoch ist, nicht zugestanden wird.


    Die "großen Medien" zeigen das ja nicht, um es zu feiern.


    Zitat

    Original von Stephan R.T.
    Solang Gewalt nicht verherrlicht oder zu dieser aufgerufen wird, sollte man auch kleineren Medien zugestehen, über diese berichten zu dürfen.


    Uups. Dieses "kleine Magazin" zeigt also nicht, wo und wie man noch so richtig die Sau rauslassen kann? Tatsache, jetzt bemerke ich die Polizisten in Kampfmontur. Das ist also als eine Werbebroschüre für einen gepflegten Polizeieinsatz gedacht? Wie konnte ich nur so danebenliegen? Und morgen schwimme ich auf der Wustsuppe zur Arbeit, nicht, bevor ich mir die Hose mit der Kneifzange angezogen und die Mütze mit dem Kran aufgesetzt habe.


    Zitat

    Original von Stephan R.T.
    Entscheidend ist doch, wie jeder mit den Informationen umgeht, die ihn jeden Tag erreichen.


    Nein, entscheidend ist, wie Informationen an den Mann gebracht werden. Warum stehen Gewalttäter und deren Sympathisanten nicht zu ihren Taten und versuchen sich hinter "Emotionen", "Pressefreiheit" u.ä. zu verstecken? Reicht's denn nicht mal mehr dazu?


    ...
    ok, da schon geantwortet, neuer Post
    ...

    Zitat

    Original von Stephan R.T.
    Die Zeiten der gleichgeschalteten Massenmedien sind zum Glück vorbei.


    Und da ist er wieder, dieser unsägliche Vergleich. :nein:


    Gewalttätern, egal welcher politischen Richtung, eine Plattform zu bieten, ist etwas anderes, als Pressefreiheit. Nun mag man ja verschiedener Auffassung sein, was wozu auffruft und was es zu bedeuten hat. Wenn ich aber "Berichte" lese, wo es nur darum geht, welcher Mob wie groß ist, was angezündet oder sonstwie zerdeppert und wer in welcher Masse wie weit gejagt wurde, mit Glück am Rande noch das Ergebnis genannt bekomme, dann hat das für mich nichts mit Fußball oder Sport im Allgemeinen zu tun. Aber wie gesagt, Definitionen von Dingen wie Pressefreiheit und Sport können verschieden sein, ebenso wie Erklärungsversuche altdeutscher Schrift in schwarz-weiß-rot.


    Und solange wir in diesem Land und in diesem Board noch so frei sind, unsere Meinung sagen zu dürfen, werde ich meine Stimme dagegen erheben.

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    Original von Torjäger SDL
    Nee, weiß ich nicht. Du meinst Ausgabe Nr.5? Was ist am Titelbild so politisch eindeutig ?


    Schon klar. Das sind ganz normale Fußballfans, ganz normale Hopper mit einem Interesse für unterklassigen polnischen Fußball. Wer wegschauen und verharmlosen will, findet immer eine Ausrede.

    Zitat

    Wer vielleicht noch Fanzines aus jener zeit hat , kann ja mal nachschlagen und den damaligen Zeitgeist noch mal nachlesen.


    Wozu so weit zurückgehen? Schau Dir das Titelbild des aktuellen "Grenzgänger" an und Du weißt, welcher "Geist" hier hoffähig ist.

    Zitat

    Original von deus
    Ich frage mich ernsthaft, warum hier in irgend einer Weise Neonazis, Faschos oder wie auch immer man sie bezeichnen will, verteidigt werden.


    Leider normal hier. Auch Gewalttäter werden gerne Mal in Schutz genommen. Man hält das Stadion für einen rechtsfreien Raum, in dem alles zu veranstalten einfach nur die Freiheit des Individuums bedeutet. Jegliche Reglementierung muß sich hirnrissigen Vergleichen mit der Stasi- oder Nazi-Zeit unterziehen, Widerstand dagegen mit allen Mitteln ist opportun.

    Zitat

    Original von Europapokalsieger1974
    ist doch schon seit vielen monaten bekannt das max. 4 II. teams da reinrutschen!!!(


    Leider gilt diese Begrenzung nur für das erste Jahr. Ab dem zweiten Jahr fällt die weg, so daß die 3. Liga theoretisch irgendwann aus 20 II. Mannschaften bestehen könnte.

    SV Eintracht Eisenberg - Eurotrink Kickers FCL Gera 1:2 (0:0)


    Stark ersatzgeschwächt - Bittere Heimniederlage kurz vor Schluß


    Die Schortentaler hatten heute Mühe, überhaupt eine spielfähige vollzählige Mannschft auf's Feld zu schicken. Acht Spieler hatten sich krank gemeldet, waren beruflich verhindert oder gesperrt. So mußten Ersatztorhüter Penzel und Vereinspräsident Mike Weber in Feldspielerkluft auf der Ersatzbank Platz nehmen.


    Die Gäste, stark im Abstiegskampf steckend, wollten die Gunst der Stunde nutzen und drei ganz wichtige Punkte aus Eisenberg mit nach Gera nehmen. Beide Mannschaften sind Bezirksliga-Urgesteine und lückenlos seit der Neuformierung der Thüringer Spielklassen 1995 in der Bezirksligastaffel 4 dabei.


    Die erste ganz dicke Chance hatten die Hausherren, als sich nach einer knappen Viertelstunde ein 30-Meter-Schuiß von Schumacher noch gefährlich senkte und der gegen die Sonne schauende Gästetorwart einige Mühe hatte. Ein Freistoß für Eurotrink aus 20 Metern geht ca. einen Meter über das Tor. Kurz danach wieder Eurotrink am Drücker, einen Aufsetzer verpassen alle, der Torwart hält. Die Eintracht ist in dieser Phase unterlegen, kann Befreiungsschläge nur unpräzise nach vorne schlagen. Die Stürmer hängen mangels Unterstützung aus dem Mittelfeld in der Luft. Kurz vor der Halbzeitpause die dickste Gästechance. Ein Stürmer wird halbrechts herrlich freigespielt, knallt den Ball jedoch gegen die Torlatte.


    Nach der Pause sehen die Zuschauer zunächst verteiltes Spiel ohne größere Torchancen auf beiden Seiten. Eine Unachtsamkeit in der Eintracht-Abwehr nach einem Freistoß bringt Gästestürmer Scherzer in Position, der vom Strafraumeck mit links in die lange Ecke vollendet.


    Die Gastgeber lassen sich nicht beirren. Ein Freistoß nach knapp einer Stunde Spielzeit kann der Eurotrink-Keeper gerade noch an die Latte lenken. Nun wird unter dem Jubel der Zuschauer der 40-jährige Vereinspräsident Mike Weber, Torjäger aus besseren Eisenberger Fußballtagen, eingewechselt. Er nimmt auch sofort das Zepter im Mittelfeld in die Hand, ordnet seine Mitspieler und übernimmt Verantwortung bei Freistößen. Einen dieser Freistöße kann der jetzt zu Hochform auflaufende Gäste-Torwart gerade noch aus der unteren rechten Ecke kratzen.


    In der 72. Minute wird Mike Weber im Strafraum gefoult. Kein schweres Foul, eher eine Berührung, aber vertretbar. Den fälligen Strafstoß verwandelt Alexander Stäps sicher zum Ausgleich. Nur 3 Minuten später wird der durchgelaufene Stäps vom Torwart im Strafraum umgerannt. Hier fehlt dem Schiedsrichter der Mut zum zweiten Strafstoß. Eisenberg drängt jetzt auf den Sieg. Zehn Minuten vor Schluß wird Ersatztorwart Penzel als Feldspieler eingewechselt. Fünf Minuten vor Schluß noch eine große Chance für die Einheimischen, der Gästeschlußmann reagiert wieder sensationell, kann mit Fußabwehr klären. Im Gegenzug dann ein Gästeangriff, ein Gästespieler fällt im Strafraum, der Schiedsrichter läßt sich zu einer Konzessionsentscheidung hinreißen und gibt den Strafstoß. Der wird von Fleischer sicher in das rechte Dreiangel zum Siegtreffer verwandelt.


    Eisenberg:
    Marcel Arnold - Gloger, Schumacher, Schneider, Ludwar - Siewert (58. Mike Weber), Kämmerer, Betz, Sebastian Weber (79. Penzel) - Hundermark, Stäps


    Tore:
    0:1 Scherzer (53.), 1:1 Stäps (72./FE), 1:2 Fleischer (85./FE)


    Zuschauer:
    ca. 110

    Zitat

    Original von Respeckt
    Na da bildest du dir aber ein schnelles Urteil über Kraftsdorf und vorallem über den Sportplatz. Ok ja er ist klein aber eigentlich ist er top in Schuss und einer der bessern Plätze. Warum das dieses Jahr so ist konnte mir von Kraftsdorf noch keiner beantworten.
    Vielleicht kommst ja mal wieder vorbei


    Eigentlich komme ich seit 24 Jahren dort immer mal vorbei und immer sahen die Spiele so aus. OK, mal mit dem einen oder anderen Ausgang. Aber niemals, wie auf normalen Sportplätzen oder gar schön. Freilich ist das vorschnell geurteilt, so 50 Jahre sollte man mit solch einem Urteil schon warten, oder ;)


    Gerne komme ich wieder vorbei. Noch lieber zum TSV Westvororte, aber das liegt an Euch. Steigt auf und wir sehen uns nächste Saison. Wo spielt ihr überhaupt?

    Kraftsdorfer SV 03 - SV Eintracht Eisenberg 0:0


    Glücklicher Punkt dank überragendem Arnold


    "So, geschafft!" möchte man ausrufen, nachdem das Pflichtspiel auf dem Acker, dem man andernortens maximal das Prädikat irgendwas zwischen Wäschetrockenplatz und Hundeklo zugestehen möchte, der in Kraftsdorf aber den Spitznamen "Sportplatz" bekommen hat, absolviert ist. Ein vernünftiges Spiel ist auf solch einer üblen Wiese natürlich nicht zu erwarten. Auf dem viel zu kleinen Geläuf ergeben sich kaum Räume, ständig stehen sich die Spieler auf den Füßen rum und permanent ergeben sich Fouls durch ständiges Zusammerempeln mangels Platzes. Den Rest erledigt das Hin- und Hergebolze von Torleuten und Abwehrspielern. Flanken? Wie soll das gehen, wo die Strafraumgrenze bereits einen knappen Meter von der Seitenlinie weg ist. Damit hätten wir das Spiel schon beschrieben, bleiben noch die chronologische Einordnung der wichtigsten Chancen.


    Eisenberg mußte ohne die im letzten Spiel des Feldes verwiesenen Lässig und Daume antreten, dafür war aber Schneider wieder mit dabei. In der 9. Minute bereits die erste Riesenchance für die Hausherren, der Ball trudelt vom Innenpfosten über die Torlinie in die Hände von Arnold. Der Rest der ersten Halbzeit verlief wie oben beschrieben und es gab nichts, was noch besondere Erwähnung verdiente.


    Man könnte meinen, eine Halbzeit sollte reichen, sich an die Platzverhältnisse zu gewöhnen. Weit gefehlt, den Schortentalern gelang das an diesem Tag einfach nicht. Man paßte sich zwar dem Gebolze der Gastgeber an, ohne jedoch deren Gefährlichkeit zu erreichen. In der zweiten Halbzeit häuften sich nämlich deren Chancen besorgniserregend. Nach eine knappen Stunde flog Marcel Arnold herrlich durch seinen Strafraum und kratzte den Ball aus dem Toreck. Auch der einheimische Torwart wollte nun etwas zur Unterhaltung der Zuschauer beitragen. Er läßt die Herzen der mitgereisten Eisenberger Fans höher hüpfen, als er im Stile einer Volleyballannahme den Ball über den eigenen Kopf, leider dabei auch nur knapp über das eigene Tor schaufelt.


    Noch 20 Minuten. Nervös ob des Gebotenem an Bier oder Zigarette nuckelnd bzw. an der Uhr nestelnd verfolgte man wie beim Tennis den hin- und hergeschlagenen Ball. Manchmal landete der auch im friedlich vorbeiplätschernden Bächle. Dann wieder so eine Großchance für Kraftsdorf, Eisenbergs Marcel Arnold flog wieder in's richtige Eck.


    Immer noch 10 Minuten. Der Schiri scheint stur auf den 90 Minuten zu beharren. Der hat ja auch seinen Spaß, fädelt hin und wieder körperlich ineinander verknotete oder verbal miteinander vebändelte Spieler auseinander. Die Eisenberger bekommen den Ball einfach nicht weg. Eckballstaffette für Kraftsdorf, einen davon lenkt der bravourös haltende Arnold wieder knapp über die Latte. Kurz vor Schluß dann ein Abschlag des Kraftsdorfer Schlußmannes, der Ball dauzt einmal auf und klatscht dann von oben auf die Querlatte des Eisenberger Tores. Nun hatte auch der Schiedsrichter genug und pfiff überpünktlich ab.


    Man saß am Ostermontag in der Sonne, wurde etwas unterhalten und bekommt auch noch einen Punkt. Dafür sollte man dankbar sein. In Kraftsdorf werden sie sogar einen Spitznamen dafür haben: "Fußballspiel".


    Eisenberg:
    Marcel Arnold - Gloger, Schumacher, Schneider, Ludwar - Siewert, Hora, Hundertmark (86. Schultheiß), Betz - Matthias Arnold (83. Weber), Stäps


    Tore:
    keine


    Zuschauer:
    ca. 130

    SV Eintracht Eisenberg - SV Rositz 3:1 (1:1)


    Überzeugend nur die Schlußviertelstunde


    An diesem Ostersamstag hatten sich mal wieder über 100 Zuschauer, trotz kühler Temperaturen um die 10 Grad und trotz Osterferien, auf den Weg in's Schortental gemacht. Eisenberg im gesicherten Mittelfeld, Rositz de facto schon abgestiegen, einem entspannten Fußballnachmittag sollte also nichts im Wege stehen. Doch es kam mal wieder ganz anders.


    Nach erstem Abtasten konnte ein Knaller von Stäps in der 8. Minute gerade so von der Linie des Rositzer Tores geschlagen werden. Praktisch im Gegenzug eine unschöne Szene. Lässig wird im eigenen Strafraum gefoult, läßt sich nach Meinung des Gegenspielers zu einem Revanchefoul hinreißen, wofür dieser ihn ohrfeigt. Zuerst zeigt der Schiri dem Rositzer die Rote Karte, dann dem verdutzten Lässig, der das ausgefahrene Bein als natürliche Bewegung im Fallen gewertet haben möchte. Nach nicht einmal 10 Minuten spielen somit beide Mannschaften mit einem Mann weniger.


    Die Eintracht verkraftet die Hinausstellung etwas besser, kommt zu den nächsten Chancen. Eine ganz dicke in der 23. Minute, als Stäps aus ca. 20 Metern einen Ball direkt nimmt, dieser Knaller vom Rositzer Torwart nur abgeklatsch werden kann und der freistehende Weber leider verpaßt. In der 27. Minute dann praktisch aus dem Nichts die Führung für die Gäste. Eisenberg läuft in einen Konter, niemand kommt rechtzeitig zurück und die drei angreifenden Rositzer können den einen Eisenberger Abwehrspieler sowie den Torwart bequem ausspielen.


    Eisenberg, jetzt gefrustet, gegen das abgeschlagene Schlußlicht zu Hause zurückzuliegen, stürmt weiter. Mit einer artistischen Aktion "angelt" sich Stäps den Ball ca. 3 Meter in spitzem Winkel vor dem Tor und lupft zum Ausgleich ein. Nur drei Minuten später knallt Siewert den Ball an den Innenpfosten der Gäste. Dann verflacht das Spiel etwas, Fehlpässe prägen diese Phase. In der Nachspielzeit rettet Torwart Arnold mit einer Glanzparade das Unentschieden in die Pause.


    Nach der Halbzeitpause passiert ca. 20 Minuten geradezu nichts, wenn man von einigen Fouls und diversen Fehlpässen absieht. Beide Mannschaften haben sichtlich Schwierigkeiten, einen geordneten Spielaufbau hinzulegen. In der 67. Minute wird der durchgelaufene Stäps vom Rositzer Torwart im Strafraum von den Beinen geholt. Bedanken kann er sich beim Schiedsrichter, der nicht den Mut aufbrachte, dieses Foul als letzter Mann mit der entsprechenden Roten Karte zu ahnden und es stattdessen bei Gelb beließ. Stäps verwandelte selber flach, sehr platziert in die linke untere Ecke, zur Führung für die Schortentaler.


    Dann gab es 10 Minuten vor Schluß doch noch Rot, für einen Eisenberger. Daume soll abseits des Geschehens eine Tätlichleit begangen haben. Nach Rücksprache des Schiedsrichters mit seinem Assistenten kam er zu diesem Urteil. Nur noch zu neunt gegen zehn begann die Eintracht nun, auf die Entscheidung zu drängen. Rositz hatte trotz Überzahl nichts mehr entgegen zu setzen. Praktisch im Minutentakt kamen die Hausherren jetzt zu Großchancen. Erst war es der prima haltende Rositzer Torwart, der per Fußabwehr gegen einen straffen Flachschuß klärte, dann verfehlte Stäps aus 2 Metern Tor und Ball. Ein Querpass zischt durch den Strafraum der Gäste, Hoppe verpaßt.


    Dann doch noch einmal ein Gegenstoß, ein Rositzer Spieler schafft es bis in den Eisenberger Strafraum und läßt sich in den Gegenspieler fallen. Wieder retour die nächste gefährliche Eingabe für die Gastgeber, dieses Mal von Hundertmark, Ludwar verpaßt knapp. Den folgenden Querpass von Hoppe dagegen erwischt Ludwar gut, der Rositzer Torwart kann jedoch noch einen Fuß dazwischen bringen. In der Nachspielzeit setzt Eisenbergs Kapitän Betz mit einem straffen 18-Meter-Schuß den Schlußpunkt zum 3:1-Sieg. Nach langer Zeit werden die Eintracht-Spieler mal wieder von den Fans gefeiert. Ärgerlich natürlich die Roten Karten, das macht die Situation der kommenden schweren Aufgaben (am Montag bereits in Kraftsdorf) nicht einfacher.


    Eisenberg:
    Arnold - Lässig (9. RK), Schumacher, Siewert, Daume (80. RK) - Hoppe, Hora, Ludwar, Betz - Stäps (86. Gloger), Weber (70. Hundertmark)


    Tore:
    0:1 Kahnt (27.), 1:1 Stäps (30.), 2:1 Stäps (67./FE), 3:1 Betz (90+2.)


    Zuschauer:
    ca. 120

    FSV Lucka 1910 - SV Eintracht Eisenberg 0:1 (0:1)


    Ersten Dreier 2007 erkämpft


    Die Eisenberger hatten sich nach den teilweise blamablen Vorstellungen der letzten Spiele viel vorgenommen. Das sah man von Beginn an. Mit viel Aufwand wurde der Gegner sofort unter Druck gesetzt. Dadurch ergaben sich zahlreiche gefährliche Situationen gegen den Gastgeber.


    Hauptakteure dieses Spieles waren aber drei andere Herren, die wirklich einen rabenschwarzen Tag erwischten. Das Schiedsrichterkollektiv lag so oft daneben, daß es gar nicht mehr gezählt werden konnte. Abseitsentscheidungen wurden konsequent nach Ballannahme, nicht nach Ballabgabe entschieden. Teilweise harte Fouls blieben ungeahndet, während es für Meckern (absolut regelkonform, nur das Maß passte eben nicht) Gelb gab. Durchgelaufenen Spielern wurde, nachdem sie 30 Meter zurückgelegt (Daume) oder schon 3 Gegenspieler ausgespielt hatten (Schumacher) der Vorteil abgepfiffen. Das einzige, was man zu Gute halten kann, auf beiden Seiten gab es solche Fehlentscheidungen.


    Kurz vor der Pause, bereits in der Nachspielzeit, konnte Ludwar eine Flanke von Hora zur hochverdienten Führung der Eintracht verwandeln.


    Nach der Pause wurde das Spiel immer härter. Das war eine Konsequenz der nicht geahndeten Fouls. Eisenberg ließ sich beeindrucken und Lucka kam etwas besser Spiel, ohne jedoch wirklich den ganz großen Druck ausüben zu können. Höhepunkt war dann, als ein Eisenberger durchgelaufen und kurz vorm Strafraum durch den Luckaer letzten Mann einfach umgesäbelt wurde. Eine klare Rote Karte, die vom Schiedrichter jedoch nicht gegeben wurde.


    Der Schiedsrichter fand derart gefallen an dem Spiel, daß er sage und schreibe 8 Minuten nachspielen ließ. Dann endlich erst konnten die mitgereisten Zuschauer den verdienten Auswärtssieg feiern.


    Eisenberg:
    Marcel Arnold - Lässig, Schumacher, Siewert, Daume - Schneider, Hora, Betz, Hoppe - Matthias Arnold (88. Hundertmark), Ludwar (90.+2 Weber)


    Tore:
    0:1 Ludwar (45.+1)


    Zuschauer:ca. 80

    Zitat

    Original von NOLLINGER
    Anmerkung: War es ein Elfer der uns versagt wurde (Cetkovic wird vom Torwart gelegt...) ? Im TV ganz klare Angelegenheit !!!


    Ich hab's noch nicht im Fernsehen gesehen und hätte im Stadion spontan ja gesagt. Ob's dann doch eingefädelt war, sieht man wohl bloß in der Zeitlupe.


    Vom Spielverlauf und den Chancen her war ein Punkt, wenn nicht mehr, hochverdient gewesen. Das war auch gegen den KSC schon so. Allerdings macht das den Klassenunterschied zu solchen Mannschaften aus, denn die machen Tore aus ihren Chancen. Wenn der Gesichtstreffer von Zimmermann wirklich absichtlich war, dann war's der präziseste Schuß des ganzen Spiels von Jena. Das ist natürlich zu wenig.


    Laut Programmheft stehen 31 Spieler im ersten Kader. Leider mehr Masse als Klasse. Die Konzentration auf zwei bis drei Klassespieler statt auf ca. 8 Ergänzungen wäre besser gewesen. Blöderweise muß man die erst finden und die müssen dann auch noch nach Jena wollen. Gerade im Sturm waren die Transfers nicht eben glücklich. Da holt man als Chancentod bekannte Spieler wie Helbig und Ashvetia, hat schon gleichartiges mit Sykora und die Wunderstürmer Jelic sowie Kuqui weisen kaum Oberliga-Niveau auf, stechen nicht mal in der Zweiten. Damit kommt man nicht weit.


    Chancen für den Klassenerhalt sind eh nur noch da, weil ein paar andere genau so blind sind.

    SV Eintracht Eisenberg - SSV Traktor Nöbdenitz 1:1 (1:1)


    Trist wie das Wetter


    Die Eisenberger, durch 2 Auswärtsniederlagen in Folge wieder in den erweiterten Bereich der Abstiegsgefahr gerutscht, empfing die bereits mit 8 Punkten zu den Nichtabstiegsplätzen abgeschlagenen Nöbdenitzer. Eine klare Sache - zumal die Nöbdenitzer auch in guten Fußballtagen noch nie im Schortental gewinnen konnten - sollte man meinen.


    Bei naßkaltem Wetter fanden sich nur ca. 60 Zuschauer im Schortental ein, was sicher auch dem gleichzeitig in der Sporthalle stattfindendem Mauritius-Turnier für Freizeitmannschaften, bei dem zahlreiche Fans als Spieler und Organisatoren zugegen waren, geschuldet war.


    Das Spiel begann von beiden Seiten recht flott. Schon in der 9. Minute konnten die Hausherren jubeln, Daume hatte einen Flankenball per Kopf in's Tor gedrückt. Bereits im Gegenzug der Ausgleich, ein 20-Meter-Schuß landete im Eisenberger Tor. Damit wären die gelungenen Aktionen in diesem Spiel beschrieben. Was dann folgte, jagte den bis zum Ende diesen Grottenkicks tapfer ausharrenden Zuschauer den einen oder anderen Schauer über den Rücken. Selbst der Linienrichter schüttelte hin und wieder mitleidig sein ergrautes Haupt, und der hatte bestimmt schon vieles gesehen.


    Die Eintracht konnte die Verunsicherung nach den letzten Niederlagen nicht ablegen. Nöbdenitz wies eindrucksvoll nach, warum sie da unten drin stehen. Während die Gäste ihre fehlenden spielerischen Mittel wenigstens noch mit Einsatzbereitschaft und Kampf zu kompensieren versuchten, gelang den Eisenbergern noch nicht einmal das. In der Folge erarbeiteten sich die Nöbdenitzer zahlreiche Chancen, die nur dank der fußballerischen Unfähigkeit der Gästespieler, und da glänzte der "Neuner" noch heraus (mitunter mußte man sich sorgen, daß sich der Mann ernsthaft weh tut, wenn er wieder mal über den Ball gestolpert ist oder neben selbigen ein Luftloch drosch), nicht genutzt wurden. In der 27. Minute dann doch noch eine Chance der Eintracht, ein Nöbdenitzer erwischt den Ball jedoch noch auf der Linie.


    In der zweiten Halbzeit vergingen sich beide Mannschaften weiterhin an den Zuschauern, indem sie das bis dahin mäßige Niveau noch weiter senkten. Dem Spiel jetzt das Prädikat "Kreisliga" zugestehen zu wollen, hieße, alle Kreisligisten zu beleidigen. Zwei Aufreger gab es noch. In der 55. Minute knallte ein Aufsetzerball aus 30 Metern an den Eisenberger Pfosten. In der letzten Minute grätschte der Nöbdenitzer Torwart Eisenbergs durchgelaufenen Stürmer Stäps im Strafraum um und erhielt die berechtigte Rote Karte. Passend zum ganzen Spiel schoß Daume den fälligen Elfer schlecht platziert halbhoch rechts, dankbar hielt der in's Tor gewechselte Nöbdenitzer Spieler. Beide Mannschaften hatten sich an diesem Tag einfach keine 3 Punkte verdient.


    Eisenberg:
    Marcel Arnold - Daume, Gloger, Schumacher, Schneider - Ludwar (74. Weber), Hora, Hoppe, Betz - Hundertmark, Stäps


    Tore:
    1:0 Daume (9.), 1:1 (10.)


    Zuschauer:
    ca. 60

    Zitat

    Original von Stephan R.T.
    ZFC Meuselwitz 90-91 - 92/93


    Code
    1. als BSV Meuselwitz
    2. 1990/91 1.Kreisklasse Altenburg Staffel Süd 3. 18 38:21 24:12
    3. 1991/92 1.Kreisklasse Altenburg Staffel B 2. 26 47:27 34:18
    4. als Zipsendorfer FV
    5. 1992/93 Kreisliga Altenburg 8. 26 33:44 25:27

    ZFC Meuselwitz II - SV Eintracht Eisenberg 6:0 (4:0)


    Debakel beim Spitzenreiter


    Die mitgereisten Zuschauer (leider kamen keine Fans mehr, nur die älteren Herrschaften waren vertreten) mußten ihre Gemütsskala auf "äußerst leidensfähig" stellen. Obwohl bis auf den gesperrten Enrico Schneider die Bestbesetzung, auch die bis dahin verletzten Spieler Lässig und Schumacher waren wieder dabei, zur Verfügung stand, enwickelte sich aus Sicht der Eisenberger ein desaströses Spiel. Auch dürfen die Spieler (zum wiederholten Male) darüber nachdenken, daß ein Anbrüllen des Schiedsrichters und Ballwegschlagen noch nie etwas anderes gebracht hat, als die verdienten Karten.


    Bereits in der 4. Minute dürften alle taktischen Überlegungen von Trainer Jens-Uwe Penzel, den bekanntermaßen torhungrigen Spitzenreiter aus einer sicheren Abwehr heraus zu begegnen und möglichst lange die Null zu halten, hinfällig geworden sein. Auf halbrechts wird ein Meuselwitzer Spieler frei angespielt und der vollendet aus ca. 20 Metern mit straffem Flachschuß in die linke untere Torecke. Dann folgte eine Viertelstunde, in der es der Eintracht wenigstens gelang, die Torgefahr für das eigene Tor einzudämmen. Überwiegend Mittelfeldspiel mit klaren technischen Vorteilen der Hausherren war zu beobachten. In der 19. Minute dann so etwas wie eine Torchance für Eisenberg, wenn der Schiedsrichter den fälligen Elfmeter gegeben hätte (ein Meuselwitzer Abwehrspieler trat einen Eisenberger im Strafraum von hinten in die Waden). Leider folgte der sonst kleinlich pfeifende Schiedsrichter (selbst Preßschläge wurden als Foul abgepfiffen) seiner Linie nicht und blieb stumm.


    Kurz nach dieser Szene gab es eine Ecke für die Zweite des ZFC. Völlig freistehend konnte die aus 5 Metern per Kopfball, cahncenlos für den heute nicht immer sicher wirkenden Torwart Arnold, verwertet werden.


    Damit war dieses Spiel praktisch schon entschieden. Eisenberg war den Meuselwitzern in allen Belangen unterlegen. Die technisch starken Gastgeber spielten sich im Mittelfeld den Ball nach Belieben zu, starteten immer wieder gefährliche Angriffe und wenn es einmal in die andere Richtung ging, liefen sie dem Gegner die Bälle nahezu problemlos ab. Meuselwitz ließ im gesamten Spielverlauf nie nach, nahm sich auch bei deutlicher Führung nicht zurück. Deshalb kann sich hier auf die Chronistenpflicht begnügt werden und die Darstellung des Restes des Spieles mit einer Aufzählung der Tore erfolgen.


    Direkt vor der Pause wurden per Doppelschlag die Hoffnungen der letzten angereisten Optimisten zerschlagen. Erst war es ein straffer Schuß von der Strafraumgrenze, dann eine herrliche Direktabnahme nach Ecke in den rechten oberen Torwinkel, die zur deutlichen 4:0-Pausenführung in die Eisenberger Maschen geknallt wurden.


    Die zweite Halbzeit fügte sich zunächst nahtlos an die erste an. Eine mißglückte Abwehr nach Ecke tropfte am 5-Meter-Raum zu Boden, ein Meuselwitzer brauchte nur noch das Bein hinzuhalten. Weitere 10 Minuten später war es dann ein Drehschuß aus 11 Metern, der das halbe Dutzend voll machte.


    Durch Umstellung in der Eisenberger Abwehr konnte ab da zwar das Ergebnis gehalten werden, ohne jedoch wirklich die permanente Torgefahr mit Chancen beinahe im Minutentakt einzudämmen. Aus diesen Chancen ragten zwei Pfostentreffer, einmal in der 75. Minute nach Kopfball und ein zweiter kurz vor Schluß in der 89. Minute noch heraus.


    Die Eintracht dagegen konnte für zu wenig Entlastung sorgen. In der 80. Minute dann etwas, was großzügig (wenn man den nicht gegeben Elfmeter mitrechnet) als Chance gerechnet werden kann. Ein Freistoß aus ca. 20 Metern nötigte den Meuselwitzer Torwart zu etwas Bewegung, er konnte den Ball herunter pflücken. Meuselwitz hatte minimum ein Dutzend weiterer besserer Chancen.


    Das Ergebnis geht auch in dieser Höhe voll in Ordnung. Es hätte gut auch zweistellig ausgehen können. Unverständlich, warum trotz des guten Wetters auf der zuschauerfunfreundlichen Kunstrasenanlage gespielt wurde. Eine Frechheit geradezu war es, dafür auch noch 3 Euro zu verlangen.


    Eisenberg:
    Marcel Arnold - Lässig, Schumacher, Daume, Keck (45. Gloger) - Ludwar, Betz, Hora, Hundertmark (65. Schau) - Matthias Arnold, Stäps


    Tore:
    1:0 (4.), 2:0 (21.), 3:0 (42.), 4:0 (45.), 5:0 (49.), 6:0 (58.)


    Zuschauer:
    ca. 60 (davon die reichliche Hälfte aus Eisenberg)


    [Blockierte Grafik: http://img90.imageshack.us/img90/7656/zfc23mv4.jpg]
    [Blockierte Grafik: http://img90.imageshack.us/img90/2774/zfc21xv7.jpg]
    [Blockierte Grafik: http://img90.imageshack.us/img90/6599/zfc22ej1.jpg]

    Aus dem Forum von http://www.thueringer-fussball.de:


    Zitat

    kicker
    05.03.2007 22:24
    ein mob von 10- 15 mann näherte sich mit hooligan-sprechchören über den faulenzerweg in richtung untermhaus-brücke! als sie die unschuldigen fc-fans, darunter frauen, wie ich es ausmachen konnte, erblickten setzten alle ihre kapuze auf und rannten auf diese los. einige der fc-fans rannten weg, zwei leute schafften es aber nicht mehr und mussten ordentlich einstecken. einige leute aus dem mob trugen kapuzen-pullover mit der aufschrift " ultras gera" ... so viel erstmal von einem beobachter



    Zitat

    Alboin
    06.03.2007 00:12
    Anschließend sind 2 der Täter, die wohl über das Bugagelände flüchten wollten, festgenommen worden. Unter ihnen soll sich auch ein gewisser Uffta-Jan befinden, der doch wohl zur UG gehört. 10 Mann gegen 4 Jungs in weiblicher Begleitung, die auf dem Weg nach Hause waren, was für eine Heldentat! An die alten Hasen, die in der Stadionklause noch den Sieg feierten, haben die sich wahrscheinlich nicht rangetraut.


    Und zu dem Argument "wir waren bei unserem Spiel":
    Beide Spiele fanden ca. 400 Meter voneinander entfernt statt. Für von der Bezirksliga-Niederlage Gefrustete, die sicherlich von dem anderen Spiel wußten, geradezu eine Einladung.

    SV Hermsdorf – SV Eintracht Eisenberg 3:1 (2:0)


    Derby-Niederlage


    Es gibt so Tage, da gelingt einem gar nichts. So einen Tag müssen die Schortentaler wohl beim Derby am Samstag beim alten Rivalen in Hermsdorf erwischt haben.


    Viele ältere Zuschauer fühlten sich an Zeiten erinnert, als man bei der damaligen übermächtigen BSG Motor Hermsdorf selten etwas zu bestellen hatte und meist sogar 1-2 Klassen tiefer spielte. Diese Verhältnisse konnten in den letzten 15 Jahren umgekehrt werden, umso bitterer dieser Rückfall.


    Hermsdorf war von Beginn an die aktivere Mannschaft und zeigte vor rekordverdächtiger Kulisse, dass es diese Partie unbedingt gewinnen wollte. Die Eintracht reagierte behäbig, häufig wurde der Spielfluß durch technische Unzulänglichkeiten wie fehlerhafte Ballannahme oder Fehlpässe zusätzlich negativ beeinflusst. Bereits nach 11 Minuten wurde mit einem Pass die komplette Eisenberger Abwehr überspielt und ein Hermsdorfer konnte völlig freistehend den Ball aus 12 Metern in die Maschen knallen.


    Die komplette erste Halbzeit entwickelte sich spielerisch zu einer Katastrophe für die Eisenberger. Nach knapp 20 Minuten musste Stürmer Alexander Stäps verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Das man zur Pause nicht schon rettungslos zurücklag, konnte man den ansonsten stark spielenden Hermsdorfern, die wirklich eine feine taktische und spielerische Leistung boten, danken, weil sie dann doch nicht den Killerinstinkt besaßen, ihre zahlreiche Chancen zu nutzen. Kurz vor der Pause, als die Eisenberger hoffen durften, sich mit diesem knappen Rückstand in die Halbzeit zu retten, wird wieder einmal die Eisenberger Abwehr ausgespielt. Gerade noch kann zur Ecke geklärt werden. Diese wird hoch hereingespielt und wieder einmal muß die Eintracht-Abwehr zuschauen, wie ein freistehender Hermsdorfer, dieses Mal Steinbauer, verwandelt. Eisenberg hatte in der ersten Halbzeit nicht eine einzige Torchance.


    Die zweite Halbzeit beginnt aus Eisenberger Sicht etwas freundlicher. Nicht etwa, dass die Schortentaler plötzlich stärker wurden, die Hermsdorfer nahmen dank ihrer sicheren Führung das Tempo aus dem Spiel. Nach einer knappen Stunde kann Hora einen Ball an der Mittellinie abfangen und das tun, was dem Eintracht-Spiel bisher total fehlte. Mit engagiertem Zug nach vorne setzte er Matthias Arnold in Szene, der mit dieser ersten echten Chance den Anschlusstreffer zum 1:2 erzielte. Jetzt erhielt die Eintracht etwas Aufschwung und die Hermsdorfer mussten sich sorgen, diesen sicheren Sieg noch aus den Händen zu geben. Diese Phase dauerte etwa eine Viertelstunde, bis sich die Gastgeber den alles in allem hoch verdienten Sieg sichern konnten. Einen gut ausgespielten Konter vollendete König zum entscheidenden 3:1-Endstand.


    Ein paar Fotos zum Spiel gibt es im Forum unter http://www.sv-eintracht-eisenberg.de/


    Hermsdorf:
    Wölk, Steinbach (GK), Grosu, Lange, Reinhardt, Klaus (72. Sachse/GK), Potz, Wezel, Klötzig, Steinbauer (88. Eglmeyer), König


    Eisenberg:
    Marcel Arnold, Schau, Daume, Gloger, Schneider (GK), Ludwar (GK), Hora, Kämmerer (61. Weber), Betz, Hundertmark, Stäps (18. Matthias Arnold)


    Tore:
    1:0 Potz (21.)
    2:0 Steinbauer (45.)
    2:1 Matthias Arnold (55.)
    3:1 König (74.)


    Zuschauer:
    212

    SV Schott Jenaer Glas - SV Eintracht Eisenberg 2:0 (1:0)


    Achtbares Ergebnis im Ernst-Abbe-Sportfeld


    Im kurzfristig anberaumten Testspiel reisten die Eisenberger zu den zwei Klassen höher (in der Landesliga) spielenden Glaswerkern in das Ernst-Abbe-Sportfeld. Gegen einen solch hochklassigen Gegner ging es von vornherein nur darum, ein achtbares Ergebnis zu erreichen und unter Dauerdruck Laufwege sowie Raumaufteilung zu trainieren.


    Die sehr junge Mannschaft der Jenaer zeigte von Anfang an, wer Chef auf dem Platz war. Gute Spielzüge und hohe Laufbereitschaft setzte die Eintracht sofort unter Druck. Bereits in der 6. Minute die zeitige Führung, als ein durchgelaufener Glaswerker von der Grundlinie an die Strafraumgrenze zurückspielt und der dort etwas alleine gelassene Spieler einschießen kann. Ein Eisenberger Abwehrspieler war noch mit der Hand dran, so daß es wahrscheinlich sowieso Strafstoß gegeben hätte.


    Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit war Schott zwar feldüberlegen, konnte gegen eine gut gestaffelte Eintracht-Abwehr aber nicht mehr punkten. Zwar war ständig die bessere technische Ausbildung und körperliche Überlegenheit (kaum ein Kopfballduell ging den Jenaern verloren) der Gastgeber zu sehen, in Zählbares konnte das bis zur Pause aber nicht mehr umgemünzt werden. Teilweise waren die Fernschüsse, von denen nur einer in der 25. Minute gefährlich an's Lattenkreuz klatschte, Ausdruck einer gewissen Hilflosigkeit. Nach einer reichlichen halben Stunde dann die Eisenberger Chance in diesem Spiel, als Hundertmark einen vom Jenaer Torwart verfehlten Flankenball per Fallrückzieher einen Meter über das Tor beförderte.


    In der zweiten Halbzeit baute die Eintracht konditionell etwas ab, was angesichts des sehr intensiven Spieles aber kaum verwundern durfte. Die wieselflinken Jenaer hielten die Schortentaler auf Trab, ließen kaum Verschnaufpausen zu. Nach einer reichlichen Stunde war es dann der einzig wirkliche grobe Abwehrschnitzer der Eintracht, welcher prompt bestraft wird. Zwei Eisenberger Abwehrspieler haben Abstimmungsprobleme, lassen sich gleichzeitig aus dem Strafraum auf die Außenbahn ziehen, wodurch der Flankenball seinen dankbaren Abnehmer durch einen freistehenden Jenaer am Fünfmeterraum fand. Die körperliche Überlegenheit der Gastgeber wurde immer größer, allerdings fehlte dem finalen Paß oder dem Abschluß die Genauigkeit. Nicht verschwiegen werden soll, daß im Eintracht-Tor ein glänzend aufgelegter Marcel Arnold stand, der wieder einmal eine tadellose Partie bot. Kurz vor Schluß war auch er bei einem Schuß machtlos, der jedoch auf die Latte fiel. So blieb es bei dem alles in allem achtbaren Ergebnis der 0:2-Niederlage.


    Kapitän Betz hatte Glück, zum Ende des Spieles mit einer gelben Karte davonzukommen. Im Abrollen traf er seinen Gegner am Hinterkopf, was schon schwer nach Nachtreten aussah. Für sowas hat es schon Schiedsrichter gegeben, die da direkt Rot ziehen. Also - Nerven im Zaum halten!


    Eisenberg:
    Marcel Arnold - Schau, Keck, Ludwar, Kämmerer (46. Gloger) - Hoppe, Daume, Hundertmark, Betz - Matthias Arnold, Stäps (75. Weber)


    Tore:
    1:0 (6.)
    2:0 (61.)


    Zuschauer:
    erst 38, nach Beendigung des Spieles FCC II - Bayreuth ca. 60
    Nebenplatz Ernst-Abbe-Sportfeld