Um mal die Meinung über die Fans des Potsdamer Vororts (übrigens gehört Babelsberg zu Potsdam, aber das nur nebenbei) zu bestätigen, werd ich auch mal meine Meinung zum besten geben.
Abgesehen davon, das die Statuten des NOFV diese Bestrafung hergeben, find ich es einfach unglaublich, wie sich jedes Mal aufs Neue rausgeredet wird. Diese rassistischen bzw. antisemtischen Sprechchöre sind bei vielen Vereinen, so auch beim HFC, ja kein Einzelfall. Und wenn ein Verein wie der HFC das nicht unterbinden kann, bringen wohl auch keine Geldstrafen oder zivilrechtliche Strafen gegen einzelne Fans etwas. Da der Verein auch nach den Vorkommnissen kein Unrechtsbewusstsein erkennen lassen hat, und stattdessen die Medien auch noch verantwortlich gemacht hat, empfinde ich den 3-Punkte-Abzug als das einzige Mittel, um die Fans und den Verein mal richtig wachzurütteln.
Es ist auch immer richtig absurd, sich dann noch gegen die Kritiker zu richten. Nach dem Motto, diese Linksradikalen da in Babelsberg sind doch auch nicht besser. Ich hab oft genug meine Meinungsverschiedenheiten mit anderen Babeslberger Fans, die sich manchmal gewaltbereit geben und sich zu sehr gegen die Polizei einschießen. Übrigens gibts da leider den gemeinsamen Nenner mit Ultras eher rechtsgerichteter Fangruppen, was ich ohnehin übel finde. Mit Nazis hat man sich nicht zu verbünden. Da gibts nur ne klare Abgrenzung gegen Rassisten und Antisemiten.
Aber wenn ich als Demokrat ein Zeichen setzen will, gegen diese Dinge, dann hilft scheinbar in manchen Fällen nur noch eine harte Strafe wie dieser Punktabzug. Jetzt hier den Bock zum Gärtner zu machen, weil ich mich als Antifaschist klar für diese harte Strafe ausspreche, ist schon echt grotesk. Und Benutzername schätze ich auch so ein wie meine Person.
Also entwickelt mal langsam ein wenig Selbstkritik, anstatt immer den Fehler bei Medien, NOFV, Polizei oder anderen Fangruppen zu suchen! Ich pauschalisiere da auch nicht. Kenne selbst zwei Fans des HFCs, denen der Punktabzug sehr weh tut und die sich gegen die Rassisten in den eigenen Reihen aussprechen. Aber letztlich muss der Verein von selbst klare Zeichen setzen, wie auch das Gros der Fans. Und das geschieht bisher nicht.