Beiträge von Havelländer

    Freitag, 27.5.
    Plauen II - Sachsen II 4:1 :schal3:


    Sonnabend, 28.5.
    Neugersdorf - Markkleeberg 2:0
    Radebeul - Fortuna 0:3
    Copitz - Naunhof 0:1


    Sonntag, 29.5.
    Grimma - HOT 1:3
    Markrans - Dynamo II 2:1
    Görlitz - Eilenburg 1:2
    Heidenau - BWL 1:0

    Kickers 94 Markkleeberg – VFC Plauen II 0:1 (0:1) :schal3:


    Markkleeberg: Lippmann – Linke, Wunderlich, Petzold, Wehner (86. Kaiser) – Kursawe, Moritz, Weber (65. Freyer), Blochwitz, Schipunow – Schäfer (65. Becher).
    Plauen: Schüler – Würfel, Färber, Wolf, D. Schröter – P. Schröter, Hummel, Weigl (60. Riedel), Matthes, Müller – Sonnenberg (86. Schmidt).
    Schiedsrichter: Gärtner (Dresden).
    Zuschauer: 55.
    Tor: 0:1 P. Schröter (22.).


    Im altehrwürdigen Sportpark „Camillo Ugi“ zu Markkleeberg, benannt nach einem Idol der Fußballpionierzeit, gelang es dem VFC II im direkten Vergleich mit dem Tabellennachbarn, drei wichtige Punkte einzufahren. Das „goldene“ Tor von Patrick Schröter entschied das Spiel zweier gleichstarker Teams, das von Kampf und Einsatzwillen geprägt war. Ein überragender Patrick Schüler hielt den Sieg mit mehreren Glanzparaden fest.


    Mit dem Dreieck Müller, P. Schröter und Sonnenberg, unterstützt von Hummel, Matthes und Weigl begann der VFC II sofort zu wirbeln. Das überraschte die Mannschaft von Ex-Nationalspieler Frank Baum, die offensichtlich von einer deutlich defensiveren Aufstellung ausging. So brauchten die Gastgeber erst einmal zehn Minuten um überhaupt ins Spiel zu finden. Doch dann musste Würfel gleich auf der Linie den Kopfball von Schäfer wegköpfen. Die Unentschlossenheit von Kursawe kostete die Kickers ebenfalls die mögliche Führung (14.). Schülers erste große Parade entschärfte einen Freistoß (18.), Schäfer kam im Nachsetzen nicht zum Abschluss, Blochwitz schlug nur ein Luftloch. Das Tor fiel stattdessen nach einem Standard auf der Gegenseite. Eine herrlich herein getretene Ecke setzte im Strafraum auf und kam zu Patrick Schröter, der bei seinem Schuss zum 1:0 einen Abwehrspieler und den Torwart tunnelte. Die Markkleeberger wurden früh im Spielaufbau gestört, zum Teil begann das Forechecking schon an der 16-Meter-Linie. Allerdings gab es auch viele riskante Abspiele der Plauener, die im Erfolgsfall zwar wunderschön ausgesehen hätten, so aber zahlreiche Konter der Gastgeber einleiteten. Mit einem Kopfball hätte P. Schröter das 2:0 erzielen können (36.), doch verfehlte er Tor knapp. Die Plauener Hintermannschaft, organisiert von Tommy Färber, stand an diesem Tage sicher. Ein Durchkommen war kaum möglich. Und wenn doch, dann stand da ja noch Patrick Schüler im Tor. Den Kopfball von Weber lenkte er gerade noch um den Pfosten zur Ecke (38.).


    Den Markkleebergern war das Bestreben durchaus anzumerken, das Spiel noch drehen zu wollen. Aber meistens scheiterten sie an sich selber, wie Linke, der sich das Leder zurechtlegen konnte, aber dennoch verzog (50.). Auch Schäfer konnte aus kürzester Distanz einschießen, traf aber nur den Plauener Keeper (60.). Trainer Wolfrum verstärkte mit der Einwechslung von Riedel die Abwehr. Der etatmäßige Kapitän des VFC II feierte damit nach 13-wöchiger Pause (Fußverletzung) sein Comeback. Nachdem auch Andy Müller mit seinem Schuss von links Torwart Lippmann zu einer großen Parade (64.) forderte, stand in der Schlussphase Patrick Schüler weitaus öfter im Blickpunkt. So klärte er in der 76. Minute mit einer Hand den Kopfball von Wunderlich, gerade noch vor dem am langen Pfosten lauernden Kursawe. Im Gegenzug verfehlte Matthes knapp den Dreiangel des Kickers-Tores. Im eigenen Strafraum rettete Andy Müller per Kopf vor dem eingewechselten Becher (78.). Der selbe Spieler zog seinen Schuss drei Minuten später genau auf Torwart Schüler.
    Die Plauener kämpften verbissen bis zum Schlusspfiff, um diese drei wertvollen Punkte mit heim zu nehmen. Völlig ausgepumpt fehlte ihnen in den ersten Minuten nach dem Spiel zunächst die Kraft zum Jubeln, was sie dann aber noch nachholten. Irakli Gemazashvili weilte bei diesem Spiel gegen seinen Ex-Verein wegen eines Muskelfaserrisses unter den Zuschauern.


    VFC-Trainer Thomas Wolfrum: „Das war ein glückliches 1:0, wobei Patrick Schüler das Ding mit seinen Paraden festhält, das muss man ganz klar sagen. Markkleeberg hat sich hier sehr stark präsentiert, sehr viel Druck aufgebaut. Wir hatten heute schon unsere Probleme. Aber die Mannschaft hat gekämpft bis hinten hinaus, war stehend k.o., aber auch so einen Sieg nehmen wir mal mit.“

    Sa, 21. Mai
    Sachsen II - Copitz 2:1
    HOT - Heidenau 2:0
    BWL - Görlitz 1:1
    Eilenburg - Markrans 2:2
    Fortuna - Neugersdorf 4:2
    Markkleeberg - Plauen II 1:2 :schal3:


    So, 22. Mai
    Naunhof - Kamenz 1:1
    Dynamo III - Radebeul 3:1

    VFC Plauen II – VfB Fortuna Chemnitz 4:2 (2:0) :schal3:


    Plauen: Schüler – Würfel (88. Ketzel), Färber, Wolf, D. Schröter – Knoll/V (46. Wild), Hummel/V, Matthes, Weigl (71. Schmidt), Müller – P. Schröter.
    Chemnitz: Köpsel – Vettermann, Rolleder, Kutzner, T. Schmidt – Burkhardt (56. Weigel/V), Kaufmann/V, Braun, Grube – Landgraf, K. Schmidt.
    Schiedsrichter: Kresin (Leipzig).
    Zuschauer: 61.
    Tore: 1:0 P. Schröter (25.), 2:0 Müller (32.), 3:0 Hummel (53.), 3:1 Rolleder (60.), 4:1 P. Schröter (67.), 4:2 Vettermann (78.).


    In einem erneut mitreißenden Bezirksderby gegen den Tabellenführer VfB Fortuna Chemnitz gewann die VFC-Reserve klar mit 4:2 und revanchierte sich damit fast auf das Tor genau für die im Hinspiel erlittene 2:5-Niederlage. Mit diesem eindrucksvollen Heimauftritt stellten die Plauener zudem klar, dass die schwache Leistung bei Dynamo Dresden III in der Vorwoche nur ein Ausrutscher war. Erstmalig wurde die zweite Mannschaft dabei vom künftigen Cheftrainer Thomas Hoßmang beobachtet. Was er dort zu sehen bekam, dürfte ihn erfreut haben.


    Schon in den Anfangsminuten kamen beide Mannschaften zu guten Torgelegenheiten. So musste VFC-Keeper in der 2. Minute einen Schuss von Vettermann parieren, während auf der anderen Seite Weigls Kopfball noch neben dem Tor landete. Es war bald zu merken, dass auf Chemnitzer Seite vieles nur über den drittligaerfahrenen Kenny Schmidt ging. In der 11. Minute machte er erstmals auf sich aufmerksam, als er aus der Distanz überlegt auf das Tor schoss, es aber um Zenitmeter verfehlte. Doch auch der VFC II machte weiter Druck. Als Knoll in der 22. Minute passgenau auf Müller spielte, und dieser seinen Kopfball an den Pfosten setzte, war es einen Moment ganz ruhig auf der Chemnitzer Bank. Nur drei Minuten später bereitete Knoll das 1:0 vor. Nach langer Ballbehauptung brachte er den Ball zu Weigl, dessen Versuch wurde abgeblockt. Doch Weigl sperrte den Weg für P. Schröter frei, so dass dieser ins lange Eck einschießen konnte. Nach einem weiten Abstoß von Schüler und der Verlängerung von Knoll hatte P. Schröter vier Minuten darauf das 2:0 auf dem Fuß, blieb aber an Keeper Köpsel hängen. Andy Müller erzielte es dafür nur drei Minuten danach, als er von links in den Strafraum ging und ins lange Toreck traf - 2:0. Nachdem Rolleder (35.) und Landgraf (37./40.) beste Chancen nicht nutzen konnten, traf auch K. Schmidt nur den Pfosten (45.).


    Von diesem Warnschuss ließ sich die VFC-Mannschaft jedoch nicht einschüchtern und machte nach der Pause weiter mit druckvollem Offensivfußball. In Minute 53 schon P. Schröter den Ball noch an Torwart und Tor vorbei, kurz darauf flankte er von links, Hummel brachte das Leder mit herrlichem Volleyschuss zum 3:0 im Tor unter. Mit einem Standard schaffte die Fortuna den Anschluss, Kapitän Rolleder stand bei der Ecke genau richtig und netzte zum 3:1 ein. Fast wäre noch das zweite Tor der Chemnitzer gefallen, aber Weigel zirkelte seinen Freistoß knapp neben den Pfosten. Stattdessen sorgte die VFC-Reserve wieder für den alten Torabstand. Mit einem unwiderstehlichen Alleingang auf der rechten Seite ging Wild in den Strafraum und zog dabei sämtliche Abwehrspieler auf sich. Dann gelang es ihm aber noch, den Ball zum in der Mitte wartenden Schröter zu spielen, der nur noch in das leere Tor einschieben musste - 4:1. Die Gäste antworteten erneut mit wütenden Angriffen, aber Schüler mit Fußabwehr (68.) und Färber mit viel Übersicht (76.) klärten in höchster Not. Die Körpersprache der Chemnitzer ließ zum Ende darauf schließen, dass sie das Spiel aufgegeben hatten. Nur als der VFC-Abwehr doch ein Mal die Übersicht verloren ging, bekam Vettermann den frei werdenden Ball und fand vor dem Tor die Lücke zum 4:2. Dieses Ergebnis hielt der VFC II, bis zur letzten Minute voll konzentriert. Dabei konnte nochmals eine gute Gelegenheit von K. Schmidt (89.) verhindert werden. Mit einer Doppelparade gegen die platt wirkenden Rolleder und Grube hatte Schüler diesen Erfolg endgültig festgehalten.


    Ron Orlamünder, der Thomas Wolfrum an diesem Tag vertrat, war von der Leistung seiner Mannschaft begeistert: „Das war richtig toll! Wir haben nach dem Rückschlag letzte Woche heute wieder einen Schritt nach vorn gemacht. Wir haben das Spiel angenommen und aus dem Mittelfeld wunderbar nach vorn gespielt. Das war der Schlüssel.“ Lohn für diese Leistung ist der zwischenzeitliche elfte Platz. Am kommenden Samstag muss der VFC Plauen II zu den Kickers nach Markkleeberg. Diese Mannschaft hat nur einen Punkt mehr auf dem Konto.
    M. Koch

    :-)


    Sa, 14. Mai
    Kamenz - Grimma 4:0
    Copitz - Markkleeberg 1:2
    Plauen II - Fortuna 2:1 :schal3:
    Neugersdorf - Dynamo III 2:2
    Radebeul - Eilenburg 1:2


    So, 15. Mai
    Görlitz - HOT 1:2
    Naunhof - Sachsen II 2:0
    Markrans - BW 2:2

    [b]SG Dynamo Dresden III – VFC Plauen II 2:1 (1:1)


    Dresden:[/b] Lohse – Bandulewitz, N. Talke, Küttner, Vogt – Böhme (84. Reck), E. Talke, Ritter, Hüppe (89. Richter) – Karsten, Töwe (46. Heinze).
    Plauen: Schüler – Würfel, Boden, Wolf, D. Schröter – Schmidt, Hummel, Weigl, Färber, Matthes – Zimmermann.
    Schiedsrichter: Böhmer (Gornau).
    Zuschauer: 76.
    Tore: 0:1 Küttner (13./Eigentor), 1:1 Bandulewitz (40.), 2:1 Böhme (68.).


    Eigentlich hatte an diesem Sonntag vieles gepasst: die Stimmung in der Mannschaft und das Wetter waren gut, Verstärkung aus der Ersten gab es, trotz zeitgleichen Spiels der Ersten in Berlin, mit Boden, Zimmermann und Färber gleich dreifach. Und auch die Landesligapartie begann fast optimal. Einzig der Zustand des Kunstrasens am Glücksgas-Stadion ließ zu wünschen übrig. Die Schnipselaktion der Dynamo-Fans zum Drittligaspiel am Vortag hatte hier Spuren hinterlassen.
    Souverän baute der VFC II das Spiel aus der Abwehr heraus auf, machte das Spiel breit und ließ bei einem hohen Prozentsatz an Ballbesitz die Gastgeber laufen. So hielt man sich in erster Linie die Dresdner fern vom eigenen Strafraum. Diese konnten nichts anderes als reagieren und kamen in der Anfangsviertelstunde nicht ein einziges Mal vor das VFC-Tor. Aber auch Plauener Chancen waren Mangelware. So war es ein Eigentor von Küttner, allerdings „erzwungen“ von Dave Schröter, das die Plauener Führung brachte. Schröters gewolltes Zuspiel in die Spitze wurde von Küttner unhaltbar in das eigene Tor abgefälscht. Das stachelte die Dresdner an, während die Gäste einen Gang zurückschalteten. In der 17. Minute kam Dynamo III durch eine Ecke erstmals gefährlich vor das VFC-Tor. In den folgenden Minuten übernahmen die Gastgeber immer mehr die Regie im Mittelfeld. Der offensive Außenverteidiger Bandulewitz versuchte sich bereits in der 33. Minute an einem Torschutz, doch ging dieser Versuch etwa einen Meter über das Tor. In der 40. Minute machte er es besser. Er nahm das Zuspiel von Karsten an, ging in den Strafraum, zog vom rechten Strafraumeck ab und traf zum 1:1.
    Die vom Trainerteam erhaltenen Instruktionen konnte die VFC-Reserve nur kaum bis gar nicht umsetzen. Die Folge war ein stetiges Anrennen auf das Plauener Tor. Keeper Schüler hielt sein Team lange im Spiel. Er hielt den Freistoß von Böhme fest (49.), nahm dem einschussbereiten Böhme den Ball vom Fuß (63.) und parierte Hüppes Schuss aus der Drehung (65.). Als es schon den Anschein hatte, dass die Dresdener die Plauener Abwehr nicht knacken könnten, fasste sich Böhme ein Herz und zog aus der zweiten Reihe volley ab. Schüler konnte die Lederkugel nicht mehr aus dem Dreiangel „herausfischen“ - 2:1. Dresden drückte weiter und kam durch Hüppe (71.) und Böhme (74.) zu weiteren Möglichkeiten. Nach einer Ecke klärte Boden auf der Torlinie vor Heinze. Eine Glanzparade musste Schüler gegen Böhme hinlegen (82.), um die Vorentscheidung zu vermeiden.
    Lediglich in der Schlussoffensive konnte der VFC II wieder für Gefahr sorgen. Doch Boden brachte im gegnerischen Strafraum den schwierigen Ball nicht unter Kontrolle (90.). Ein Schuss von Wild in der Nachspielzeit wurde zwar noch abgefälscht, konnte aber von Torwart Lohse noch gefangen werden.
    Natürlich war VFC-Trainer Thomas Wolfrum enttäuscht: „Wir haben das Spiel nach einer guten Anfangsphase im Kopf noch verloren. Wir waren überhaupt nicht präsent und hatten zu viele Spieler dabei, die absolut nicht ihre Leistung abrufen konnten. Das war seit einigen Wochen unser schlechtestes Spiel.“

    In den Mannschaftsaufstellungen stößt man ja immer wieder auf bekannte Namen. Daher die Frage:
    Welche Landesliga-Spieler sind denn tatsächlich die Söhne ehemaliger DDR-Oberligaspieler?


    Tommy Färber in Plauen ist der Sohn von Ronald Färber (BSG Wismut Aue).


    Bei den Dörners in Radebeul weiß ich's auch. Is ja auch nich zu übersehen!


    Aber wie ist das mit Halata (Naunhof), Minge (Kamenz), Blochwitz (Markkleeberg) usw. ?

    So, icke mal wieder:


    28. Spieltag vom 07.05.2011 bis 08.05.2011

    Hohenstein-Ernstthal - Markranstädt 1:2
    Fortuna Chemnitz - Pirna-Copitz 3:0 (Sorry, Steffen!)
    Blau-Weiß Leipzig - Radebeul 2:0
    Sachsen Leipzig II - Kamenz 1:3
    Markkleeberg - Naunhof 2:2
    Eilenburg - Neugersdorf 2:0
    Dynamo Dresden III - VFC Plauen II 1:2
    Grimma - Heidenau 1:0


    Es wird spannend, oben wie unten!

    VFC Plauen II – FC Eilenburg 1:1 (1:0)


    Plauen: Birnbaum – Tenner, Boden, Wolf, D. Schröter – Wild (81. Schmidt), Hummel, Matthes/V, Färber, Müller – P. Schröter/V (81. Weigl/V).
    Eilenburg: Kotzbau – Winkler, Virag (32. Hofmann), Ulrich, Kalex – von Duschefsky, Pfeifer, Kilz, Plätzsch (46. Bartlog/V), Kukard (53. Keller) – Langer.
    Schiedsrichter: Eckart (Mochau/Beicha).
    Zuschauer: 105.
    Tore: 1:0 Matthes (31.), 1:1 von Durschefsky (74.).


    Am Samstag gastierte im „Käfig“ mit dem FC Eilenburg einer der Topfavoriten der Liga, verstärkt durch einen lautstarken Anhang. Hoch konzentriert und mit unermüdlichem Einsatz erarbeitete sich der VFC Plauen II einen weiteren wertvollen Punkt gegen den Abstieg. Genau diese Zähler gegen Hohenstein (4:2) oder Eilenburg geben am Ende möglicherweise den Ausschlag, denn viele Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt, waren nicht in der Lage, gegen diese Topteams zu punkten.


    Schon in der Anfangsphase des Spiels wurde deutlich, dass sich beide Mannschaften ein Landesligamatch auf sehr hohem Niveau liefern würden. Es entwickelte sich ein kurzweiliges Spiel mit vielen Torraumszenen und rassigen Zweikämpfen. Gegen die gelegentliche Überhärte schritt der Schiedsrichter nur ungenügend ein, so dass es zu einigen Behandlungspausen kam. Im Übrigen riefen zahlreiche weitere Fehlentscheidungen Proteste, von Kopfschütteln bis hin zu Beschimpfungen, in beiden Fanlagern hervor.


    Bereits in der 8. Minute ergab sich für die Gäste durch Plätzsch die erste gute Torchance. Nach einem Querpass kam er in Ballbesitz, zog ab, aber traf nur neben das Tor. Fünf Minuten später konnte Wolf den Schuss von Langer blocken. In Minute 14 traf Plätzsch aus dem Gewühl heraus das Tor, aber der Linienrichter hatte aufgepasst und die Abseitsposition von Plätzsch erkannt. Als VFC-Keeper Birnbaum in der 17. Spielminute einen Schuss von Plätzsch weit wegfausten konnte, entstand daraus ein gefährlicher Konter. Patrick Schröter flankte auf Matthes, der nahm den Ball direkt, aber verzog knapp. Ein Kopfball von Kilz nach einer Ecke erforderte einen starken Reflex von Birnbaum. Diese Aktion sollte die letzte nennenswerte Aktion der Gäste in der ersten Hälfte bleiben. Von diesem Zeitpunkt an hatte sich der VFC II die Feldüberlegenheit erkämpft und kam zu guten Chancen. Hummels Schuss (25.) konnte Keeper Kotzbau gerade noch um den Pfosten lenken. Nach einer Ecke von Dave Schröter platzierte Benjamin Matthes das Leder über Kotzbau hinweg im langen Toreck zum 1:0. Bei einer weiteren guten Möglichkeit rutschte Wild in aussichtsreicher Position weg (37.).


    Auch in der zweiten Hälfte drückte der VFC II zunächst auf das Eilenburger Tor. Aber zuerst setzte P. Schröter seinen Torschuss einen Tick zu hoch an (49.), und dann strich der Freistoß von Färber am langen Pfosten vorbei (53.). In der 66. Minute wurde P. Schröters Schuss geblockt, der Nachschuss von Wild wurde abgefälscht. Spielertrainer Virag, der sich bereits in der 32. Minute ausgewechselt hatte, gab nun von außen die Order: „Alle nach vorn!“ Von nun an intensivierten die Gäste ihre Angriffsbemühungen wieder. Die VFC-Abwehr geriet einige Male in höchste Not. So auch in der Entstehung des Ausgleichstreffers. Die Eilenburger setzten die Plauener Abwehr unter Druck, so dass von Durschefsky sich freilaufen konnte, den Ball bekam und an den linken Innenpfosten und ins Netz traf. Aber die Gäste wollten mehr, und fast wären sie erfolgreich gewesen. In der dritten Minute der Nachspielzeit stand Pfeifer völlig frei vor Birnbaum, schob das Leder jedoch am linken Pfosten vorbei. Deshalb fragte Bela Virag beim Handshake nach Abpfiff seinen Trainerkollegen Thomas Wolfrum fürsorglich: „Na, Herzinfarkt bekommen?“


    Beide Mannschaften freuten sich nach Spielende über den errungenen Punkt. Die Plauener blieben nun schon im fünften Spiel in Folge ungeschlagen, und die Eilenburger konnten damit die spielfreien Markranstädter wieder vom ersten Platz verdrängen. Im Anschluss des Spiel fand das traditionelle Hexenfeuer des VFC statt. Auch dort wurde der Zweiten voller Einsatz abverlangt.

    VfK Blau-Weiß Leipzig 1892 – VFC Plauen II 0:4 (0:2)


    Leipzig: Rudolf – Deichfuß (54. Effner), Rieger/V, Portleroy, Mende/V – Schammer, Jeßner, Preußner, Gothe – Gröbel, Voufack.
    Plauen: Schüler – Färber (83. Ketzel), Wolf, Thönelt, D. Schröter (75. Schmidt) – Wild, Schulze, Hummel, Matthes (75. Tenner), P. Schröter – Petrick.
    Schiedsrichter: Diener (Radebeul).
    Zuschauer: 80.
    Tore: 0:1 Thönelt (21.), 0:2/0:3/0:4 Petrick (42./47./57.).


    Einen nicht unerwarteten, aber in jedem Fall einen unerwartet hohen Auswärtssieg errang der VFC II beim Tabellenachten Blau-Weiß Leipzig. Dabei hätte der Sieg noch höher ausfallen können, wenn alle Hundertprozentigen verwertet worden wären. Dafür, dass hinten die Null stehen blieb, sorgte Keeper Patrick Schröter mit einigen guten Paraden.

    Angesichts des Spiels der Ersten am Vortag in der nahe gelegenen RB-Arena stand das der Zweiten im Leipziger Südosten unter schwierigen Vorzeichen. Petrick und P. Schröter gehörten bereits am Freitag zu den Leipzig-Fahrern, Schröter wurde sogar eingesetzt. Aber auch die anderen mussten die knappe 0:1-Niederlage und die Übergriffe auf Plauener Fans erst einmal verarbeiten.

    Doch das Trainerteam hatte die Mannschaft hervorragend auf den Gegner eingestellt. Motiviert war sie ohnehin, denn es galt sich für eine 1:3-Heimschlappe zu revanchieren. Das gelang erneut in überzeugender Weise. Nach den drei Heimsiegen in Folge, gelang der VFC-Reserve nun endlich der erste Auswärtssieg in der Landesliga überhaupt.


    (1. Halbzeit) Von Beginn an konzentriert offensiv spielend, hatten die Gäste durch Wild in der 4. Minute die erste Chance zu verzeichnen. Sein Heber ging allerdings über Keeper und Tor hinweg. Drei Minuten später kreuzten auch die Leipziger gefährlich vor dem Plauener Tor auf, doch Schüler und Färber klärten vereint gegen Rieger. Den zweiten „Riesen“ vergab P. Schröter, als er in der 12. Minute von Wild angespielt wurde. Aber der Ball in diesem Moment schwer zu nehmen. Wiederum drei Minuten darauf stand Schüler wieder im Fokus. Erst parierte er gegen Jeßner aus Nahdistanz, dann fing er den Nachschuss von Voufack sicher. Eine Standardsituation brachte schließlich die Führung. Die genaue Ecke von D. Schröter verwertete der aufgerückte Innenverteidiger Thönelt per Kopf. Diese Führung stachelte die Gastgeber noch mehr an. Da war es wichtig, einen Mittelfeldmotor wie Marcel Hummel zu haben. Er verdiente sich durch sein umsichtiges Spiel nach Abpfiff ein Sonderlob durch den Trainer. Die Plauener Abwehr musste eine Reihe brenzliger Situationen klären, ehe kurz vor der Pause das wichtige 2:0 fiel. Danny Wild bereitete den Treffer auf der linken Außenbahn mit einem energischen Solo vor, wartete lange mit dem Zuspiel und zog damit die Gegenspieler, einschließlich Torwart, auf sich. Michel Petrick musste das Leder nur noch über die Torlinie schieben.

    (2. Halbzeit) Nach der Pause erhöhten die Plauener prompt auf 3:0, erneut durch einen Standard. Den Freistoß schlug D. Schröter auf den langen Pfosten. Dort stand Petrick und erzielte in Billardmanier das Tor. Mit der Drei-Tore-Führung im Rücken agierte die Plauener Elf noch sicherer, sie ließ nur noch gelegentliche Konter zu. In diesen Situationen mussten sie jedoch defensiv hart arbeiten, um die Leipziger nicht zum Erfolg kommen zu lassen. Im Leipziger Strafraum vergab Wild allein in der 53. Minute zwei Großchancen. Der Stürmer, der seit dem 6. November 2010 um sein siebentes Landesligator kämpft, schlug zunächst nach P. Schröters Vorarbeit über den Ball, Sekunden später verpasste er Hummels Zuspiel. Trotzdem machte Wild auch in die diesem Spiel deutlich, wie wichtig er für die Mannschaft auch als Vorbereiter ist. Die gleichen Spieler wie beim dritten führten auch das vierte Tor aus. Mit seinem Freistoß in der Nähe der Eckfahne fand D. Schröter erneut Petrick, und der traf per Kopf zum 4:0. In der letzten halben Stunde zogen sich die Plauener etwas zurück, mussten von Ron Orlamünder ermahnt werden weiterzuarbeiten. So stand Patrick Schüler noch einige Male im Blickpunkt. Gegen Jeßner (60.), Effner (68.) und Preußner (69.) hielt er seine „Null“ fest.


    VFC-Coach Thomas Wolfrum äußerte sich nach dem Abpfiff zufrieden und erleichtert: „Kompliment an die Mannschaft. Man sagt von außen immer, das muss man erwarten, mit den Spielern von der Ersten. Das ist nicht immer einfach. Aber wir haben es geschafft sie mitzunehmen, in ihnen die gleiche Leidenschaft zu entfachen, wie bei den Spielern der Zweiten.“

    Zu: so 250 bis 300, darunter 2 Gäste. Das lag aber nicht daran, dass kurz vorm Stadion eine Umleitung eingebaut wurde, die das Navi natürlich nicht kannte...


    Als wir da waren, konnte man die Umleitung einfach ignorieren.
    Die Umleitung war bestimmt 'ne geführte Stadtrundfahrt! :-)

    VFC Plauen II – VfL 05 Hohenstein-Ernstthal 4:2 (2:1)


    Plauen: Schüler – Tenner (76. D. Schröter), Boden, Wolf, Wendler – Wild, Hummel/V, Färber (88. Schmidt), Matthes (67. Graupner), Knoll – Petrick.
    Hohenstein-Ernstthal: Kreiner – Freidgeim, Kochte, Liebold, Kubatzky/V – Einsiedel, Sonntag, Weise (46. Wander), Nobis, Bemmann/V – Börner.
    Schiedsrichter: Heinrich (Torgau).
    Zuschauer: 131.
    Tore: 0:1 Bemmann (7.), 1:1 Knoll (19.), 2:1 Petrick (33.), 3:1 Färber (50.), 3:2 Wander (53./Foulstrafstoß), 4:2 Petrick (73.).


    Mit einem eindrucksvoll herausgespielten 4:2-Sieg gegen den Tabellenführer aus Hohenstein-Ernstthal konnte der VFC II am Samstag seinen zuletzt gezeigten Aufwärtstrend bestätigen. Somit holten die Wolfrum-Schützlinge aus den letzten drei Heimspielen neun Punkte. Das bedeutet Maximalausbeute. Mit diesem Sieg gelang nicht nur die Revanche für die im Hinspiel erlittene, unglückliche 0:4-Niederlage. Seinerzeit kletterte der VfL erstmals auf Rang eins. Und da Markranstädt und Eilenburg in den Sonntagsspielen ihre Chance auf die Tabellenführung in der Sachsenliga genutzt haben, und beide Siege einfuhren, wurde der VfL nun auch durch den VFC II wieder gestürzt.

    Bei sonnigem Wetter, aber kaltem Wind fanden beachtliche 131 Zuschauer den Weg hinaus nach Haselbrunn – Saisonbestwert in den Heimspielen. Auch auswärts kamen bisher nur in Görlitz (382), Hohenstein (325) und Eilenburg (230) mehr Schaulustige zu den Spielen des VFC II.


    Die Heimmannschaft hatte sich im Spiel gegen den Landesliga-Primus durch Boden, Wendler, Färber und Petrick aus dem Regionalligateam verstärkt. Die Abstimmungsphase der Plauener dauerte auffällig kürzer als in vorangegangenen Spielen. Dennoch nutzten die Hohensteiner diese Zeit gnadenlos zu ihrer Führung. Tenner köpfte im Strafraum quer, gewollt zu Wendler, letztlich aber genau auf den Fuß von Börner. Dessen Schuss konnte Schüler noch parieren, doch gegen den wuchtigen Nachschuss von Bemmann war er machtlos. Dann hatte sich auch der VFC II gefunden und zog ein selten starkes Offensivspiel auf. Der Tabellenführer zeigte sich beeindruckt und musste konzentrierte Abwehrarbeit leisten. Doch mit sehenswerten Spielzügen kamen die Gastgeber immer wieder vor das VfL-Tor. So auch beim Ausgleich: Matthes kam über links und passte quer zu Wild. Dieser sah Knoll zentral an der 16-Meter-Linie und spielte ihn an. Knoll behauptete den Ball gegen drei Hohensteiner und schoss mit viel Übersicht zum Ausgleich ein. Ein ähnlicher Spielzug mit Wendler auf links brachte fast das zweite Tor der Plauener, doch Wild jagte das Leder über die Querlatte (20.). Petrick wurde in letzter Sekunde von Weise beim Abschluss gestört (26.). Matthes verfehlte das Tor mit seinem Kopfball nach einer Ecke nur um Zentimeter (27.). Wild verzog seinen Schuss erneut knapp (28.). Diese Folge von Aktionen ließ den Gästetrainer, den erfahrenen Ex-Bundesligaprofi Sven Günther, deutlich ruhiger und nachdenklicher werden. Völlig verdient fiel die Plauener Führung nach einem Freistoß von Färber, den er passgenau auf den Kopf von Petrick servierte. Vom Wiederanpfiff weg kam der VfL seinerseits zur Ausgleichschance, aber Boden klärte auf der Linie. Auf der Gegenseite konnte Matthes zwei gute Möglichkeiten (40./41.) nicht verwerten.


    Die zweite Hälfte begann der VFC II genauso stark, wie er die erste beendet hatte. Mit einem Doppelpass hebelten Färber und Hummel die Hohensteiner Abwehr aus. Färber nahm den Ball mit der Hacke mit und schoss aus spitzem Winkel an den Innenpfosten und ins Tor zum 3:1. Danach hatten auch die Hohensteiner eine gute Phase. Eine Reihe von aussichtsreichen Schussversuchen wurde von der VFC-Abwehr abgeblockt, ehe Bemmann schließlich über das Tor schoss. Kurz darauf kam Nobis im Strafraum irgendwie zwischen Boden und Wolf zu Fall. Den gegebenen Strafstoß verwandelte der zur Pause eingewechselte Ex-Plauener Christoph Wander straff und platziert ins linke untere Eck - 3:2. Drei Minuten nach dem erneuten Anschlusstreffer hatte Petrick mit einem Heber die Chance zu erhöhen, aber er verzog ihn knapp. Stattdessen drängten nun die Gäste auf den Ausgleich. Nobis köpfte genau auf Schüler (62.), der aufgerückte Kochte verfehlte das Tor um Zentimeter (66.). Schließlich war es wieder Wendler, der sich auf links durchsetzte und auf Petrick flankte. Der nahm den Ball volley und traf unhaltbar zum 4:2. Außer einem Seitfallzieher von Kochte (80.), der eine Klasseparade von Schüler erforderte, blieben die Gäste in der Schlussphase ohne zwingende Aktionen. Mit viel Ballbesitz und einer halb taktischen, halb verletzungsbedingten Auswechslung (Färber mit Schwindelgefühl nach Zusammenprall) fuhr die VFC-Reserve diesen jederzeit verdienten Heimsieg ein.

    Da waren natürlich Erleichterung und Zufriedenheit bei VFC-Coach Thomas Wolfrum gleichermaßen groß: „Das war ’ne ganz schöne Kiste! Wir haben uns nach dem 0:1 reingebissen, auch die eine oder andere brenzlige Situation überstanden und letztlich verdient gewonnen. Nun müssen wir auch auswärts mal punkten, und das wird schwierig nächste Woche in Leipzig.“

    VFC Plauen II – SV Naunhof 1920 4:1 (1:0)


    Plauen: Schüler – Gütter, Tenner, Wolf, D. Schröter – Wild/V, Hummel, Schmidt (61. Schindler), Matthes, Müller – Sonnenberg.
    Naunhof: Weiß – Sommer, Sawetzki, Birnbaum, Mähne/V – Wagner, Fritzsch, Hensgen, Lange – Hausmann, Weichert.
    Schiedsrichter: Wehnert (Haselbachtal).
    Zuschauer: 56.
    Tore: 1:0 Sonnenberg (37.), 1:1 Weichert (66.), 2:1/3:1 Müller (79./81.), 4:1 Schindler (90.+1).


    Mit einer überzeugenden Vorstellung hat der VFC II am Samstag einen, auch in dieser Höhe verdienten 4:1-Sieg errungen, den bisher höchsten in der Landesliga. Dabei erzielten die „Verstärker“ Sonnenberg, Müller und Schindler aus dem Regionalligateam alle vier Tore. Das sollte allerdings nicht darüber hinweg täuschen, dass auch die eigentliche Stammmannschaft eine großartige Leistung gezeigt hat. Der VFC II spielte übrigens mit Trauerflor, im Gedenken an den kürzlich verstorbenen Gottfried Golle, den Seniorchef eines langjährigen Sponsors.

    Wie schon im Spiel gegen Grimma, zeigte sich nun auch wieder gegen Naunhof, dass die Abwehr eine neue Qualität erreicht hat. Fielen in der Vergangenheit in der Anfangsviertelstunde oft frühe Gegentore, so steht die Abwehrreihe nun sicher. So konnte der VFC II sein Offensivspiel zur Entfaltung bringen und großen Druck auf das gegnerische Tor entfalten. Zunächst setzte sich Danny Wild mehrmals gut in Szene, als er seinem Gegenspieler auf der rechten Seite mit dem Ball am Fuß einige Male einfach davon lief. Dann fanden auch Müller und Sonnenberg allmählich die Bindung zur Mannschaft und erspielten sich gute Möglichkeiten. Schließlich war es ein Standard dieser beiden Spieler, der das 1:0 brachte. Den Freistoß von Müller bekam Sonnenberg im Strafraum und schob das Leder an Keeper Weiß vorbei ins Tor.


    Aber auch den Gästen boten sich einige Chancen, bei denen sich der Plauener Torwart Schüler auszeichnen konnte. Ein Kopfball von Hausmann (22.) fing er ebenso sicher, wie Langes Distanzschuss (35.). Einen 35-Meter-Freistoß von Wagner (31.) faustete er über die Querlatte. Diese Reihe von Möglichkeiten setzte sich in der zweiten Halbzeit fort, als Tenner per Kopf Sawetzkis Kopfball klärte (57.). Auch in den folgenden Minuten stand Tenner bei zwei weiteren Versuchen Sawetzkis goldrichtig. So fiel der Ausgleich schließlich nicht ganz unerwartet, in diesem Fall aber etwas unglücklich. Einen bereits abgewehrten Ball brachte Weichert wieder in Richtung Tor. Von Wolf leicht abgefälscht und die Finger von Schüler noch dran, fand der Ball den Weg ins Netz. Nun wackelte die VFC-Abwehr in der folgenden hektischen Phase, fiel aber nicht.


    Doch danach fand die VFC-Reserve wieder in ihre Ordnung zurück. Und mit einem Nachschuss von Schindler, der nur Zentimeter über die Querlatte ging (70.), meldete sich das Team zurück. Eine Hereingabe von Wild und ein Steilpass von Hummel leiteten das 2:1 ein. Müller bekam das Leder in der Spitze und schob ein. Durch die einzigartige Ballbehauptung und den Querpass von Sonnenberg hatte Müller kaum zwei Minuten später keine Mühe, zum 3:1 zu vollenden. Als Naunhofer Abwehrspieler in der 90. Minute noch Wild im Strafraum zu Fall brachten, trat Falk Schindler zum fälligen Strafstoß an. So krönte er sein Comeback nach langer Verletzungspause, das ohnehin nicht ganz emotionslos vonstatten ging, mit dem Tor zum 4:1.


    Kurz vor dem Abpfiff kam es zu einigen unschönen Szenen, da sich der Naunhofer Trainergespann um Rainer Lisiewicz als schlechte Verlierer erwiesen. „Beim Schiedsrichter bedanken“ (von Lisiewicz selbst) und „Ihr steigt trotzdem ab!“ (von einem Betreuer) waren nur einige der unsportlichen Zurufe an die Adresse der Plauener Trainer. Doch die gingen nicht weiter darauf ein, sondern freuten sich mit der Mannschaft über den Sieg. VFC-Trainer Thomas Wolfrum: „Wir haben uns selber etwas in Bredouille gebracht, weil wir einfach unsere Chancen nicht genutzt haben. Doch wir waren die bessere Mannschaft und haben verdient gewonnen. Die Spieler aus der Ersten waren schon eine Verstärkung, aber so soll es ja auch sein.“

    VFC Plauen II – FC Grimma 1:0 (1:0)


    Plauen: Schüler – Zierold, Boden, Wolf, D. Schröter – Wild, Weigl (57. Gütter/V), Graupner (46. Hummel), Matthes, Knoll – Sonnenberg (46. Schmidt).
    Grimma: Zita – Schafeev (41. Möbius), Blaha, Goethe/V, Vogel – Leutert (61. Kurzbach/V), Hannover, Hoffmann, Pötzsch – Streubel, Großmann.
    Schiedsrichter: Östreich (Sommeritz b. Schmölln).
    Zuschauer: 45.
    Tor: 1:0 Matthes (40.).


    Es wäre verfrüht, den ersehnten Heimsieg als Befreiungsschlag zu bezeichnen. Für große Erleichterung sorgten die errungenen drei Punkte am Samstag in jedem Fall. Die Plauener hatten von Beginn an den besser geordneten Spielaufbau, im Gegensatz zu den Gästen. Die trieben ihren Co-Trainer Ragnar Zaulich zeitweise zur Weißglut. „Uns fehlt Zielstrebigkeit. Wir sterben hier mit Doppelpass und Hacke. Ich geh kaputt“, machte er seinem Unmut lautstark Luft. Zunächst musste er mit ansehen, wie Streubel (9.) und Großmann (12.) Großchancen vergaben. Die VFC-Abwehr, in der Anfangsphase stets für Gegentore anfällig, wackelte nur, hielt aber stand. Stattdessen mussten Wohllebe und Zaulich mit ansehen, wie die Plauener sich ein ums andere Mal vor das Grimmaer Tor spielten. Durch das zügige Umschalten von Abwehr auf Angriff kamen sie dem Strafraum der Gäste immer näher. Dabei gab es durchaus kreative Spielzüge zu bestaunen. Nach Weigls langer Ballbehauptung im Mittelfeld und seinem klugen Pass nach außen auf Knoll verwertete Sonnenberg dessen Kurzpass mit einem Lupfer über den langen Pfosten hinweg (18.). Nach weiteren sehenswerten Aktionen scheiterten Boden (24.), Knoll (30.) und Matthes (32.) mehr oder minder knapp. Erneut brannte es im Grimmaer Strafraum als Matthes steil auf Wild spielte (34.). Torwart Zita bekam noch die Finger an das Leder. Trotzdem rollte die Kugel weiter auf das Tor zu. Erst Kapitän Hoffmann schlug den Ball im letzten Moment von der Linie. Schließlich wurde Matthes im entscheidenden Moment von Graupner bedient und brachte das Leder am herauslaufenden Torwart vorbei zum 1:0 im Netz unter. Grimma hatte Sekunden vor der Pause noch eine gute Möglichkeit zum Ausgleich, doch Großmann konnte den Ball per Kopf nicht über die Torlinie drücken.


    Der Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit sollte ein Ereignis für sich werden, bei dem sich das Thüringer Schiedsrichtertrio auf kurioseste Art und Weise in den Fokus zu rücken wusste. Als alle Spieler bereit standen, disputierten die Unparteiischen fast fünf Minuten darüber, welche Mannschaft denn nun anstoßen sollte. Offenbar konnte sich keiner von ihnen daran erinnern, dass der VFC die erste Hälfte begonnen hatte. Daher entschieden sie fälschlicherweise zu Gunsten der Plauener. Das brachte das ohnehin schon aufgebrachte Grimmaer Trainergespann noch mehr in Rage. Benjamin Matthes tat das einzig Richtige für die Abkühlung der hitzigen Gemüter und schlug den Ball vom Anstoß direkt zum Grimmaer Keeper.


    Durch einen verabredeten und einen verletzungsbedingten Wechsel agierten die Plauener in der zweiten Hälfte nicht mehr ganz so offensiv. Die besten Chancen von Matthes (65.), Knoll (82.) und Wild (84.) um alles klar zu machen, blieben ungenutzt. Doch auch die Grimmaer blieben ohne Torerfolg, denn Leutert verfehlte um Zentimeter (56.), und Hoffmann jagte den Ball nach einer Ecke weit über das Tor (71.). In der Nachspielzeit traf Großmann zwar, doch ging dem Tor ein Foul an Zierold voraus. Zuletzt schoss auch Großmann nach einem Freistoß weit über den Kasten von Schüler hinweg (93.).
    Lange sah man im „Diescher-Käfig“ keine solch gelösten Gesichter mehr, wie nach dem Abpfiff des Spiels. „Nach dem Debakel vorige Woche haben wir uns heute einigermaßen rehabilitiert“, freute sich Trainer Thomas Wolfrum. „Wir sind in der ersten Halbzeit verdient 1:0 in Führung gegangen. Wir haben versäumt, das eine oder andere Tor nachzulegen. Aber jetzt spielen wir wieder mit!“ Der Coach hob Andreas Knoll aus einer leidenschaftlich spielenden Mannschaft hervor. Doch auch das Mitwirken Thomas Bodens, und das gleich als Kapitän, tat dem Team gut.

    Heidenauer SV – VFC Plauen II 5:0 (4:0)
    Heidenau: Nicklich – Walther, Terjek, Hemmann, Kaiser – Winter, Heiße (55. Dittmann), Pietsch, Streiber (79. Bischoff) – Janoviak (71. Grätz), Hamel.
    Plauen: Schüler – Gütter/V (68. Block), Wolf, Zeiger, D. Schröter – Wild, Weigl (46. Ketzel), Matthes, Graupner, Höfer (46. Rotthoff) – Schmidt.
    Schiedsrichter: Kresin (Leipzig).
    Zuschauer: 150.
    Tore: 1:0 Hemmann (14.), 2:0 Janoviak (22.), 3:0 Winter (25.), 4:0 Janoviak (39.), 5:0 Pietsch (52.).


    Zum zweiten Mal in der laufenden Saison musste der VFC II eine 0:5-Niederlage einstecken. Nach der in Leutzsch in der Hinrunde folgte nun eine in Heidenau. Dabei ließ sich das Spiel durchaus hoffnungsvoll an, denn die Gastgeber traten zunächst etwas konfus auf, spielten unbedrängt Bälle ins Aus. Doch mit dem imponierenden Pokalsieg von Kamenz im Rücken und angesichts einer zunehmenden Fehlerquote der Plauener fanden die Heidenauer besser ins Spiel. Sie agierten nun selbstbewusster und ballsicherer und erlangten so die Spielkontrolle. Meist über die Außenpositionen kam der HSV vor das Tor der Plauener, während diese fast ausschließlich durch Standards Gefahr erzeugten.


    So war es auch eine weite Flanke vom Rechtsaußen Winter, die Walther auf der linken Seite fand. Der gab den Ball herein vor das Tor, wo Hemmann wartete und das Leder nur noch zum 1:0 über die Torlinie drücken musste. Mit dem Ausgangspunkt Kaiser sorgten die Heidenauer in der Folgezeit mehrmals für höchste Gefahr. Konnte Winter in der 18. Minute noch geblockt werden, setzte er sich jedoch vier Minuten später durch bediente Janoviak am langen Pfosten, und es stand 2:0. Der Tscheche revanchierte umgehend und legte für Winter das 3:0 auf. Sehr früh machten sich beim VFC II dann Auflösungserscheinungen bemerkbar. Aus einem Einwurf für die Plauener entwickelte sich in der 32. Minute eine gute Möglichkeit für Pietsch. Ein Abwurf von Schüler kam umgehend in den Strafraum zurück, wo Janoviak erneut zum Einschuss bereit stand und zum 4:0 traf.


    Nach der Pause musste Trainer Wolfrum verletzungsbedingt auf Jens Weigl verzichten, später auch krankheitsbedingt auf Kapitän Gütter. Dass mit Graupner ein Spieler ohne Training ins kalte Wasser geworfen wurde, dann auch noch Block nach einem Dreivierteljahr fast ohne Vorbereitung sein Comeback feierte, sagt alles über die personelle Situation der VFC-Fohlen. In Anbetracht dieser Tatsachen zog sich die Zweite nach dem Seitenwechsel recht ordentlich aus der Affäre. Lediglich durch Einzelaktionen kamen die Gastgeber, die sich nun auch etwas zurücknahmen, vor das VFC-Tor. So war es schließlich ein unerwarteter Schuss aus spitzem Winkel vom Ex-Plauener Robert Pietsch, der zum 5:0 führte.


    Der Ehrentreffer blieb den Plauenern versagt, als Schmidt unter schmerzlicher Einwirkung des HSV-Keepers mit seinem Kopfball das Tor verfehlte (72.). Aber auch die letzte große Chance der Heidenauer blieb ungenutzt, als Winters Heber über Torwart und Tor hinweg ging.


    Thomas Wolfrum schätzte nach dem Spiel realistisch ein: „Man muss ganz deutlich sagen, dass die Qualität bei einigen nicht reicht. Wir haben nicht die Möglichkeit, fünf Stammspieler zu ersetzen. Wir werden jetzt aber nicht auseinander brechen. Wir lecken unsere Wunden und werden gegen Grimma wieder alles versuchen.“

    Kann mir jemand ganz kurz und ganz sicher Auskunft geben?
    Ist Robert Pietsch nach der gelb-roten Karte im Achtelfinale des Sachsenpokals für das nächste Pflichtspiel oder für das nächste Pokalspiel gesperrt?
    (Ich kann mir das einfach nicht merken!)

    VFC Plauen II – NFV Gelb-Weiß Görlitz 09 1:2 (0:1)


    Plauen: Schüler – Gütter, Wolf, Thönelt, D. Schröter – Wild, Hummel (81. Schmidt), Müller, Knoll – Weigl (67. Würfel), Matthes.
    Görlitz: Zwahr – Potyszka, Nowak, Garbe, Fraustadt – Jaworski (90.+2 Cholakov), Grundmann, Krüger, Pietsch – Schneider, Boese/V (82. Hilscher).
    Schiedsrichter: Walter (Hartha)
    Zuschauer: 80.
    Tore: 0:1 Potyszka (40.), 0:2 Jaworski (71.), 1:2 Thönelt (84.)


    Zunächst einmal begann das Landesligapunktspiel mit einer geschlagenen Stunde Verspätung. Sowohl die Gäste aus Görlitz als auch das Schiedsrichtergespann waren von einer Vollsperrung der Autobahn A 4 bei Hainichen betroffen. Gastgeber und Zuschauer harrten aus, und um 15.02 Uhr konnte das Spiel endlich beginnen.


    Die Plauener, zuletzt mit starken Auftritten gegen Radebeul und in Markranstädt, waren bemüht, an ihre Leistungen anzuknüpfen. Gleich in der Anfangsminute spielte sich Wild bis zur Grundlinie durch, doch war das Leder im Aus, bevor Wild flanken konnte. Auch für den ersten Schuss aufs Tor zeichnete Wild verantwortlich. Er ging aus halbrechter Position aufs Tor zu und zog ab (7.). Aber der Görlitzer Keeper Zwahr hielt den Schuss fest. In der 22. Minute war Wild dabei den Torwart zu umspielen, als dieser im letzten Moment noch die Hand an den Ball bekam. Beim Görlitzer rechten Außenverteidiger Potyszka offenbarten sich mit zunehmender Spielzeit Schnelligkeitsdefizite gegenüber seinem Gegenspieler Knoll. Doch Potyszkas Stärke sollte an diesem Tag in der Offensive liegen. Erstmals in der 40. Minute kam der NFV dem VFC-Tor gefährlich nahe. Als aber die Plauener Defensivabteilung es drei, vier Mal verpasste, den Ball zu klären, stand Potyszka goldrichtig, um zum 0:1 einzuschießen. Dabei profitierte er davon, dass VFC-Torwart Schüler durch eine Spielertraube die Sicht versperrt war.


    Leicht geschockt über das Gegentor gingen die Plauener in die Kabine, und ließen auch nach dem Seitenwechsel eine gewisse Verunsicherung erkennen. So hatte Schüler gleich in der 47. Minute einen Schuss von Jaworski zu parieren. Danach kamen die Plauener wieder besser ins Spiel, so dass der Görlitzer Trainer Wonneberger lautstark darauf hinweisen musste: „Wir laufen nur noch nebenher.“ Das Zweikampfverhalten der Gäste war zu jenem Zeitpunkt eher lasch. Da sich Wild nun besser anbot, wurde er dementsprechend häufiger angespielt. So ergaben sich für ihn zwei gute Möglichkeiten (55./62.), die Zwahr jedoch beide entschärfen konnte. Durch einen Abwehrschnitzer wurde die Plauener Mannschaft in der 71. Minute erneut kalt erwischt. Wolf vertendelte den Ball an Jaworski, der ging auf und davon. Wolf rannte hinterher, konnte Jaworski zwar nicht einholen, aber immerhin nach außen abdrängen. Trotzdem fand der Schuss aus spitzem Winkel den Weg ins Tor zum 0:2. Mit einem weiteren Treffer hätten die Görlitzer für die Entscheidung sorgen können, aber Potyszka traf nur das Außennetz (76.). So mussten die Görlitzer bis zum Schluss um den Sieg zittern. Eine Ecke von Knoll musste Torwart Zwahr prallen lassen. Diesmal stand Thönelt richtig und schoss den Ball zum 1:2 unter die Querlatte. Der Nachschuss von Würfel nach einer Schröter-Ecke hätte fast noch den Ausgleich gebracht (84.), doch verfehlte er den Dreiangel um wenige Zentimeter. Auf der Gegenseite prüfte Krüger in der ersten Minute der Nachspielzeit noch ein letztes Mal Schüler. Die 92. Minute nutzten die Görlitzer noch zu einer Auswechslung, danach pfiff Schiri Walter ab.


    VFC-Trainer Thomas Wolfrum zeigte sich nach dem Abpfiff enttäuscht: „Das war eine total unnötige Niederlage gegen einen Gegner, der nicht besser war als wir. Wir sind heute nicht an unsere mögliche Leistung herangekommen. Wir hatten keinen Spieler drinnen, der an seine Leistungsgrenze gegangen ist. Aber das sind junge Spieler, da sind Schwankungen einprogrammiert.“

    Markranstädt lässt beim 1:1 gegen den VFC Plauen II zwei wichtige Punkte liegen und nutzt die Ausrutscher der Konkurrenz nicht. An der Stelle ein dickes Lob an die Gäste für ihr engagiertes Auftreten. Die gingen heute gut eingestellt ins Spiel und hatten sich den Punkt mehr als verdient. Einen Rückblick auf die Partie gibt es hier: Klick!


    Im Großen und Ganzen habe ich das Spiel auch so gesehen, nur dass der SSV in der ersten Hälfte das Spiel im Griff hatte, das nicht. Die VFC-Jungs gewannen weit mehr Zweikämpfe. Das 3:3 zwischen VfL und Fortuna hat den Markranstädtern wohl die Beine schwer werden lassen. Aber nach der Pause waren sie wie ausgewechselt.

    VFC Plauen II – Radebeuler BC 08 2:1 (1:1)


    Plauen: Schüler – Gütter (63. Würfel), Wolf, Tenner, D. Schröter – Knoll, Riedel, Hummel, Wild (81. Graupner) – Matthes, Weigl.
    Radebeul: Meyer – Weiß, Ryska, St. Dörner, Girke – Bernas, Kunze, Benedict, Kippermann – Tomanec (54. D. Dörner), Georgi.
    Schiedsrichter: Bartsch (RB Leipzig) - mit starker Leistung.
    Zuschauer: 63.
    Tore: 0:1 Georgi (13.), 1:1 Matthes (44.), 2:1 Wolf (85.).


    Der zweiten Mannschaft des VFC Plauen ist am Samstag endlich ein wichtiger Dreier im Kampf gegen den Abstieg aus der Landesliga gelungen. Der Radebeuler BC wurde nach frühem 0:1-Rückstand am Ende noch mit 2:1 besiegt.


    Die Initiative in diesem Spiel ging zunächst von den Plauenern aus. Sie bemühten sich früh um zwingende Aktionen vor dem gegnerischen Tor und bewiesen dabei viel Übersicht und den Blick für den Mitspieler. Bestes Beispiel dafür war eine Aktion in der achten Minute, als Wolf von Abwehr auf Angriff umschaltete und weit diagonal auf Knoll spielte. Knoll, der nominell noch zu den A-Junioren gehört, aber aus der Zweiten kaum noch wegzudenken ist, zog mit dem Ball nach innen und zirkelte ihn auf das lange Eck. RBC-Keeper Meyer kam gerade noch mit den Fingerspitzen dran und lenkte die Kugel zur Ecke.
    Dann aber kamen auch die Gäste besser ins Spiel. Steffen „Dixie“ Dörner, der seinen Spitznamen von seinem Vater Hans-Jürgen geerbt hat, trat einen Freistoß an die Fünf-Meter-Linie, wo Weiß mit einem Kopfball das Tor noch deutlich verfehlte. Doch nur eine Minute später drangen die Radebeuler, der unentschlossen wirkenden VFC-Abwehr davon laufend, wieder in den Strafraum ein. Tomanec legte ab auf Georgi, und der ließ Torwart Schüler keine Chance - 0:1. Eine weitere Minute darauf verzog Tomanec frei vor Schüler, und scheiterte noch ein Mal in der 17. Minute am Plauener Keeper. Doch die gute Phase der Gäste war schon nach kurzer Zeit wieder vorbei. Der VFC II gewann wieder die Oberhand und hatte unmittelbar vor der Pause eine richtig starke Druckphase. Erst zog Knoll einen Schuss direkt auf den Torwart (41.), so dass dieser prallen lassen musste. Den Nachschuss verzog Matthes knapp. Kurz vor der Pause hatte Danny Wild einen lichten Augenblick, als er weit zu Matthes in die Spitze passte. Der erlief sich mit großem Einsatz den Ball vor dem heraus stürmenden Keeper und schob das Leder an ihm vorbei ins Netz - 1:1. Kurz darauf setzte der Halbzeitpfiff dem munteren Spiel der Plauener ein Ende.


    Nach dem Seitenwechsel dauerte es etwas, bis der VFC II wieder Fahrt aufnahm. Die Radebeuler besaßen mit dem Schuss von Georgi in der 53. Minute die erste gute Gelegenheit der zweiten Hälfte, aber Schüler parierte. Damit hatten die Gäste ihr Pulver aber schon verschossen. RBC-Trainer Jan Seifert reagierte auf das Spiel seiner Elf mehrmals hörbar unwirsch: „Da können wir uns eine Scheibe abschneiden von den Gelben, die sind alle im gleichen Alter.“ Und als sähe er die drohende Niederlage schon kommen, sagte er etwa eine Viertelstunde vor Schluss zu seinem Co-Trainer: „Die sind engagierter als wir! Das reicht im Fußball.“ Solche Worte aus dem Mund eines ehemaligen Bundesligaprofis, der insgesamt 171 Mal in den beiden höchsten deutschen Fußballligen auflief, dürfen sich die VFC-Fohlen durchaus als Kompliment an die Pinwand in ihrer Kabine heften. In der Tat schienen die Remis-Könige der Vorsaison mit einem weiteren Unentschieden zufrieden zu sein. Nicht so der VFC II. Eine seiner Tugenden an diesem Tag war Geduld. Die Plauener spielten beständig in Richtung Radebeuler Tor, und das keineswegs überhastet, zum Teil aber etwas mit Pech, wie bei Matthes’ Nachschuss (72.) oder Weigls Versuch nach einer Ecke (80.) oder Hummels Flanke auf Matthes (82.). Schließlich brachte der aufgerückte Bastian Wolf doch noch einen Nachschuss nach einer abgewehrten Knoll-Ecke zum 2:1 im Gehäuse unter. Nach dem Spiel sagte er dazu nur: „Das war Glück!“ Nach dem Abpfiff waren Jubel und Erleichterung beim VFC II groß.

    Aus VFC-Trainer Thomas Wolfrum sprudelte die Freude nur so heraus: „Ab der 20. Minute haben wir richtig gut gespielt und am Ende hochverdient gewonnen, weil wir aggressiver, engagierter und spielerisch besser waren. Ich denke, der Prozess, der sich in den letzten Wochen hier abgezeichnet hat, mit dem Weg, den wir mit den jungen Spielern gehen, der trägt jetzt Früchte. So werden wir weiter machen.“