Bringt uns eine Harzerin Glück?
Mit Miriam Schwermer vom FC Einheit Wernigerode pfeift, ich glaube erstmals, eine Schiedsrichterin eines unserer Punktspiele. Da sie an einem Freitag, dem 13. pfeift, weiß ich nicht, was das oder das ominöse Datum für die BSG Chemie oder für uns bringen wird. Hoffentlich hat beides keine Bedeutung und das Spiel, welches um 19 Uhr startet, wird ein ganz normales Fußballspiel. Es sollte im Zweifelsfalle aber schon dem Gastgeber einen Sieg bringen, um die Verunsicherung nicht noch weiter zu steigern. Ähnlich werden es die Leutzscher für sich selber auslegen, die noch 2 Plätze hinter uns stehen und 6 Punkte weniger haben. Im Hinspiel, im September, haben wir ihnen zum ersten Sieg überhaupt verholfen und dafür sollten sie uns dankbar sein. Ratifo und Hoffmann machten den Sieg in der zweiten Halbzeit perfekt. Danach kamen allerdings nicht allzu viele Punkte dazu und zur Winterpause kam es, wie häufig in diesem Fall, zum Trainerwechsel. Aus der Bayernliga Süd wurde Alexander Schmidt geholt, der früher mal Türkgücü München, die SGD oder Kickers Offenbach trainiert hat. Insofern hat er schon Stationen mit lebhaftem Umfeld hinter sich gebracht. Mit 7 neuen Spielern brachte er reichlich frisches Blut in den AKS. Mit Torwart Bergmann, Seidemann, Akono und Bell sind Spieler dabei, die schon ausreichend Regionalligaerfahrung mitbringen. Um so viele Leute unter den schwierigen Winterbedingungen "zusammenzubinden", braucht es zum Geschick und Glück am besten Siege. Einen Sieg hat die Mannschaft gegen den CFC schon geschafft, und zuletzt am Sonntag in Erfurt spielte man 2 : 2 und holte durch Tore von Langner und Seidel einen Punkt. Es ist also bewiesen, dass man gegen weitaus bessere Mannschaften als die unsrige bestehen kann. Wer in Erfurt punktet, muss gegen uns einen Sieg anstreben, anders kann es nicht sein. Schmidt versucht scheinbar eine gute Mischung aus Alt und Jung zu finden, nur Bestschütze Ratifo (10 Tore) hatte aus der Startelf die 30 überschritten. Es gibt wenig Ausfälle, Langner ist gesperrt, Friedrich verletzt, demzufolge kann der Trainer fast aus dem Vollen schöpfen. Bisher kam immer ausreichend Fanunterstützung ins Sportforum mit, der Singsang wird anhaltend sein und die Motivation steigern.
Was können wir unter Flutlicht zeigen? Ausgeruht sind wir schonmal nicht, vor Selbstbewusstsein strotzend eh nicht und wie sieht es mit der personellen Ausstattung aus? Kuffour ist gesperrt, Gunte, Putaro, Wrebiakowski waren neben den Langzeitausfällen nicht im Kader. Eine Rückkehr von Gunte wäre sehr wichtig. Davon ausgehend, dass Dadashov beginnen kann, wären dann 2 Leitfiguren wieder dabei. Sadrifar hat noch nie länger als 20 Minuten gespielt. Würde er eine Stunde durchhalten, bräuchten wir nicht so viel umbauen und könnten die linke Seite besetzen. Es ist schwer einzuschätzen, ob Sven Körner der Mannschaft ausreichend Zuversicht vermitteln kann, um so zu spielen, dass sie seine Vorstellungen umsetzen kann. Das gewünschte Pressing erfordert entsprechenden Laufaufwand und viele Alternativen gibt es im Stürmerbereich gerade nicht. Da sieht es im Mittelfeld noch am besten aus. Gegen Magdeburg ließen wir den Gegner kommen, was ja durchaus zu Möglichkeiten führte. Sollte "Dada" aber spielen können, muss er Futter von den Flügeln bekommen. Das könnte von Reincke, Shcherbakovski und Breitfeld geschehen, wenn sie denn mit Schwung in die gegnerische Hälfte gelangen. Ich drücke diesmal von ferne die Daumen, in der Hoffnung, meine Abwesenheit nützt den Jungs.