Wenngleich es schon ein wenig her ist...
Der OSC in HZ 1 klar besser, muss zur Pause 2-3:0 führen, ohne wenn und aber. Sie spielen es jedoch wiederholt viel zu "billig" aus - mit den Leuten in der Offensive ist das schon grob fahrlässig. Dennoch führt Oschersleben beinahe zur Pause durch einen Treffer, der Barleben-typisch ist, denn gerade in einer Phase in der man allmählich rein findet, schießt Kollege Gerwien nach unglücklichem Abklatschen von Lenhard den Ball in die Maschen. Natürlich völlig verdient, hatte der FSV bis dato keinen (!!!) Torschuss abgegeben. Danach durfte ich erstmals nachvollziehen, wie sich die zahlreichen HSC-Anhänger Woche für Woche fühlen mögen. Solch ein Tor aus dem “Nichts” ist mir zumindest noch nie untergekommen, war im Ansatz allerdings dem sträflichen Alleinlassen Potykas geschuldet, der die Übersicht behielt und den wahren Bördebomber Kalli bediente, Brendel berührte den Ball auf der Torlinie scheinbar nur noch minimal. Pause. Und niemand im Stadion wusste, wie Barleben zu einem Tor kam. Beim Pausentee hatte der Coach seine Männer wohl ordentlich angespitzt: Brendel und Kalkutschke belohnten ihr Zusammenspiel mit der insgesamt doch reichlich überraschenden Führung. Dass sich nun ein rassiges Spiel entwickelte, hatte auch mit dem besten, jemals live gesehenen Freistoß von Druschky zu tun, der den Ball aus 25 Meter unglaublich exakt in den Winkel setzte...stark auch, dass Lenhard sogar noch dran war. Eine Kopie des 2:1 stellte dann Brendels Treffer dar, bei dem der Berliner nach einem abgeblockten Distanzschuss von Otte im 16er an zig OSC-Beinen vorbei ins Netz traf. Zuvor hätte Hahn, frei vor Lenhard, wiederum für den OSC eigentlich schon Tor drei besteuern müssen, das hätte der Partie sicherlich andere Impulse verliehen. Der 4:2-Entstand, hergestellt durch den besten Verbandsliga-Stürmer, war halt ein typischer Kalkutschke-Treffer...fast schon stehend schaut er sich Koch aus und legt die Kugel bedacht in das rechte Toreck. Wahrlich ein Krampf, wie schon im Vorfeld von mir angedeutet, der in der Tat einen äußerst glücklichen Sieger fand. So will das Barleben-Trauma für Sauerbach einfach nicht enden...
Ich mag mir gar nicht die Tabelle ausdenken, wenn das Team in den ersten Partien nur etwas abgezockter (Stendal, HFC II, Merseburg) agiert und dazu noch ein Quäntchen Schiriglück (Ammendorf, Preussen) auf seiner Seite gehabt hätte. Allein deshalb sollte die Motivation für die kommenden fünf Spiele groß genug sein. 