Diesmal schon etwas zeitiger meine Zeilen zum 2:2 im Freitagsspiel gegen den HFC II:
Das Spiel begann - mittlerweile typisch - mit Vorteilen auf Seiten der halleschen Gäste. Aus einer sicheren Defensive um den jungen, doch ungemein starken Klinowsky heraus, tat sich auf links Wirbelwind Xavier Amaro hervor, der dem ebenso schnellen Schönberg mehrmals Probleme bereitete. Passend, dass die HFC-Führung auf dieser Seite entsprang. Amaros Pass in den Rückraum fand einen Hallenser, den ich nicht genauer beschreiben kann. Dessen eher mittelmäßigen Schuss ließ Lenhard zur Seite abklatschen. Römling junior war allerdings zur Stelle und lupfte den Ball über den noch liegenden Lenhard ins Tor. 0:1 also, zu diesem Zeitpunkt auch völlig verdient für die bisher chancenlosen Barleber. Ungeachtet davon, dass manche Trainerentscheidungen (Hagedorn für Kühnast!!!) wenig nachvollziehbar waren, zeigte der Gegentreffer doch einiges an Wirkung und ließ die Middendorf-Elf immer besser ins Spiel kommen. Treibende Kraft sollte vor der Pause wieder Hennecke sein, der u.a. einen schnellen Angriff per Volleyschuss gefährlich abschloss.
Nach der Pause hatte sich Kalkutschke besonders viel vorgenommen, auch Hagedorn hatte nach einem verunglückten Klinowsky-Rückpass die Möglichkeit, Hanf zu überlupfen. Der Ball landete jedoch direkt in seinen Armen. Als der FSV das Spiel mehr oder weniger dominierte, spielte die U23 des HFC gegen die zu weit aufgerückte FSV-Defensive einen gut geschlagenen langen Ball, welchen Kentscheschaov clever an Lenhard vorbeilaufend zum (zu dieser Zeit unverdienten) 2:0 ins leere Tor einschob.
Unverdient deshalb, weil die jungen Gäste langsam aber sicher auf dem Zahnfleisch gingen, zudem nur mit dem Juniorentorwart auf der Bank antraten, somit keine Wechselmöglichkeit hatten. So konnte die Devise nur "Verteidigen mit allen Mitteln" heißen, wirklich gefährliches produzierte die Nickeleit-Elf in der Folge nämlich nicht mehr. Vielmehr spielte sich die letzte halbe Stunde fast ausschließlich in deren Hälfte ab. Auf die schnelle Reaktion des Jokers Kühnast (Kopfball ins lange Eck nach Potyka-Ecke) sollte eine Schlussphase folgen, die sich gewaschen hatte. Hier sind die Versuche von Matthias, Kalkutschke, Weiß und Loth zu nennen, wobei letzterer dem Gehäuse per Kopfball am nächsten kam. Drei Minuten vor Ultimo hatte sich der Aufsteiger den Ausgleich wohl endgültig erarbeitet. Die Tatsache, dass Hanf Potykas Freistoß (gut 20 Meter Torentfernung), der im Torwarteck einschlug, halten muss, wird in keiner Tabelle auftauchen - der mehr als verdiente Punkt für den FSV Barleben dafür schon.
Letztlich bleibt die Freude darüber, in einem konfusen Spiel einen wichtigen Punkt sowie entscheidende Erfahrungen für den weiteren Saisonverlauf mitgenommen zu haben, wenngleich der Ärger darüber, dass man erneut nicht von Beginn an "wach" ist und gegen elf "platte" Quasi-Junioren aufgrund der schlechten Chancenverwertung nur einen Punkt mitgenommen hat.
Auf ein neues dann in Merseburg! 