Hier wurde mal wieder ein absolut absurde Diskussion losgetreten.
Mag ja sein, dass es nicht den Regeln entsprechend ist, wenn ein Schiedsrichter vor dem Spiel "anordnet", dass auf dem Platz deutsch gesprochen werden muss. Für mich bedeutet dies jedoch, dass es hier eine klare Lücke innerhalb der Regularien gibt. Es geht auch überhaupt nicht einmal darum, dass es mich juckt, ob mich einer auf türkisch, russisch, kroatisch oder kantonesisch beleidigt (die meisten Beleidigungen kennt man nach all den Jahren eh schon), sondern MIR geht es darum, dass ich verstehen möchte, wenn ein Gegenspieler seinem Mitspieler sagt, dass dieser mich umtreten soll oder so.
Ebenso ist der Verband immer darauf aus, dass die Schiedsrichter geschützt werden sollen (siehe demnächst diese Spielunterbrechnung nach den tätlichen Angriffen). Würde man eine allgemeine "Amtssprache" auf dem Platz einführen, könnte man hier bereits im Vorfeld einige Gefahren unterbinden. Schiedsrichter würden verstehen, wenn sie beleidigt oder bedroht werden. Oftmals geht einer Tätlichkeit eine Bedrohung voraus und wenn ich diese nicht verstehe, kann ich als Schiedsrichter auch nicht entsprechend reagieren.
Die vom Beobachter angesprochene Wertung der Art und Weise wie man etwas sagt, geht doch total an der Realität vorbei. Ich kann jeden mit einem Lächeln im Gesicht bedrohen oder beleidigen, wenn ich weiß, dass mein Gegenüber es nicht versteht und mich so keine Strafe erwartet. Hier geschieht einiges leider nicht immer unbedingt aus der Emotion heraus, sodass man sich diesbezüglich sehr wohl verstellen kann.
Wie hier bereits geschrieben wurde, es ist mehr eine Frage der "Chancengleichheit" für alle 23 Beteiligten auf dem Spielfeld, wenn man den kleinsten gemeinsamen Nenner als Maßstab nimmt und dies kann nunmal nur die deutsche Sprache sein, da man nur bei ihr davon ausgehen kann, dass alle Spieler dieser Sprache zumindest weitestgehend mächtig sind. Gerade Preußmanne fordert doch als Vertreter eines Dachverbandes permanent die Gleichbehandlung von Menschen/Vereinen mit Migrationshintergrund, aber er bzw. du, lieber Preußmanne, solltest daran denken, dass sowas niemals eine Einbahnstraße sein kann und darf. Chancengleichheit heißt eben nicht, dass sich ein türkisches Team auf türkisch unterhalten darf, weil sich die deutschen ja auch auf deutsch unterhalten dürfen, sondern das alle Beteiligten die Möglichkeit haben müssen, sich zu verstehen. Dies gilt übrigens auch bein einer Begegnung zwischen Club Deportivo - Liria mit einem Schiedsrichter vom KSF Umutspor, da hier wohl deutsch der kleinste gemeinsame Nenner sein dürfte.
Ich hatte in den letzten 2-3 Jahren 2 Schiedsrichter (beide türkischer Abstammung), die in Spielen meiner Mannschaft gegen Mannschaften mit türkischem Hintergrund denen vor dem Spiel klar sagten, dass ein Gespräche Spieler-Schiedsrichter nur auf deutsch zu erfolgen hat. Damit konnte ich als Spieler durchaus leben und die Spieler des Gegners konnten sich weiterhin auf türkisch unterhalten. Ich wusste zwar dann noch immer nicht, wenn mich jemand "auf's Korn nehmen" wollte oder mich beleidigte, aber aufgrund der Spielführung der Schiedsrichter fühlte man sich trotzdem "sicher".
Zumindest diese Art der Sprachregelung sollte man in den Regeln festhalten.
Im Übrigen ist der Verweis auf Bundesligaprofis absolut unangebracht oder hat hier schonmal einer einen Bundesligaprofi bspw. seinen Gegenspieler verprügeln sehen oder den Schiedsrichter? Ich will nicht sagen, dass derartige Dinge nur von Spielern mit Migrationshintergrund gemacht werden, sondern lediglich aufzeigen, dass die Probleme im Amateurbereiche nicht mit dem Profibereich zu vergleichen sind.