Beiträge von greenhorn

    RFC Liberta vs SF Johannisthal II 1:6 (0:3)


    Aufstellung:
    Gabriel - Semmelroth - Dankert, Daeumlich - Hilprecht (80. Min Gießel), Vogel (73. Min Hantel), Dauer, Guss - Weishoff - Gawrisch, Westermann


    Torschützen:
    0:1 Gawrisch (35. Min), 0:2 Gawrisch (36. Min), 0:3 Westermann FE (45. Min), 1:3 Nr. 9 Liberta (70. Min), 1:4 Guss (85. Min), 1:5 Gawrisch (89. Min), 1:6 Westermann (90. Min)


    Beste Spieler:
    / - Gawrisch, Westermann, Weishoff


    Englische Wochen in der Kreisliga A. Nachdem die Hallenband vom RFC Liberta beim Hallenturnier überzeugend aber ohne zu glänzen die Finalrunde erreichte, wurden wir gebeten, dass für den Sonntag geplante Punktspiel vorzuverlegen, da das Finale der Hallenrunde am Samstag stattfindet. Es gibt sicherlich angenehmere Dinge, als an einem Donnerstag-Abend um 19:30 Uhr in Reinickendorf aufzudribbeln, aber gut... Bei arktischen Temperaturen ging es an der Scharnweberstraße los, allerdings hatten wir noch nie auf einem solchen Platz gespielt... Grün angemalter Beton trifft es wohl am Ehesten.


    Das Spiel begann gleich turbulent und man könnte meinen, dass wir bei unserem blamablen Hallenauftritt alles richtig gemacht hatten. Wir haben uns da schön als "Erbsen" präsentiert und vielleicht unterschätzte uns Liberta deshalb auch ein wenig. Schon in der 3. Minute war es der ansonsten souveräne und gute Schiedsrichter, der uns den frühen Führungstreffer verweigerte. Westermann flankt von der Grundlinie in den Strafraum, findet Vogel, welcher ohne große Mühe einköpft, aber der Schieri wollte eine Abseitsposition erkannt haben. Wir spielten allerdings unbeirrt weiter und nur zwei Minuten später legt Guss nach feinem Lauf auf der rechten Bahn den Ball mustergültig auf Gawrisch ab, welcher haarscharf am Pfosten scheiterte. Danach verflachte das Spiel ein wenig und Liberta kam besser zum Zug. Sie verlagerten das komplette Spiel mehrfach auf eine Seite, um dann durch kluge Diagonalbälle die sich öffnenden Räume zu nutzen. Wirklich brenzlige Situationen blieben allerdings aus, sodass wir ab der 30. Minute wieder das Heft in die Hand nahmen. In der 35. Minute ist es Gawrisch, der einen Abpraller von Westermann nach Guss-Freistoß zum 1:0 für Johannisthal über die Linie drückt. Liberta hatte gerade den Ball aus dem Netz geholt und angestoßen, als Weishoff nur eine Minute später zwei Abwehrspieler stehen lässt, Gawrisch bedient und dieser erneut wirklich sehenswert in den Angel trifft. Dieser Doppelschlag war enorm wichtig und brachte Selbstvertrauen. In der 39. Minute macht Westermann alles richtig, setzt sich gut über die linke Seite durch, doch verpasst dann das Abspiel in den Rückraum. Er entscheidet sich für den Torschuss, welcher abgewehrt wird und Weishoff den Abpraller nicht verwerten kann. Den vorzeitigen Knockout brachte dann der Elfmeter in der 45. Minute. Westermann behauptet sich im Strafraum und wird ziemlich rüde und ohne ersichtlichen Grund von den Beinen geholt. Den Elfmeter stolperte Westermann clever in die Mitte des Tores und sorgte damit für die beruhigende Pausenführung.
    Die zweiten 45 Minuten begannen, wie der ersten endeten. Nach einem klasse vorgetragenen Angriff in der 46. Minute über die rechte Seite ist es erneut Westermann, welcher gut positioniert im Rückraum knapp verzieht. Wieder nur kurze Zeit später kann der Keeper von Liberta den heranstürmenden Gawrisch am Torerfolg hindern. Danach machten wir zu wenig und Liberta zeigte Entschlossenheit, das Spiel noch zu drehen. Sie schafften es leider zu häufig die Überzahl im Mittelfeld zu erreichen, doch spielten diese Gelegenheiten zu schlecht aus oder schlossen verfrüht ab, sodass Keeper Gabriel meist keine Mühe hatte, zu parieren. Lediglich in der 70. Minute wurde ein solcher Angriff mit einem Treffer belohnt. Erst verlagerten sie das Spiel auf die Außen, um dann mit schnellen Querpässen in Schussposition zu kommen. Ein solcher gut 18-Meter Schuss führte zum 3:1. Sollte Liberta das Spiel nochmal drehen? Sie riskierten immer mehr und wurden hinten dadurch natürlich zunehmend offener. Das erlösende Tor erzielte Guss nach schönem Doppelpass mit Weishoff in der 85. Minute. Danach gab sich Liberta endgültig geschlagen und Gawrisch (89. Minute) und Westermann (90. Minute) sorgten für das Endergebnis.


    Es war ein überwiegend sehr faires Spiel unter Leitung eines guten Schiedsrichters, dessen Name mir doch glatt entfallen ist. Johannsithal II bewahrt seine weiße Weste auf fremden Plätzen und hat nun immer noch nicht auswärts verloren. Ebenso erwähnenswert ist die Tatsache, dass Goalgetter "Gawa" Gawrisch heute zum dritten Mal in dieser Saison 3 Tore in einem Spiel erzielte. Weiterhin lobend sind "Max" Westermann und Nico Weishoff zu erwähnen, welche heute vorbildlich gekämpft und somit die Chancen erst möglich gemacht haben. Ein rundum zufriedenstellender Abend!
    Hoffentlich können wir etwas aus dem Spiel mit in die Partie gegen Bero Stralau nehmen.


    :schal2:

    Joa, bei mir läuft's. Ich sage nur "verletzungsfrei"! :thumbsup: Ui, da habe ich wohl wirklich was verwechselt oder vielleicht hab ich mich nur auf ein Derby in der Ramazotti-Arena gefreut.
    Tja, ist schon schade, wenn eine Mannschaft so ein wenig auseinanderbricht... Hoffentlich trifft es euch nicht so hart. :bindafür:

    Hey Tom, alles schick!? Hab gerade von eurer Niederlage heut gehört. Auch knapp wie bei uns... :thumbdown:
    Naja, zu den Abgängen: Brücke, Schmidte, Max Göllnitz, Eric Huth, TW Erler, Eric Friedrich, Thomas Zink. Dazu noch Tommy Dreyer (Uni in Rostock), Tommy Weißer (Bundeswehr) und halt die beiden Verletzten. Nö, Ärger gab es eigentlich nicht, aber wer nicht den Biss hat, sich im Team durchzusetzen, hört halt lieber auf mit Fußball...
    Wann ist denn das Rückspiel gegen HSV I? Ihr spielt bei uns, oder?! :schal2: :schal4:

    SF Johannisthal II vs SC Westend 1901 1:2 (0:2)


    Aufstellung:
    Berg - Dankert, Semmelroth, Daeumlich - Guss, Hantel, Vogel, Gießel - Weishoff - Rosenkranz (55. Min Dörre), Westermann


    Torschützen:
    0:1 Dahnke (16. Min), 0:2 Schmidt (18. Min), 1:2 Semmelroth FE (90. Min)


    Beste Spieler:
    / - Michael Karakaya


    Zu Beginn erst einmal ein gesundes neues Jahr an alle Aktiven im Forum. Heute stand das erste und vermeintlich schwerste Spiel des neuen Jahres an. Es ging am Segelfliegerdamm gegen den Staffelfavoriten SC Westend. Es gibt vermutlich einfachere Aufgaben in einem ersten Rückrunden-Spiel, aber was will man machen, wenn Frau Holle die Hinrunde früher beendet. Die Personallage in Johannisthal ist kein Geheimnis. Von einem ehemaligen, vollen Kader ist nur noch ein kleiner Rest übrig geblieben. Heute waren es genau 9 Spieler der Zweiten. Der Rest hatte sich in der Hinrunde entschlossen den Verein zu verlassen oder ist verletzt (Fleischmann, Peters) bzw im Urlaub. So kam es, dass wir auf 2 Spieler der 32'er und Spieler/Trainer Dörre zurückgreifen mussten. Bei kühlen Temperaturen ging es um 11:45 Uhr los.


    Die ersten Minuten verliefen quasi ereignislos und keine der Mannschaften konnte sich einen Vorteil verschaffen. Es war Westermann, welcher in der 11. Minute nach cleverem Pass von Guss die Einschussmöglichkeit hat, aber leider das Tor verfehlt. Im Folgenden wurde Westend stärker und sie bestraften die verpasste Führung postwendend. Zwei individuelle Aussetzer nutzte Westend zur 2:0 Führung. In der 16. Minute spielt "Kelle" Daeumlich einen verheerenden Rückpass, welchen Dahnke eiskalt nutzt, indem er noch von Dankert abgefälscht ins Jo'thaler Tor einschiebt. Nur zwei Minuten später ist es Torhüter Berg, welcher eine an sich harmlose Flanke nicht festhalten kann und der ungewollte Abpraller vor den Füßen von Westends Schmidt landet. Dieser versenkt das Geschenk und schon lagen wir mit 0:2 hinten. In den nachfolgenden Minuten bis zur Halbzeit war Westend sicherlich spielbestimmend, aber wir waren keinesfalls hoffnungslos unterlegen. Kurz vor dem Pausenpfiff war es wieder Dahnke, der den mitgeeilten Rekittke anspielen will, aber der Pass zu ungenau war, sodass wir uns über einen 0:3 Pausenrückstand nicht hätten beschweren dürfen.
    Nach einer satten Halbzeitansprache gingen wir motiviert in die zweiten 45 Minuten. Trotz der engen Personal-Situation hielten wir uns wacker und in der zweiten Halbzeit spielten wir auch einen besseren Ball. Nach den anfänglichen 15 Minuten übernahmen wir endgültig das Kommando und Westend fing hinten an zu schwimmen. Mehrere Chancen wurden vom Westender Torwart vereitelt oder ungenau ausgespielt. Westermann köpfte so in der 70. Minute an den Pfosten und Dankert scheitert in der 80. Minute freistehend am Hüter. Vereinzelte Konter von Westend sorgten nur in geringem Maße für Gefahr. In der 90. Minute wird Vogel im Strafraum von Westend gefoult und der Schiedsrichter entscheidet auf Elfmeter. Semmelroth verwandelt den Strafstoß sicher, doch die Aufholjagd kam zu spät. Lediglich eine Minute Nachspielzeit war nicht genug, um den Ausgleich doch noch zu markieren.


    Kein unverdienter Sieg für den SC Westend, aber wer vor der Saison vom quasi geplanten Aufstieg spricht, hat mit Sicherheit enttäuscht. Alles in allem war es ein faires Spiel, auch wenn die Bank von Westend ein wenig aufgeregt war. Jede Entscheidung wurde lautstark und durch wilde Gestikulationen bewertet, obwohl der Schiedsrichter in den meisten Fällen richtig lag. Wenn wir in manchen Situationen uneigennütziger bzw. mehr Übersicht bewiesen hätten, wäre ein Punkt drin gewesen. In vier Wochen treffen wir uns in Westend wieder und mal schauen, wer dann da die Nase vorn hat.
    Bis dahin heißt es, im Training fleißig sein und schon am Donnerstag gegen den RFC Liberta alles zu geben.

    Heidenkicker


    Ich spielte damit lediglich auf die ersten paar Seiten eures Threads hier an. Ob die Personen, welche da von Durchmarsch, quasi klarem Aufstieg oder ausreichenden 63-65 Punkten zum Aufstieg sprachen, vereinsfremd sind/ waren oder wirklich zu euch gehören, ist durch die Anonymität des Internets schwer zu klären. Deswegen kann ich einige Beiträge, wenn ihr mal verloren habt, auch verstehen.
    Aber deine Einstellung der Sache gegenüber zeigt ja, dass nicht alle Leute von Westend übereifrige Ziele verfolgen. Also euch noch weiterhin viel Erfolg und am Ende wird die beste Mannschaft oben stehen. :support:

    Erstaunlich das sich Kaulsdorf nun schon zum zweiten Mal so abschießen lässt. Gegen die Reserve von SCC haben sie ja auch schon nach 1:0 Führung noch mit 9:1 verloren, obwohl es ja an sich keine schlechte Band ist.
    Glückwunsch an euch für die Verbesserung eures Torverhältnisses, aber seht mal zu, dass ihr auch hinten wieder ein paar Dinger reinbekommt, denn wir wollen die beste Abwehr der Staffel haben. :thumbsup:

    Man erntet, was man säht, Kulle.
    Nichtsdestotrotz steht Westend immer noch gut da und wenn sie aufsteigen, dann haben sie es sich auch verdient. Das es diese Saison kein Selbstläufer wird, war von vornherein klar. Weitermachen. :support:

    Nee, das ging bei uns. Eine kleine Schneeschicht war zwar auch auf dem Platz, aber ich glaube nicht, dass es eine der beiden Mannschaften beeinträchtigt hat. Und bei euch? Es war doch sicherlich nicht der Schnee/ das Eis dafür verantwortlich, dass ihr Kaulsdorf dermaßen auseinander nehmt, oder!? Echt 'ne starke Leistung!

    SF Johannisthal II vs SG Nordring 5:0 (2:0)


    Aufstellung:
    Kowalske - Semmelroth (15. Min Preuß) - Dankert, Seebach - Vogel, Hilprecht, Lüsch, Weishoff, Hantel - Bleisch (83. Min Dörre), Westermann


    Torschützen:
    1:0 Weishoff (26. Min), 2:0 Bleisch (43. Min), 3:0 Westermann (60. Min), 4:0 Bleisch FE (79. Min), 5:0 Hantel (90+1 Min)


    Beste Spieler:
    Dankert, Hantel - /


    Nach dem Coup am letzten Wochenende gegen den 1.FC Neukölln galt es heute diese Leistung zu bestätigen. Allerdings stand dieses Spiel unter keinem guten Stern, denn die Liste von Ausfällen war lang. Guss, Peters und Fleischmann fehlten verletzungsbedingt und hinzu kam, dass auch Daeumlich (Urlaub) und Gawrisch (Arbeit) nicht spielen konnten. Die so formierte "Notelf" hatte es mit der SG Nordring zu tun. Vor dem Spiel noch einen Platz über dem Strich war die Marschroute für uns heute klar. Zu Hause musste gegen diese Truppe einfach gewonnen werden. Trainer Dörre und Co-Trainer Rehbaum hatten sich die Mannen aus dem Prenzlauer Berg schon einmal zuvor angeschaut und warnten besonders vor der Zweikampstärke und der Laufbereitschaft. Zur gewohnten Zeit ging es in der "Ramazotti-Arena" im Südosten Berlins los.


    Die ersten Minuten der Partie gehörten der SG Nordring. Ohne spielerisch zu überzeugen wirkten sie einfach fitter und gedankenschneller. So kam es auch, dass Kowalske das 0:0 in der 7. Minute festhielt, als er in einer 1-gegen-1-Situation parierte. Schon in der 15. Minute verletzte sich Libero Semmelroth am Oberschenkel, was allerdings dafür sorgte, dass sich Johannisthal II ein wenig straffte ( :thumbsup: ). Es kam ein wenig Leben in das Spiel und die Prenzelberger konnten sich in der 23. Minute bei ihrem Torwart Siedtmann bedanken, der einen Kopfball von Westermann gerade noch so abwehren kann. Nur drei Minuten später war allerdings auch der Hüter machtlos. Westermann setzt sich auf halbrechter Position gut durch und kann bis zur Torauslinie durchdringen, als er den vom Trainer geforderten Pass in den Rückraum spielt und damit Weishoff mustergültig bedient. Dieser lässt sich die Chance nicht nehmen und netzt verdient zum 1:0 für Jo'thal II ein. Im weiteren Verlauf der 1. Hälfte ist Johannisthal weiter spielbestimmend, obwohl sich die Mannschaft keine wirklich ernsthaften Chancen erarbeitet. Erst in der 41. Minute taucht die Mannschaft wieder gefährlich vor dem Tor der Gäste auf. Lüsch's Freistoß findet den Kopf von Stürmer Bleisch, doch kann dieser leider nicht genug Druck hinter den Ball bringen und der Kopfball landet über dem Tor. In der 43. Minute sollte er es besser machen. Nach einer gut getretenen Ecke von Lüsch sorgt Bleisch's Kopfball-Bogenlampe ins lange Eck für die verdiente 2:0 Führung.
    Nach der Pause dann das gleiche Bild. Johannisthal II weiterhin tonangebend und mit den größeren Spielanteilen. Die SG Nordring verließ sich nur auf lange Bälle, welche allesamt nicht gefährlich wurden und schließlich dafür sorgten, dass Torwart "Kowalle" einen ruhigen Nachmittag verlebte. In der 55. Minute bringt sich Nordring selbst in Gefahr. Der Hüter versucht einen langen Ball zu schlagen, welcher missglückt und beim lauernden Weishoff landet. Dieser agiert gedankenschnell und versucht sofort, auf das verlassene Tor zu schießen. Sein versuchter Lupfer tippt noch vor dem Tor und dadurch, dass der Torwart der Gäste ausrutscht, wird es gefährlich. Der Ball springt gegen den Pfosten, bevor er vom Hüter unter Kontrolle gebracht werden kann. In der 60. Minute belohnt sich dann Westermann für seine vorbildliche Laufbereitschaft. Nordring bekommt im eigenen Strafraum den Ball nicht weg und es ist "Max" Westermann, der nachsetzt und zum 3:0 einschießt. Mit diesem Tor war die Niederlage der SG Nordring wohl endgültig besiegelt, wobei ein Aufbäumen seitens der Gäste nicht zu erkennen war. Johannisthal II spielte die Sache souverän runter und eine höhere Niederlage als das spätere 5:0 wäre sicherlich nicht unverdient gewesen. In der 73. Minute war es wieder Bleisch, welcher mit einem Kopfball an der Latte des Gäste-Tors scheitert. Jo'thal versuchte, etwas für das Torverhältnis zu tun und so war es ein intelligenter Querpass von Hilprecht von rechts, der einen Abwehrspieler von Nordring dazu zwingt, Bleisch im Strafraum mit einem Foul zu stoppen. Den fälligen Strafstoß verwandelte der Gefoulte selbst und schraubte das Ergebnis in der 79. Minute auf 4:0. Nun schlug die Stunde von Spieler-Trainer Dörre. Nachdem er in der letzten Woche noch verärgert darüber war, dass ihm niemand frühzeitig Bescheid gegeben hatte, dass ein Reporter der FuWo zugegen war, wollte er an diesem Spieltag durch Torerfolge in die Fußballzeitschrift Berlins. Gleich in seiner ersten Aktion will er Weishoff clever schicken, doch sein Pass in den Lauf wird im letzten Moment abgefangen. In der 85. Minute scheitert er am Pfosten, als er aus einer Abseitsposition abschließt. Nur eine Minute später hat er dann das Tor auf dem Fuß. Westermann wartet vielleicht eine Milli-Sekunde zu lange mit dem Abspiel und so kann Trainer Dörre den Ball nicht einschieben, obwohl das die verheißungsvollste Chance für ihn im Spiel war. Den Schlusspunkt in einer insgesamt eher mäßigen Partie setzte "Peter" Hantel und belohnte sich für seine gute Leistung im defensiven Mittelfeld. Weishoff passt in der 91. Minute schön mit der Hacke auf den freistehenden Hilprecht auf Rechtsaußen. Dieser dringt in den Strafraum ein, legt quer, Dörre lässt den Ball wundervoll passieren und Hantel versenkt das Leder zum 5:0 Endstand.


    Insgesamt war es wohl heute nicht die beste Saisonleistung, aber schlussendlich haben wir doch verdient gewonnen. Die nicht ganz sattelfeste Abwehr der SG Nordring lud doch ein ums andere Mal zum Toreschießen ein. Interessant war jedoch der Schiedsrichter. Ich habe mir den Namen/ Heimatverein nicht vom Spielberichtsbogen notiert, aber vor dem jungen Herr sollten alle Mannschaften gewarnt sein. Beide Mannschaften beschwerten sich lautstark in der 1. Hälfte, dass das Grau des Schieri-Trikots doch arg zu Verwechslungen mit dem Dunkelgrün der Johannistahler führte. Trotz der Proteste fühlte sich der Schiedsrichter nicht in der Lage, sich ein Leibchen in Orange anzuziehen, da man ihn doch dann versehentlich mit dem orangenen Spielball verwechseln könnte (kein Scherz...). Nun gut, es muss auch ein paar komische Vögel geben...
    Ansonsten würde ich noch die Leistung von Manndecker Dankert und Mittelfeldakteur Hantel herausheben wollen. Dankert mit gefühlten 110 % gewonnenen Zweikämpfen und Pieter Hantel mit guter Übersicht und Ruhe am Spielgerät.
    Neben dem Schiedsrichter negativ konnotiert, gehört der 10er Wojezik von Nordring. Er wirkte in der letzten Minuten beim abzusehenden Sieg für Johannisthal II doch ein wenig "unterzuckert". ;) Vielleicht sollte er die Leidenschaft und den Kampfgeist mal zu Beginn einer Partie an den Tag legen und nicht unnötig in der 85. Minute Gegenspieler anpöblen und mit Aussagen à la "Ich breche einem von euch heute noch die Knochen" glänzen.
    Nichtsdestotrotz war es insgesamt ein faires Spiel mit einem verdienten Sieg der Heimmannschaft. :support:


    ps: Der 10er in die Mannschaftskasse von Trainer Dörre wird hiermit offiziell vermerkt. :verweis: :schal2:

    War doch nur 'nen Spaß. :thumbsup:
    Bei Heimspielen steht generell ein Torwart aus der Ersten bei uns im Kasten. Das es diesmal Kowalle getroffen hat, liegt daran, dass der Trainer der Ersten rotiert. Sonst stand meistens Gabriel. ;) Dem aufmerksamen Leser wird auffallen, dass immer mal wieder Spieler aus der Ersten bei uns spielen, aber das ist zumeist dann der Fall, wenn sie durch Verletzungen wieder an die Erste rangeführt werden müssen (siehe z.B. Hilprecht). Klar ist es ärgerlich für den Gegner, aber so läuft es nun mal, wie du schon richtig eingeschätzt hast. Wird bei den anderen zweiten Mannschaft in der Kreisliga A oder in anderen Ligen nicht anders sein...

    Was ist denn hier los!? Als wir gegen Veritas gewonnen haben, hat sich keiner so für uns gefreut und uns gratuliert. :thumbsup:
    Und richtig, die Konstanz und die Tiefe des Kaders werden wohl neben der individuellen Klasse und der mannschaftlichen Geschlossenheit entscheidend sein. :support:

    Denke auch, dass gerade in der 3. Abteilung die Tagesform und die Länge der Verletztenliste besonders entscheidend sind. Die Leistungsdichte lässt sich wohl damit erklären, dass wir mit Berolina, DJK aber auch Liberta Absteiger in der Staffel haben, die sich keineswegs durchreichen lassen wollen und oben mitspielen, wenn man Liberta zur Zeit noch ausklammert. Der 1.FC Neukölln und Stern Kaulsdorf sind erst vor zwei Jahren abgestiegen... Nicht zu vergessen, dass wir auch noch das Non Plus Ultra der Kreisliga B - SC Westend 01 - zugelost bekommen haben.


    Dann muss es aber ein gehörig schlechter Tag gewesen sein, denn wenn man sich den Torhüter mal so angeschaut hat, dann galt es nur nicht über das Tor zu schießen. Sonst wurde es immer gefährlich... ^^ Joa, unsere aktuelle Tabellenposition war vor der Saison nicht unser Ziel. :whistling: Die unnötige Niederlage gegen Schmöckwitz-Eichwalde und vor allem die Unentschieden gegen Kaulsdorf, Lankwitz und LBC II bei denen wir jeweils das klare Chancen-Plus auf unserer Seite hatten.


    Wie dem auch sei, ändern können wir es nicht. Auf hoffentlich noch eine weiterhin so spannende Saison ohne schwere Verletzungen. :bindafür: :support:

    Schönen Dank auch. :schal2:
    Wir wollen ja die Liga spannend gestalten und da können wir den 1.FC Neukölln nicht von Sieg zu Sieg eilen lassen. Mich wundert es nur, dass die mit dem Torwart und der Abwehr da oben stehen... :versteck:
    Das Thema Lüsch ist ein internes Ding und er wird bis zum Ende der Hinrunde in der Zweiten spielen. ;)

    Hehe, habe den Schlusssatz nochmal umgeändert. Zwei Heimspiele in Folge kommen ja auch selten vor... :thumbsup:
    Auch von dir ein feines Spiel, Nico. In den Schlussminuten nochmal den Kopf hinzuhalten, um in höchster Not zu klären. Find ich gut. :bindafür:

    SF Johannisthal II vs 1.FC Neukölln 3:2 (3:2)


    Aufstellung:
    Kowalske - Semmelroth - Peters (65. Min Dankert), Daeumlich - Guss, Vogel, Lüsch, Hilprecht - Weishoff - Gawrisch, Bleisch (75. Min Preuß)


    Torschützen:
    1:0 Gawrisch (3. Min), 1:1 M. Tahmaz (15. Min - FE), 2:1 Gawrisch (23. Min), 3:1 Gawrisch (35. Min), 3:2 unbekannt (45. Min)


    Beste Spieler:
    Kowalske, Gawrisch - M. Tahmaz


    Es wird Winter. Anfängliche Bedenken aufgrund des dichten Nebels wurden bald aufgegeben, da es sich doch merklich aufhellte. Bei kühlen, winterlichen Temperaturen empfingen wir heute den Spitzenreiter und die Torfabrik der Liga. Der 1.FC Neukölln hatte vor diesem Spiel unglaubliche 42 Tore in 10 Spielen erzielt. Die Torgefahr in Person bilden dabei M. Tahmaz und H. Matar, welche zusammen allein 33 Tore erzielt hatten. Immerhin 5 Tore mehr als SF Johannisthal II in der bisherigen Saison! Natürlich musste sich Trainer Dörre dahingehend Gedanken machen und aufgrund der nahenden Bedrohung das Spielsystem umstellen. Er entschied sich für die etwas defensivere Variante mit Libero + Manndeckern. Er sollte diese Entscheidung nicht bereuen... :schal2:


    Mit gehörigem Respekt vor dem Gegner, aber auch mit dem Glauben an die eigene Stärke begannen wir in der Partie. Schnell wurde deutlich, dass der 1.FC Neukölln eigentlich nur von seiner offensiven Qualität lebte. Schon in der 3. Minute war es Goalgetter "Gawa" Gawrisch, welcher nach einem schönen Querpass von Bleisch für die ersehnte Führung der grün-weißen Johannisthaler sorgte. Nach etlichen frühen Rückständen und ausgelassenen Chancen in den letzten Spielen war dies mehr als wichtig für uns. Auch in den nächsten Minuten waren wir am Drücker und sorgten dafür, dass die Gäste-Abwehr gehörig ins Schwimmen geriet. Besonders durch von Lüsch gut getretene Standards kamen wir ein ums andere Mal gefährlich vor das Tor der Gäste. In der 8. Minute sorgte ein solcher Standard in Form einer Ecke für Gefahr im Sechzehner der Neuköllner. Lüsch bringt den Ball lang auf den zweiten Pfosten, wo Bleisch ohne Gegenspieler zum Kopfball kommt. Doch leider überquert der Ball nicht in vollem Umfang die Linie, sodass es beim verdienten 1:0 blieb. Neukölln wäre kein Spitzenreiter, wenn sie nicht auch mal aus dem Nichts zuschlagen würden. Wer öfter die Berichte der FuWo verfolgt, dem wird auffallen, dass die Neuköllner überdurchschnittlich oft, einen Elfmeter zugesprochen bekommen und diesen dann auch verwandeln. Der bewegliche und vor allem zweikampfstarke M. Tahmaz kommt nach einem Fehler im Spielaufbau durch Weishoff in den Strafraum und kann von seinem Bewacher Peters nur noch durch ein Foul gestoppt werden, um das sichere Ausgleichstor zu verhindern. Gelb für Peters und Strafstoß für den 1.FC Neukölln sind die logische Konsequenz. Diesen verwandelt Torgarant M. Tahmaz persönlich, obwohl Kowalske mit den Fingerspitzen noch dran war. Der Ausgleich sorgte diesmal jedoch nicht für den kollektiven Schock und Johannisthal II stellte das Fußballspielen nicht ein. Oftmals kamen wir durch lange Diagonalbälle und eher selten durch konstruktiv herausgespielte Angriffe vor des Gegners Tor. Folgerichtig wurden wir in der 23. Minute belohnt. Semmelroth führt einen Freistoß am Mittelkreis schnell auf Lüsch aus, welcher beherzt aus gut 30 Metern abzieht. Der gut 20 kg zu schwere Torwart der Gäste kann diesen Ball nicht festhalten und es ist erneut Gawrisch, der schnell reagiert und den Abpraller im Tor unterbringt. Diese Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor hatte in den letzten Spielen gegen u.a. LBC II und Schmöckwitz-Eichwalde gefehlt. Daniel Gawrisch hätte seinen dritten Treffer beinahe schon in der 30. Minute erzielt, als Bleisch allein vor dem Gäste-Hüter noch uneigennützig abspielen will, aber der Ball ein bisschen zu lang gerät. Wie die Formulierung des Satzes eben schon vermuten lässt, gelang es Gawrisch schließlich doch noch, seinen dritten Treffer zu erzielen. Nach einem weiten Diagonalball von Lüsch wird "Gawa" mutterseelenalein gelassen und nutzt dies zu seinem nächsten Tor. Fairerweise muss man eingestehen, dass die Neuköllner sich nicht aufgaben und gegen Ende der 1. Hälfte besser ins Spiel kamen. Es war dem bärenstarken Kowalske zu verdanken, dass Johannisthal II in der 38. Minute nicht den Anschlusstreffer kassiert. Gewusel im eigenen Strafraum, keiner kann den Ball endgültig klären und Gawrisch kann in der Not nur noch am Trikot des Gegners ziehen. Ein klarer Elfmeter, wenn nicht der Ball glücklich zu M. Tahmaz springt und dieser frei vor Kowalske an eben jenem scheitert. Lautstarke Proteste der Neuköllner wurden vom Schiedsrichter zu Recht abgewiesen, denn die Vorteilssituation war da und wurde einfach nicht genutzt. Nur kurze Zeit (40. Min) später war es dann wieder Gawrisch, welcher nach einem guten Freistoß von Lüsch mit einem Flugkopfball nur knapp das Tor der Gäste verfehlt. Aber wie es im Fußball so läuft, wirst du für ausgelassene Chancen bestraft. Im heutigen Fall hat Kapitän Vogel in der 45. Minute mal die Idee gehabt, den Ball am eigenen Strafraum nicht zu treffen, was dem Gästespieler ermöglicht, noch kurz vor der Pause das Anschlusstor zu machen.
    Aufgrund des ungünstigen Zeitpunkts des Gegentreffers fiel die Halbzeitansprache nicht nur gänzlich positiv aus. Nichtsdestotrotz gingen wir als Heimmannschaft mit der Führung im Rücken zur zweiten Hälfte auf den Platz. Trainer Dörre warnte noch vor einfachen Ballverlusten und verlangte bedingungslosen Einsatz, um die drei Punkte zu sichern. Die zweite Hälfte gestaltete sich komplett anders als die ersten 45 Minuten. Johannisthal II war darauf bedacht hinten abzusichern, als vorne das entscheidende und befreiende 4:2 zu machen. Der 1.FC Neukölln zeigte, dass sie auch fußballerisch einiges zu bieten haben und machte das Spiel. Allerdings war für uns glücklich meist an unserem Strafraum Schluss. Gefährliche Flanken wurden per Kopf bereinigt und auch sonst überzeugte die Laufbereitschaft und der Einsatzwille der Johannisthaler. Ganz, ganz bitter für uns: In der 65. Minute kommt Peters im eigenen Strafraum im Zweikampf zu Fall und stürzt unglücklich auf den Ellbogen. Erste Diagnose: Ellbogen ausgekugelt und Teile sind abgesplittert, sodass er wohl für längere Zeit ausfallen wird. Im Namen der Mannschaft und allen Anwesenden auf dem Platz gute Besserung Mika!!! :bindafür:
    Der 1.FC Neukölln mit mehr Ballbesitz in der zweiten Hälfte, während sich Johannisthal II auf das Nötigste, die Führung aufrecht zu erhalten, beschränkte, kam nicht mehr zum Ausgleich. Die Offensivbemühungen unsererseits wurden von zu vielen Fehlpässen und überhasteten Aktionen gebremst, obwohl die Gäste nach und nach alles nach vorne warfen. So blieb es beim verdienten 3:2 für SF Johannisthal II.


    Besonderes Lob geht nach diesem Spiel an den Schiedsrichter Steigert vom TSV Lichtenberg. Seine umsichtige und durchgehend korrekte Regelauslegung führte dazu, dass sich die Spieler auf's Fußball spielen konzentrierten. Wenn auch nur jedes zweite Wochenende ein Schiedsrichter von solchem Format pfeifen würde, blieben uns allen ein paar graue Haare erspart und der Spaß am Fußball bliebe im Vordergrund.
    Trotz des fehlenden H. Matar zeigte der 1.FC Neukölln phasenweise, warum er da in den oberen Tabellenregionen mitspielt. M. Tahmaz war heute nur schwer zu bändigen, aber es geht ein großes Lob an die Manndecker Peters und später Daeumlich, welche sich nicht haben unterkriegen lassen. Weiterhin wurden wir heute dafür belohnt, dass wir von Beginn an konzentriert und vor dem Tor eiskalt waren. Gawrisch und Bleisch im Sturm waren unentwegt bemüht, anspielbar zu sein und sorgten damit für eine konstante Unruhe in der Gäste-Abwehr. Nicht zuletzt war es Kowalske, der durch eine souveräne Strafraumbeherrschung, gute Kommandos und ordentliche Paraden für Sicherheit in der Hintermannschaft sorgte.
    Und wieder hat der Spitzenreiter-Besieger SF Johannisthal II zugeschlagen. Während der Erwärmung und zu Beginn des Spiels überheblich wirkende Neuköllner wurden für ihre Selbstüberschätzung bestraft und wir konnten drei wichtige Punkte einfahren.
    In der nächste Woche geht es gegen die SG Nordring aus dem Prenzlauer Berg und es gilt, den heutigen Sieg zu bestätigen. :support:

    Lichtenrader BC II vs SF Johannisthall II 1:1 (1:0)


    Aufstellung:
    Rehbaum - Seebach, Semmelroth (80. Min Dankert), Daeumlich, Peters - Lüsch, Vogel - Guss (20. Min Hilprecht), Weishoff, Westermann - Bleisch


    Torschützen:
    1:0 unbekannt (7. Min), 1:1 Westermann (67. Min)


    Beste Spieler:
    TW Noack - Lüsch


    Bei unserem nächsten Auswärtsspiel auf der großen Kunstrasen-Ritze an der Halker Zeile gegen den LBC II war die oberste Maxime: Wiedergutmachung! Nach der unglücklichen und unnötigen Niederlage gegen Schmöckwitz-Eichwalde sollte es heute bei tollem Wetter besser laufen. Auswärts bis jetzt noch ungeschlagen, gingen wir motiviert in die Partie.


    Die ersten Minuten des Spiels waren noch ein wenig zerfahren und es kam kein wirklicher Spielfluss bei beiden Mannschaften zustande. Der große Platz und das etwas seltsame Spielgerät (man munkelt, der war von der Tanke...) sorgten dafür, dass wir uns ein wenig schwer taten. So kam es dann, wie es leider die letzten Spiele auch kam: Johannisthal II gerät in einen frühen Rückstand. In der 7. Minute sorgt ein gut getretener Freistoß aus halb-rechter Position für Verwirrung in unserem Strafraum. Ich weiß nicht, woran es in letzter Zeit liegt, aber trotz stimmender Zuordnung ist der Gegner bei solchen Gewuseln einfach handlungsschneller. So drückt diesmal ein Spieler vom LBC den Ball aus kurzer Distanz über die Linie. Die folgenden Minuten waren wir ein wenig von der Rolle, sodass wir uns über einen höheren Rückständ nicht hätten beschweren dürfen, als ein LBC-Stürmer vor freiem Tor über den Ball haut. Das war dann jedoch die Initialzündung zum Johannisthaler Sturmlauf. Nach und nach übernahmen wir die Kontrolle. Durch vermehrtes Spiel über die Außen kamen wir immer wieder gefährlich in die Nähe des gegnerischen Strafraums, aber dort fehlte der finale Pass. LBC II verlegte sich eher auf's Kontern, aber konnte nur noch schwer mit dem Johannisthaler Tempo mithalten. Quasi mit dem Halbzeitpfiff hatte sich Westermann toll im Strafraum behauptet, läuft aus halblinker Position auf den Torwart zu und trifft passend zur 1. Hälfte im letzten Moment die falsche Entscheidung. Statt eines Querpasses auf den freistehenden Bleisch im Zentrum, versucht er es selbst und scheitert an Noack im Tor der Gastgeber.
    Die zweite Hälfte begann, wie die erste Halbzeit endete. In den kompletten zweiten 45 Minuten schaffte es LBC II lediglich zweimal aus vielleicht 20-25m auf unser Tor zu schießen. Für den Rest der Zeit beschränkte sich die fußballerische Leistung auf hohe, weite Bälle aus der eigenen Verteidigung, welche allesamt für keine Gefahr sorgten. Trainer Dörre forderte in der Halbzeit noch mehr, über die Außen zu agieren, um der nicht ganz standfesten Abwehr der Gegner Druck zu machen. Dies führte dann auch zur bis dato besten Chance für uns. In der 54. Minute steckt Bleisch clever auf Weishoff durch, der den herausstürmenden Tormann mit einem Heber überwindet, welchen Westermann dann zum vermeindlichen 1:1 einnickt. Pech nur für uns, dass der Schiedsrichter von der Mittellinie aus den "besten" Blick auf die Situation hat und auf Abseits entscheidet, obwohl Westermann sich zum Zeitpunkt der Ballabgabe von Weishoff ganz klar hinter letzterem Weishoff befindet und erst nach dem Pass in den freien Raum startet. Nun gut, dass man in der Kreisliga A ohne Gespann in Abseitsfragen nicht immer begünstigt wird, ist allen klar und deswegen spielten wir weiter nach vorn. Schon in der 60. Minute sorgt Lüsch mit einem 20 m Freistoß dafür, dass sich der Keeper von LBC II mächtig strecken muss und den Schuss gerade noch so über die Latte lenken kann. Erst in der 67. Minute werden die Jo'thaler für ihre Angriffsbemühungen belohnt. Es war schlussendlich Westermann, der nach der Torflaute in den letzten Wochen, für den mehr als verdienten Ausgleich sorgte. Ähnlich wie Weishoff zuvor, überlupft er den gegnerischen Torwart und bringt die Kugel im Netz unter. Durch den Ausgleichstreffer beflügelt, kamen wir zu einer Reihe von weiteren, guten Chancen im Minutentakt. In der 72. Minute macht Bleisch eigentlich alles richtig. Er lässt seinen Gegenspieler stehen, dringt in den Strafraum ein und will auch noch den Torwart aussteigen lassen. Dieser bekommt jedoch noch im letzten Moment die Hand an den Ball und kann diese Großchance für Johannisthal II vereiteln. Schon 3 Minuten später wird Westermann's Schuss im letzten Moment von einer Reihe sich in den Schuss schmeißenden Abwehrspielern geblockt. In der 85. Minute sorgt ein Schuss von Bleisch dafür, dass sich Noack im Tor der Gastgeber kurz behandeln lassen musste, nachdem er in der Situation stark parierte. Die vermeintlich größte Chance in der zweiten Hälfte hatte dann Weishoff. Wieder steckt Bleisch gut durch und Weishoff taucht allein vor Torwart Noack auf. Er spitzelt den Ball im letzten Moment am heranrauschenden Hüter vorbei, bevor er mit beiden Beinen voran im Strafraum Weishoff vom Torhüter gefoult wird. Der Ball kullerte indes gegen den Innenpfosten, sprang zurück und auch der einschussbereite Westermann wird regelwidrig von den Beinen geholt. Das Klappern der Schienbeinschoner war wahrscheinlich bis nach Staaken zu hören, aber der Schiedsrichter verwehrte uns zwei glasklare Elfmeter und pfiff danach sofort ab.


    Bei allem nötigen Respekt davor, dass sich Menschen Wochenende für Wochenende auf Berliner Sportplätze stellen, um Spiele zu leiten, muss Kritik erlaubt sein. Wer seine Frisur über 90 Minuten spazieren trägt und sich selten auf Ballhöhe befindet, sorgt einfach für Unruhe in einem ansonsten fairen Spiel. Gerade weil es die letzte Szene im Spiel war und der Pfiff zum Elfmeter in zwei Fällen ausblieb, bekommt das Spiel heute einen faden Beigeschmack.
    Nichtsdestotrotz waren es heute erneut unsere fehlende Abschlussschwäche und die fehlende Konzentration in den ersten Spielminuten, die uns nur ein Unentschieden einbrachten. Trotz einer insgesamt guten Vorstellung haben wir uns heute mal wieder nicht belohnt. Neben einem überlegt spielenden und zweikampfstarken Lüsch, der fast an jeder guten Aktion beteiligt war, waren sowohl Westermann, Bleisch als auch Weishoff heute in der Offensive bemüht und erarbeiteten sich allerhand Chancen.
    Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blicken wir nun auf das nächste Spiel gegen den Spitzenreiter 1. FC Neukölln. Es wird hoffentlich ein unterhaltsames Spiel, in dem wir als amtierender "Spitzenreiter-Besieger" (siehe Spiel gegen Karow) nichts zu verlieren haben und uns sicherlich nicht zu verstecken brauchen.

    SF Johannisthal II vs SV Schmöckwitz-Eichwalde 0:2 (0:1)


    Aufstellung:
    Gabriel - Seebach (55. min Preuß), Dankert, Daeumlich (65. min Hantel), Hilprecht - Peters, Vogel - Weishoff, Westermann, Guss - Brückner


    Torschützen:
    0:1 Stephan (20. min), 0:2 Zöllner (47. min)


    Beste Spieler:
    - , K. Plöntzke, Stephan, TW Janus


    Bei bestem Fußballwetter trafen sich der Tabellenvorletzte Schmöckwitz-Eichwalde und die an Platz 7 stehenden Johannisthaler. Beide Mannschaften hatten in der Vorwoche gewonnen und sollten eigentlich selbstbewusst ins Spiel gehen. Nach einer etwas unruhigen Trainingswoche gehen aber vorab die besten Genesungswünsche an Robert Fleischmann, welcher sich im Abschlusstraining am Freitag bei einem unglücklichen Zweikampf eine Schlüsselbein-Fraktur zuzog. Alles Gute, Robert!


    Schon in den ersten Minuten des Spiels wurde klar, dass das heute kein Selbstläufer werden würde. Der SV Schmöckwitz-Eichwalde stand in der Defensive sehr kompakt und war bemüht, keine schnellen Fehler im Spielaufbau zu machen. Johannisthal II wirkte ungewohnt gehemmt und zeigte im Spielaufbau Schwächen. Viel zu viele Pässe kamen nicht an oder wurden schlecht verarbeitet. Nichtsdestotrotz hatten wir die erste Doppelchance. Nach einer Ecke in der 11. Minute von rechts kommt erst Vogel zum Kopfball, welcher vom Hüter Janus pariert wurde und auch den Nachschuss von Westermann konnte der Schlussmann entschärfen. Wie das im Fußball oftmals so ist, wird man für ausgelassene Chancen bestraft. Die logische Konsequenz war das 0:1 für Schmöckwitz. In der 20. Minute leitet ein weiterer Fehlpass in der Vorwärtsbewegung einen Gegenangriff ein. Kopcke gewinnt auf der linken Seite das Laufduell gegen Hilprecht und kann kurz vor der Torauslinie querlegen. Der mitgelaufene Stephan lässt sich nicht zweimal bitten und schiebt aus kurzer Distanz ein. Bitter für Johannisthal II: Der Querpass wird von Hilprecht noch unglücklich abgefälscht und landet somit vor Stephan's Füßen. Kurze Zeit später sorgt unser Schlussmann Gabriel dafür, dass es nur beim 0:1 bleibt, indem er einen guten Freistoß von Kay Plöntzke aus dem Angel fischt.
    Im Nachhinein wirkt Johannisthal II weiterhin bemüht, das Spiel auf heimischem Platz zu machen, doch wirkten die vorgetragenen Angriffe nicht gut durchdacht oder die Pässe kamen gar nicht erst an. Dann jedoch die Riesenchance zum Ausgleich in der 28. Minute. Ein Durcheinander im Strafraum der Gäste sorgt für ein Missverständnis zwischen dem Gäste-Keeper und einem Abwehrspiele. Dies sorgt dafür, dass Westermann 1 Meter (oder weniger) vor dem Gehäuse zum Schuss kommt, aber trotz schon geschlagenem Torhüter kläglich über das Tor verzieht. Ein wenig beflügelt von dieser Chance drückte Johannisthal weiter und nur 3 Minuten später hat Seebach ein weitere 100%ige nachdem er es schafft, den Ball aus 3 Meter Torentfernung noch über den Ballfangzaun zu jagen... Weitere gute Chancen vor der Halbzeit wurden entweder von den Schmöckwitzer Abwehrspielern unterbunden oder wir scheiterten am gut aufgelegten Schlussmann Janus.


    In der zweiten Hälfte kamen wir motiviert aus der Kabine. Doch leider kam alles ganz anders. Nach einem Einwurf seitens der Schmöckwitzer kann die Johannisthaler Hintermannschaft nicht klären und aufgrund von Abstimmungsproblemen kommt Zöllner völlig freistehend im Jothaler Strafraum zum Abschluss und schiebt eiskalt ein. Das schnelle 0:2 nach der Pause wirkte lähmend für unsere Mannschaft und wir kamen erst schleppend wieder in die Partie. Schmöckwitz-Eichwalde hätte diese Phase durchaus für eine höhere Führung nutzen können, aber was da an Spielkultur abgeliefert wurde, war wirklich mehr als überschaubar. Lange Bälle aus der Verteidigung heraus, waren das einzige Mittel, wobei man jedoch dazu sagen muss, dass diese uns einige Male in Gefahr brachten, auch wenn "Flo" Gabriel nicht eingreifen musste.
    In der 70. Minute leitete dann Westermann die Drangphase der Jothaler ein. Im Duell mit dem Gästekeeper gewinnt er einen Kopfball im 5-Meter-Raum und setzt diesen leider nur an die Latte. Was danach folgte, ist nur schwer in Worte zu fassen. Auch wenn die Angriffe nicht immer lupenrein herausgespielt wurden, kamen wir des Öfteren sehr gefährlich vor das Tor der Gäste. Schade nur, dass wir Janus im Tor der Schmöckwitzer so langsam warm geschossen hatten. Ob Daeumlich mit dem Kopf nach einer Ecke oder Guss mit einem schönen Freistoß; es führte kein Weg an Janus vorbei. Den krönenden Abschluss der kläglichen Torabschlüsse lieferte erneut Westermann, nachdem er sich in der 90. Minute gut im Strafraum behauptet, noch einen Gegenspieler austanzt, um dann erneut den Hüter anzuschießen...


    Unter dem Strich eine mehr als unnötige Niederlage. Ich denke, dass Schmöckwitz-Eichwalde auch bis jetzt nicht weiß, wie sie es bei der Spielkultur geschafft haben, heute die 3 Punkte zu entführen. Allerdings müssen wir uns an die eigene Nase fassen, denn die teilweise pomadige oder auch einfach schlechte Spielweise, wird nunmal auch in der A-Klasse bestraft. Wahrscheinlich hätten wir heute noch weitere 90 Minuten spielen können, ohne auch nur ein einziges Tor zu schießen. Fakt ist, dass wir unter der Woche an der viel zu hohen Fehlpassquote und der Kaltschnäuzigkeit im Abschluss arbeiten müssen.


    Nächste Woche reisen wir zum LBC II an die Halker Zeile. Auch sie befinden sich im Mittelfeld der Tabelle, sodass es ein richtungsweisendes und hoffentlich spannendes Spiel werden wird (mit positivem Ausgang für uns). :schal2: