Beiträge von Steffen

    so, nun mein erster Bericht anno 2024


    VfL Pirna-Copitz gg. Radebeuler BC 4 : 1 (0:1).


    0:1/4. Höft aus etwa 14 Metern, die Abwehr bekam den Ball einfach nicht geklärt.

    1:1/57. Kärger 11m flach links nach Foul vom Torwart an Kärger - Fall für den Kölner Keller!

    2:1/78. Haustein aus Nahdistanz nach Kombination Henschel und Kärger über links.

    3:1/83. Türpe im Alleingang ab der Mittellinie.

    4:1/86. Haustein, diesmal über Kärger und Henschel.


    Etwa 100 Zuschauer, darunter ein halbes Dutzend erkennbare Gäste und mindestens zwei Vertreter von Post Dresden, dem Spitzenreiter der Stadtoberliga. Auch Ex-Kapitän Basti Scholz war anwesend.


    Schiri Poul Kaminski sehr uneinheitlich. Vor der Pause beschwerten sich öfter die Copitzer, danach mehr die Gäste. Knifflige Sache beim Elfmeter - mal sehen, was Pirna TV zeigt.


    Der "Elb Classico" war immer eine enge Angelegenheit - und auch heute täuscht das Endergebnis über den Spielverlauf hinweg.

    Beim VfL saß Kärger zunächst noch auf der Bank, ebenso der neue Torwart Arendt. Ganz solider Einstand von Neuzugang Max Keller, die letzten Minuten spielte er gemeinsam mit Zwillingsbruder Moritz. Insgesamt hat der VfL jetzt personell mehr Möglichkeiten.

    Bei Radebeul mit Riedel und Grellmann zwei Ex-Copitzer dabei. Bisher holte der RBC 10 seiner 12 Punkte auswärts - und am Anfang sah das nach Zuwachs aus.

    Gleich die erste "Belagerung" der Copitzer Hälfte führte zum 0:1. Auch danach dauerte es noch eine Viertelstunde, bis der VfL wirklich am Spiel beteiligt war. Hinten keine Sicherheit in den Zweikämpfen, nach vorn wirden lange Bälle ins Nichts geschlagen. Der RBC muss sich vorwerfen, in dieser Phase nicht konsequent nachgelegt zu haben. Die beste Chance zum 0:2 ergab sich nach einer Ecke, die auf der Linie geklärt wurde.

    Copitz fand spielerisch noch nicht statt, kämpfte sich aber ins Match hinein. Etwa ab der 20. Minute war das ganze dann ausgeglichen auf bescheidenem Niveau. Immerhin näherte sich der VfL jetzt auch dem gegnerischen Strafraum und kam gegen die keineswegs sattelfeste Deckung zu einigen Standards. Die wurden eher kläglich vergeben, die erste wirkliche Chance dann in der 43. Minute. Verdientes 0:1 zur Halbzeit.


    Die Pausenansprache von Trainer Wagner muss dann sehr zielführend gewesen sein. Mit Flori Kärger und neuem Schwung kam die Mannschaft aus der Kabine und setzte Radebeul unter Druck. Der Elfmeter zum 1:1 wurde heiß diskutiert: Torwart Birnbaum spielte erst den Ball, aber der Arm ging noch mal raus und berührte Kärgi. Schiri Kaminski pfiff und der Ball war drin.

    Natürlich spielte der VfL weiter offensiv, aber jetzt auch wieder etwas sorglos. Zwei dicke Konterchancen zum 1:2 ließen die Gäste ungenutzt. Aber vorm Antreiber Funken hatte der VfL mit Henschel, Kärger, Haustein und später Türpe dann ein paar Offensivkräfte auf dem Feld, die mit zunehmender Spieldauer die Gästeabwehr müde liefen und spielten. Ließen Haustein und Türpe zunächst weitere Möglichkeiten aus, war das 2:1 einfach mustergültig herausgespielt. Der Rest war Schaulaufen bis zum 4:1. Der Sieg aufgrund der Steigerung nach der Pause absolut verdient, die Höhe hatte sich überhaupt nicht angedeutet.


    Mit dem Sieg über den Mitkonkurrenten hat sich die Tabellensituation natürlich entscheidend verbessert. Die Konkurrenz kann/will am Sonntag nachlegen.

    Für Copitz geht es in Taucha weiter. Da war doch was am 13. Mai? Ob eine Wiederholung dieses Coups klappt, werde ich nicht sehen, denn ich bin bei Dynamo gegen RW Essen. Eine Woche später folgt dann das nächste wichtige Spiel im "Willy" gegen die Kickers aus Markkleeberg.

    Für Radebeul sind jetzt zwei Heimsiege gegen Rapid und Wilsdruff eigentlich Pflicht, wenn der Anschluss gehalten werden soll. Warten wir ab, was passiert!

    Copitz testet weiter. Vorgestern gab es ein 5:1 (2:0) gegen den Kreisoberligisten SC Freital3, wobei lt. Aussage von sammy die Gäste gut mitspielten und etwas unter Wert geschlagen wurden.

    Heute die Generalprobe gegen Eintracht Niesky, Ergebnis 1:0 durch ein Tor von Tim Ehlemann kurz vor Schluss. Spielverlauf wohl ziemlich ausgeglichen. Niesky dürfte dennoch gutgelaunt nach Hause gefahren sein, denn Verfolger Striesen verlor überraschend seinen Nachholer mit 1:2 gegen Radeberg. Mal sehen, ob und in welcher Liga der VfL und Niesky in der kommenden Saison aufeinandertreffen.

    Ich war nach dreiwöchiger Sportpause heute bei Dynamo und natürlich sehr zufrieden. Kommenden Sonnabend bin ich dann hoffentlich wieder topfit beim "Elb Classico" zwischen Copitz und Radebeul.


    Mit Oliver Arendt (zuletzt Weißenfels, früher u.a. Zorbau) hat sich der VfL noch einen oberliga-erfahrenen Torhüter geangelt.


    Im ersten Punktspiel 2024 gewann der SC Borea mit 3:1 gegen Motor Wilsdruff.

    sitze immer noch krank zuhause. Eigentlich wollte ich dieses Wochenende in Berlin verbringen (Eishockey, Snooker).


    Ergebnisse von heute


    Copitz gg. Hartmannsdorf 6 : 0 (5:0).

    Riesa gg. Rap. Chemnitz 6 : 3 (3:1).

    DSC gg. Wilsdruff 0 : 1 (0:0).

    ich sitze mit Männergrippe zuhause, während der VfL auf dem Kunstrasen von Striesen aktiv war. Durch ein Elfmetertor von Flori Glöß gewann der VfL mit 1:0. Vielleicht schreibt sammy noch zwei, drei Sätze dazu.


    Zeitgleich gewann unser erster Punktspielgegner Radebeul mit 3:1 gegen den Dresdner SC.

    erster Test


    Copitz gg. SC Freital 0 : 4 (0:3)


    vor etwa 35 Zuschauern (darunter mehrere groundhopper, die anschließend noch Wilsdruff gg. Gröditz 7:1 mitgenommen haben).


    Der Klassenunterschied war deutlich zu sehen, vor allem in der ersten Halbzeit. Dann wechselte Freital durch.

    Kärgi spielte 90 Minuten, Funken noch verletzt. Glöß im Urlaub. Ist noch Zeit bis zum scharfen Start!

    Bis zum Freitag war ich im Büro, gestern noch paar Erledigungen getätigt. Ansonsten ist Zeit für Hallensport. Aber ich will wenigstens noch meine "Schulden" begleichen und den letzten Bericht vom 9. Dezember nachliefern:


    SC Borea Dresden gg. VfL Pirna-Copitz 2 : 1 (2:1).


    0:1/8. Henschel direkter Freistoß.

    1:1/31. Möbius nach Freistoß.

    2:1/43. Schuster nach Ecke.


    Gespielt wurde auf dem vom Schnee geräumten Kunstrasen.


    Etwa 120 Zuschauer, darunter so 25 Gäste (hier zähle ich zahlreiche ehemalige Spieler dazu wie Marcel Reck oder Tim Reichl, die ich schon auf der Busfahrt zum Stadion getroffen hatte).

    Der Laubegaster Trainer Frank Paulus mit beidseitiger Vergangenheit natürlich auch anwesend.


    Schiri Scheffel hatte nie eine einheitliche Linie und ließ sich von Justin Löwes Meckereien beeindrucken, statt sie zu unterbinden. Dem 2:1 ging ein klares Foulspiel voraus. Beim Stand von 1:0 für uns rammte der Torwart außerhalb des Strafraums Philipp Liebing um. Kein Pfiff.


    Auf dem kleinen Platz ging es flott hin und her. Wenig System, viele Zweikämpfe, teilweise viel Tempo. Die frühe Führung konnte der VfL leider nicht ausbauen. Es gab ein, zwei Chancen und die oben beschriebene Szene, die den Schiri nicht beeindruckte.


    Über 90 Minuten war Borea das aktivere Team, setzte immer wieder nach. Sie erspielten sich deutliche Chancenvorteile, die Keeper Marquardt teilweise toll zunichte machte. Herausgekommen sind zwei Gurkentore nach Standards: das erste war für mich ein Eigentor, dem zweiten ging ein Foul voraus.


    Nach dem Wechsel kam Copitz bei allem Bemühen zu keiner echten Ausgleichschance mehr. Es lief in der ersten Halbzeit einfach zu vieles gegen uns. Schade, kein weiterer Punkt. Aber der Aufwärtstrend der letzten Wochen wurde bestätigt.


    Nach dem Spiel habe ich noch kurz den Weihnachtsmarkt auf der Hauptstraße (als einzigen dieses Jahr) und den Chanukkahleuchter am Schloßplatz besucht.


    Halbserienfazit: 14 Punkte aus 15 Spielen klingt wenig, ist aber in der aktuellen Situation eine solide Ausgangsbasis für die Rückrunde. Da haben wir 8 Heimspiele gegen die Truppen ab Platz 5 abwärts sowie zwei wichtige Auswärtsspiele in Radefeld und am letzten Spieltag bei Rapid Chemnitz. Mit hoffentlich deutlich mehr verfügbarem Personal sollten die nötigen Punkte eingefahren werden!


    Insgesamt liegen in der Tabelle alle Mannschaften etwa da, wo ich sie erwartet habe. Ausnahmen Lößnitz und Radebeul. Dort ist vor wenigen Tage Eberhard Weiche verstorben, die "gute Seele" des Vereins. Jahrgang 1965 wie ich, da kommt man schon ins Grübeln...


    Es weiß wieder keiner, wie viele Absteiger es geben wird. Also kann das Motto nur lauten: punkten, punkten, punkten! Beginnend am 17. Februar gegen Radebeul.


    Damit wünsche ich allen Lesern ein besinnliches Fest nach einem unruhigen Jahr sowie das Allerbeste für 2024!

    im letzten Spiel des Kalenderjahres 2023 gewann Laubegast mit 5:1 in Radefeld.

    Ich sitze gerade im Rudolf-Harbig-Stadion.

    Bericht von gestern und Halbserienrückblick folgt im Laufe der nächsten Woche, wenn ich mal Zeit habe.

    Copitz überwintert auf Platz 13. Das würde wahrscheinlich nicht reichen. Aber ich bin optimistisch für die Rückrunde!

    sehr viele Fußballspiele hat es heute in Deutschland nicht gegeben. Immerhin eins davon hab ich gesehen.


    Copitz gg. Rapid Chemnitz 4 : 2 (2:1).


    1:0/11. Haustein.

    1:1/25. Gaida.

    2:1/26. Liebing.

    3:1/53. Haustein.

    3:2/84. Schwinge.

    4:2/91. Hahn.


    Etwa 60 Zuschauer, darunter zwei bekannte Chemnitzer und einige Vertreter spielfreier Vereine. Dafür fehlten ein paar Stammzuschauer.


    Kunstrasen vom Schnee geräumt, absolut reguläre Bedingungen. Zuvor gewannen schon die BJunioren des VfL ihr Punktspiel mit 2:0. Das hatte ich auch auf dem Schirm, aber für zwei Spiele war es mir dann doch zu kalt.


    Schiri Runge hatte lange Zeit mit der fairen Partie wenig Mühe, die Rote Karte im Nachgang hab ich gar nicht mitbekommen.

    Beim 3:1 monierten die Gäste zu Unrecht Abseits. Liebing wurde zweimal im Strafraum getroffen. Beim ersten Mal lief er weiter und bekam den Elfer nicht. Beim zweiten Mal zeigte Runge auf den Punkt.


    Copitz weiter ohne Henschel (der kurz vor Schluss reinkam). Jakob Funken verletzte sich früh bei einem Zweikampf, ohne Gegnereinwirkung. Dafür kam Philipp Liebing.

    Vorletzter gegen Letzter. Die üblichen Sprüche schenke ich mir. Zu den Gästen soviel: nach vorn sah das phasenweise sehr passabel aus, die zwei Treffer waren auch kein Zufall. Aber im Defensivverhalten lag doch einiges im Argen.

    Der VfL nutzte eigentlich die ersten beiden Chancen. Das 1:0 wurde wunderbar über die rechte Seite herausgespielt. Den Ausgleich beantwortete der gerade eingewechselte Liebing postwendend mit einem 16-Meter-Schuss zum 2:1. Damit hatte Copitz erstmals in dieser Saison zwei Tore in einem Pflichtspiel in 90 Minuten erzielt! Verdiente Halbzeitführung - aber irgendwie war klar, dass dies noch nicht der Endstand sein würde.

    Auch nach dem Wechsel war der Gast weiter um das Spiel nach vorn bemüht, ein schulmäßiger Konter zum 3:1 brachte die Vorentscheidung. Jetzt kam durchaus Spielfreude beim VfL auf. Fünf, sechs gut angesetzte Konter wurden nicht verwertet. Pierre Schiller mit einer Superparade, was soll noch passieren? Das 3:2 ist passiert, weil Rapid nie aufsteckte. Nun begann das Nervenflattern, aber eine wirkliche Torchance hat der VfL nicht mehr zugelassen. Als Liebing im Strafraum zu Fall kam, zeigte Runge sofort auf den Punkt.

    Elfmeter und Copitz - in dieser Saison keine Liebesbeziehung. Max Unger übernahm die Verantwortung, Nico Kaiser parierte, Moritz Hahn verwertete den Abpraller - 4:2 und Erleichterung!

    (nahezu zeitgleich fand in 15.000 km Entfernung ein anderes Elfmeterschießen statt)


    Die fest eingeplanten Punkte sind damit im Kasten, aber geschenkt bekamen wir sie nicht. Für das kommende Wochenende sind noch mal vier Spiele angesetzt, Austragung ungewiss. Das Fazit der Hinrunde kann unabhängig davon gefällt werden, ob wir nun noch bei Borea spielen oder nicht:

    wir stecken wie erwartet im Abstiegskampf, sind aber nicht mehr hintendran, sondern mittendrin - und können es in der Rückrunde auf jeden Fall packen!

    Punkte sammeln nach Copitzer Art, besser bekannt als "Die Eichhörnchenmethode"


    Abends vorm TV, Zweite Liga und snooker laufen in Konferenz. So nebenbei schreibe ich meinen Wochenrückblick.


    Mittwoch gelb gegen lila, VfB Fortuna Chemnitz gg. VfL Pirna-Copitz 1 : 1 (0:1).


    0:1/37. Gerstenberg Eigentor

    1:1/91. Megueni


    Sonnabend rot gegen lila, SG Motor Wilsdruff gg. VfL Pirna-Copitz 1 : 1 (0:0).


    1:0/49. Philipp HE

    1:1/89. Unger.


    Zwei völlig gegensätzliche Spiele, aber ich war trotzdem zweimal recht zufrieden. Am Mittwoch vor allem mit der Leistung meiner Mannschaft, heute ob des späten Punktgewinns.


    Diese Woche kann man nicht über Fußball schreiben ohne Wetterbericht. Der Mittwoch war kalt, aber trocken und annähernd windstill. Ordentlich angezogen kein Problem für den Zuschauer.

    Nach genau einer Stunde Autofahrt erreichten sammy und ich die Beyerstraße. Da ich beim Vorjahresspiel nicht dabei war, mein erster Besuch hier seit 2005. Seitdem hat sich nahezu alles verändert. Aus der Holperwiese wurde ein Kunstrasenplatz - eine kleine, aber schmucke Anlage. Wir beiden waren als Einzelkämpfer vor Ort. Insgesamt waren es etwa 60 bis 70 Leute, 54 Eintrittskarten wurden verkauft. Angenehme Gespräche u.a. mit dem Stadionsprecher vorm Spiel, der dann auch gleich noch mal Werbung für die Sächsische Schweiz und den Pirnaer Weihnachtsmarkt machte. Freundliche Begrüßung also, ähnlich wie ich das zB auch aus Rabenstein kenne. Naja, Chemnitz übt sich als Kulturhauptstadt 2025...

    Sorgenfalten bei der Aufstellung: Johnny Henschel gelbgesperrt (und zusätzlich angeschlagen), Jakob Funken erkrankt. Beide sollten auch am Sonnabend nicht zum Einsatz kommen. Damit musste Trainer Jens Wagner wieder umstellen. Erfreulicherweise ist Florian Glöß wieder an Bord. Er bildete mit Elias Krause die Innenverteidigung - und am Mittwoch konnte man sehen, dass er vor allem als Käptn und leader unverzichtbar ist.

    Erstmals dabei Moritz Hahn aus der A-Jugend, der sich nahtlos einfügte.

    Es entwickelte sich von Anfang an ein ansehenswertes Landesligaspiel. Der bis dahin schönste Angriff über Kaiser, Türpe und Müller landete im Tor der Gastgeber. Leider hatte die Sache einen Haken in Form der Abseitsfahne, was ich von meiner Position aus nicht beurteilen konnte. Geleitet wurde die faire Partie von Lea Kretschmar, die insgesamt einen guten Eindruck hinterließ.

    Nun kam auch Fortuna zu zwei, drei Gelegenheiten. Aber es fiel auf, dass sich der VfL - im Gegensatz zu anderen Auswärtsspielen - nicht nur hinten rein stellte, sondern jederzeit gleichwertig mitspielte. Der Unterschied in der Tabelle war jedenfalls nicht auszumachen.

    Nach einer kleinen Eckenserie lag der Ball zum zweiten Mal im Chemnitzer Tor - und diesmal zählte es! Moritz Hahn war als letzter Copitzer am Ball, aber am Ende legte ihn sich der Keeper selbst über die Linie. Der Treffer mag glücklich gewesen sein, die Führung als solche keineswegs.

    Nach dem Wechsel war Fortuna optisch präsenter, aber die Chancen zum 0:2 waren vorhanden. Gleich nach drei Minuten zog Eisoldt von der Strafraumgrenze ab, aber ein Abwehrspieler rettete auf der Linie.

    Die Minuten verrannen, die Hoffnung auf den Auswärtssieg wuchs. Die Chemnitzer tauschten fleißig aus, während beim VfL bis etwa zur 80. Minute die Startformation auf dem Feld stand. Die Wechselspieler bildeten dann schon mal so eine Art "Fanblock". Ein Zeichen, dass es innerhalb der Truppe "stimmt".

    Müller köpfte einen Freistoß von Haustein an den Außenpfosten, auf der anderen Seite relativ planloses Anrennen der Gastgeber. Florian Glöß und seine Nebenleute behielten die Übersicht, Pierre Schiller in seinem x-ten Torwartfrühling hatte nicht übermäßig viel zu tun.

    Leider reichte es doch nicht zum erhofften "Dreier", weil beim Gegner einige individuell starke Spieler agierten. Einer davon wurde Mitte der zweiten Halbzeit eingewechselt, bekam in der 90. Minute den Ball, lief ein Stück und hämmerte ihn aus 16 Metern halbrechts in den linken Winkel - ein Traumtor von Omar Said Megueni, über das ich mich natürlich überhaupt nicht freuen konnte.

    Trotzdem ging es erhobenen Hauptes auf den Heimweg - Copitz zeigte die spielerisch beste Saisonleistung und holte einen vorher nicht eingeplanten Punkt. Aber es hätten drei sein können!


    Das Kreisderby am Sonnabend begann der VfL mit der gleichen Startaufstellung, ansonsten war eigentlich alles anders als am Mittwoch.

    Da sammy Frühschicht hatte, erfolgte meine Anreise mit dem ÖPNV. Die Wetter-app hatte nicht gelogen, gegen 12:30 Uhr begann es zu schneien. So ähnlich wie an jenem unseligen 15. Dezember 1745 auf dem Schlachtfeld von Kesselsdorf, über das mein Weg führte.

    Kurz nach 13 Uhr kam ich im Parkstadion an, der Platz war schneebedeckt, die Gaststätte aber geöffnet. Gespielt wurde auf dem Hauptplatz, auf dem kurz vor Beginn noch mal die Linien freigeschippt werden mussten. Also ein Untergrund für Kämpfer, passend zur Tabellensituation beider Teams.

    Die Gastgeber kamen mit dem Untergrund bedeutend besser zurecht - klare Vorteile in der B-Note! Nach dem gutklassigen Fußball vom Mittwoch hatte ich den Eindruck, heute bei einer völlig anderen Sportart zuzuschauen. Man schonte sich nicht, es wurde nach dem Ball gegrätscht - und dabei oft der Gegner getroffen. Schiri Julian Schiebe (der beide Mannschaften gegen Vertreter anderer Kreise sonst nicht pfeifen darf) hatte seine liebe Mühe, immer die richtigen Entscheidungen zu treffen. Ständiges Reinreden von allen Seiten machte es ihm nicht leichter. Letztlich brachte er alles mit (zu) vielen Karten sicher über die Bühne.

    Die Bälle wurden grundsätzlich geschlagen, Kurzpassspiel wie am Mittwoch natürlich unmöglich. In Hälfte eins wirkte Wilsdruff dabei deutlich standsicherer, holte immer wieder die "zweiten Bälle" und hatte deutliche Feld- und Eckenvorteile. Mehr als zwei Torchancen sprangen dabei aber auch nicht heraus. So ging es mit einem 0:0 in die Kabinen, mit dem der VfL gut leben konnte.

    Kurz nach dem Anpfiff habe ich durchgezählt, etwa 40 Leute waren da, unter ihnen 12 Copitzer. Abgerechnet wurden 30 zahlende Zuschauer. Prominentester Gast war Ralf Minge, dessen Sohn ja Trainer von Motor Wilsdruff ist. Die beiden anderen Ex-Copitzer bei den "Roten" hatten nur Kurzauftritte. Eric Prentki musste früh vom Platz, Tim Baumann wurde spät eingewechselt. Da wir nach Spielschluss nicht gerade schwitzten und gleich zum Auto sind, fehlte auch die übliche "Nachfragerunde".

    Zurück zum Spiel. In der zweiten Hälfte schneite es nicht durchgängig, Copitz nun mit dem Wind. Aber gleich zu Beginn sprang Maximilian Unger der Ball an die Hand - Elfmeter, Tor. Wieder so ein blödes Ding - berechtigt, aber unglücklich gelaufen. Neugersdorf ließ grüßen.

    Aber jetzt entdeckten auch die letzten Copitzer ihr Kämpferherz. Hatte der VfL bis dahin meist nur reagiert, lief das Spiel ab sofort in die andere Richtung. Nicht unbedingt planvoll, aber zumindest mit stetigem Nachsetzen. Wir näherten uns dem Strafraum an und beschäftigten die Gastgeber meist in deren Hälfte. Auch war die Zweikampfquote im Mittelfeld jetzt ausgeglichener als vor dem Wechsel. Trotzdem wäre es zu viel behauptet, der Ausgleich hätte in der Luft gelegen. Intensiver wurden dagegen die Zweikämpfe (und manchmal die Wortgefechte). Zumindest kampflos sollten die Punkte nicht in Wilsdruff bleiben!

    Du hoffst dann auf die eine Chance, die ergab sich mit einem Freistoß aus etwa 30 Metern. Oscar Haustein hämmerte den Ball an den Innenpfosten, Maximilian Unger drückte ihn endgültig über die Linie.

    Im Nachgang des Tores sah Viktor Löwe glatt rot. Nach Rücksprache mit Julian Schiebe nur soviel: die Karte war ebenso berechtigt wie unnötig.

    Die fünfminütige Nachspielzeit war von allgemeiner Hektik geprägt. Pierre Schiller lag noch einmal im Dreiangel und entschärfte einen 25-Meter-Knaller. Die folgende Ecke brachte nichts ein und kurz darauf war Schluss.


    Fazit: zwei Remis, die unterschiedlicher nicht sein konnten. Jetzt muss natürlich zuhause gegen Schlusslicht Rapid ein Sieg her! Vielleicht gelingt im 16. Pflichtspiel der Saison endlich mal mehr als ein Tor in 90 Minuten.


    Morgen zuerst ein Kreuz in der Wahlkabine, dann gehts zu Dynamo.

    Nach dem gestrigen Offenbarungseid der DFB-Truppe (der wievielte war das eigentlich?) nun also wieder Alltag. In Sachsen ist heute immerhin Feiertag dank König Kurt. Für mich bedeutet "Alltag": ab nach Chemnitz an die Beyerstraße, dann zwei Tage ins Büro und am Sonnabend nach Wilsdruff. Am Sonntag gehts ins Wahllokal, bevor das Spitzenspiel bei Dynamo steigt. Pirna sucht für die nächsten sieben Jahre den neuen Oberhäuptling (m/w/m/m/m stehen zur Auswahl). Entscheidung hier wohl erst genau drei Wochen später.

    In Anbetracht des Novemberwetters und eines sicher gut besuchten Parallelspiels in Glauchau bin ich ganz froh, dass mein Autofahrer zur Verfügung steht und ich nicht auf Bus und Bahn angewiesen bin. Sportlich ist die Lage klar: mit null Punkten darf der VfL diese Woche nicht beenden, dann wäre der Abstand zu Platz 11/12 einfach schon zu groß. Also, schaun mer mal...

    Als "Außenstehender" staune ich nur über die Ergebnisse und die enge Tabelle. Außer Niesky, Striesen und vielleicht dem DSC kann es hier noch jeden nach unten "erwischen". Das eine von mir gesehen Spiel (Radeberg gg. Niesky 1:0) ging ja auch überraschend aus. Mal sehen, ob ich in der Rückrunde noch mal das eine oder andere Spiel in Dresden sehen werde.

    mein sechstes und (wahrscheinlich) letztes Oberligaspiel dieser Halbserie leitete heute meinen "Sachsen gegen Sachsen-Anhalt"-Tag ein:


    SC Freital gg. VfL Halle 2 : 1 (1:0).


    1:0/40. Wessely aus halblinker Position ins kurze Eck.

    1:1/86. Jagupov fast von derselben Stelle.

    2:1/91. Wessely Kopfball nach langem Einwurf von links.


    224 zahlende Zuschauer, darunter 6 sichtbare Gäste mit Fanclubfahne. Kühl, aber trocken. Deutlich angenehmere Bedingungen als gestern in Copitz.


    Heute also wieder mal FFF (Fußball vorm Felsen in Freital) am Sonntag. Zunächst überreichte man der Frauenmannschaft einen Satz Trikots. Dann gedachte man "Iltis", der guten Seele des Vereins. Er ist kürzlich im Alter von 70 Jahren verstorben. Ruhe in Frieden! Ich kannte ihn flüchtig von dynamischen Auswärtsspielen in den 80er Jahren und hab noch beim letzten Spiel gegen Bautzen meine Eintrittskarte bei ihm gekauft. Das war übrigens am 6. Oktober, also verdammt lang her.


    Tabellarisch lagen beide Mannschaften vorm Spiel nah beieinander, wobei die Tendenz eher für die Gastgeber sprach. Aber Tendenzen gewinnen keine Fußballspiele. Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, mit vielen Zweikämpfen, vielen langen Bällen, die oft nicht ankamen, aber wenigen Torchancen. Sicher auch für die Oberliga kein berauschendes Spiel, dafür entschädigte die Spannung zum Schluss.

    Anfangs war Halle sogar das aktivere Team, störte früh und ließ die Gastgeber nicht ins Spiel kommen. Eine Doppelchance für die Gäste ergab sich nach einem misslungenen Querpass vorm eigenen Strafraum. Den folgenden Schuss von der Strafraumgrenze lenkte Ex-Dynamo-Keeper Scholz zur Ecke. Die wiederum köpfte ein Hallenser knapp am Tor vorbei. Aber im Prinzip neutralisierten sich beide Mannschaften weitgehend - bis zur 40. Minute: da wurde Wessely links steil geschickt, lief in den Strafraum und netzte ins kurze Eck ein. Das hatte sich nicht unbedingt angedeutet, auch wenn kurz zuvor ein Freitaler per Kopf die Latte touchierte.

    So gar nicht einverstanden waren die Hallenser mit dem Führungstreffer. Ein Spieler rannte wie wild zum SRA, wofür er mit Gelb belohnt wurde. Bis zur Pause waren die Gäste inklusive Trainerbank nur noch mit Meckern beschäftigt. Der Grund erschloss sich mir nicht. Da Carsten von der Rabenfront gerade eine Lungenentzündung auskuriert (weiter gute Besserung!), gibt es auch keine Bilder im Nachklang, die das eventuell aufklären könnten.

    Nach der Pause verdiente sich Freital die Führung nachträglich. Halle musste eigentlich wegen des Rückstandes mehr tun, hatte aber in Hälfe eins sehr laufaufwendig gespielt und musste dem nun Tribut zollen. So spielte sich das Geschehen jetzt eher in der Hallenser Hälfte ab. Dreimal ergab sich die Möglichkeit zum 2:0 - ein Fernschuss, ein auf der Linie geretteter Kopfball und ein glänzend parierter Schuss aus Nahdistanz brachten aber nichts Zählbares ein.

    Ich dachte, die Freitaler schaukeln das 1:0 über die Zeit - nichts da! Ähnlich überraschend wie der Führungstreffer fiel der Ausgleich fast aus dem Nichts. Die Gästefans jubelten und so ganz unverdient war es nicht, wenn man die kompletten 90 Minuten betrachtet. Aber dann kam die 91. Minute. Ein Ball flog genau in meine Richtung: ich wehrte ihn mit der Hand ab, mein rechter Nebenmann gleichzeitig mit dem Fuß. Okay, tat ein bissel weh, aber der Ball war dadurch gleich beim nächsten Freitaler Spieler. Der fällige Einwurf (etwa 15 Meter hinter der Mittellinie) kam quasi als Flanke in den Strafraum, wo ihn Wessely ohne weitere Zwischenberührung zum Siegtor einköpfte. Damit blieben die Zähler doch noch an der Weißeritz und der VfL fuhr punktlos an die Saale zurück.


    Für mich ging es gleich zurück zur S-Bahn und zum nächsten Spiel. Am frühen Abend besiegte der HC Elbflorenz den Dessauer SV mit 34:26. Zweiter Sieg für Sachsen gegen das Nachbarland - und im Gegensatz zum nachmittäglichen Fußballspiel von der ersten bis zur letzten Minute eine klare Angelegenheit.