Landesklasse Ost 2026/2027

  • irgendwo muss am Ufer des Leubener Kiessees eine Goldader verlaufen oder man hat in der abgebrannten Staatsoperette einen alten Schatz ausgegraben. Darauf deuten jedenfalls die fast täglichen wackeren Namensmeldungen hin. Die neueste betrifft den ExDynamo und ExUnioner Akaki Gogia, die ganze Sache ist wohl fix. Wenn Fußball allein eine Ansammlung von Einzelspielern wäre, bräuchte man Platz eins in der Liga wohl gar nicht erst auszuspielen. Aber dem ist nicht so und die Wahrheit liegt weiterhin aufm Platz. In diesem Sinne freue ich mich umso mehr auf den morgigen Saisonauftakt!

    Heißt Thomas Dathe, USD Immobilien. Früher mal beim DSC, irgendwann keinen Bock mehr und das ganze endete in der Insolvenz.

    Irgendwann (gerne eher als später) ist das hoffentlich auch in Leuben so. Zumal denen auch jeglicher Unterbau (Zweite, A-Jugend) fehlt. Es muss also immer neu gekauft werden.

  • mittlerweile kommt man ja auch auf Fußballseiten nicht mehr ohne Wetterbericht aus. Bei den heutigen Temperaturen habe ich jedoch kapituliert und bin zum Fernsehkonsumenten geworden: Regionalliga, Leichtathletik und 2. Bundesliga (mit Richard Hempel) von der Couch statt wie geplant live im Jägerpark oder in Radeberg. Morgen herrschen dann wieder erträgliche Temperaturen, wenn ich bei Dynamo bin.


    Gestern um 19 Uhr war die schlimmste Tageshitze vorbei und der Sportplatz in Leuben bot ausreichend Schatten. Licht und Schatten gab es auch auf dem Platz, aber nach über 90 intensiv geführten Minuten zählte nur die Punkteausbeute:


    Sachsenklasse Ost (7. Liga), 1. Spieltag

    FSG Wacker Leuben gg. VfL Pirna-Copitz 0 : 1 (0:0).


    0:1/50. Lukas Hanisch. Er gewinnt im Mittelfeld das Laufduell gegen Robin Fluß und überwindet Torwart Goldammer im eins gegen eins.


    Als ich gegen 18 Uhr ankam, war von der erwartet großen Kulisse noch nichts zu sehen. Aber der Sportplatz füllte sich. Zum Anpfiff schätzte ich etwa 400 Zuschauer, und es kamen weitere Leute rein. Auf fussball.de wurden dann offiziell 580 Zuschauer angegeben. Allein im Bereich um das Podest der Rabenfront befanden sich etwa 40 Gäste, das kennt man sonst gar nicht! Darunter zahlreiche ehemalige Spieler aller Generationen von Dietmar Wagner über Basti Scholz, Marius Riedel und Ron Wochnik bis zum Studenten Benny Beese auf Heimaturlaub.


    Mit Ludwig Diener wurde ein erfahrener Schiedsrichter angesetzt. Er hatte in einem von vielen Zweikämpfen geprägten Spiel ordentlich zu tun und behielt jederzeit die Kontrolle. Die eine oder andere (Nicht-)Entscheidung wurde natürlich heftig diskutiert, das gehört dazu. Sparsam ging er mit den Karten um, das Regelwerk hätte auf beiden Seiten noch 2 oder 3 hergegeben.


    Beide Teams schon mit einem erfolgreichen Pokalauftritt vor Wochenfrist. Zur Belohnung erwarten sie Anfang September je einen Landesligisten.


    Eigentlich erwartete ich im Wissen um unsere defensiven Schwächen ein torreiches Spiel. Dem war nicht so, die Partie war von Einsatzbereitschaft, Zweikampfhärte und einer für die 7. Liga erstaunlichen taktischen Disziplin geprägt. Auch Torchancen blieben eher Mangelware, obwohl das Gebälk des Tores zur Elbe hin mehrfach getroffen wurde.


    Die Aufstellungen kann man nachlesen.

    Für Copitz bestritten Philipp Scharfe und Lukas Hanisch ihr jeweils erstes Pflichtspiel. Später wurde auch noch Neuzugang Philipp Flacke eingewechselt.

    Wacker Leuben trat mit zahlreichen Akteuren an, die schon höherklassig gespielt haben. Aber da muss sich noch vieles einspielen. Akaki Gogia deutete sein Können zwei-, dreimal an, es fehlte wohl noch die 100%ige Fitness. Trotzdem ist da viel Potenzial vorhanden.


    Auf dem Kunstrasen entwickelte sich eine Partie, die absolut auf Augenhöhe verlief. Anfangs leichte Vorteile für Copitz, die zweite Hälfte der ersten Halbzeit ging an Wacker. Ein schneller Angriff landete an der Latte, als der VfL einmal keinen Zugriff bekam. Dies war eher die Ausnahme, denn meist hatten die Defensivreihen die Lage im Griff.


    Nach der Pause fand der VfL die Lücke zum Führungstor. Kurz darauf hatte Lukas Hanisch die Chance, nachzulegen. Anschließend führte Maximilian Unger das Leder in der gegnerischen Hälfte und fand keine Anspielstation. Also lief er ein paar Meter und hämmerte die Kugel mit einer herrlichen Flugkurve von der Strafraumgrenze an die Latte. Fünf Zentimeter weiter unten - und es wäre ein Kandidat für das "Tor des Monats" geworden!


    Aber "wäre" und "hätte" zählt nicht im Fußball. Die intensive Gangart forderte ihren Tribut. Es wurde fleißig gewechselt, einige Grünhemden erlitten Krämpfe. Bis zum Schluss bemühte sich Wacker um den Ausgleich. Aber außer ein paar Standards gelang es nicht, zu wirklichen Chancen zu kommen. Da es der VfL versäumte, den einen oder anderen Konter einzunetzen, blieb es bis zum Schlusspfiff nach 97 Minuten spannend.


    Copitz mit dem ersten Auswärtssieg um Punkte seit der Regenschlacht von Marienberg am 3. Mai 2025 und erstmals ohne Gegentor im Kalenderjahr 2026. Für irgendwas muss der Abstieg ja gut sein😂


    Ich warte auf die bewegten Bilder der Rabenfront. Von den Heimspielen wird PirnaTV die gewohnten Berichte abliefern. Wenn wir jetzt noch das Derby nächste Woche gewinnen, ist die Copitzer Fußballwelt nach einem Katastrophenjahr fast wieder in Ordnung!

    "Der natürliche Grundzustand des Fußballfans ist bittere Enttäuschung - egal, wie es steht!"
    Nick Hornby

    2 Mal editiert, zuletzt von Steffen ()

  • so, die ersten 7 Spiele sind gespielt. Im großen und ganzen gab es knappe Resultate und keine Spielausgänge, die sonderlich überraschten. Aus dem erweiterten Favoritenkreis machten am ersten Spieltag die Ex-Landesligisten Niesky und Radebeul klar, dass sie zumindest im oberen Tabellendrittel mitspielen wollen. Ansonsten sollten wir - wie in jeder Liga - erst mal 3, 4 Spieltage abwarten.


    Wie schon erwähnt, findet das Derby Copitz gegen Heidenau am Sonnabend um 17 Uhr statt. Grund ist das Vereinsfest, das vom extremen Hitze-Wochenende Ende Juni verlegt worden ist. Für Sparfüchse: es gibt freien Eintritt - wobei ich das für keine gute Idee halte. Warum, kann sich jeder denken.

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    Nick Hornby

  • Zitat

    Ansonsten sollten wir - wie in jeder Liga - erst mal 3, 4 Spieltage abwarten.

    Das sehe ich genauso. Hoyerswerda hat zwar 3:1 gegen Radeberg verloren, mit den Jungspunden aber trotzdem gut gemacht. Immerhin haben 9 Stammspieler wegen Jugendweihe und Sperre gefehlt.

  • uff, eigentlich sollte ich eine Nacht drüber schlafen. Aber was solls, hier ein paar Bemerkungen zum heutigen frühen Abend:


    Sachsenklasse Ost (7. Liga), 2. Spieltag

    VfL Pirna-Copitz gg. Heidenauer SV 3 : 3 (1:2).


    0:1/2. Paul

    0:2/21. Thieme 11m.

    1:2/44. Hanisch.

    2:2/53. Jakob.

    2:3/93. Füssel Kopfball nach Ecke.

    3:3/97. Jakob 11m.


    Vereinsfest (das ist nicht so mein Ding) mit freiem Eintritt. Etwa 250 bis 300 Zuschauer, bunt gemischt. Regen am Vormittag, zur Anstoßzeit beinahe ideales Fußballwetter.


    Der erfahrene Schiri Matthews lange Zeit eher großzügig. Beide Elfmeter berechtigt. Glatt Rot gegen Wenzel/70. nach Foul von der Seite im Mittelfeld, direkt neben dem Schiri. Für mich spontan gelb (zumal es eine absolut faire Partie war), er zückte aber ohne zu zögern das dunklere Papier.


    Neue Saison, alte Probleme. Scharfe (einer der besten in Leuben), Hahn und Kärger verletzt. Parallel zum ersten Gegentor verletzte sich auch noch Maximilian Unger. Ich hab es nicht gleich mitbekommen, es sieht wohl eher nicht gut aus.

    Auf der anderen Seite ragten zwei Namen heraus: Urgestein Vit Turtenvald wechselte vom Rasen auf die Trainerbank und Torwart Marcel Zönnchen erwies sich trotz der am Ende drei Gegentore als absolut sicherer Rückhalt (und lautstarker Dirigent).


    Ich gebe es zu, genau dieses Spiel wollte ich unbedingt gewinnen. Das Derby gab es zuletzt 2015, die Landesligabilanz spricht klar für den VfL (6-1-1). Naja, wir sind nicht mehr in der Landesliga...


    Dafür gab es heute fünf Spiele in unserer Staffel mit fünf verschiedenen Anstoßzeiten. Als es in Copitz losging, waren die anderen vier Begegnungen schon beendet - ohne einen einzigen Heimsieg. Ein schlechtes Omen? Offenbar ja!


    Ehe sich alles sortiert hatte, führten die Gäate einen Einwurf an der Eckfahne aus. Igendwie kam der Ball zu Paul, der von der Strafraumgrenze abzog und - gewollt oder nicht - den Innenpfosten traf. 0:1, verletzungsbedingte Auswechslung - das nenne ich einen "optimalen" Start. Der VfL schüttelte sich kurz und drängte auf den sofortigen Ausgleich. Viele lange Bälle, viele Flanken, einige Halbchancen. Zu viele Bälle landeten im Niemandsland. Die Zweikampfbilanz im Mittelfeld durchwachsen. Als die Gäste dann zum zweiten Mal den Copitzer Strafraum betraten, gab es Elfmeter und es stand 0:2. Das zeigte jetzt doch Wirkung. Das Aufbauspiel des VfL stockte. Heidenau stand sicher in zwei Linien und ließ nur sehr wenig zu. Irgendwie kam der Ball dann doch zu Lukas Hanisch, der vor der Pause zum wichtigen Anschlusstor einnetzte.

    Damit war mein Optimismus zurückgekehrt. Erst recht, nachdem Jakob David nach Vorarbeit von Yannick Yoldas gleich die erste Nachpausenchance nutzte. Von nun an wiederholte sich immer das gleiche Spiel: Copitz suchte die Lücken und fand sie nicht. Weiterhin unnötige Ballverluste im Mittelfeld, die zu zwei, drei Konterchancen führten. Es wurde gewechselt (Mousa Malin wie immer sehr fleißig, aber erneut vergab er eine Großchance). Dann spielte der VfL eine halbe Halbzeit in Überzahl, ohne dass man das auf dem Feld unbedingt bemerkte. Jetzt könnte mein Bericht enden mit dem Satz "nach 90 Minuten trennte man sich mit einem gerechten 2:2-Unentschieden." Denkste!

    Die Ballbesitzquote lag bei geschätzten 70/30, dafür gibt es nichts zu kaufen. Trotzdem lautete die Frage eigentlich nur: "bleibt es 2:2 oder fällt das 3:2 noch?" Fünf Minuten Nachspielzeit waren angezeigt, in der zweiten gab es plötzlich Eckball für Heidenau. Und dann noch einen. Und dann einen Kopfball. 2:3. Ich glaube, ich war in der ganzen letzten Katastrophensaison nicht ein einziges Mal so deprimiert wie in diesem Moment. Es folgte ein wildes Anrennen und tatsächlich der Elfmeterpfiff in der 96. Minute. Jakob David verwandelte ebenso souverän wie kürzlich im Pokalspiel. Punkt gerettet!


    Über die ganze Spielzeit ein gerechtes Resultat. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die taktisch diszipliniert auftretenden Gäste etwas mit dem Abstieg zu tun haben werden.

    Copitz wird in dieser Liga keinen Punkt geschenkt bekommen, aber das wussten wir auch vorher schon. Nach drei Pflichtspielen lautet die Bilanz: ungeschlagen, aber verwundbar! Ein 0:2-Rückstand sollte nicht zur Gewohnheit werden. Also, freuen wir uns aufs nächste Spiel. Dies findet am kommenden Sonnabend auf dem Kunstrasen in Bischofswerda(-Süd) statt. Wohl auch mit mir, denn mein Stuttgarter Kumpel war in Sachen "Ticket für Heidenheim" leider nicht erfolgreich. Dann fahre ich eben trilex statt ICE!


    Achso, Radebeul hat als erstes Team 6 Punkte auf dem Konto, dies immerhin mit Siegen gegen Striesen und Niesky.

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    Nick Hornby

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  • Heute kann ich mich kurz fassen


    Sachsenklasse Ost (7. Liga), 3. Spieltag

    Bischofswerda2 gg. VfL Pirna-Copitz 0 : 6 (0:1).


    0:1/37. Yoldas.

    0:2/52., 0:3/57., 0:5/79. David.

    0:4/62. Kaiser.

    0:6/92. Funken.


    Schiedsrichter war David Möller, ich musste nachschauen. Hab mich während des ganzen Spiels nicht einmal mit ihm beschäftigt - das beste, was man über einen Schiri schreiben kann.


    Durch die kurzfristige Verlegung des Landesligaspiels Doppelveranstaltung in BIW. In der ersten Hälfte etwa 15 einheimische und 15 Pirnaer Zuschauer, nach der Pause kamen dann noch einige von der Kampfbahn rüber.


    Schiebock mit neuem Trainer und einer jungen, ziemlich unbekannten Mannschaft. Der VfL trotz einiger Ausfälle mit einer landesliga-erfahrenen Truppe. Es dauerte eine Weile, bis man das auf dem Platz auch zu sehen bekam. Letztlich spiegelte das Resultat die Kräfteverhältnisse in beiden Halbzeiten korrekt wider.

    Ich könnte jetzt die Tore einzeln beschreiben oder weitere Chancen, das bringt nicht viel. Neben den erzielte Treffern gab es noch 1:2 Abseitstore. Johnny Henschel traf beim Stand von 0:0 Latte und Pfosten, bevor er eine von zahlreichen Ecken genau auf den Kopf von Yannick Yoldas brachte.

    Die Startphase war erneut ein heikler Punkt beim VfL. Wieder lag man schnell mit 0:2 zurück - heute nur nach Ecken. Aber das hätte ins Auge gehen können! Mitte der ersten Hälfte schrieb ich "viel Tempo, wenig Präzision". Das bezog sich zu diesem Zeitpunkt auf beide Mannschaften. Nun, BIW konnte das Tempo nicht durchhalten, während man vom VfL mit zunehmender Spielzeit immer wieder durchdachte Spielzüge zu sehen bekam.

    Das 2:0 bereitete Glößi mit langem Pass vor, vorm 3:0 führte Pammler blitzschnell einen Einwurf aus. Der eingewechselte Malin mit Scorerpunkt zum 4:0. Auch Jakob Funken spielte nach dem Aufbautraining für ein paar Minuten und setzte den Schlusspunkt.


    Am Ende 3 Punkte gegen einen in Hälfte zwo überforderten Kontrahenten. Aber anfangs zeigten die Schiebocker, dass sie auf heimischem Kunstrasen dem einen oder anderen Gegner das Leben schwer machen werden. Das Hauptaugenmerk liegt eh auf dem Klassenerhalt der "Ersten", und die liegt mit 4 Punkten absolut im Soll.


    In Copitz wird man das Ergebnis richtig einordnen, aber auch viel Positives mitnehmen. Nächste Woche kommt mit Markranstädt ein echter Prüfstein ins "Willy". Das Pokalspiel ist ein Bonus - wird es auch ein Gewinn?

    "Der natürliche Grundzustand des Fußballfans ist bittere Enttäuschung - egal, wie es steht!"
    Nick Hornby

  • Der 3. Spieltag ist vorüber, so langsam sortiert sich die Tabelle. Ich ging heute "fremd" und habe es nicht bereut:


    Wacker Leuben gg. Eintracht Niesky 2 : 2 (2:2).


    0:1/3. Zieschang.

    0:2/9. Scharf.

    1:2/15. Niemann.

    2:2/43. Meinel.


    Durchgezählt vor der Pause etwa 200 Zuschauer, 140 lt. fussball.de


    Der junge Schiri Schmidke wechselte zwischen großzügiger und kleinlicher Regelauslegung, mir fehlte die einheitliche Linie. Dies betraf aber beide Mannschaften - obwohl sich die Leubener Bank fortlaufend benachteiligt fühlte.


    Die Gastgeber liefen ohne Gogia auf und hatten sich offenbar viel vorgenommen. Doch ohne defensive Absicherung stand es schnell 0:2. Irgendwie kenne ich das von Copitz...

    Bis zur Pause war der Rückstand ausgeglichen, wobei nahezu alle gefährlichen Angriffe über die linke Seite liefern. Niesky versuchte es mit Kontern, allerdings war die Leubener Defensivabteilung mit etwas Verspätung wach geworden. Insgesamt eine sehenswerte erste Hälfte.

    Nach dem Wechsel wirkte das Spiel auf beiden Seiten etwas kontrollierter. Keiner ging "all in", dafür wurde es körperbetonter und etwas nickliger, aber nie unsportlich. In den Schlussminuten noch zwei dicke Chancen für Wacker, danach spielte Niesky die fünfminütige Nachspielzeit relativ souverän runter.

    Fazit: ein leistungsgerechtes Remis bei leichten Spiel- und Chancenvorteilen für die Gastgeber. Beide stehen nun bei vier Punkten mit Potenzial nach oben.

    "Der natürliche Grundzustand des Fußballfans ist bittere Enttäuschung - egal, wie es steht!"
    Nick Hornby

  • das war ein hartes Stück Arbeit!


    Copitz gg. Radeberg 3 : 1 (1:0).


    Die Neuzugänge Scharfe u. Hanisch entschieden das Spiel (89./91.)

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    Nick Hornby

  • während ich hier wohl den Alleinunterhalter gebe, ist mein VfL in der Liga alles andere als das. Zum dritten Mal in vier Punktspielen war es eng bis zum Schluss. Fazit: die Resultate stimmen, aber geschenkt bekommen wir nichts:


    Sachsenklasse Ost (7. Liga), 4. Spieltag

    VfL Pirna-Copitz gg. Radeberger SV 3 : 1 (1:0).


    1:0/15. Naacke Kopfball.

    1:1/69. Babisch direkter Freistoß.

    2:1/89. Scharfe von rechts.

    3:1/91. Hanisch.


    Etwa 100 Zuschauer, knapp 20 Gäste


    Schiri Jentzsch hatte gleich nach zehn Minuten eine heikle Situation zu beurteilen: der erfahrene Torwart Markus Scholz kam Mitte der eigenen Hälfte zu spät gegen Lukas Hanisch, der zu Fall kam. Laut Regel ein Platzverweis, der Schiri beließ es bei gelb. Die späteren Verwarnungen weitgehend korrekt. Der Ball lag noch dreimal im Radeberger Tor, dazu im Text.


    Beim VfL geht es personell bergauf - was man daran sieht, wen Trainer Löwe im zweiten Durchgang noch bringen konnte. Bei den Gästen war Trainer Christoph Klippel neben dem bereits erwähnten Markus Scholz der für mich bekannteste Name. Nun, das hinderte die Bierstädter nicht daran, im bisherigen Saisonverlauf alle drei Pflichtspiele zu gewinnen. Allerdings trat man heute wegen des Oderwitzer Rückzuges erstmals auf fremdem Boden an.


    Kurz zur Historie. In ganz jungen Jahren, anno 1978, besuchte ich mal ein Bezirkspokalhalbfinale, welches Wismut Pirna-Copitz gegen Robotron Radeberg gewann. Den Pokal holte damals aber Vorwärts Kamenz. Die letzten Pflichtspiele zwischen beiden Vereinen fanden 1996/97 statt und endeten 3:1 und 7:3 für den VfL. Das 7:3 in Radeberg im Juni 1997 war dabei das unwiderruflich letzte Copitzer Spiel in der "klassischen" Dresdner Bezirksliga.


    Zurück zur Gegenwart. Die Meldungen aus Braunschweig waren traurig, und das betraf weniger die Torfolge. Standuhr wiederum meldete aus Riesa einen Treffer nach dem anderen.

    Das erste Achtungszeichen auf dem Copitzer Rasen setzten die Gäste mit einem 25-Meter-Schuss, den Tippner über die Latte lenkte. Ansonsten spielte bis Mitte der ersten Halbzeit nur der VfL. Nach der erwähnten Szene mit Scholz und Hanisch folgten einige Minuten Dauerdruck, die der agile Nikita Naacke mit einem Kopfballtor krönte. Auf Nachfrage sagte er mir nach dem Abpfiff, dass er schon mal per Kopf getroffen hatte.

    Wenige Minuten später schien alles in die richtige Richtung zu laufen: Lukas Hanisch drehte den Ball aus über 20 Metern sehenswert ins linke Dreiangel - allerdings sah der Schiri zuvor ein Handspiel. Da die Proteste ausblieben, war die Entscheidung wohl korrekt.

    Dieses nicht gegebene Tor war für Radeberg wohl der Anlass, sich neu zu ordnen. Sie stabilisierten ihre Deckung und ließen bis zur Pause fast nichts mehr zu, ohne selbst Akzente nach vorn setzen zu können. So endete der erste Durchgang doch recht gemächlich mit 1:0. Zu erwähnen in dieser Phase noch ein Copitzer Treffer nach einer Ecke, der aber wegen eines Foulspiels am Torhüter zurückgepfiffen wurde.


    Ein ähnliches Bild nach dem Wechsel, der VfL tat sich schwer gegen kompakt stehende Gäste. Einmal war Yoldas links durch, allerdings hob der SRA die Fahne. Da hatte ich doch meine Zweifel, kann es aber nachträglich nicht auflösen. Nachdem der Pfiff schon ertönt war, lag der Ball wieder mal im Tor.

    Radeberg wechselte und wurde langsam mutiger. Da bei Copitz doch vieles sehr statisch wirkte, wollte Trainer Löwe mit der Dreifach-Einwechslung von Scharfe, Kärger und Funken (alle drei waren verletzt) Abhilfe schaffen. Doch zunächst brannte es im eigenen Strafraum. Glößi klärte auf der Torlinie. Kurz darauf folgte ein Freistoß, den der eingewechselte Babisch fast von der linken Auslinie scharf und flach Richtung Strafraum beförderte. Wie das manchmal so ist, kamen weder Freund noch Feind an den Ball und plötzlich zappelte er im Netz. Auf PirnaTV werde ich überprüfen, ob der Ball noch abgefälscht wurde.

    Nun versuchte es der VfL etwas zuviel mit der Brechstange. Irgendwie kamen die Copitzer Spieler gegen die gut organisierte Defensive nicht durch. Auch die Standards blieben heute eher ungefährlich. Hinten wiederum musste Tippner noch einmal den Super-GAU verhindern. Mit der Mannschaftsleistung ab der 20. Minute wäre der Punkt für den RSV absolut verdient gewesen. Ich sage jetzt schon voraus, dass es auch anderen Spitzenteams schwer fallen wird, die Radeberger zu schlagen.

    Damit zum Thema Neuzugänge bei Copitz. Philipp Scharfe und Lukas Hanisch bewiesen dann doch noch, dass sie "Unterschiedsspieler" sein können. Wie sich Scharfe rechts durchtankte und die Aktion erfolgreich ins lange Eck abschloss, zeugte eben von der Erfahrung aus höheren Ligen. Das 3:1 durch Hanisch (der hier schneller war als Scholz) war der neuen taktischen Situation geschuldet.

    Am Ende siegte der VfL als Team, aber eben auch wegen einiger Einzelspieler mit der nötigen Klasse. Vorige Woche war es Jakob Funken, der den Unterschied machte, heute zog Philipp Scharfe die entscheidende Aktion.


    Durchatmen nach diesem schwer erkämpften Sieg ist angesagt! Nächste Woche geht es nach Hoyerswerda, das wird nicht einfacher. Für mich als Pirnaer Lokalpatriot ist morgen um 11 erst mal Kultur angesagt, wenn es auf dem Pirnaer Marktplatz gegen die Schweden geht, in Erinnerung an das Jahr 1639. Je nach Zeitfenster werde ich am Nachmittag entweder in Dohna oder in Laubegast beim Fußball sein.

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    Nick Hornby

  • der 4. Spieltag ist abgeschlossen, die Tabelle sortiert sich weiter. Radebeul macht eine deutliche Ansage und gewinnt 4:0 in Weixdorf. Damit lege ich mich mal auf Radebeul, Copitz und Leuben als Kandidaten für Platz 1 am Saisonende fest. Alle drei sind auch noch im Pokal vertreten.

    Auch am Tabellenende zeichnen sich jetzt schon die Mannschaften ab, die dort wohl dauerhaft verbleiben werden.


    Ich erwartete heute eine ausgeglichene Begegnung - und lag damit falsch:


    Chemie Dohna gg. Hoyerswerdaer FC 0 : 3 (0:3).


    0:1/10. Basiuk

    0:2/20. Schäfer

    0:3/39. Hoßmang direkter Freistoß.

    Etwa 70 Zuschauer, um die 10 Gäste


    Beide verloren in dieser Saison schon in Radeberg, beide empfangen demnächst den VfL und beide wollten mit einem Sieg ins Mittelfeld der Tabelle springen. Gelungen ist dies dem Hoyerswerdaer FC in souveräner Art und Weise.

    Beim Gastgeber liefen mit Keil und Schumann die beiden Torschützen vom Dienst der letzten Saison auf. So erwartete ich durchaus Dohnaer Offensivpower. Daraus wurde nichts, die beiden genannten erhielten kaum Bälle von hinten und konnten auch selbst keine Akzente setzen.

    Die ersten 20 Minuten verliefen optisch relativ ausgeglichen mit zwei blitzsauber herausgespielten Kontertoren. In beiden Fällen waren die Gäste sowohl läuferisch als auch gedanklich ihren Gegenspielern um zwei Schritte voraus. Spätestens mit dem 2:0 übernahm Hoywoy vollständig das Kommando und kontrollierte das Geschehen bis zur Pause. Höhepunkte waren ein Pfostenschuss und ein direkt verwandelter Freistoß eines Spielers mit dem seltenen Namen Hoßmang aus 25 Metern halblinker Position..

    Die Punkteverteilung war damit frühzeitig geklärt. In Hälfte zwo zeigten die Gastgeber mehr Einsatzwillen, blieben aber weiterhin ohne Durchschlagskraft. Mehr als zwei, drei Halbchancen sprangen nicht heraus. Der HFC tat das Nötigste und verpasste es, einige Kontergelegenheiten bis zum Ende auszuspielen. Ein höherer Sieg wäre durchaus möglich gewesen.

    Hurbal sah für zwei grobe Foulspiele berechtigt die gelbrote Karte. Insgesamt aber war die Kartenverteilung von Schiri Karlapp etwas einseitig, ohne dass dies Einfluss auf den Spielverlauf hatte.


    Damit zum Ausblick. Dohna hat jetzt die "Oderwitzpause" und anschließend das enorm wichtige Heimspiel gegen Deutschbaselitz. Da muss definitiv mehr kommen!

    Für Hoyerswerda stehen wichtige Heimspiele an: kommende Woche gegen Copitz, in drei Wochen das Pokalspiel gegen Chemie Leipzig. Mit der heutigen Leistung braucht sich der HFC nicht zu verstecken!

    Natürlich war die Konstellation bekannt, und so wurden die Lausitzer heute von Johnny Henschel, Torwart Tom Tippner und Torwarttrainer Tino Schutz beobachtet. Die drei werden einiges zu erzählen haben. Ich bin mir sicher, am kommenden Sonnabend um 13 Uhr steht eine hochmotivierte Copitzer Mannschaft auf dem Hoyerswerdaer Rasen. Ich freue mich drauf, war ich doch zuletzt anno 2003 in Hoywoy.

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    Nick Hornby

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