Kreispokal Bad Doberan 2006/2007

  • Kreispokalhalbfinale


    LSV Zernin : TSG Neubukow II 2:2 n.V. (2:2, 0:2) 3:4 i. E.


    Neubukow war gewarnt, denn bereits das Punktspiel vor einigen Wochen in Zernin wurde verdient mit 1:3 verloren. Wie erwartet begann Zernin druckvoll, bestimmte das Spiel, ohne sich jedoch klare Torchancen zu erarbeiten. Nach ca. 10 Minuten kam Neubukow besser ins Spiel und hatte seinerseits die erste gute Torchance durch Jettkant, der eine Unsicherheit des Zerniner Torwarts aber nicht ausnutzen konnte. In der 13. Minute bringt Schmidt einen abgewehrten Eckball erneut vor das Tor und Bardehle verwandelt ins lange Eck zur 1:0 Führung. In der Folgezeit war Neubukow die bessere Mannschaft und kam insbesondere bei Standardsituationen bzw. wenn schnell in die Spitze gespielt wurde immer wieder zu Torchancen. Nach einer erneuten Torwartunsicherheit hatte Widmer die Riesenchance zum 2:0, aber anstatt ins fast leere Tor zu schießen, traf er nur den Torwart. Jettkant und Berger hatten weitere gute Torchancen, die ungenutzt blieben. In der 35. Minute kam Widmer nach einem langen Einwurf zum Kopfball und traf zur 2:0 Führung. Kurze Zeit später klatschte ein Kopfball von Bardehle an die Latte. In den letzten Minuten der 1. HZ kam in den Neubukower Reihen unverständlicherweise Hektik auf und die Gastgeber machten noch mal Druck. Die große Chance zur Vorentscheidung hatte jedoch Bardehle, der kurz vor der HZ allein auf das Zerniner Tor marschierte, jedoch zu lange zögerte, so dass Zernin klären konnte. Die erste Chance der 2. HZ hatten die Gäste. Nach einem Freistoß von Wendt kommt Gryzewski frei zum Kopfball, verzieht jedoch deutlich. Neubukow kontrollierte das Spiel, umso überraschender der Anschlusstreffer. Ein Eckball wird nicht weit genug geklärt und Kersten kommt aus 15 Metern frei zum Schuss und verwandelt in die lange Ecke. Von nun an entwickelte sich ein richtiger Pokalkampf. Bereits in dieser Phase hätten die Gäste für die Entscheidung sorgen können, da die Zerniner in der Abwehr hohes Risiko spielten. Man versäumte es jedoch die schnellen Spitzen in Szene zu setzen. Auch die in der 1. HZ noch so gefährlichen Standards verpufften jetzt wirkungslos. Nach einem Freistoß für Neubukow konterte Zernin und Struminski hob den Ball gekonnt über Kramer zum 2:2 ins Tor. Neubukow brauchte einige Minuten um diesen Schock zu verarbeiten, kämpfte sich jedoch wieder ins Spiel zurück. Die größte Chance zur erneuten Führung hatte Berger, der in der 80. Minute allein auf das Zerniner Tor zulief, den Ball jedoch am langen Pfosten vorbeischob. Da auch die Gastgeber ihren 1-2 Torchancen nicht nutzen konnten ging es in die Verlängerung. Hier hatten zunächst die Zerniner den besseren Start und verzogen 2 mal nur knapp. Neubukow antwortete mit einem Konter, bei dem eine 3:1 Überzahl Situation aber schlecht ausgespielt wurde, so dass keine Gefahr für das zerniner Tor entstand. Gefährlich wurde Neubukow in der Verlängerung immer bei Ecken und Freistößen, konnte aber keine dieser Standards für ein Tor nutzen. Die größte Chance für Zernin wurde kurios vergeben. Ein Zerniner Stürmer läuft alleine aufs Neubukower Tor zu, die mitgereisten Gästefans rufen lautstark „Abseits!“, worauf der Stürmer aufhört zu laufen und anfängt über Linienrichter und Schiedsrichter zu schimpfen, so dass die Situation durch einen Verteidiger geklärt werden konnte. So blieb es beim Unentschieden und die Elfmeterlotterie begann.
    Nachdem Hartwig den ersten Elfer verschoss, frohlockten die Gastgeber bereits. Jettkant verschoss zunächst seinen Elfer, da der Schiedsrichter den Ball aber noch nicht freigegeben hatte, wurde der Schuss regelkonform wiederholt und verwandelt. Dies wollten einige Zerniner „Fans“ nicht hinnehmen und beschimpften sowohl den Schützen als auch den Schieri. Zur Krönung flog dann eine Bierflasche in den Mittelkreis, indem sich die Neubukower Spieler befanden. Das Spiel stand kurz vor dem Abbruch wurde dann aber doch weitergeführt. Nachdem die weiteren Schützen verwandelten, hielt Kramer den Schuss des 5. Zerniners. Widmer, der seine letzten beiden Elfmeter verschoss, verwandelte und so konnten die Neubukower Spieler und Fans wieder „ihr“ Lied anstimmen: „Pokalfinale, Pokalfinale, wir fahren jedes Jahr zum Pokalfinale!!An jeder Tür klopfen wir an und fragen: Kommst du mit zum Pokalfinale??“


    Fazit: Neubukow versäumte es, das Spiel in der 1. Halbzeit zu entscheiden. Danach entwickelte sich ein echter Pokalkampf, den jede Mannschaft hätte für sich entscheiden könnten. Im Elfmeterschießen war Neubukow dann die glücklichere Mannschaft und zieht erneut ins Pokalfinale ein.


    TSG II: Kramer, Schmidt, Hartwig, Bardehle, Ruhnke, Hallmann, Gryzewski, Wendt (70. Ch. Techentin), Jettkant, Berger, Widmer


    Schiedsrichter: H.-J. Schulz (Reinshagen); LR: G. Vogel (Kritzmow), B. Weber (Jürgenshagen)


    Zuschauer: 60 (davon 13 Gästefans)


    Torfolge: 0:1 Bardehle (13.)
    0:2 Widmer (35.)
    1:2 Kersten (54.)
    2:2 Struminski (63.)


    Elfmeterschießen:


    1:0 Kersten
    Hartwig (gehalten)
    Struminski (Kramer hält)
    1:1 Jettkant
    2:1 ?
    2:2 Ruhnke
    3:2 ?
    3:3 Gryzewski
    ? (Kramer hält)
    3:4 Widmer

  • @dsc


    langweilig?? ist doch schön wenn man jedes jahr , das selbe lied anstimmen kann:"pokalfinale,pokalfinale, wir fahren jedes jahr zum pokalfinale....." und wer das letztes jahr erlebt hat, möchte es gerne nochmal erleben.


    die luft wird knapp wie bei allen, hinrunde geht ja zu ende. aber zur rückrunde wird der konditionelle zustand wieder besser sein. aber eigentlich wollte es der trainer nur spannend machen. kann die jungs ja nicht bei jedem pokalspiel in zernin zum sieg ballern, wie dereinst 2005 :ja: