RBC 08 II – SG Motor Trachenberge 3:0 (1:0)
Dass es bis zur 75. Minute ein spannendes Spiel blieb, hatten sich die Radebeuler selbst zuzuschreiben. Trotz gefühlten 10-15 Großchancen in der ersten Hälfte brachte man es einfach nicht fertig den Ball ein zweites Mal über die Linie zu drücken. Doch fangen wir von vorne an.
Bei spätsommerlichen Temperaturen um die 15 Grad traf man sich zum Spitzenspiel im Radebeuler Weinbergstadion. Beide Mannschaften traten mit jeweils 13 Punkten auf der Habenseite an und beide wollten ihre Ambitionen auf die oberen zwei Tabellenplätze bestätigen.
Allerdings blieben die Gäste die dazu benötigte Leistung die komplette erste Hälfte schuldig. Der Minutenzeiger war noch nicht ganz wieder am Ursprung angekommen, da hätte Max Behring eine schöne Eingabe von Sebastian Richter einschieben müssen. Allein Oliver Lange im Tor der Gäste wusste wie er seinen Fuß so schnell zur Abwehr bewegen konnte. Ein Angriff nach dem anderen rollte auf das Gehäuse der Motoren zu und so geschah es in der 17. Minute, dass der aufgerückte Innenverteidiger Robin Kuntzsch nach feiner Ballannahme aus dem Stand volley ins Netz vollendete. Kurz darauf hätte es schon 2:0 stehen müssen, doch wiederrum stand Lange goldrichtig und auch der starke Volleyschuß von Bernd Schlosser wurde von Oliver Muschiol auf der Linie gerettet. Immer wieder erspielte man sich über Außen beste Gelegenheiten, doch zu oft versagten Patrick Seidel aber auch Max Behring die Nerven. Einzig die Auswechslung des Trachenbergers Oliver Liebe, welcher komplett überfordert wirkte, konnte man als weiteren Erfolg verbuchen. So ging es mit 1:0 in die Pause und das Unbehagen war deutlich zu spüren, kannte man Fußball nicht gerade als gerechten Sport wenn es um das auslassen von Chancen ging.
Diese Weisheit war natürlich auch den Gästen bekannt und so begann jetzt die stärkste Phase der Trachenberger und zugleich die schwächste der Weinstädter. Immer wieder brachte man sich durch Standards und zögerliches Abwehrverhalten in Bedrängnis. Man konnte von Glück sprechen, dass diese Schnitzer nicht zum Ausgleich führte. Sowohl Maurice Büttner als auch Uwe Beer im Tor erwiesen sich in dieser Phase als Felsen in der Brandung. In der 63. Minute brachten die Gäste durch einen Doppelwechsel erneut Schwung in ihr Spiel. Nach wie vor hatte man auf Seiten der Radebeuler seine Konterchancen nicht genutzt und so legte der eingewechselte Sebastian Türk beinahe zum Ausgleich auf, doch mit viel Glück und Geschick überstand man den letzten Angriffsschub der Gäste. Und so war es dem besten Spieler des Tages, Sebastian Richter, vorbehalten den Sack in der 75. Minute zuzubinden. Diesmal konnte der herauseilende Gästewerter überwunden werden und der Ball rollte zum vielumjubelten 2:0 über die Linie. Von nun an lief das Spiel wieder wie am Schnürchen. Eine der schönen Ballstafetten an denen sich auch die eingewechselten Richard Menzel und Sven Weigl beteiligten führte in der 86. Minute zum 3:0 durch Franz Kunze. Ein am Ende hochverdienter Sieg, der trotzdem nach der Halbzeit in Gefahr geriet. Nächste Woche geht es zum FV Hafen, und auch hier muss man mit 100%iger Konzentration sowohl vorm eigenen Tor aber vor allem auch vorm gegnerischen Tor agieren.