Beiträge von Per-Oehr

    Globale Weltwirtschaft - globaler Weltmarkt - globaler Wettbewerb,
    das sind doch alles Vokabeln die nur dazu dienen, den unsozialen
    Umschichtungsprozeß des Kapitals ein Mäntelchen umzuhängen.


    Letztlich geht das Geld (das Kapital) ja nicht ins Nirwana, sondern
    wird nur von unten nach oben umverteilt.


    Der Gang einiger Firmen ins Ausland dient doch nicht in erster
    Linie dazu, näher am Kunden zu sein. Es geht schlicht und ergreifend darum, daß in gewissen Ländern das Lohnniveau, die Arbeitsschutzauflagen, die Umweltschutzauflagen, die Steuern u.a. bedeutend günstiger für die betreffende Firma sind. Nur verkaufen möchte man die Produkte natürlich nicht am Ort der Produktion (wie auch, von den paar Kröten kann sich in China der Arbeiter nun mal keinen VW kaufen), sondern zu gewohnt fetten Preisen in Deutschland...
    Und da beißt sich die Katze in den Schwanz, das kann langfristig nie funktionieren.


    Sieht man einmal von ganz anderen, unerwarteten Problemen ab, welche auf eine Firma zukommen können: die Qualität stimmt nicht mehr, man muß die Transporte mit Konvois und Wachdiensten absichern wegen der Kriminalität, man muß Mafiaschutzgelder zahlen, man steht von einem Tag zum anderen vor neuen Gesetzen des Gastgeberlandes usw...


    Irgendwann kommen im neuen Gastgeberland auch die Billigarbeitskräfte dahinter, daß sie eigentlich für ihre Arbeit viel zu wenig verdienen und das ganze Spiel beginnt an einem anderen Ort von neuem...


    Ich zitiere eine interessante Aussage aus dem "Spiegel":


    "Mittlerweile entwickelt sich der Wettbewerb zu einem Monster, der eine gefährliche Eigendynamik in Gang gesetzt hat. So ziemlich JEDE SOZIALPOLITISCHE SAUEREI läßt sich heute mit dem Verweis durchziehen, daß dies der Wettbewerbsfähigkeit diene. Mehr an Erklärung bedarf es nicht mehr. Kritisches Hinterfragen findet nicht mehr statt. Es dürfte noch spannend werden ( obwohl es für die Betroffenen Menschen ziemlich zynisch ist ), wie weit man meint mit dieser Logik gehen zu können. Denn, mit dieser Logik könnte man eines Tages auch die Wiedereinführung der Kinderarbeit, den 16-Stundentag, den britischen poor Law Act von 1846 etc. wieder einfordern. Solange es nur der Wettbewerbsfähigkeit dient. Auf diesem Altar kann man mittlerweile alles opfern. Alles nur eine Frage der Zeit, dann wird ein Tabu nach dem anderen eingerissen und mit kleinen unscheinbaren Schritten fängt es meist an. Es kann einem Bange werden wenn man sich ausmalt, wie dereinst die Gesellschaften aussehen werden, wenn man weiterhin so blindlings dieser Wettbewerbsideologie folgt. Von den ehemals sozialen Errungenschaften, die doch in einem erheblichen Maß zu einer humaneren, zivilisierteren Gesellschaft geführt haben, trennt man sich nun wieder Schritt für Schritt. Die bittere Ironie dabei ist, daß dies auch noch als Fortschrittlich verkauft wird.


    Dieser Wettbewerbskapitalismus wirkt sich immer destruktiver auf die Gesellschaften aus. Aber spätestens dann müßte er kritisch hinterfragt werden. Müßte darauf geschaut werden wohin dies letztlich führt und wer denn in Wahrheit von dieser Ideologie profitiert. Das dies nicht geschieht, daß die Regierungen unfähig geworden sind ( oder waren sie es vielleicht schon immer? ) sich Alternativen zu öffnen oder zumindest zu suchen, im Interesse des Allgemeinwohls zu handeln, zeigt im Prinzip, wie krank und morsch die angeblich doch so hehren westlichen Demokratien in Wahrheit geworden sind. Längst stehen Partikularinteressen über den Interessen des Allgemeinwohls und entsprechend zeigt sich dies in Gesetzen und Verordnungen – von den angeblichen Reformen ganz zu schweigen."


    Ja und noch eine saublöde Frage (hat jetzt mit Hartz 4 nix zu tun):


    Wer sagt denn eigentlich, daß bestimmte natürliche Ressourcen (wie
    Erdöl und andere Bodenschätze) EINEM Konzern gehören, der damit die
    restliche Menschheit erpressen kann und nicht der gesamten menschlichen
    Gesellschaft ?


    Wer mit der Axt im sozialen Wald der Gesellschaft umhergeht, wie es derzeit die Großkonzerne unter Zuhilfenahme der Regierung tut, braucht
    sich nicht wundern, wenn es mal scharfen Gegenwind gibt.

    Wegen der Firma:


    Ich selbst arbeite in einer weltweit agierenden Firma mit über 45.000
    Mitarbeitern. Unsere Firma ist in 80 Ländern vertreten.


    Auch in diesem Jahr gab es wieder zweistellige Umsatzzugewinne und
    daß, obwohl sich unsere Kunden primär aus Kleinfirmen und Mittelstand
    zusammensetzen.


    Die Firma motiviert ihre Mitarbeiter mit Gewinnbeteiligungen, einem
    ausgeklügelten Prämiensystem, Reisen usw... Es gibt eine Firmenbibliothek,
    ein Kunstmuseum, eine Betriebssportgemeinschaft, Kaffee & Tee gratis...


    Es werden regionale und überregionale Kultur-und Sportereignisse gesponsort
    und für die Mitarbeiter bedeutet das: vergünstigte Karten z.B.
    für Konzerte oder VIP-Bereich Bundesliga VfB Stuttgart; Vierschanzentournee...


    (...aber auch für Kunden gibt es attraktive Anreize)


    Ist nur kurz angerissen; auf jeden Fall könnte man zur schnellen
    Gewinnmaximierung auf Kosten der Mitarbeiter viel,viel einsparen.
    Aber: unsere Konzernführung (besonders der Firmenchef) hat sich intensiv
    mit der Problematik "motivierte, engagierte Mitarbeiter, Fluktuation +
    damit verbundene Kosten u.a. beschäftigt und ist der Meinung, es zahlen
    sich die Investitionen langfristig in Gewinnen aus, (was ja auch die Praxis zeigt)


    Zudem bedeutet der Lohnkostenfaktor bei den Betriebsausgaben einen
    Anteil von 20 Prozent und auf diesen fünften
    Teil hacken die Konzerne ausschliesslich rum...

    Volle Zustimmung - das werden Firmen aus dem Mittelstand sein, die keine AGs sind, richtig?


    Nein.


    Leider keine Zeit. Morgen mehr...Schönen Abend noch und fetzt euch
    nicht zu sehr.
    Bleibt menschlich. =)

    höchster Ausländeranteil in einer ostdeutschen Stadt, die meisten zugewanderten ex-sowjetischen Juden, keine einzige Nazipartei zur Kommunalwahl. So was spricht sich rum.


    Und woraus schlußfolgerst Du, daß sich aus dieser Konstellation
    zwei große Fußballvereine ergeben ?


    Ich sehe höchstens zwei, drei Kreisklasseteams: Maccabi Leipzig,
    Türkspor Leipzig oder Polonia Leipzig... =)


    (letzterer Satz ironisch gemeint, bitte nicht in eine politische
    Schublade stecken, könnte auch Partizan, Hellas, Portuguiesa
    oder Bafána-bafana Leipzig sein...)

    NAZI-aber ich will doch gar keiner sein-nur die schmarozenden Ausländer regen mich auf-Scheiße zu posten.


    Weißt Du was mich stört ?
    Schlag ihn doch mit Argumenten ! Kannst Du das ? :?:
    Selbst wenn er nicht recht hat, muß man nicht mit dieser billigen
    Nazi-Totschlag-Masche kommen !


    Überzeugen wirst Du mit so einer Masche keinen politischen
    Gegner !

    Eine 22jähriger ohne Bock sitz den ganzen Tag vor der Glotze. Wohnt für lau und kriegt noch ein Taschengeld.


    Genau das meine ich: Sozialneid, soziale Kälte...


    Dieser 22-jährige ist aber nicht typisch.


    Eher doch der über 50-jährige, der in der "verabschiedeten sozialen Marktwirtschaft" und im neuen, schönen kalten Manchesterkapitalismus
    als zu alt & unproduktiv rausgeschmissen wird, sein Leben lang eingezahlt hat und vorgesorgt hat...und nun einen Arschtritt bekommt.


    Oder: was denkst Du, warum ich JETZT für MEINE Rente vorsorge, warum ich jetzt meinen Kindern eine Versicherung abschliesse, Geld auf deren Sparbuch einzahle ???


    Ja, genau: damit ich für den Rentenfall nicht total angeschissen bin. Damit die Kinder einen besseren Start ins Leben haben als ich usw..


    Nicht damit ich im Falle einer möglichen Arbeitslosigkeit all die Vorsorge, welche ich mir heute vom Munde abspare, (zuzüglich zu den Pflichtversicherungen!) der Staat kommt und alles einkassiert...


    Und noch etwas: Wie viele Arbeitssuchende gibt es und wie viele Jobs ???


    Und konsequent gedacht:"ist das Gut Arbeit für viele Unternehmen zu teuer geworden"; nun stell Dir mal vor alle Unternehmen produzieren
    im Sudan, weil dort ist die Arbeit am billigsten...wer kauft die Produkte ?


    Und hast Du schon mal was von sozialer Verantwortung des Kapitals gehört ? Ich kenne sogar Firmen, wo so etwas noch praktiziert wird !!!
    Und Du wirst staunen: Mit Gewinn !!!!!!!!!!!!!

    Im übrigen scheinst auch Du nicht frei von Polemik zu sein


    Nein. Mache ich sogar ganz gern, um die "Diskussion" auf den Punkt
    zu bringen...bischen überspitzen... :wink:


    ist leider eine beliebte Unsitte, Zitate aus dem Zusammenhang zu reißen


    War ja nicht zitiert, sondern eine Anführung von Vokabeln und
    Schlagwörtern, die mir Deine Tendenz zeigen...oder anders:
    Du diskutierst wie ein Chemiefan (vielleicht bist Du einer ?) :D


    Da ich aber annahm, daß Du ein NEUTRALER Fan bist, habe ich mich
    diskussionsmässig darauf eingestellt...weiß ich daß Du Chemiker bist,
    ignoriere ich automatisch gewisse Worthülsen, weil aus der Lokalrivalität
    geboren. =)


    so dass man hätte annehmen können, dass Lok von der somit fehlenden innerstädtischen Konkurrenz in der gleichen Spielklasse profitieren und ähnliche Zuschauerzahlen wie in den genannten anderen Städten erreichen könnte. Genau das ist aber nicht eingetreten.


    Da setzt Du aber voraus, daß die 12.000 die vorher bei Chemie waren,
    jetzt zu Lok gehen...nein,nein...
    Aber ein echter Chemiker ist dann halt lieber garnicht mehr zum
    Fußball gegangen, bevor er zu Lok ging...
    Und wenn es Highlights gab, waren "alle" bei Lok. (teilweise auch Chemiker)



    zeigen die Statistiken sehr eindrucksvoll und wird sicher auch die Zukunft noch zeigen.


    Tut mir leid, ich sehe da nix "Eindrucksvolles" und in Zukunft eher
    eine Insolvenz beim FC Sachsen als blühende Landschaften a la
    2.Liga.


    Das ist aber zugegebenermassen MEIN subjektives Empfinden !
    =) (...und muß ja nich recht haben...)


    Zu Lok ist es schwer eine Prognose abzugeben. Mit Fusion seht ihr euch
    aber vermutlich schneller wieder, als Du denkst...

    Kurz - ne Frechheit.


    Mir fehlen da auch die Worte.
    Einerseits soll man vorsorgen (für die Rente/für die Kinder/für
    die Ausbildung usw.), andererseits greifen unsere Politiker genau
    diese Vorsorge ab (die ich in Arbeitszeiten ja auch nicht so ohne
    weiteres abdrücken kann, Geld brauche ich immer und kanns
    auch ausgeben...)


    Unsozial. Sozialneid schürend. Den Menschen das soziale Umfeld
    nehmend...


    Und "Kindersparbücher" - der Hit schlechthin.
    Warum eigentlich nicht noch mehr kürzen, wenn z.B. Kinder über
    10 Jahre nicht mit einer Nebentätigkeit zum Familieneinkommen
    beitragen ?
    Wie gesagt, fehlen mir die Worte...


    "Wir sind das Volk"


    Irgendwann ist das soziale Sprengstoff-Potential so hoch, daß keine
    Demos die Wut mehr kanalisieren...


    Zum Glück lernt ja niemand aus der Geschichte. :nein:

    Respekt für Deine Meinung, der ich mich anschliesse.
    Hat was mit Anstand zu tun. Egal, ob ich den Menschen oder
    Verein kenne/leiden kann/sympathisch finde usw...
    Egal ob ich die Sache an sich gut finde.
    Bin da zu Gast und halte die Klappe.
    Auch im Ausland, selbst wenn ich die Ansage nicht verstehe.

    der mit dem Image des Bonzenklubs behaftete Verein aus Probstheida zu keiner Zeit die Leipziger Zuschauer langfristig und in angemessener Zahl an sich binden konnte.


    (Mein Fußballgedächtnis beginnt mit den 70igern...)


    Die DDR-Oberliga hatte immer so einen Schnitt um die 10.000
    Zuschauer. Diesen Schnitt übertraf Lok immer (Wendezeit klammere ich
    mit Absicht aus)...Zuschauerzahlen um die 11-12.000 Zuschauer
    waren für DDR-Verhältnisse IMMER Spitzengruppe/vorderes
    Mittelfeld.
    Spielte Chemie unterklassig waren oft auch nur 3.000 Zuschauer
    bei den Ligaspielen (und die spielten meist unterklassig)...


    Da konnten sich die Vereine aus wesentlich kleineren Städten (z.B. Magdeburg, Erfurt, Aue, Karl-Marx-Stadt, Halle, Rostock, Brandenburg)


    In all diesen Städten mußte sich der jeweilige Verein NICHT mit einem
    teilweise in der gleichen Liga spielenden Konkurrenten rumschlagen.
    Trotzdem lagen die Zuschauerdurchschnittszahlen auf ähnlichem Level
    wie bei Lok ! (und komme bitte nicht mit DDR-Liga-Konkurrenten wie
    TSG Bau oder Schiffahrt/Hafen Rostock, Motor FH KMSt. oder
    UT Erfurt - die spielten alle in der Liga vor handverlesenem Publikum)


    Der Satz mit dem "Bonzenklub" ist also nicht richtig oder was ist für
    Dich angemessene Zuschauerzahl ???


    der grün-weiße Sympathievorsprung deutlich


    Mit rund 1.500 Zuschauern im Schnitt mehr ???
    Und von 30 Jahren (72-2003) war Chemie rund 20 Jahre unterklassig,
    im Vergleich mit Lok...


    dass nur der volksnahe Verein aus Leutzsch, so denn die sportlichen Leistungen stimmen, auch in Leipzig Zuschauermassen anziehen kann. Seit 2000 sind nunmehr die Grün-Weißen wieder sowohl sportlich als auch zuschauermäßig die klare Nummer 1 in Leipzig und das ist auch gut so!


    Da ist wohl der Wunsch Vater des Gedankens.
    Angesichts Deiner Polemik (Bonzenklub, volksnaher Verein (EIN WITZ !!!),
    klare (???) Nummer1 usw.) wäre ein kurzes Statement
    Deinerseits "Ich kann Lok nicht leiden" einfach ehrlicher. =)


    Und wie Chemie die "Zuschauermassen" zieht, sieht man und hat man in der Vergangenheit gesehen... :nein:


    Ich schätze das Fanpotential & Popularität in etwa gleich ein.
    Dere neutrale Leipziger Fußballfan geht dorthin, wo die "fetten"
    Spiele stattfinden (Bundesliga, EC, interessante Gegner) - dem ist
    der Streit eh völlig Wurst... :D
    (und momentan sind die Spiele vom FC Sachsen in der OL nun nicht
    der große Renner, Jena, FCM ja...aber EF-Nord, Laubegast, Meuselwitz ?)
    Und bei Loks Kreisklassestart ist in dieser Klasse einmalige Atmossphäre,
    klare Erfolge u.a. zu erwarten...da könnte es durchaus mal passieren,
    daß Lok mehr Zs. hat als der FC Sachsen am Spieltag...

    teams die nur im mittelfeld rum kicken haben hier eine chance aufzusteigen und ein paar exoten täten der bundesliga sicherlich gut.


    Die ersten Drei steigen auf und fertig.
    Sonst könnte man ja auch einen Aufsteiger per Los ermitteln,
    oder wer die schönsten Trikots hat oder die wenigsten
    gelben Karten oder so...


    Relegation finde ich nicht gerecht, K.O.-Spiele um einen Aufstiegsplatz
    finde ich genauso ungerecht...ganze Saison super - ein vergeigtes Spiel und das wars...ne ne...

    Wie ich aus dem Forum von Dynamo entnahm (geschrieben von M&M):


    "Wie ich soeben von der offiziellen Seite des Traditionsvereins Stahl Riesa erfahren habe, spielt unsere 3.Vertretung in der 1.Runde des Bezirkspokals in Riesa. Das Spiel findet am 8.8. statt. Sicher wird wieder in Seerhausen gespielt, da das "neue" Stadion in Riesa (Merzdorf) noch nicht fertig restauriert sein wird.
    Das ist übrigens das Wunschlos vom TSV und wird mit Sicherheit den Zuschauerrekord des Aufsteigers der 1.Kreisklasse Riesa / Großenhain brechen (590)."


    08.08.2004, 14.00 Uhr, Spielort: voraussichtlich Seerhausen, Anfahrt über die B6 von Meißen in Richtung Riesa

    www.stimme.de (unsere Lokalzeitung) meldet auf der Basis von dpa :


    Zuschauer-Boom: 337 000 Dauerkarten verkauft
    Von Wolfgang Müller, dpa
    Düsseldorf (dpa) - Trotz der EM-Pleite der Nationalmannschaft und des gesunkenen internationalen Renommees der Fußball-Bundesliga hält der Zuschauer-Boom in der höchsten deutschen Spielklasse weiter an.


    Vor der 42. Saison haben die 18 Erstligisten bislang 337 800 Dauerkarten verkauft und damit die Rekordzahl vom vergangenen Jahr (332 000) noch einmal überboten. Auch die bisherige Bestmarke von fast 11,5 Millionen Stadionbesuchern aus der Spielzeit 2003/2004 könnte somit geknackt werden und den teilweise hoch verschuldeten Vereinen wichtige Einnahmequellen bescheren.


    «Die Liga boomt», sagte Werner Hackmann, Vorsitzender des Ligaverbandes DFL. Die unsägliche Trainersuche beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) ist mit der Präsentation des neuen Führungstrios Jürgen Klinsmann, Oliver Bierhoff und Joachim Löw beendet, die Europameisterschaft Vergangenheit - die Fans sind wieder «heiß» auf die Bundesliga.


    Unangefochtene Spitzenreiter in der Gunst der Anhänger sind wie im Vorjahr die Revierclubs Borussia Dortmund und FC Schalke 04. Trotz der enttäuschenden vergangenen Spielzeit und des verpassten internationalen Wettbewerbs sicherten sich bereits 48 000 BVB-Fans Tickets für die Saison eins nach Trainer Matthias Sammer. Die Borussia hofft auf einem Zuschauerschnitt von etwa 75 000 Besuchern im Westfalenstadion, das bei Ligaspielen 83 000 Menschen Platz bietet. Der Revier-Rivale aus Gelsenkirchen hat 42 800 Dauerkarten verkauft.


    Sowohl Double-Gewinner Werder Bremen als auch «Vize» Bayern München haben den Dauerkartenverkauf gestoppt. «Es gibt einen Run auf die Jahreskarten», sagte Bayern-Sprecher Markus Hörwick, «wir machen bei 22 000 einen Stopp, denn wir möchten jedem Fußball-Fan die Möglichkeit geben, Spiele des FC Bayern zu sehen.»


    Ausgezahlt hat sich der sportliche Aufschwung bei Werder Bremen. Trotz des Weggangs von Stars wie Ailton und Mladen Krstajic meldet der deutsche Meister die Rekordzahl von 25 000 verkauften Dauerkarten. Clubs wie der VfB Stuttgart (bislang 15 000 verkauft) oder der VfL Bochum (11 500) peilen neue Bestmarken an, andere wie der Hamburger SV (23 900), Borussia Mönchengladbach (22 000) oder Aufsteiger Mainz 05 (14 500) haben diese längst erreicht. Die Mainzer verzeichnen auch die größte Steigerung im Vergleich zum Vorjahr (7000).


    Nur vier Vereine blieben bislang unter der 10 000er-Grenze. Dabei hat allerdings der VfL Wolfsburg (7800) die Rekordzahl aus der vergangenen Spielzeit (7500) leicht übertroffen. Die Aufsteiger 1. FC Nürnberg (9000) und Arminia Bielefeld (7800) rangieren in der «Zuschauer-Hitliste» noch vor Hansa Rostock. Der Club von der Ostsee konnte bislang erst 5000 Tickets an den Mann bringen.

    Guido Schäfer (Ex-Fußballer im Dienste der LVZ) schriebt aber auch
    wirklich geil. :lach: :biggrin: =)
    Wenn man bedenkt das der Supermanager am 18.Juni verpflichtet
    wurde...und heute ist Anfang August... :oops:


    Für Insider ein absolutes Highlight:


    Pikant: Nach unseren Informationen war die Trennung von der langjährigen Geschäftsstellenleiterin Elke Weiße (führt ein gelinde gesagt strenges Regiment) bereits intern beschlossen und vom Aufsichtsrat abgesegnet gewesen, ehe ein unerklärlicher Sinneswandel der Bosse die eine zurück in Amt und Würden und den anderen über Bord spülte. Frau Weiße überreichte Herrn Deffke persönlich die Kündigung ...


    Die gute Frau von der Geschäftsstelle (war die nicht nur einfache
    Sekretärin und wird jetzt als Geschäftsstellenleiterin geführt ?)
    muß ALLE inclusive Präsident in der Tasche haben.
    Sie trifft im Alleingang die tollsten Entscheidungen, das Präsidium
    nickt nur noch ab.Sie hat alle Stürme der letzten Jahre, alle
    Wechsel in der Vereinsführung und alle Anfeindungen überlebt.
    Die hat mit Sicherheit über alle Vereinsangestellten eine Akte
    angelegt, die bei Bedarf drohend hervorgeholt wird...


    Ein Tollhaus. :D

    spielte Werder Bremen am 16.7.04 beim VfB Leipzig.


    Das hätte gut zu unserer Diskussion unter "Spielberichte" betreffs
    der Bekanntheit und Popularität der Leipziger Vereine gepasst... :D


    So etwas gab es aber auch zu Zeiten der sportlichen DSC-Vorherrschaft
    in Dresden (die zum Glück nur kurz währte). Da wurde auch schnell
    mal beim WDR das Dynamo-Logo zum DSC eingeblendet...den DSC
    kannte einfach kaum jemand.

    Und da war Chemie in der Oberliga sogar einmal in einer mittelmäßigen Saison Spitzenreiter. Lag auch daran, dass Dresden gerade Zweite Liga gespielt hat, sonst war Dynamo Dresden immer die Nummer 1 im Osten.


    Das ist aber schon Geschichte.
    Daran kann ich mich nicht einmal erinnern und das will schon viel heißen. :D


    Da ich Lok und Chemie gut vergleichen kann als ehemaliger Lokist,


    Dann bist Du erst recht nicht objektiv. :lach:
    Die EHEMALIGEN ( Anhänger von XXX, Raucher, Alkoholiker usw.) sind
    immer die SCHLIMMSTEN Gegner/Kritiker !


    kann ich denen recht geben, die sagen Chemie war fantechnisch immer die Nummer 1 in Leipzig, d.h. erstmal fankulturell, dann aber auch von der Quantität her.


    Quantität hatten wir schon, stimmt nicht.
    Fankulturell ? Darüber läßt sich streiten, ist Ansichtssache.



    Lok hatte seine fankulturellen Höhepunkte nur zu den Derbys, sonst war es eher trist im ZS und Bruno


    Absolut falsch. Bei Spielen gegen Dynamo, HFC, BFC, FCM u.a.
    ging auch die Post ab.


    Man muss aber auch sagen, dass die Stadien von Lok bisher nicht förderlich waren für fankulturelle Höhepunkte,


    Natürlich war es im Georg-Schwarz-Sportpark leichter Stimmung zu
    erzeugen.


    sieht man von den recht guten Zaunsfahnen ab, da dürfte Lok sogar die Nr. 1 sein im Osten, tausendmal besser als Chemie, wo gerade mal die DIABLOS-Fahne heraussticht. .


    Zaunsfahnen ? Ist m.M. nun nicht unbedingt ein herausragendes
    Merkmal der Atmossphäre/Stimmung...
    Sonst wäre ja der Dresdner SC F98 der absolute Kracher.
    Die haben oft mehr Fahnen als Fans... :D


    Ich denke mal, bei den meisten Fußballfans ist es so:
    Ein Spiel gegen Lok Leipzig (VfB) war einfach der
    prickelndere, spannendere, emotionsgeladenere sportliche Vergleich als ein Match gegen Chemie...


    BRB-Jörg schrieb:


    war Chemie aufgrund vieler asozialer Fans einfach nur verhaßt


    Eine gewisse überdurchschnittlich hohe Zahl von "Assis" war mir auch
    geläufig. Allerdings betrachteten das wiederum viele als KULT und
    waren stolz drauf, verhaßt würde ich also nicht sagen.

    Ulf Kirsten läuft in Bannewitz auf
    Bayer-Leverkusen-Amateure testen gegen Bezirksligisten / Gastgeber hoffen auf zahlreiche Fans


    Ulf Kirsten und Ralf Minge kommen nach Bannewitz. Am Dienstagabend trifft die Amateur-Mannschaft von Bayer Leverkusen (Oberliga Nordrhein) in einem Testspiel auf den SV Bannewitz (Bezirksliga).


    „Ulf Kirsten hat versprochen, wenigstens eine Viertelstunde selber mitzuspielen“, sagt der Bannewitzer Manager Hartwig Baer. Er freut sich genauso wie seine Mannschaft auf den lukrativen Gegner. Die Amateure von Bayer Leverkusen spielen in der Oberliga Nordrhein und kamen dort im vergangenen Jahr auf Platz vier ein. Ihr Trainer ist in Dresden und Umgebung ein alter Bekannter. Ralf Minge stürmte einst im schwarz-gelben Hemd und schoss Tore für Dynamo. Inzwischen ist er Trainer der Bayer-Amateure, die als U 21-Mannschaft geführt werden.


    Am Dienstag um 18.30 Uhr läuft das Minge-Team in Bannewitz auf. „Das wird eine große Herausforderung für uns“, sagt Baer. „Endlich wird die Mannschaft mal richtig gefordert“, hofft er. Das ist wohl zu erwarten, denn die jungen Leverkusener wollen sich natürlich für die Bundesliga-Elf anbieten. Außerdem sind sie als sehr laufstarkes Team einzuschätzen. „Da geht es schon ein bisschen anders zu als in der Bezirksliga“, meint Manager Baer. Er hofft außerdem auf viele Zuschauer, damit sich das ganze auch bezahlt macht. „Schließlich kommen die Leverkusener nicht ganz freiwillig zu uns“, was bedeutet, dass die Mannschaft eine Antrittsgage erhält. Diese halte sich aber im Rahmen, versichert Hartwig Baer. Schließlich bekomme man nicht so oft die Chance, attraktive Gegner in der Vorbereitung zu präsentieren. Und immer nur gegen Bezirksklassenmannschaften testen bringe auch nicht viel, wie am vergangenen Sonntag gegen Dynamo III (siehe nebenstehender Bericht).


    Drei Euro Eintritt muss jeder berappen, der das Spiel sehen will. „Nicht viel“, meint Baer, denn auch Ulf Kirsten wird spielen. Der Ex-Dynamo war erfolgreichster deutscher Torschütze der Bundesliga in den 90er Jahren. Er unterstützt Dynamo mit zahlreichen Werbeaktionen. Er ist in Dresden so populär wie kein zweiter ehemaliger Fußballspieler, denn er ist trotz des großen Geldes und seiner vielen Jahre in Leverkusen immer mit den Dresdner verbunden geblieben.


    Quelle: http://www.sz-online.de

    Landesliga Herren

    06.08. 20:00 FSV Budissa Bautzen - VfL Pirna-Copitz 07
    07.08. 15:00 SV 1874 Vielau - FV Dresden-Nord 2.
    07.08. 15:00 FC Erzgebirge Aue (A.) - Chemnitzer FC 2
    07.08. 15:00 VfB Zittau - VfB Chemnitz
    07.08. 15:00 FC Sachsen Leipzig 2. - SSV Markranstädt
    07.08. 15:00 Dresdner SC Fußball 98 - NFV G/W Görlitz
    08.08. 15:00 Hausdorfer SV - Kickers 94 Markkleeberg
    08.08. 15:00 1.FC Dynamo Dresden (A.) - Bischofswerdaer FV


    Freundschaftsspiele

    03.08. 18:00 TSV IFA Chemnitz - Chemnitzer FC
    03.08. 18:30 SSV Stötteritz - FC Eilenburg
    03.08. 19:00 Dresdner SC Fußball 98 - BC Radebeul
    04.08. 18:00 FC Energie Cottbus (Stadion der Freundschaft) - Eisenhüttenst. FC Stahl .
    04.08. 18:30 SV Leipzig Nordwest - FC Sachsen Leipzig 2
    07.08. 16:00 1.FC Lok Leipzig - Frauen - SV Jahn Calden

    dass Magdeburg als einzige DDR-Mannschaft einen EC-Cup errungen hat und Jena auch einmal in einem EC-Finale gestanden hat.


    Aber Lok hat 1987 auch im EC-Finale gegen Ajax Amsterdam gestanden...


    Und in den 70igern gab es auch einige sehr erfolgreiche EC-Auftritte.


    Ich kann mir aber auch nicht vorstellen, daß eine Gesamtzuschauerstatistik für
    Chemie/FC Sachsen spricht...


    Ansonsten würde ich Dir dahingehend zustimmen, daß es in den
    60igern/70igern mal eine größere Beliebtheit für Chemie gab.
    Lag an der DDR-Sportpolitik und dem Image von Chemie als "Underdog".


    Das hat sich aber im Laufe der Zeit gegeben und ist wohl durch den
    momentanen Kurs der Leipziger Sportpolitik und dem "Wiederauferstehen" der
    Loksche eher andersrum der Fall.


    (Klar gibt es auch heute noch ein paar "alte" Fußballfans, die den
    Werdegang von Lok/Chemie verinnerlicht haben, für die meisten aber
    ist es Schnee von gestern)

    Ich bin mir sicher, die Popularität von Chemie wird LOK nie erreichen!


    Ich kann dem nicht ganz folgen. Meinst Du damit die
    Popularität innerhalb einer bestimmten Szene/Gruppe ?
    So etwa: in Leutzsch ist Chemie populärer ?


    Oder meinst Du "Beliebtheit" ? Das kann man ja so auch nicht
    sagen, denn wo, außer derzeit im Rathaus :biggrin: geniesst
    der FC Sachsen eine größere Beliebtheit ?


    Denn im Allgemeinen, unter den Fußballfreunden deutschland-
    weit (auch international) ist Lok / VfB ja bedeutend populärer...


    Das liegt einfach in der Natur der Dinge begründet : Lok war jahrelang
    erstklassig (DDR), hat international gespielt (und das nicht schlecht)
    und war in der 1.+2.Bundesliga vertreten...da ist der Bekanntheitsgrad
    einfach höher.