Beiträge von Per-Oehr

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    Oder ist Herrn Hopp Heilbronn einfach zu weit vom geplanten Einzugsgebiet Mannheim-Heidelberg-Ludwigshafen entfernt?


    Die Variante "Heilbronn" wäre Hopp schon recht gewesen, denn im
    gesamten Einzugsgebiet gibt es ja weit und breit keine hochklassige
    Mannschaft.
    Die nächsten Teams sind der FV Lauda und TSV Crailsheim in der
    Oberliga und das auch über 50km von Heilbronn entfernt.
    Das Zuschauerinteresse wäre auch vorhanden, wie Pokalspiele
    des VfR Heilbronn o.ä. in den letzten Jahren zeigten.


    Vielleicht wäre auch noch einiges machbar gewesen, aber Heilbronn war schon
    immer eine vergeizte Krämerstadt, man spart halt den Groschen und
    schmeißt dadurch die Mark zum Fenster raus.
    Vor Jahren hätte man preisgünstig eine gebrauchte Flutlichtanlage
    kaufen können. Im Hinblick auf evtl. DFB-Spiele, der VfR Heilbronn
    spielte damals Oberliga mit Ambitionen nach oben (und gutem
    Zuschauerschnitt), wichtige Spiele gab es immer wieder mal wie:
    Aufstiegsrelegation Reutlingen-Pforzheim vor 14000 Zuschauern,
    DFB-Jugendpokalfinale vor über 6.000 Zs...also wollte man eigentlich
    kaufen, aber dann hat die Stadt halt doch entschieden: es ging bisher
    ohne Licht und es wird auch in Zukunft irgendwie ohne Licht gehen...


    Und so ist es immer gewesen, Ergebnis: man hätte ja gern Hoffenheim
    in der 2.Liga, aber es darf nix kosten...


    Zitat

    Heilbronn einfach zu weit vom geplanten Einzugsgebiet Mannheim


    Hoffenheim (Sinsheim) liegt ja irgendwo in der Mitte zwischen Heilbronn
    und Mannheim und die Lokalzeitung ist eine Regioausgabe der "Heilbronner
    Stimme". Also eher Bezug nach Heilbronn.


    Zitat

    2. Wie sieht es denn generell mit dem Fußball in Heilbronn aus. Wer nutzt derzeit das Frankenstadion, wo spielt der spielklassenhöchste Verein der Stadt, gibt es den VFR Heilbronn noch?


    Wie "aka" richtig feststellte, spielt der FC Heilbronn als Fusionsverein
    nur noch 6.Liga, diese Saison mit Aufstiegsambitionen Richtung
    Verbandsliga. Zuschauerinteresse 250 Zs. im Schnitt daheim.
    Einige wenige Spiele im Frankenstadion, die meisten auf dem
    Sportplatz Badstrasse Heilbronn, eine unspektakuläre Anlage, wo
    aber 200 Leute besser zur Geltung kommen, als im 18.000-Mann-Stadion.


    Sportlich ist Heilbronn immer wieder durch Insolvenzen und Pleiten
    mittlerweile total auf den Hund gekommen:
    VfR Heilbronn (Fußball) und Heilbronner "Falken" (Eishockey) waren
    mehrfach finanziell am Ende und pleite...Tischtennis-Bundesligist
    Maxell Heilbronn-Sontheim spielt nach Pleite irgendwo auf Bezirksniveau,
    Handball-Frauen waren mal Bundesliga, jetzt 3.Liga, Handball-Männer
    aus dem Vorort Neckarsulm waren mal auf dem Weg 2.Liga und
    dann ging der Sponsor Konkurs...jetzt 7.Liga, Ringer aus Heilbronn
    waren mal Bundesliga, haben létzte Saison bis in Landesliga zurückgezogen...usw.usf...


    Das Frankenstadion steht weitgehend leer, wird auch von der
    Leichtathletik noch genutzt, aber auch hier: über Kreis-und Bezirksniveau
    gehen die Wettkämpfe nicht hinaus, da fehlt es an Infrastruktur im
    Stadion.


    Ich kann guten Gewissens behaupten: aufgrund der Lage in Heilbronn, wäre das
    Interesse an Hoffenheim groß gewesen, die Leute wollen ja gern hoch-
    klassigen Sport sehen.


    (Selbst beim Eishockey haben die "Falken" mehr Zuschauer als zu Zweit-
    ligazeiten und der neue auf unterster Ebene spielende Verein
    Eisbären Heilbronn hat um die 1.000 Zuschauer...und wenn im Fußball die
    Gegner attraktiver werden als derzeit Hollenbach, Remshalden oder so... =)

    Aus unserer Lokalzeitung, nur Abonnenten zugänglich,
    deshalb in groben Auszügen hier:


    Quelle: "Hohenloher Zeitung" vom 7.3.2006, Sport Regional:




    Der Umbau des Frankenstadions ist zu teuer


    Das Heilbronner Frankenstadion bleibt im Abseits. Die Sportstätte Zweitliga-tauglich zu machen, würde rund fünf Millionen Euro kosten. Damit zerschlägt sich die Hoffnung, dass der Fußball-Regionalligist TSG Hoffenheim im Aufstiegsfalle einige Spiele in Heilbronn austragen wird.


    Für die TSG Hoffenheim wäre das Frankenstadion im Falle eines Aufstiegs in die 2. Bundesliga durchaus eine Reise wert gewesen. Eine gute Alternative, eine prima Ausweichstätte für das kleine Dietmar-Hopp-Stadion. „Die Rahmenbedingungen in Heilbronn wären topp gewesen“, sagt TSG-Präsident Peter Hofmann. „Es sind genügend Parkplätze vorhanden und auch die Zufahrtswege sind in Ordnung.“ Fünf Spiele hatte man angedacht in Heilbronn auszutragen. Auch eine große Lösung, wonach die TSG jedes Heimspiel in Heilbronn veranstaltet hätte, war im Gespräch.


    Doch bei den Lizenzierungs-Unterlagen für die kommende Spielzeit gab die TSG neben dem Frankenstadion vorsorglich das Carl-Benz-Stadion in Mannheim als Ausweichmöglichkeit an.
    ...
    Zu viele Auflagen hätte die Stadt Heilbronn erfüllen müssen. Das hatte Hofmann bereits nach der ersten Begehung des Stadions befürchtet. „Wir haben das Anforderungsprofil der Deutschen Fußball Liga geprüft“, sagte Heilbronns Sportbürgermeister Harry Mergel gestern. „Wir können es nicht erfüllen.“


    Investitionen ...von fünf Millionen seien nötig, um das Oval zweitligatauglich zu machen. Die größten Brocken sind dabei eine Flutlichtanlage
    ...
    sowie mindestens 3000 Sitzplätze. „Momentan dürften es derer 500 sein“, schätzt Mergel. Außerdem sei ab der Spielzeit 2007/08 eine Rasenheizung Vorschrift. Kleinere Änderungen wie Zäune oder farbig gekennzeichnete Fluchtwege wären dagegen zu stemmen gewesen. „Natürlich wäre es reizvoll gewesen, wenn Hoffenheim im Frankenstadion gespielt hätte. Aber es ist nicht vernünftig und auch nicht vermittelbar, so viel Geld für eine temporäre Nutzung zu investieren.“


    Mit finanzieller Unterstützung der TSG kann die Stadt nicht rechnen. „Wir müssen selbst rund 500 000 Euro ins Dietmar-Hopp-Stadion stecken“, sagt TSG-Präsident Peter Hofmann. „Wir brauchen eine Notstromanlage fürs Flutlicht, eine Umzäunung der Stehplätze und weitere kleinere Änderungen sind erforderlich.“ Außerdem will die TSG Hoffenheim, die ab Sommer voraussichtlich unter dem Namen FCH Heidelberg 06 antreten wird, ein eigenes Stadion bauen.
    ...
    Dafür rückt jetzt das Mannheimer Carl-Benz-Stadion in den Mittelpunkt und wird als Ausweichmöglichkeit dienen. „Schade“, meint Mergel, „aber die harten Fakten sprechen gegen Heilbronn.“

    Meppen war zu Zeiten der 2.Bundesliga schon immer ein Zuschauermagnet.


    "Berühmt" wurde Meppen durch einen Ausspruch vom legendären
    Torwart "Toni" Schumacher:


    >>> "Ich spiele doch nicht in Meppen!" stellte er lapidar fest und ging er 1988 zu Fenerbahce Istanbul.<<<


    So sein Spruch nach dem Schalker Bundesligaabstieg 1988.
    Immerhin erreichte Meppen damals in der Zweitligasaison ein
    0:0 auf Schalke... ;-)


    (wenn ich recht erinnere stand Jens Lehmann als Nachfolger im Schalker Tor)


    "Bei vielen Fußballfans besitzt der SV Meppen Kultstatus. So kann man in vielen Teilen Deutschland, aber auch Europas Fanclubs des Vereins finden.


    In den 90er Jahren, als der Verein noch in der 2. Bundesliga vertreten war, kam zu Heimspielen oft eine eigene Fankapelle, die die Stimmung im Stadion richtig aufheizte."


    Legendär auch das torreiche Spiel Kaiserslautern - Meppen 7:6 in der 2.Liga.

    Zitat

    warum sollte man sich so eine Geschichte aus dem Fingern saugen aber naja.


    Weil so etwas a) vorkommt und b) in den Medien immer dankbar
    angenommen wird.


    Ist einfach eine naheliegende Ausrede (wenn es denn eine war).

    Zitat

    die Untergangsszenarien, die hier teilweise prophezeit werden, kann ich nicht nachvollziehen. Neuruppin wird weiter seinen Weg gehen und vielleicht später erneut angreifen.


    So wie der FC Schönberg 95 ? =)


    Wenn jetzt schon die Zahl der Zuschauer (und der Schnitt beläuft sich
    m.M. nach auf über 1.100 ) als nicht ausreichend bezeichnet wird ?
    Glaubst Du das wird besser, wenn der Verein chancenlos im Niemandsland rumdümpelt ?
    Kommen dann die Sponsoren, welche jetzt bei Chance auf RL-Aufstieg
    nicht in der nötigen Masse da sind ?
    Lockt ein Verein, wo man weiß "da hat es schon sportlich/finanzielle
    Probleme" gegeben, jetzt in der Folge die Fußballstars in Massen
    an ?


    usw.usf...


    Ich habe jetzt keine Lust Statistiken zu wälzen, aber ich behaupte eiskalt,
    daß von allen derzeitigen Oberligatabellenführern, mindestens die
    Hälfte einen niedrigeren Zuschauerdurchschnitt als Neuruppin hat.
    (sicher bin ich bei FSV Frankfurt, Wilhelmshaven, den Amateurhecken...
    Ingolstadt hat auch nie eine große Fangemeinde gehabt, der SC Verl
    liegt auch definitiv unter 1000 Zuschauern im Schnitt usw...)


    Ein Rundblick über alle Oberligen ergibt, daß alle chancenreichen
    Oberligateams einen Lizenzantrag gestellt haben, zum Teil sogar
    Truppen wie Uerdingen mit einem Riesenrückstand auf den Spitzenreiter.
    (Ausnahme welche mir einfällt, ist SpVgg Velbert, welche aber
    prinzipiell so recht keine Ambitionen auf RL haben, waren ja schon
    mal 1. vor DüDo, aber ohne Lizenz)


    Ich behaupte das Problem in Neuruppin liegt tiefer und hat nix mit
    "vernünftig handeln" zu tun.


    Beweisen kann ich es natürlich nicht, wir werden sehen.

    Von offizieller Vereinsseite wurde gesagt:


    Zitat

    "Lenz habe einsehen müssen, dass der MSV-Fußball, sprich die Oberligamannschaft, von den Neuruppinern nicht angenommen wurde. Die geringen Zuschauerzahlen zeigten dies immer wieder. "Mit 400 Zuschauern hast du in der Regionalliga nichts zu suchen." Vor allem fehlten hier die Einnahmen,


    So schlecht ist die Resonanz für einen Oberligisten nun wahrlich
    nicht. Da sind in den letzten Jahren einige Teams aufgestiegen, welche
    in der Oberliga einen weitaus schlechteren Schnitt hatten.


    Der Oberligazuschauerschnitt sagt ja nun auch wahrlich nichts
    über den möglichen Zuschauerzuspruch in der Regionalliga aus.


    Außerdem käme bei einem Aufstieg der Reiz des "Neuen" dazu und
    es gäbe durchaus interessante Gegner, welche auch Potential mitbringen.


    Also ich persönlich glaube keineswegs, daß dieser Aspekt der wahre
    Grund für die Nichteinreichung der Lizenzunterlagen ist.


    Schade für die Fans, schade für die gesamte Oberliga, denn natürlich
    bedeutet das nicht nur einen (mögliche) Wettbewerbsverzerrung,
    sondern es steht zu befürchten, daß hier ein Abstieg in Raten eingeleitet
    wird (siehe ähnliche Fälle in der Vergangenheit).


    Ein Vergleich mit dem FCM und dem BFC verbietet sich, schon allein aus
    dem Grund, daß bei diesen Vereinen ein in Jahrzehnten gewachsenes
    Fanpotential vorhanden und das Vereinsumfeld auch eine schlechte Zeit einfach
    besser verkraften kann.

    Zitat

    Wieso sollte ein Heidelberger Verein der "ranghöchste Mannheimer Fußballklub" sein? Hoffenheim spielt ja jetzt schon...


    Es ging um folgendes:
    Bis jetzt spielt Hoffenheim in Hoffenheim und nicht in Mannheim.


    Der "neue" FC Hoffenheim Heidelberg 06 soll aber evtl. bei einem
    Aufstieg in Liga 2 seine Spiele im Mannheimer C.-Benz-Stadion
    austragen.


    Bis dahin alles im grünen Bereich.


    Nun fand ich aber folgende Bemerkung zum Stadion & Umfeld:


    "Aufgrund von Anwohnerklagen darf im Stadion nur eine beschränkte Anzahl von Spielen stattfinden, so dass es pro Saison immer nur von einem Verein genutzt werden kann"


    Das würde ja nun (theoretisch) bedeuten, daß wenn der FC H-H06
    dort spielen würde, schleißt das eigentlich aus, daß Waldhof auch dort...


    Ich hoffe, mich verständlich ausgedrückt zu haben. =)

    Zitat

    Da könnte es ja einen schönen finanziellen Zuschuss für Mannheim geben


    Eher nicht, denn das Stadion gehört ja der Stadt.


    Interessant wäre dann aber folgender Aspekt:


    "Aufgrund von Anwohnerklagen darf im Stadion nur eine beschränkte Anzahl von Spielen stattfinden, so dass es pro Saison immer nur von einem Verein genutzt werden kann. Die Stadt Mannheim hat verfügt, dass das Stadion immer dem ranghöchsten Mannheimer Fußballklub zur Verfügung gestellt wird (derzeit der SV Waldhof Mannheim, Oberliga Baden-Württemberg)."


    Theoretisch würde dann der FCH Heidelberg 06 im Carl-Benz-Stadion zu
    Mannheim spielen und da nur eine Mannschaft dort pro Saison spielen
    darf, müßte sich Waldhof ein neues Stadion suchen. =)


    Allerdings ist angedacht, nur die Brisanzspiele in Mannheim auszutragen.
    Die zuschauertechnisch "uninteressanten" Spiele könnten wohl weiterhin
    in Hoffenheim ausgetragen werden...aber noch ist ja nichts in trockenen
    Tüchern.

    Zitat

    Respekt vor den SV Sandhausen,damit hat Herr Hopp bestimmt nicht gerechnet trotz seiner Millionen


    Also bei uns in der Regionalzeitung war am Montag anlässlich
    des 2:1-Sieges von Hoffenheim gg. Wehen ein Beitrag zu diesem
    Thema.


    Da äußerte Hopp sich relativ verständnisvoll und kulant, etwa sinnge-
    mäß so: "Als wir die Fusion planten, hatte Sandhausen 10 Punkte
    Rückstand zur Tabellenspitze. Jetzt haben sie selbst die Chance
    aufzusteigen. Das wollen und werden wir ihnen nicht verbauen und
    deshalb habe ich großes Verständnis...bla, bla..."


    Für Hopp ist es ja letztlich völlig belanglos, ob nun Sandhausen mitmacht
    oder nicht oder später doch...


    Letzte Infos bezüglich eines eventuellen Zweitligastadions in der
    kommenden Saison waren: Heilbronn nun doch eher nicht, weil kein
    Flutlicht. Dann trotz Konkurrenz und "unbeliebt" ins Carl-Benz-Stadion
    nach Mannheim, weil das alle Anforderungen erfüllt und gleich um die
    Ecke liegt.

    Zitat

    ich befürchte nur, dass die türken rechtsmittel einlegen und dann bleibt nur noch die hälfte übrig.


    gelesen:



    ... ersten Reaktion hat der türkische Sportminister Mehmet Ali Sahin am Dienstagabend die von der FIFA gegen die Türkei verhängte Strafe als «inakzeptabel» bezeichnet. Beim Relegationsspiel gegen die Schweiz habe es keinerlei Fan-Ausschreitungen gegeben, die eine solche Strafe rechtfertigen würden, sagte der Minister am Abend ... Sahin kündigte Einspruch gegen die Entscheidung an: "Ich hoffe, dass dieser Fehler behoben wird."


    Ich tippe mal auf Umwandlung der Spiele ohne Zuschauer in Spiele auf
    neutralem Boden mit Zuschauer und dann wird im Ruhrgebiet gespielt...


    Man wird genau auf der Schiene fahren, daß ja die "Fans" eigentlich so richtig
    nix Schlimmes getan haben.

    Zitat

    Also ich bin überzeugt


    Ich auch !!! :D


    Wenn ich die unterhaltsamen Beiträge von "D.Wosz" lese,
    kann ich garnicht glauben, daß das ein erwachsener Mensch
    mit einer gewissen Lebenserfahrung sein soll.


    Das ist pure Realsatire.


    Zitat

    dies stand auch inner Bild-glaubste nun das es keine Geschichte ist ?!?


    In der "BILD" stand auch schon drin, daß früher mal UFOs in Dresden
    gelandet sind. Und daß Natascha W. im fernen Sibirien dank ihrer
    übersinnlichen Kräfte Gegenstände in entfernten Räumen verrücken
    kann...und überhaupt, manchmal sind da auch ganz heiße Mädels drin
    und wenn ich der "BILD" glauben darf, warten die alle nur auf mich. =)


    Die Welt ist schön.

    Zitat

    also bestes team dieser zeit war wohl eher die holländer, während bra und arg. wohl eher eine ihrer schwächsten phasen hatten. aber das polen der wahre wm sein soll höre ich zum ersten mal. aber wenn johny es sagt....


    Sehe ich auch so.
    Brasilien hat ja zum Auftakt nur 0:0 gegen die Jugos gespielt
    und ich war ziemlich enttäuscht, weil ich von dieser Mannschaft
    doch einiges erwartet hatte. Auch gegen die Schotten reichte es nur zum
    Remis, so daß das Torverhältnis gegen den Außenseiter Zaire entscheiden
    mußte...die waren allerdings völlig grottig und blieben ohne Punkt
    und Tor und gegen die hatten die Brasilianer das letzte Spiel, da
    war Zaire schon nach zwei Niederlagen draußen und so war es ein
    leichtes die zwei Tore der Schotten gg. Zaire zu übertreffen...
    (Die Jugos hatten gegen die Afrikaner mit 9:0 gewonnen)


    Argentinien war nix und auch die Italiener waren bei dieser WM sehr
    schwach...


    Damals gab es ohnehin nur 16 teilnehménde Länder und einige
    Vertreter wie Australien, Haiti und Zaire waren nur Punktelieferanten,
    die Lücke zwischen dem Fußball Südamerika/Europa gegenüber
    Afrika, Asien, Australien war viel größer als heute.


    Polen hatte damals eine starke Mannschaft, zurecht auf Platz 3.
    Alles andere ist Quatsch, natürlich war der Ausgang der Wasserschlacht
    auch ein wenig glücklich, aber nicht weil Polen um so viel besser
    war, sondern weil dem Zufall Tür & Tor geöffnet wurde.
    Und das 7:0 gg. Haiti als gutes Spiel bezeichnen ist auch relativ.
    Haiti hatte in aufopferungsvollem Kampf beim 1:3 gegen Italien
    alles gegeben und sich total verausgabt...gegen die Polen war man
    noch völlig platt und der Außenseiterüberraschungseffekt verbraucht...
    Ich behaupte mal, jede DDR-Oberligamannschaft hätte Haiti damals geschlagen.

    Zitat

    Wer sollte denn was dagegen haben ?!


    Zitat

    FC Sachsen Leipzig


    Die sind doch schon immer und ewig nach Strich und Faden beschissen
    und betrogen worden, immer unterdrückt und benachteiligt...
    die halten das auch noch ne Weile aus. =)

    Also mir ist auch wie Kulturfond...


    Gefunden habe ich folgendes:



    "Die Stiftung Kulturfond hat viel Gutes getan ...Von den Erträgen eines 100-Millionen-Mark-Vermögens - hervorgegangen aus vier Milliarden "Kultur-Fünfern", die in DDR-Zeiten auf jede Eintrittskarte erhoben wurden - profitierten in den neuen Ländern weit über 1 000 Künstler und zweieinhalb mal so viele Projekte."

    Zitat

    Waren die 1,10 Mark in Dresden???


    Ich glaube die Preise waren damals einheitlich so...wenn mich
    meine dunklen Erinnerungen an Auswärtsfahrten nicht trügen.


    Genauso wie die Bockwurst im Dynamostadion, auf der Pferderenn-
    bahn oder auf dem Weihnachtsmarkt immer 0,85 M gekostet hat.


    Wie es allerdings bei EC-Spielen und Sitzplatzkarten aussah, weiß
    ich auch nimmer.

    Zitat

    Thema Kugelstoßen der Frauen.


    Irina & Tamara Press (Sowjetunion),
    "Den beiden Schwestern wurde nachgesagt, ihr Geschlecht könne nicht festgelegt werden. Sie galten manchen schon bald zumindest als Hermaphroditen; nach anderer Ansicht waren sie mit männlichen Hormonen gedopt. Spötter nannten die beiden "Press Brothers". Nachdem die Bestimmung des Geschlechts für alle international auftretenden Sportler 1968 zur Pflicht wurde ..., verschwanden beide Sportlerinnen von der Sportlerbühne."


    Die Story von den Press-"Männern" war mir sogar in der DDR geläufig.


    Und:


    "Andreas Krieger, der damals als Heidi Krieger eine erfolgreiche Kugelstoßerin gewesen ist. Jahrelang hat das junge Mädchen Anabolika bekommen und ist mehr und mehr vermännlicht. Die Dopingmittel hätten zwar seine Transsexualität nicht verursacht, aber doch verstärkt, meint Krieger heute."


    (Aus wikipedia und Aerztezeitung)


    Da gab es sicher noch viel mehr...

    Zitat

    Kannste Dich noch entsinnen, was Du "hinblättern" müsstest??


    Hab ich vergessen, zumal der Begriff "viel Geld" ja auch relativ war,
    in der Lehrzeit bei 100 DDR-Mark Lehrlingskohle im Monat haben
    schon 10 Mark wehgetan...später halt bei 800 Mark Monatsverdienst
    war die Schmerzgrenze höher und in den letzten Jahren meines DDR-
    Aufenthalts hatte ich gute Quellen um an "richtiges" Geld zu kommen,
    da ließ sich manches noch leichter regeln... (Kennwort "Blaue Fliesen")
    Schlimm war es auch während der Armeezeit 150 DDR-Mark Monatssold...
    da habe ich ständig bei Omma und den Eltern um Kohle und Ziggis gebettelt... =)


    Erinnerlich ist mir 1,10 DDR-Mark für ne Stehplatzkarte DDR-Oberliga,
    aber ob das ermässigt war...glaube war Vollzahler, dennn bei Tabak
    in der Bezirksliga kam ich für 0,85 M ins Stadion.


    Europacup war wohl die teuerste Karte, die ich offiziell erwarb bei
    5,20 M...so in etwa.


    Bei einem Pokalfinale in Berlin habe ich mal 20 DDR-Mark auf dem
    Schwarzmarkt bezahlt, da standen aber reichlich Leute rum, die Karten
    verkauften...


    Stadionwurst (Bockwurst) war 0,85 M, Bier hat man immer selbst mit
    reingebracht (bis DDR-Liga) oder mit reingeschmuggelt (oder andere
    Getränke im Winter), da waren wir immer sehr einfallsreich.
    Oberliga oder EC-Spiele gab es ja auch zu DDR-Zeiten Kontrollen, bei FSV Lok
    oder so hat es keine Sau interessiert, wenn man da mit nem Kasten
    Deutsches Pilsner ins Stadion trabte. :D

    Zitat

    Es gab anfangs 1981 und 1982 auch mal Vergleiche zwischen Motor Leipzig-Lindenau und Phönix Essen, in Leipzig 2:1 für Moli vor immerhin 1.200 Zuschauern, und das gegen eine 4.Liga-Mannschaft,


    Gab es auch in den 80igern bei einem Dresdner Bezirksligisten
    (Fortschritt Kirschau ?), weiß aber den Gegner nicht mehr,
    waren aber über 4.000 Zuschauer offiziell...


    Verwunderlich ist eher das Rückspiel in Bayern.


    Ansonstern gab es ja ab und an sogar "Freundschaftsspiele" gegen
    Bundesligisten, ich kann mich noch an das Ballyhoo bei Dynamo Dresden
    gegen Hertha erinnern...da platzte das Stadion auch aus allen Nähten.


    "Das 40.000 Zuschauer fassende Dynamo-Stadion war dementsprechend auch schon Tage vorher restlos ausverkauft. Bei Hertha hatte man sich viel Mühe mit der Vorbereitung des Spiels gegeben: Für die gegnerischen Spieler wurden Taschenrechner mitgenommen, die diese allerdings höflich ablehnen mussten, und für die Fans hatte Hertha Berliner Bären mit Hertha-Aufklebern und blau-weißen Schleifen im Gepäck, die zwar nicht wie geplant in die Menge geworfen werden durften, aber vor der Abfahrt des Mannschaftsbusses nach dem Spiel doch noch glückliche Abnehmer fanden.


    ...und das Dynamo-Stadion in Dresden ist restlos ausverkauft! Darunter befinden sich auch 373 Hertha-Fans, die ihre Mannschaft aus Berlin begleitet haben und heute mit einem Sonderzug in der Stadt eingetroffen sind. Damit aber nicht genug: Es sollen auch etwa 1000 Ost-Berliner den Weg nach Dresden gefunden haben, um Hertha BSC zu unterstützen. Die Stimmung im Rund ist hervorragend, aber bei etwa 9 Grad und stetigem Wind muss man sich ja auch irgendwie betätigen."


    Quelle: http://www.herthabsc.de/index.php?id=12574


    Das Spiel endete 1:0 für DD , das war 1978.
    Eines der wenigen Heimspiele in dieser Zeit, wo ich gezwungen war
    aus organisatorischen Gründen für viel Kohle auf dem "Schwarzmarkt"
    vor dem Stadion eine Karte zu erwerben...und ich behaupte heute
    noch, daß da weit mehr als die offiziell 40.000 sich ins Stadion
    quetschten.

    Zitat

    Auch ich habe mich gefreut, wenn der FCM gegen Dresden gewonnen hat...


    Viel Feind, viel Ehr. =)


    Zitat

    Musst ja ne coole Mutter haben. Meine hat mir immer was von Fußballfimmel und bekloppt erzählt, aber, lieb wie se ist, hat se mir dann doch die Fuwo abonniert


    Alles Fußballverrückte...Opa & Oma haben auch bis zum Tode bzw.
    zur Alterssenilität Dynamo die Daumen gedrückt und jedes Spiel
    im Fernsehen verfolgt, incl. "Sport aktuell" usw...


    Vater & Onkel haben selbst aktiv in der Jugend bei Tabak gekickt
    und waren dann Fans von SG Friedrichstadt/Einheit/Lok und wie die Nach-
    folger so hiessen. Bis den Vater dann Anfang der 70iger auch der
    Dynamovirus befallen hat.

    Zitat

    Woran ich mich erinnere ist, dass sie dann in den 80igern in der Liga Staffel C gespielt haben und mal Rot Weiss E**** im FDGB-Pokal hatten.


    War 1979 und ging 2:6 vor offiziell 3.500 Zuschauern aus.


    In den 80igern spielte man gegen Motor "Fritz Heckert" Karl-Marx-
    Stadt und mal gegen Buna Schkopau...und verlor.(im Pokal)