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Westerhausen beendet die Talfahrt
QUEDLINBURG/MZ/KÄ/HAR/IP. In der Fußball-Landesklasse blieben Ballenstedt und Harzgerode weiterhin ohne Sieg. Derby-Sieger wurden die Kicker von Germania Gernrode, die bei Askania 2:0 gewannen. Der QSV konnte ebenfalls nicht gewinnen. Westerhausen beendete mit einem Sieg gegen Heudeber die Talfahrt.
Wulferstedt - Quedlinburg 3:1 (1:0)
Der QSV wollte ohne Stephan Gericke, aber mit Philipp Brüser und Sebastian Grimmer, aus einer stabilen Deckung beim kampfstarken Gastgeber auf Konterfußball setzen. Leider führte bereits der erste Angriff zum 1:0. Ein angebliches Foul von Roman Wegert, ergab einen Freistoß kurz vor der Strafraumlinie. Christian Reimann traf mit wuchtigem Schuss direkt ins Tor (2.). Wulferstedt machte weiter viel Druck. Einige QSVer schienen gar nicht auf dem Platz zu sein, oder hatten zu viel Respekt. Weitere Großchancen führten zum Glück zu keinen weiteren Toren (4. / 6. / 13. / 20. / 28.). Beim QSV dagegen Fehlanzeige. Das Spiel wurde in der 48. Minute vorentschieden. Nach einer völlig berechtigten roten Karte für Marcel Kliemt wegen Nachtretens, gab es Freistoß. Die scharfe Eingabe wuchtete Reimann mit dem Kopf zum 2:0 ein (48.). Die Abwehr war einmal mehr nicht im Bilde. Was nun passierte, hatte mit Fußball nicht mehr viel zu tun. Ein Fehlpassfestival auf beiden Seiten, Kampf und viel Krampf. Dazu gesellte sich ein Schiedsrichter, der oft nicht Herr der Lage schien. Erst in den letzten fünf Minuten wurde es noch einmal interessant. Nach schöner Vorarbeit des eingewechselten Robert Klauss erzielte Brüser mit Hechtflugkopfball das 1:2 (85.). Kurz darauf hätte der 18-jährige Markus Henning fast den Ausgleich geschafft, sein Hinterhaltschuss wurde gehalten (89.). In der der Nachspielzeit nutzte Ralf Jaffke einen Konter zum 3:1. Das Spiel sollte beim QSV sehr deutlich ausgewertet werden.
QSV: Masur, Brahmann, Wegert, Gabriel, Frye, Doppel (36. Henning), Puls, Brüser, Kliemt (48. RK), Grimmer (73. Klauss), Weidner
Westerhausen - Heudeber 4:2 (4:1)
Wichtig war ein Heimsieg gegen den Angstgegner aus Heudeber, um nicht auf den Abstiegsplätzen zu landen. Eine tolle erste Hälfte war die Grundlage für diesen Sieg. Hier stimmten Einsatz, Spielideen und auch der Abschluss. Jeder erledigte seine Hausaufgaben.
Früh ging der SV 1890 durch Steffen Kittke in Führung (7.). Er setzte sich gegen mehrere Gegner energisch durch und sein Flachschuss wurde noch abgefälscht, vom Gästekeeper nicht zu erreichen. Sören Maulhardt erhöhte sogar auf 2:0 (14.), als er von Torsten Bothe schön bedient wurde. Vom Gegner war bis dahin nicht viel zu sehen. Er wurde schon beim Spielaufbau gestört. Trotzdem kamen sie durch einen verwandelten Foulelfmeter zum Anschluss (1:2, 31.). Einen Moment wackelte der Gastgeber, fand dann schnell zu seinem Tempo-Spiel. Binnen zwei Minuten, kurz vor der Pause, erhöhten Philipp Dobrowolski und wiederum Kittke mit einem Foulelfmeter auf 4:1, welches beruhigend war.
Diesmal spielte der SV man nach der Pause konzentrierter, um nicht wieder ein schnelles Gegentor zu fangen. Ronny Borchardt scheiterte freistehend (46.) und mit einem Heber, den die Gäste von der Torlinie schlagen konnten (62.). Danach war die Herrlichkeit der Gastgeber vorbei. Sie versuchten, das Ergebnis über die Zeit zu bringen. Dies spielte den stärker werdenden Gästen in die Karten, sie bauten viel Druck auf. Jetzt musste man höllisch aufpassen und Keeper Eric Elsner war gefordert. Nach Freistoß rettete er glänzend (79.). Durch einen zweifelhaften Foulelfmeter kamen die Gäste noch zum zweiten Treffer, den Sieg des SV 1890 konnten sie nicht verhindern.
Westerhausen: Elsner, Werner, Ullrich, Kittke, Hartmayer, Borchardt, Blum, Gottowik, S. Maulhardt (85. Engel), Bothe (20. Dobrowolskie, 62. Fricke), Michaelis
Harzgerode - Köthen 0:6 (0:3)
Dass der Tabellenstand nicht den Ansprüchen der Gäste genügte, zeigte die Tatsache, dass Köthen mit fünf Vertragsspielern in Harzgerode anreiste. Die Harzgeröder waren vorgewarnt und zeigten in den ersten dreißig Minuten eine ansehnliche Partie. Marcel Krug hatte nach einer schönen Flanke von Christoph Ebeling die Möglichkeit zur Führung, doch er verpasste knapp (11.). Die Vorentscheidung fiel in vier Minuten: Einen Freistoß aus dem Mittelfeld, wo der Ball lange in der Luft stand, nutzte Mann per Kopf zur überraschenden Gäste-Führung (34.). Bereits eine Minute später überlief Finze die Harzgeröder Abwehr und erzielte den zweiten Treffer für die Gäste. Nun stimmte in der Abwehr nichts mehr und Winzer machte den dritten Treffer für Köthen (37.).
In der Pause wechselte Trainer Mario Wölfer aus. Christoph Hohmann hatte die Riesenchance, doch der Schuss wurde gehalten (46.). Axel Großmann verfehlte nach einer Ecke von Florian Brinkmann mit seinem Kopfball das Tor knapp (51.). Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. In der 55. Minute war es wieder Hohmann, der den Torhüter überlupfen wollte, dann klärte Martin Werner im Concorden-Tor (64.). Der nächste Hohmann-Schuss ging wieder knapp über das Tor (67.). Anders die Gäste: Mit einem Doppelschlag machte Mann mit Treffer vier und fünf (75., 80.) alles klar. Kurz vor Abpfiff legte Müller zum 6:1-Endstand nach (97.). Die Cleverness, die die Gäste an den Tag legten, machte den Unterschied deutlich.
Harzgerode: Werner, Drahtring, Th. Schmelzer, Lemgau, Ch. Barnebeck, Krebs (73. M. Buchmann), Krug (46. Brinkmann), Briedenhahn, A. Großmann, Hohmann, Ebeling