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QUEDLINBURG/MZ/KÄ/HAR/IP/KN. Das wohl trübe und regnerische Wochenende ließ den Motivationspegel bei den Teams aus dem Landkreis Quedlinburg sinken. Denn nur Westerhausen und Harzgerode konnten einen Punkt retten, der QSV und Ballenstedt mussten Niederlagen einstecken.
Bernburg II - QSV 3:1 (1:1)
Strömender Regen und ein ungepflegter Nebenplatz waren die äußeren widrigen Bedingungen für diese Begegnung. Chancen bleiben auf beiden Seiten Mangelware. Die Erste hatten die Gastgeber, als Kettner nach einem Missverständnis im Abwehrbereich allein auf Torhüter Masur zulief, dieser aber geschickt den Winkel verkürzte und parierte(10.). Eine der wenigen Direktkombinationen über Brüser, Grimmer und Doppel, erbrachte die erste nennenswerte Möglichkeit für den QSV. Doch Bernburgs Keeper Karls vereitelte (17.). Bis zur 34. Minute passierte dann nicht mehr viel, als sich Brüser ein Herz fasste und nach tollem Solo Grimmer bediente und dieser eiskalt einschoss. Doch die Freude wehrte nur kurz. Der QSV war wohl noch am Feiern, als Donath postwendend zum 1:1 ausglich (36.). Die erste Chance im zweiten Durchgang hatten wieder die Gastgeber, doch Küntzel verzog knapp am langen Pfosten vorbei (47.). Drei Minuten später dann die Führung für die Askania. Nach tollem Solo Küntzels, stand Vatthauer völlig frei und brauchte nur noch zu vollenden (50.). Im Gegenzug hätte der Ausgleich folgen können,doch Grimmer konnte eine schöne Eingabe von Frye nicht nutzen. Ansonsten übernahm der Gastgeber mehr und mehr die Initiative, und als Küntzel gar das 3:1 (77.) gelang, musste man Schlimmes um den QSV befürchten. Einzig Torhüter Kevin Masur behielt klaren Kopf und verhinderte mit einigen Glanzparaden eine höhere Niederlage.
QSV: Masur, Wegert, Frye, Doppel, Henning (75. Heinemann), Puls, Brenner, Brüser, Gericke, Grimmer, Weidner
Westerhausen - CfC Köthen1:1 (0:0)
Wieder kein Sieg auf dem Wolfsberg für Westerhausen und eine glückliche Punkteteilung kurz vor Ende des Spieles, das sind die Schlagzeilen zu dieser Partie. Und eine Traurige kommt noch hinzu: Der Gästekeeper Alexander Winzer verletzte sich schwer (Kieferbruch) beim Zusammenprall mit seinem Verteidiger. Das Spiel musste für 30 Minuten unterbrochen werden. Er wurde ins Klinikum gebracht. Eine tolle erste Hälfte für den SV 1890, mit einem Klassespiel. Es sah so aus, als ob man die Gäste vom Wolfsberg fegen wollte. Angriff auf Angriff auf das Gästegehäuse, in dem ein hervorragend haltender Keeper (bis zu seiner Verletzung) stand. Er hielt seinen Kasten sauber. Fast jeder der Gastgeber versuchte sein Glück, aber Winzer hielt wie der Teufel. Er brachte die Wolfsberg-Elf zur Verzweiflung. Trotzdem hätten ein bis zwei Tore fallen müssen, so klar waren die Möglichkeiten. Meistens wird solch eine Abschlussschwäche noch in eine Niederlage umgemünzt. Schließlich 0:0 der Pausenstand.
Die 1890er begannen die zweite Hälfte etwas ruhiger, um dann blitzschnell zuzuschlagen. Es kam die ominöse 55. Minute. Gunnar Blum läuft allein mit Ball auf das Tor zu, tunnelt den Keeper und ein Verteidiger rasselt bei seiner Abwehraktion mit seinem Keeper zusammen. Blum macht das Tor. Danach die 30-minütige Unterbrechung. Das Tor wird vom Schiedsrichter nicht gegeben. Wieder eine klare Benachteiligung der Wolfsberg-Elf. Nach dieser Unterbrechung findet kein rechter Spielfluss mehr statt. Der Ersatzkeeper hält ebenfalls einige schwere Bälle. Die Gäste werden dann stärker und prüfte das erste Mal Eric Elsner (65.). In der 75. Minute gehen sie zum Entsetzen aller mit 0:1 in Führung, mit freundlicher Hilfe der SV-Abwehr. Doch Marco Michaelis rettet in der 88. Minute dem SV wenigstens noch ein Remis.
Westerhausen: Elsner, Ullrich, Werner, Arbeiter, Hartmayer (78. Engel), Borchardt, Kittke, Maulhardt, Blum, Gottowik (70. Weber), Michaelis
Harzgerode - Reppichau0:0
Es war eine Partie, welche Mut machen sollte, denn die Unterharzer boten von Beginn an eine geschlossene Mannschaftsleistung. Bei Regenwetter spielten beide Mannschaften von Beginn an auf Sieg. In der fünften Minute klärte Martin Werner im Tor der Harzgeröder mit starker Fußabwehr. Den ersten Schuss auf das Tor der Gäste hatte Christoph Ebeling (9.), doch der Gästetorhüter konnte halten. Nach 23 Minuten hatten die Unterharzer Glück, als sie auf Abseits spielten und zur Ecke geklärt werden konnte. Im Gegenzug erhielten die Concorden einen Freistoß, doch der Schuss von Hendrik Kunert wurde gehalten. Kurz darauf ergaben sich zwei Möglichkeiten für Sascha Briedenhahn, aber der Ball wollte einfach nicht in das Tor der Gäste. Die Mannschaft aus Reppichau spielte weiter auf Sieg und in der 37. Minute war es wieder Werner, der das Tor der Harzgeröder sauber hielt. Nach dem Wiederanpfiff ein verteiltes Spiel ohne große Chancen für beide Mannschaften. In den letzten zehn Spielminuten drückten die Concorden energisch auf das Gästetor. Ebeling hatte eine gute Möglichkeit, doch der Torhüter der Gäste hielt (84.). Kurz darauf (87.) hatte Christoph Hohmann den Siegtreffer auf den Füßen, aber die Gäste klärten zur Ecke. Am Ende stand in einer verregneten Partie ein leistungsgerechtes Unentschieden zu Buche.
Harzgerode: Werner, Drahtring, Th. Schmelzer, Ch. Barnebeck, Krebs, Garbusow, A. Großmann, Hohmann, Ebeling, Kunert, Briedenhahn (78. M. Buchmann)
Ballenstedt - Heudeber2:3 (0:2)
Gegen den SC 1919 Heudeber gab die Mannschaft wieder eine katastrophale Leistung ab. Die Quittung der letzten Spiele waren 50 Zuschauer, die ein Spiel sahen welches so schlecht wie das Wetter war. Heudeber begann konzentriert und abgeklärt. Bereits in der 9. Minute holt Hartmann nach einem Einwurf mit kurzer Körpertäuschung einen Elfmeter heraus. Den verwandelt Zawihowski sicher zur 1:0-Führung. Erst in der 17. Minute setzte Ronny Elze mit einem Torschuss das erste Achtungszeichen, jedoch Hoffmeister im Tor der Gäste parierte auf Kosten einer Ecke. Nur vier Minuten später wieder eine gut heraus gespielte Chance, die ungenutzt bleibt. Als Schönfelder von Heudeber wegen Schiedsrichterbeleidigung in der vom Platz flog (32.), sah alles nach einer Wende im Spiel aus. Falsch gedacht, denn der FSV Askania wusste mit dieser Situation nichts anzufangen. Im Gegenteil, die Gäste erhöhten auf 2:0 (38.). Nach dem Wechsel änderte sich kaum etwas. Warum Markus Lorenz auf dem Platz war, wird er sich selbst fragen, denn er stand so oft auf der linken Seite frei, ohne den Ball zu bekommen. Nach Fehler von Oliver Bachmann muss Carsten Raffel auf Kosten eines Strafstoßes klären (55.). Dieser wird aber schwach geschossen, so dass Raffel halten konnte. Als Reuß verkürzt (75.), änderte sich auch nichts an der Spielweise des FSV. Im Gegenteil, Hartmann tanzt wieder alle aus und Perplies braucht den Ball nur noch über die Torlinie bringen (84.). Damit war das Spiel gelaufen, auch wenn Reuß in der 86. Minute auf 2:3 verkürzt. Alles andere als eine Niederlage wäre auch unverdient gewesen. Für die Spieler scheint es wichtiger zu sein, wer im Managerspiel die Nase vorn hat.
Ballenstedt: Raffel, Elze, Zeißig,O., Riebe (ab 51. Hildebrandt),Lorenz, Fesser, Reuß, Buschhorn ( ab 72. Zeißig, M.), Bachmann, Frohburg (ab 73. Bartnitzki), Vielahn.