Fußball Halberstädter wollen Knochenmark für erkrankte Sängerin der Stadt spenden
Regionalliga-Kicker helfen bei Typisierungsaktion
Halberstadt (fbo/uh) l Spontan hat sich Fußball-Regionalligist VfB Germania Halberstadt mit Präsident Olaf Herbst und Cheftrainer Andreas Petersen an der Spitze dazu entschlossen, eine Typisierungsaktion für die an Leukämie erkrankte Halberstädter Sängerin Anke Lautenbach zu initiieren. Unterstützer der Aktion ist die Knochenmarkspenderdatei der Uni-Klinik Magdeburg.
Die Typisierung findet am kommenden Mittwoch, 8. Februar, in der Vereinsgaststätte des VfB Germania am Halberstädter Friedensstadion statt. Gestartet wird die Typisierung von Knochenmarkspendern um 17 Uhr durch die Regionalliga-Fußballer, gefolgt von Sportlern aller anderen Abteilungen. Ab 17.30 Uhr können sich auch Halberstädter Bürger und weitere Unterstützer bis 20 Uhr typisieren lassen.
Leukämiekranken kann durch die Gabe von passenden Stammzellen geholfen werden, selbst genügend Blutzellen zu bilden. Entsprechende Spender dürfen nicht jünger als 18 und nicht älter als 50 Jahre alt sein. Es werden ein kleines Röhrchen Blut entnommen und die Daten in der Knochenmarkspenderdatei erfasst. Dann steht man weltweit für die Spendersuche zur Verfügung. Wer sich bereits typisieren lassen hat, braucht dies nicht zu wiederholen, da diese Daten schon registriert sind.
Auch Halberstadts Oberbürgermeister Andreas Henke steht hinter dieser Aktion des VfB Germania und wirbt um Mithilfe. Die Schlager- und Jazzsängerin kämpft seit Sommer 2011 gegen Leukämie. Sie braucht unbedingt einen passenden Stammzellenspender, um die aggressive Blutkrebserkrankung zu bekämpfen. Auf ihrer Facebook-Seite war bereits Mitte Januar zu lesen: "Es ist immer noch kein Spender gefunden und die Chemo wird bei mir nicht mehr eingesetzt. In vier Wochen muss ich einen Spender gefunden haben. Die Zeit läuft. Danke für Eure großartige Hilfe."
VfB Präsident Herbst: "Wir sind als Verein gemeinsam darauf gekommen. Ich selbst wollte mich auch typisieren lassen, konnte es aber nicht, da ich schon älter als 50 bin. Darum haben wir mit der Mannschaft gesprochen. Gleichzeitig hoffen wir, dass so viele Menschen wie möglich an der Aktion teilnehmen."