ZitatOriginal von Marc 04
Durch Arbeitslosenversicherung, Kranken- und Rentenversicherung; dazu noch der Kündigungsschutz, Urlaubs- und Krankheitstage ist das Gut Arbeit für viele Unternehmen zu teuer geworden. Vor allen Dingen für das Rückgrat unserer Gesellschaft - dem Mittelstand.
Aha, fassen wir mal zusammen: Arbeit ist zu teuer. Arbeitgeber wollen nicht einstellen.
ZitatEine 22jähriger ohne Bock sitz den ganzen Tag vor der Glotze. Wohnt für lau und kriegt noch ein Taschengeld.
Ist das sozial gerecht?
Sicher nicht. Aber wenn man ihm nun die Arbeitslosen- bzw. Sozialhilfe streicht nützt das unserer Wirtschaft!?
Das Gegenteil ist wohl der Fall. Der Konsum sinkt weiter, Betriebe müssen Kosten senken sprich Leute entlassen, noch mehr Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger.
In meinen Augen sind wir kurz davor, daß sich die Spirale endgültig in die falsche Richtung dreht und der Karren damit endgültig vor die Wand gefahren ist.
Und Marc: Würdest Du Dir für 5,- EUR brutto die Stunde Deinen Rücken aufm Bau oder im Spargelfeld kaputt machen?
Ich bin wahrlich kein Typ, der die üblichen Bild-Zeitungs Parolen mitgröhlt ("Steuern runter" und ähnlichen Quatsch). Und es ist logisch, daß jeder auf die Barrikaden geht und von Ungerechtigkeit labert sobald es ans Eingemacht, sprich: sein Geld geht.
Ich habe es hingenommen, daß mich unser Staat als Azubi mit eigener Wohnung und eigenem Haushalt 600 km von zu Hause entfenrt mit keinem Pfennig (lediglich Kindergeld, was aber eigentlich ja mir gar nicht mir sondern meinen Eltern zusteht) unterstützt. Nicht mal die Monatskarte für den ÖPNV (auf den ich natürlich angewiesen bin um an meinen Arbeitsplatz zu gelangen) und ich habe somit netto weniger in der Tasche als der Sozialhilfesatz.
Ich habe mich nie beklagt, irgendwo komm ich schon hin mit meinem Geld. Auch wenn ich solangsam den eindruck bekomme ich mache etwas falsch, wenn ich sehe, wie die Asi-Türken (bitte keine Diskussion darüber...!) im halben Dutzend mit ihren Porsches an der Tankstelle vorfahren. Aber sei es wie es ist.
Hartz IV geht aber nun einen eindeutigen Schritt zuweit. Dieser Fragebogen (mein Vater ist arbeitslos, er hat ihn mir teilweise vorgelesen) erinnert mich an 1984 und der 750,- EUR Freibetrag auf Sparbücher von Kindern ist ein ganz schlechter, zynischer Scherz.
Ich hätte nie gedacht, daß ich einmal auf eine Demo gehen würde. Aber um auf das Unrecht dieser Reformen hinzuweisen muss man einfach den Arsch hochbekommen.