@ Alle!
Wichtig ist, dass der Link dieses Themas deutschlandweit an alle Fußballseiten und Foren weitergereicht wird. Nur so kann man der aktuellen Willkür mit gemeinsamen Aktionen gegenüber treten!
Das was passiert ist, war in letzter Zeit sicherlich der schlimmste Fall. Wer ist morgen fällig? Man muss ähnliche Vorfälle kommunizieren um gemeinsam und vereinsübergreifend dagegen vorgehen zu können.
_________________________________________________________
Berliner Zeitung vom 24.08.05:
Mit dem Schlagstock auf die Köpfe
Ich bin 40 Jahre alt, von Beruf Rechtsanwalt, komme aus Hamburg und war in der Nacht zum Sonntag in der 3. Etage der Diskothek Jeton. Ich bin kein Hooligan und noch nie straffällig geworden. Wir waren in bester Stimmung und saßen mit unserer Gruppe an einem Tisch in der Nähe einer Notausgangstür. Gegen 1.30 Uhr knallte es plötzlich in einer Entfernung von circa zwei Metern und Licht blitzte auf. Gleichzeitig öffnete sich die Notausgangstür und vermummte und behelmte Polizisten stürmten den Raum. Ohne jede Ankündigung wurden die in direkter Nähe sitzenden Personen mit dem Schlagstock auf die Köpfe gehauen. Zudem wurde seitens der Einsatzkräfte getreten und geschlagen und zwar massiv gegen den Kopf. Erst dann folgte der Befehl "Alles auf den Boden". Während der Erstürmung schmissen die Beamten die Tische samt der Gläser um. Gegenwehr gab es nicht. Sämtliche Personen lagen innerhalb von vielleicht 10 Sekunden auf dem Boden. Als ich auf dem Boden mit meinem Körper auf den Glasscherben lag, bemerkte ich, dass ich in einer Blutlache lag und mein Hemd voller Blut war. Ich blutete stark. Ein SEK-Beamter brachte mich zum Rettungswagen. Ich erlitt eine 14 Zentimeter lange Platzwunde auf dem Kopf, die im Krankenhaus mit 17 Stichen genäht werden musste, Prellungen und Blutergüsse. Es folgte eine wahre Odyssee durch Berliner Polizeistationen und Gewahrsamsnahme. Über den Grund der Verhaftung wurde ich nicht aufgeklärt. Erst gegen 19.30 Uhr wurde ich entlassen. Als Mensch vermisse ich hier jegliche Rücksichtnahme des Sondereinsatzkommandos auf die anwesenden Gäste und als Jurist die Verhältnismäßigkeit der Mittel. Die Einleitung juristischer Schritte ist unumgänglich.
Kai-E. Peters, per E-Mail
[Blockierte Grafik: http://img376.imageshack.us/img376/8509/jeton1gu.png]