Nicht schön gespielt, aber drei wichtige Punkte geholt
Verbandsliga: Zum Auftakt der Freitagabendspiele fährt Sandersdorf gegen Ammendorf einen Erfolg ein
SANDERSDORF/MZ. Ein erwärmendes Spiel bekamen die 235 Zuschauer im Sandersdorfer Sport- und Freizeitpark Freitagabend nicht geboten. Abhilfe gegen die winterliche Temperatur vermochte lediglich der Glühwein zu schaffen. "Es ging heute nicht ums Schönspielen, sondern darum zu gewinnen", war Trainer Olaf Schaller nicht unzufrieden. Und den Gefallen tat ihm seine Elf beim 2:0 gegen den BSV Halle-Ammendorf.
Dabei brauchte Union Sandersdorf einige Minuten, um in die Partie zu finden. "Man hat uns die Verunsicherung angemerkt", so Schaller, "der Respekt vor dieser erfahrenen Mannschaft war ganz klar zu erkennen." Fast aus dem Nichts fiel da die Führung der Gastgeber. Eine Schneier-Flanke vom linken Flügel fand über die Gästeabwehr hinweg den Kopf von Stefan Bebber - die 1:0-Führung für Union (20.). Die Schallerelf wirkte nun gefestigter, agierte weiter nach vorn. Allein die letzte Genauigkeit in den Pässen stimmte oftmals nicht.
Von Ammendorf kam nicht viel. Mit langen Bällen auf Grosche und Kricke versuchten die Gäste, den Sandersdorfer Abwehrriegel zu knacken, wirkliche Gefahr strahlten sie dabei allerdings nicht aus. Mit 1:0 ging es in die Halbzeitpause. Und da gab neben dem positiven Ergebnis eine weitere schöne Nachricht über die Lautsprecher zu hören - Oliver Kühr, eigentlicher Kapitän der Mannschaft, war am Mittag Vater geworden. Nach seiner schweren Verletzung, erlitten zu Saisonbeginn, spielt Kühr mittlerweile schon wieder bei der zweiten Unioner Mannschaft. Wann er wieder zur Verbandsligamannschaft stößt, steht noch nicht fest.
Anders bei Frank Berger. Der Sandersdorfer Mittelfeldregisseur saß Freitagabend bereits auf der Bank. "Eine Einwechselung wäre aber heute noch zu früh gewesen", so Schaller, "ich denke aber, dass er nächste Woche wieder dabei ist." Gegen Ammendorf schaute sich Berger das Geschehen in der zweiten Hälfte noch von außen an. Viele Höhepunkte bekam er dabei allerdings nicht zu sehen. Einer der wenigen Aufreger war in der 64. Spielminute die Gelb-Rote Karte für Ammendorfs Marcel Keitel. Nachdem er kurz zuvor wegen Foulspiels verwarnt wurde, gab es nach einer Diskussion mit dem Linienrichter den Platzverweis - Sandersdorf konnte nun also knapp 30 Minuten in Überzahl agieren.
Daraus resultierten jedoch nur zwei gefährliche Aktionen von Mario Kövari. Beide Male kam er halbrechts im Strafraum frei zum Schuss. Verfehlte der erste Versuch noch das Gehäuse, scheiterte er im zweiten Anlauf am Gästekeeper. Glück auf der Gegenseite für Union, als der Schiedsrichter zunächst auf Elfmeter, nach Zeichen seines Assistenten dann aber auf Abseits erkannte. Eine Toransage gab es im Stadion dennoch zu vermelden. Nach schönem Pass von Matthias Wirsing setzte Nicky Ebert mit dem 2:0 in der Nachspielzeit den Schlusspunkt. "Es war sicherlich kein schönes Spiel", fand auch Olaf Schaller, "dafür aber ein wichtiger Sieg."
Union: Bölke, Stelzl, Richter, Jeckel, Trummel, Ebert, Kövari, Witt (89. Wirsing), Schneier (66. D. Krake), Michalak (57. Marose), Bebber