Überstunden haben sich gelohnt
Union holt 2. Midewa-Cup in Merseburg
Das Gesicht von Unionpräsident Uwe Störzner strahlte, als er im Namen des Turniersponsors ausgerechnet seinem Kapitän Oliver Kühr die Siegestrophäe unter dem Beifall von 800 fußballbegeisterten Zuschauern in die Hand drückte. Es schien wie Balsam auf die Seele der Unioner.
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Eine Sonderschicht unter Merseburgs Hallendach, welche sich für Sandersdorf und das Gespann Rehschuh/Streich in vollem Umfang gelohnt hatte. Der Verbandsligist holte sich ohne jeden Makel in beeindruckender Art und Weise den Titel beim 2. Merseburger Midewa-Hallencup. Hatte die große blaugelbe Fankolonie aus der Messestadt ansonsten nur das anfeuernde L-O-K für ihre Jungs im Repertoire, so hörte man während des großen Finals ein einstimmiges U-N-I-O-N aus den Leipziger Kehlen. Die großartige Unterstützung half.
Man wahrte die über Vorrunde und Halbfinale erkämpfte blütenweiße Weste auch im letzten Auftritt gegen den derzeitigen Oberligadritten SSV Markranstädt. Sebastian Mauritz jagte die Kugel nach etwa der Hälfte der fünfzehnminütigen Spielzeit flach diagonal ins lange Toreck und machte mit dem 1:0-Siegtor seinen Patzer aus dem Halbfinale mehr als wett. In diesem glich Union zuerst einen schnellen 0:2-Rückstand gegen Thüringens Oberligavertreter VfB Pößneck aus und zog nach regulärer Spielzeit vom Neunmeterpunkt ins Endspiel ein. Mauritz hatte dort nach Robin Scheibes verwandeltem Neunmeter nur den Pfosten erwischt. Doch Maximilian Hübner traf, nachdem der VfB zweimal an Hexer Eniz Paden scheiterte. Der ließ sich zuvor im VIP-Bereich von Erzgebirge Aue-Kapitän Jörg Emmerich inspirieren. Beide spielten vor über einem Jahrzehnt zwei Jahre in der Regionalliga beim VfL Halle 96 zusammen.
Neun Punkte, sprich volles Haus, vermeldete die Rehschuh-Elf nach der Vorrunde (2:1 Dessau 05, 3:1 SSV Markranstädt, 2:1 IMO Merseburg). Das man den Randleipzigern vom SSV im Finale nochmals über den Weg laufen würde, stand in der Gruppenphase noch in den Wolken. Doch hinten diszipliniert stehend und vorn mit Hübner, dem genial aufspielenden Scheibe, Mauritz und Youngster Ronny Telle aus dem A-Juniorenteam setzte man die Gegner Spiel für Spiel unter Druck. Man zwang sie zu Fehlern und schlug kalt und im richtigen Moment zu.
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Union Sandersdorf im ersten Gruppenspiel hier im Bild gegen Ligarivale SV Dessau 05. Der spätere Cupgewinner legte mit dem 2:1-Auftaktsieg den Grundstein zum Erfolg. Das Team von Michael Rehschuh gewann alle Partien, kam gegen Oberligist VfB Pößneck im Halbfinale nach 0:2 Rückstand zurück, um nach 2:2- Unentschieden durch Treffer von Scheibe und Hübner sowie Hexer Paden im Tor noch vom Neunmeterpunkt ins Finale einzuziehen. Dort putzten sie den derzeit Oberligadritten SSV Markranstädt nach der Gruppenphase (3:1) zum zweiten Mal (1:0). Der zahlreiche L-O-K Anhang zeigte sich bedient, als die Vorstädter aus Markranstädt ihre Lieblinge im Halbfinale besiegt hatten und schwangen sich mit lauten U-N-I-O-N Rufen im Endspiel auf die Seite der späteren Sieger!
In der Gegengruppe steigerte sich der Kultclub von der Pleiße von Partie zu Partie. Die Lok spielte sich lautstark unterstützt in einen Rausch und absolvierte die Gruppe mit 11:3 Toren analog den Unionern mit drei Siegen. Konnten die Leipziger im kleinen Finale vom Neunmeterpunkt mit 2:1 gegen Pößneck noch den 3. Platz sichern, so waren sie zuvor im Halbfinal-Derby gegen Markranstädt mit dem knappsten aller Ergebnisse unterlegen. Die Laune ihrer Fans schwenkte folglich Richtung Sandersdorfs Unioner.
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Und die gewannen dank Mauritz das zweite Mal am Abend gegen den SSV. Während Loks Routinier Holger Krauß zum Spieler des Turniers gewählt wurde, hielt Pößnecks Geburtstagskind Ricky Wittke, er wurde an diesem Tag 19 Jahre alt, die Torkanone mit 6 Treffern in seinen Händen. Union aber feierte lautstark und ausgelassen in den Katakomben der Rischmühle den Turniersieg zusammen mit ihrem zum Torwart des Abends ausgezeichneten Eniz Paden. Es wurde ein Jahresabschluß nach Maß.
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Union: Paden, Stelzl, Telle, Wirsing, Hübner, Robert, Mauritz, Kühr, Scheibe
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Turnierendtabelle
1. Union Sandersdorf
2. SSV Markranstädt
3. 1. FC Lokomotive Leipzig
4. VfB 09 Pößneck
5. SV Dessau 05
6. SV Merseburg 99
7. TSV Leuna 1919
8. VfB IMO Merseburg
Staffel A
1. FC Lok Leipzig 9 Punkte 11: 3 Tore
2. VfB Pößneck 6 Punkte 11: 7 Tore
3. SV Merseburg 99 1 Punkt 3: 7 Tore
4.TSV Leuna 1919 1 Punkt 2:10 Tore
Staffel B
1. SG Union Sandersdorf 9 Punkte 7: 3 Tore
2. SSV Markranstädt 6 Punkte 10: 7 Tore
3. SV Dessau 05 3 Punkte 9: 9 Tore
4. VfB IMO Merseburg 0 Punkte 5:12 Tore
Halbfinals
1. FC Lok Leipzig - SSV Markranstädt 0:1
SG Union Sandersdorf - VfB Pößneck 4:3 (2:2) n. Neunmeterschießen
kleines Finale
1. FC Lok Leipzig - VfB Pößneck 2:1 vom Neunmeterpunkt
Finale
SSV Markranstädt - SG Union Sandersdorf 0:1
Gruppenspiele
A Merseburg 99 -Lok Leipzig 0:3
A TSV Leuna -VfB Pößneck 0:6
B IMO Merseburg-SSV Markranstädt 2:4
B Union SDF -Dessau 05 2:1
A Merseburg 99 -VfB Pößneck 2:1
A Lok Leipzig -TSV Leuna 3:1
B IMO Merseburg-Dessau 05 2:6
B Union SDF -SSV Markranstädt 3:1
A Merseburg 99 -TSV Leuna 1:1
A VfB Pößneck -Lok Leipzig 2:5
B Union SDF -IMO Merseburg 2:1
B Dessau 05 -SSV Markranstädt 2:5
Frohe Weihnachten
