Auflösung:
Das Tor ist anzuerkennen. Auf eine Verwarnung des Abwehrspielers gemäß Regel 11 wird allerdings verzichtet, da der Abwehrspieler nicht bewusst das Spielfeld verlassen hat, um den Angreifer ins Abseits zu stellen, sondern vielmehr aus einer unmittelbar vorangegangenen Spielsituation heraus über die Spielfeldgrenze gelangt ist.
Das ist die Interpretationsweise von Dir und vom Schiedsrichter in diesem Spiel, in der Regel und den Erläuterungen der FIFA steht dazu NICHTS.
Die Regel läßt eindeutig auch die andere Interpretation zu, die du weiter unten als "Pech gehabt" abkanzelst.
Selbst nach Kenntnis der Regel kommt man ja auch unter "Experten" nicht zu einem eineindeutigen Ergebnis.
... Persönliche Anmerkung und Meinung: Die Regel muss nicht überarbeitet werden. Wenn Verletzungen dazu führen dürften, dass Abwehrspieler das Spielfeld zu verlassen berechtigt sind und somit Angreifer sich plötzlich im Abseits befinden würden, verletzen sich (übertrieben ausgedrückt) aus heiterem Himmel künftig komplette Viererketten und retten sich gerade noch vor dem entscheidenden Pass über die Spielfeldgrenze.
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Wenn das überarbeitet wird, öffnet es das Tor zu Betrug und Schauspielerei... Meinst du etwa, bspw. ein Italiener würde sich nicht urplötzlich vor Schmerzen krümmen, wenn er raus(ge)stolpert wird, wenn er so ein Tor verhindern kann...
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Ich antworte mal auf beide Zitate.
Wer sagt denn, dass ich mit "Überarbeitung" die Differenzierung zwischen Verletzung und absichtlichem Verlassen durch den Abwehrspieler meine?
Es muss lediglich der Passus: "um einen Gegner abseits zu stellen." entfernt werden, da ein schwer verletzter Spieler ja sowieso durch Unterbrechung von diesem Fall ausgenommen ist, wie Uwius ja ebenso anmerkte. 
siehe hier:
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Wenn allerdings vom SR erkannt wird, dass ein Spieler ernsthaft verletzt ist und sofort medizinische Hilfe benötigt (z. B. Kopfverletzung, Ohnmacht ...), ist es ohnehin seine Pflicht, das Spiel zu unterbrechen, um ihm eine Behandlung zu ermöglichen. Hier wird das Spiel dann allerdings nicht wegen einer Abseitsstellung unterbrochen, sondern eben wegen dieser Verletzung. Das Spiel wird mit SR-Ball fortgesetzt.
Die Streichung des Passus' nimmt dem Schiedsrichter die Möglichkeit einer anderen Interpretation, er kann nur weiterlaufen lassen, bei Verletzung muss er dann nur entscheiden, ob Unterbrechung oder nicht. Unabsichtliches Herausrutschen und leichte Verletzungen haben dann unwiderruflich ein Weiterspielen ohne Abseitsstellung zur Folge. 
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... Wenn sich ein Abwehrspieler - wie in Wetzi`s Fall geschildert - in einer Angriffssituation tatsächlich verletzt und durch seine gegenwärtige Position das Abseits aufhebt, ist das vielleicht unglücklich für ihn und seine Mannschaft - aber nicht zu ändern.
--> Siehe Erklärung oben
Nicht einfach nur Pech gehabt ... einer schwammigen Formulierung der FIFA und deren Auslegung durch den Schiedsrichter zum Opfer gefallen. 