Beiträge von Jens

    Schönberg brauchte eine gute Viertelstunde, um richtig auf Betriebstemperatur zu kommen. Es gab zwar auch schon vorher ein paar Gelegenheiten durch Niwar Jasim, Thomas Manthey und Christian Klingenberg, aber dann fing Florian Zysk an, sich warm zu schießen. Seine ersten beiden Versuche konnte Mario Kopischke noch mit Mühe entschärfen, jedoch als die Kugel in der 26. Minute abgefälscht wurde, stand das 1:0 durch Florian Zysk auf der Anzeigetafel. Und Niwar Jasim legte sofort nach. Dmytro Grybkov hatte eine Fogel-Ecke zurück vor das Tor gebracht und Jasim, der am höchsten gestiegen war, köpfte aus Nahdistanz ein. Alle weiteren Chancen wurden vergeben. Weil Gäste-Keeper Mario Kopischke ganze Arbeit leistete und Schönberg nach dem 2:0 nicht mehr alles gab, stand es zur Pause „nur“ 2:0.
    Direkt nach dem Wiederanpfiff zupfte Florian Zysk an Thilo Wilkens herum und als Zysk seine Hände wieder zu sich nahm, krachte Wilkens wie von der Axt gefällt zu Boden. Es gab Gelb für Florian Zysk und Elfmeter für Polz. John Mäder traf sicher und über den Rest der Partie sollte man vielleicht den Mantel des Schweigens legen. Schönberg, das das Spiel jederzeit im Griff hatte, wollte nicht mehr und Polz konnte nicht mehr. Heraus kam ein reichlich trostloses Gekicke, das nur gegen Ende der 90 Minuten noch einmal ein wenig spannend wurde. Polz bekam durch einen Wilkens-Schuss die Gelegenheit zum Ausgleich und der Gastgeber zog dann doch noch einmal das Tempo an. Thomas Manthey schlug dabei ein paar richtig gute Flanken, die von Denny Jeske und Kamil Krol jedoch nicht verwertet werden konnten. Auch ein prima Doppelpassspiel zwischen Kamil Krol und Dmytro Grybkov brachte am Ende leider nichts ein.
    Fazit: Ohne Glanz verdient gewonnen, wegen eines erneuten Punktverlustes des direkten Verfolgers Malchow inzwischen 11 Punkte vorn und zudem Herbstmeister…


    FC Schönberg 95: Paul-Friedrich Kornfeld, Marko Riegel, Niwar Jasim (72. Marcus Klaczinski), André Kalbau, Florian Zysk, Thomas Manthey, Serkan Rinal, Alexander Fogel, Christian Klingenberg (58. Kamil Krol), Denny Jeske, Dmytro Grybkov


    SV Blau Weiß Polz: Mario Kopischke, Daniel Hoppe (77. Marco Rauft), Ronny Schult, Jens Hundertmark, John Mäder, Arne Petzold (66. Marco Schwabe), Sebastian Müller, Steffen Willuweit, Alexander Köhn (83. Stefan Brinkmann), Oliver Möller, Thilo Wilkens


    Tore: 1:0 Florian Zysk (26.), 2:0 Niwar Jasim (32.), 2:1 John Mäder (48., FE)


    gelbe Karten: Alexander Fogel, Thomas Manthey, Florian Zysk, André Kalbau – Arne Petzold, Steffen Willuweit


    Zuschauer: 142


    Schiedsrichter:: Thorsten Krampikowski, assistiert von Andreas Becker und Martin Kuhardt

    Man hatte in Rostock vergessen, den Schiedsrichtern den früheren Spielbeginn mitzuteilen und so wurde die Partie mit Verspätung angepfiffen. Die Schönberger zeigten trotzdem sofort, dass sie die 3 Punkte gern für sich behalten würden. Dmytro Grybkov mit dem Außenrist aus gut 25 Metern und Denny Jeske mit einem Sturmlauf durch den halben Strafraum scheiterten zunächst am gut reagierenden Mariusz Giergiel im Tor der Gäste. Doch als sich Christian Schwarz im Fallen ganz lang machte und den Ball mit den Zehenspitzen in Richtung Tor drückte, war’s zum ersten Mal passiert: Giergiel rutschte die kurz zuvor aufsetzende Kugel durch die Finger und es stand inzwischen hochverdient 1:0. Der Gastgeber ließ nicht locker. Christian Schwarz zielte unter Bedrängnis über das Tor und ein bitterböses Rededuell, das dann kurz vor einer inzwischen gut bekannten Freistoßkombination auf dem grünen Rasen zu hören war, hatte mindestens eine Oscar-Nominierung verdient. ;-) Es ging munter weiter nur in eine Richtung. Allein in der 34. Minute mussten die Grün-Weißen einmal durchatmen, als Remo Grudzinski von der rechten Seite das Tor nicht traf. Ansonsten zeigte Serkan Rinal einen herrlichen Kopfball knapp über die Latte und auch Niwar Jasim und Christian Schwarz standen per Kopf kurz vor einem Torerfolg. Schönberg holte sich jeden verlorenen Ball sofort zurück und als dann Alexander Fogel kurz vor der Pause nach einem Pressschlag allein auf das gegnerische Tor zulief, setzte er das Leder flach, hart und platziert ins kurze Eck. Es war sein erstes Tor seit über 2 Monaten und dementsprechend wurde das 2:0 ausgelassen gefeiert.
    Auch im zweiten Durchgang hatte Schönberg die Partie unter Kontrolle. Nachdem Niwar Jasim eine Grybkov-Flanke noch weit vorbei befördert hatte, stand Schönbergs Stürmer ähnlich wie Alexander Fogel beim 2:0 in der 63. Minute erneut frei vor dem Giergiel-Tor. Diesmal machte er es besser und schob souverän ein. Wenig später gab es die erste von zwei ärgerlichen Szenen für die Adigo-Elf: Bei der Abwehr eines eigentlich harmlosen PFV-Angriffs überwand Denny Jeske seinen eigenen Torhüter Paul-Friedrich Kornfeld zum 3:1. „Ja, das hätte nicht sein müssen“, schüttelte dann auch der FC-Trainer den Kopf. „Aber ansonsten bin ich mit der Leistung meiner Mannschaft sehr zufrieden. Es ist schwer, über die gesamten 90 Minuten das Spiel zu machen. Meine Jungs haben auch in der Höhe verdient gewonnen.“ Denn dem gerade eingewechselten Kamil Krol gelang auch noch das 4:1. Alexander Fogel war auf der rechten Seite durchgebrochen und legte uneigennützig quer vor das Tor. Dort kam Krol aus vollem Lauf und hatte wenig Mühe, hart und platziert zu vollenden. Leider gab es kurz vor dem Abpfiff eine weitere ärgerliche Szene für die Grün-Weißen: Paul Manthey, bereits mit einer gelben Karte vorbelastet, sah nach einer Diskussion mit dem Schiedsrichter auch noch die Gelb-Rote Karte und wird im nächsten Punktspiel pausieren müssen.


    FC Schönberg 95: Paul Friedrich Kornfeld, Marko Riegel, Paul Manthey, Niwar Jasim (64. Kamil Krol), André Kalbau, Christian Schwarz, Thomas Manthey, Serkan Rinal, Alexander Fogel, Denny Jeske (80. Marcus Klaczinski), Dmytro Grybkov (57. Florian Zysk)


    Pasewalker FV: Mariusz Giergiel, Tomasz Rachwalski, Marcel Böttcher, Thomas Bolz (59. Kevin Kitzelmann), Jens Albrecht, Remo Grudzinski, Tom Halbig (78. Maik Gorny), Rafal Kopiecki, Matthias Rößler, Enrico Beck, Mathias Polz


    Tore: 1:0 Christian Schwarz (17.), 2:0 Alexander Fogel (39.), 3:0 Niwar Jasim (63.), 3:1 Denny Jeske (67., ET), 4:1 Kamil Krol (78.)


    Gelbe Karten: Paul Manthey – Matthias Rößler, Mathias Polz


    Gelb-Rote Karte: Paul Manthey (88.)


    Zuschauer: 180


    Schiedsrichter: Lutz Pfennigsdorf (Weisin), assistiert von Dietmar Voß und Christian Schläger


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    Nach über 2 Monaten traf Alexander Fogel endlich wieder.


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    >>Bin gespannt, wie die Reaktion (Zuschauerzahlen, Einschaltquoten, Diskussionen etc.) darauf in der nächsten Saison ausfallen wird.


    Die Leute werden weiter fröhlich und mit steigender Begeisterung für ausverkaufte Stadien sorgen und Premiere die Bude einrennen. Die meisten Leute merken doch gar nicht, wie sie vera...lbert werden. Oder sie wollen es nicht merken.
    Der DfB weiß schon, was er tut und es wird sich zeigen, dass er alles richtig gemacht hat.

    Ohne Glanz fuhr die Verbandsligamannschaft des FC Schönberg 95 ihren 0:4 Erfolg an der Satower Straße in Rostock ein und vor allem wegen der akuten Schwäche der Konkurrenz liegt sie in der Tabelle mittlerweile satte 9 Punkte vor ihren Verfolgern. „Ich glaube, dass Schönberg die mit Abstand beste Mannschaft der Verbandsliga ist“, schätzte Rostocks Trainer Bernd Wunderlich seinen Gegner nach dem Spiel deswegen nicht nur mit Blick auf den Stand der Dinge ein. „Die haben zurzeit einen Lauf und haben unsere Fehler gnadenlos bestraft.“ Denn bereits nach 7 Minuten gelang den Grün-Weißen das 0:1. Von Christian Schwarz vorbereitet, setzte sich André Kalbau vor dem Tor resolut durch und schob dann freistehend ein. Doch frühe Führung wirkte sich alles andere als positiv auf das Spiel der Grün-Weißen aus. Behäbig wurde der Ball nun in den eigenen Reihen gehalten und nur selten kam man druckvoll vor das Tor des Gastgebers. „Wir haben nach dem 0:1 das Fußballspielen eingestellt“, waren sich Trainer Dinalo Adigo und sein Kapitän Marko Riegel nach den 90 Minuten einig. Dem durchaus bemühten RFC nützte dies jedoch wenig, weil die regelrecht gelangweilt wirkenden Schönberger alle Angriffsbemühungen der Rot-Weißen schon weit vor dem eigenen Tor unterbanden.
    Aber als dann der Rostocker FC wegen des geringen Rückstandes mit neuem Elan aus den Kabinen kam, zeigte sich die Klasse des Verbandsligaspitzenreiters. Nachdem Wucke für die Hausherren mit einem Warnschuss aus der Distanz das Tor knapp verfehlt hatte, zog die Adigo-Elf das Tempo wieder an und sorgte mit einem Doppelschlag für eine Vorentscheidung. Niwar Jasim schob das Leder nach Vorarbeit von Florian Zysk und Alexander Fogel flach ins lange Eck als die Hansestädter nach einem Einwurf nicht klären konnten und Florian Zysk machte wenig später mit viel Übersicht das 3:0 als Niwar Jasim bei einem schnellen Konter über die rechte Seite präzise nach innen flankte. „Das hätte ich so schon in der ersten Halbzeit gern gesehen“, war Trainer Adigo dann mit der Leistung seiner Mannschaft im zweiten Durchgang auch zufrieden. Schönberg spielte den Rest der Partie souverän herunter und kam durch Christian Schwarz dann kurz vor dem Schlusspfiff auch noch zum 0:4. Von André Kalbau auf die Reise geschickt umkurvte der Torjäger den jungen RFC-Keeper Bönecke und schob dann in aller Seelenruhe aus spitzem Winkel ein. „Wir haben viel Aufwand betrieben, hatten auch unsere Chancen und ich glaube auch nicht, dass Schönberg 4 Tore besser war als wir. Aber bei den Toren haben wir’s Schönberg zu einfach gemacht“, sagte Rostocks Trainer Bernd Wunderlich wenig später. „Wenn wir irgendwo hinkommen denken die Meisten – da kommt der Spitzenreiter und da müssen wir uns hinten reinstellen. Dabei sehen alle gegen uns viel besser aus, wenn sie versuchen mitzuspielen so wie heute Rostock“, sah FC95-Kapitän Marko Riegel auf die Partie zurück und dies war durchaus als Lob für die engagierten Hansestädter zu verstehen.


    FC Schönberg 95: Paul-Friedrich Kornfeld, Michael Kreft (46. Florian Zysk), Marko Riegel, Paul Manthey, André Kalbau, Christian Schwarz, Thomas Manthey, Serkan Rinal, Alexander Fogel, Christian Klingenberg (46. Niwar Jasim), Denny Jeske (60. Dmytro Grybkov)


    Rostocker FC: Alexander Bönecke, Marcus Eberling, Jan Krüger, André Scharlock, Robert Damköhler, Tom Augustin (68. Frank Nier), Philipp Meyer, Thomas Schölkopf, Carl-Christopher Wucke, Marcus Sehlandt, Steffen Evers


    Tore: 0:1 André Kalbau (7.), 0:2 Niwar Jasim (55.), 0:3 Florian Zysk (59.), 0:4 Christian Schwarz (84.)


    Gelbe Karten: Tom Augustin, Thomas Schölkopf


    Zuschauer: 60


    Schiedsrichter: Lars Junker (Wismar)


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    Sorgte mit seinem 0:3 für die Vorentscheidung: Florian Zysk


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    Der Ticker auf Nordostfussball fällt heute leider aus, deswegen versuche ich, die Informationen zum Spiel zeitnah hier auf die Webseite zu stellen. Mit den Aufstellungen fangen wir an:


    FC Schönberg 95: Paul-Friedrich Kornfeld, Michael Kreft (46. Florian Zysk), Marko Riegel, Paul Manthey, André Kalbau, Christian Schwarz, Thomas Manthey, Serkan Rinal, Alexander Fogel, Christian Klingenberg (46. Niwar Jasim), Denny Jeske (60. Dmytro Grybkov)


    Rostocker FC: Alexander Bönecke, Marcus Eberling, Jan Krüger, André Scharlock, Robert Damköhler, Tom Augustin, Philipp Meyer, Thomas Schölkopf, Cark-Christopher Wucke, Marcus Sehland, Steffen Evers


    Schiedsrichter ist Herr Lars Junker aus Wismar.


    5. Flanke Paul Manthey, Christian Schwarz in Höhe des 11m-Punktes aus der Drehung: ganz knapp am linken Pfosten vorbei


    7. Christian Schwarz bereitet vor, Andre Kalbau ist frei vor dem Tor und muss nur noch einschieben: es steht 0:1 für Schönberg!!!


    24. Ecke Rostock, Kopfball Robert Damköhler: kein Problem für Paul Friedrich Kornfeld


    29. Steffen Evers rettet bei einem Heber von Paul Manthey auf der Linie


    35. Schönberg spielt verhalten, hat die Partie aber im Griff. Für Rostock ist kurz hinter der Mittellinie zumeist Schluß.


    35. Christian Klingenberg aus der Drehung, Torwart im Nachfassen.


    38. Christian Schwarz diagonal auf Christian Klingenberg, RFC wehrt mit vereinten Kräften ab


    39. daraus entsteht ein gefährlicher RFC-Konter, 12 aber glücklicherweise vorbei


    41. Christian Schwarz wird im 16er umgerissen, der Pfiff bleibt aus...


    45. Halbzeitstand 0:1


    46. Schönberg wechselt zweimal, Niwar Jasim und Florian Zysk sind im Spiel


    47. Gelbe Karte für Nr. 10, die erste im Spiel


    55. Rostock kriegt den Ball nicht aus dem 16er, Florian Zysk zu Alexander Fogel, weiter zu Niwar Jasim und dieser schiebt die Kugel flach ins lange Eck. Es steht 0:2 für Schönberg!!!


    59. Jetzt läuft's wie im Training: Niwar Jasim auf der rechten Seite, Flanke auf Florian Zysk, der nimmt an, guckt und macht souverän das 0:3!!!


    60. Dmytro Grybkov kommt für Denny Jeske


    80. Schönberg verwaltet das Ergebnis. Rostock bemüht, aber ohne Durchschlagskraft. Die gefährlicheren Attacken kommen immer noch von Grün-Weiß.


    84. Christian Schwarz legt das 0:4 nach


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    „Wir waren in der ersten Halbzeit gar nicht auf dem Platz. Wir haben wohl gedacht, dies sei ein Freundschaftsspiel. Bis zur 60. Minute war es ein einseitige Partie“, kommentierte Heiko März, Ex-Schönberger und jetzt Spielertrainer der Gäste, den viel zu ängstlichen Auftritt seiner Mannschaft in den ersten 45 Minuten. Schönberg hatte so ein leichtes Spiel und nahm die Gäste mit variablem Flügelspiel in die Zange. Thomas Manthey setzte gleich zu Beginn einen Kopfball über die Latte, André Kalbau wurde bei seinem Abstaubertor wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung zurückgepfiffen, Christian Klingenberg zog sehr schön aus 30 Metern ab und alles in allem wurde schnell klar, dass die SVW-Abwehr nicht immer sattelfest war und Keeper Denny Fischer heute Probleme hatte, den Ball festzuhalten. Die hoch gelobte Offensivabteilung der Warnemünder, immerhin die beste der Liga, hing völlig in der Luft und wenn’s dann doch mal brenzlig wurde, war zumeist Bruder Leichtsinn beim Gastgeber im Spiel. So musste Paul-Friedrich Kornfeld nach einem Riegel-Rückpass energisch fausten und Serkan Rinal bügelte einen eigenen Abspielpatzer gleich selbst wieder aus. Als dann Christian Schwarz nach einer Kalbau-Ecke und einer Kopfballverlängerung von Christian Klingenberg am schnellsten schaltete, lag die Kugel zum ersten Mal im Netz. „Ich hatte vor den gefährlichen Standards der Schönberger gewarnt und was passiert? Wir kriegen das erste Tor nach einer Ecke“, ärgerte sich März nach dem Spiel über diesen aus seiner Sicht unnötigen Gegentreffer. Und Schönberg legte noch vor der Pause das wichtige 2:0 nach. Dabei war erneut Christian Schwarz zur Stelle, als die SVW-Abwehr bei einer Manthey-Flanke die Übersicht komplett verloren hatte.
    Nach der Pause traten die Schönberger deutlich kürzer und versuchten nun, Warnemünde herauszulocken. Dies gelang beim vorentscheidenden 3:0 so hervorragend, dass der am langen Pfosten am höchsten steigende Florian Zysk zu seinem ersten Pflichtspieltor für Schönberg einnicken konnte. „Ich habe den Knoten jetzt hoffentlich gelöst“, war Zysk die unbändige Freude über das schöne Tor deutlich anzumerken. Allerdings schalteten die Grün-Weißen dann einen weiteren Gang zurück und ihr Torhüter Paul-Friedrich Kornfeld bekam darum mehr zu tun, als ihm lieb sein konnte. Beim 3:1 war er dann machtlos, denn Heiko März und Patrick Telemann hatten in schönem Zusammenspiel Lars Reimann in Position gebracht und dieser bedankte sich mit einem Flachschuss ins lange Eck. Es gab weitere gute Chancen für Warnemünde, wobei dem Schönberger Anhang insbesondere in der 85. Minute der Atem stockte, als Patrick Telemann zum freistehenden Lars Döscher schob und dieser nicht am großartig reagierenden Kornfeld vorbeikam. Da aber auch Schönberg jederzeit in der Lage war, das Tempo wieder anzuziehen, sahen die Zuschauer eine durchaus attraktive zweite Halbzeit. Szenenapplaus bekam so z.B. Marko Riegel. Ein missglückter Abwehrversuch von Denny Fischer weit vor dem eigenen Tor landete bei Schönbergs Routinier und dieser hob den Ball in Diego-Manier in Richtung Tor. „Der Ball war so schön unterwegs und dann kam diese Windböe und machte alles zunichte. Also nichts mit Diego Riegel“ blickte Marko Riegel nach der Partie mit einem kräftigen Augenzwinkern auf diese Szene zurück. Mit dem Schlusspfiff waren sich alle einig, dass der Sieg für den FC Schönberg 95 in Ordnung gehe und der Blick auf die Tabelle dürfte für weitere Freude im Lager der Grün-Weißen sorgen: das Polster auf den zweitplatzierten Malchower SV beträgt mittlerweile 7 Punkte…


    FC Schönberg 95: Paul Friedrich Kornfeld, Michael Kreft, Marko Riegel, Paul Manthey, Andre Kalbau (57. Florian Zysk), Christian Schwarz, Thomas Manthey, Serkan Rinal, Alexander Fogel, Christian Klingenberg (57. Niwar Jasim), Denny Jeske (69. Kamil Krol)


    SV Warnemünde: Denny Fischer, David Krause, Marco Lindenberg, Marvin Bartelt, Heiko März, Lars Reimann, Heiko Mohrmann, Lars Döscher, Patrick Telemann, Christian Wilms (69. Christoph Seide), Martin Bartsch


    Tore: 1:0 Christian Schwarz (18.), 2:0 Christian Schwarz (36.), 3:0 Florian Zysk (62.) 3:1 Lars Reimann (73.)


    Gelbe Karte: Marvin Bartelt


    Zuschauer: 175


    Schiedsrichter: Peter Brügmann (Schwerin)


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    Christian Schwarz, hier im Laufduell mit Heiko März, legte mit seinen beiden Toren den Grundstein für den Erfolg.


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    >>sind unter anderen die partien der naechsten runde


    Ich ergänze dann mal:


    SV Waren 09 - Sieger aus Neubrandenburg / Neustrelitz
    Malchower SV - SV Grimmen


    Und wir haben ein richtig schickes Los erwischt... ;-)

    >>nach einem 0:2 wieder zukommen ist schon beeindruckend


    Das ist das, was mir im Moment am meisten an Euch gefällt - Ihr gebt selbst dann nicht auf, wenn's richtig schwierig wird. Und das war bei uns nicht immer so.


    >>selbst die meinten das man sich diesen"Fussball" nicht angucken kann


    Ich sehe da aber immer noch einen Unterschied zu einigen anderen VL-Vereinen (die ich jetzt nicht nennen werde, weil dann wieder einige Leute ganz fürchterlich und zutiefst betroffen aufheulen würden ;) ). Sievershagen ist bei aller Defensivtaktik auch in der Lage, schnell und gefährlich nach vorn zu spielen und dabei Tore zu machen. Insofern hab ich mit Sievershagen kein Problem.


    >>einige spieler von Sievershagen sollten mal nach denken was sie für ein müll erzählen


    Das Übliche halt. Was im Eifer des Gefechts mal eben so rausrutscht. Wir können das im Übrigen auch ganz gut... ;)


    >>von wegen wir hätten angst vor sievershagen


    Nee - Angst habt Ihr ganz bestimmt nicht.

    Die Geschichte der ersten Halbzeit ist schnell erzählt. Schönberg ging wegen der Punktspielheimniederlage gegen Sievershagen vor ein paar Wochen mit viel Respekt in das Pokalspiel und SSV-Trainer Jens Hillringhaus erklärte nach der Begegnung: „Wir können nicht mit Schönberg mitspielen und haben deswegen sehr defensiv angefangen.“ Heraus kam dabei ein eher langweiliger erster Durchgang, weil beide Mannschaften vor allem auf Sicherheit bedacht waren. Die Gäste investierten mit der besseren Spielanlage zwar mehr in die Partie und hatten auch 2 gute Torchancen durch Florian Zysk, doch auch der zunächst sehr zurückhaltend spielende Gastgeber wurde zunehmend aktiver und setzte durch einen Lattentreffer von Daniel Adler ein Achtungszeichen.
    Aber nach der Pause wurde es endlich der von allen Seiten erwartete Pokalkrimi. Nachdem Florian Zysk in aussichtsreicher Position nur den Außenpfosten getroffen hatte, gelang Sievershagen zunächst mit einem Doppelschlag die nach dem bisherigen Spielverlauf überraschende 2:0 Führung. Beim 1:0 konnte Paul-Friedrich Kornfeld zwar den ersten Versuch des freistehenden Tobias Steputat abwehren, doch der Ball prallte zurück und Schönbergs Keeper war dann machtlos. Auch das 2:0 resultierte aus einem krassen Abwehrfehler der Grün-Weißen. Tobias Steputat legte mutterseelenallein vor dem Tor quer und Jan Runge konnte sich die Ecke aussuchen. Zu diesem Zeitpunkt hätte wegen der allseits bekannten Abwehrstärke der Sievershäger wohl kaum jemand auch nur einen Cent auf die Schönberger gewettet, doch diese machten postwendend den Anschlusstreffer. Eine lange Flanke von Alexander Fogel erreichte Denny Jeske am 16er-Eck. Jeske schaute kurz und schlenzte dann das Leder wunderbar ins lange Eck. Schönberg war wieder im Spiel und versuchte Druck aufzubauen. Jedoch gelang es dem Gastgeber immer wieder, vor allem mit langen Behandlungspausen bei Verletzungen den Spielfaden der Grün-Weißen zu unterbrechen. So musste am Ende eine Standardsituation für den durchaus verdienten Ausgleich herhalten. André Kalbau schlug eine Ecke auf den Elfmeterpunkt und der am schnellsten reagierende Thomas Manthey schob die Kugel ein. „Man muss immer an den Sieg glauben und das 2:2 hat uns einen Schub gegeben“, begründete der zweifache Torschütze Denny Jeske die Überlegenheit seiner Mannschaft in der Verlängerung. Von Christian Schwarz und André Kalbau, beide mit unglaublichem Laufpensum, angekurbelt, versuchten die Schönberger nun, das von den ebenfalls erschöpften Sievershägenern angestrebte Elfmeterschießen zu verhindern. Und mit dem nötigen Biß gelang Paul Manthey per Abstauber kurz vor Ende der ersten Hälfte der Verlängerung das vorentscheidende 2:3. Beide Mannschaften waren nun mit den Kräften am Ende und der größere Wille auf Seiten des FC Schönberg 95 gab letztendlich den Ausschlag für den Einzug in das Viertelfinale. Nachdem dem durchgebrochenen Christian Schwarz ein Foulelfmeter verweigert wurde, sorgte erneut Denny Jeske für die endgültige Entscheidung. Einen Freistoß von André Kalbau köpfte er einen halben Meter über der Grasnarbe zum 2:4 in die Maschen. Der Jubel nach dem Abpfiff war groß und auch die mitgereisten Fans atmeten nach der spannenden Partie tief durch. „Ohne 12. Mann bist Du gar nichts“, dankte Trainer Dinalo Adigo dann auch seinen Anhängern aus deren Reihen es aus dem restlos glücklichen Torsten Lenz herausprudelte: „Für uns war’s gut und aufregend!“


    FC Schönberg 95: Paul-Friedrich Kornfeld, Marko Riegel, Niwar Jasim (87. Michael Kreft), Paul Manthey, André Kalbau, Christian Schwarz, Florian Zysk (59. Christian Klingenberg), Thomas Manthey, Serkan Rinal, Alexander Fogel (78. Marcus Klaczinski), Denny Jeske


    Sievershäger SV: Hannes Evers, Raik Dahlmann (79. Tobias Gregull), Jan Runge, Frank Tiedtke, Ulf Weidner, Daniel Adler, Tobias Steputat (62. Sven Neubert), Tobias Kirschnik (70. Tino Capito), Gerit Ruth, Christoph Lüth, Frank Petrik


    Tore: 1:0 Tobias Steputat (56.), 2:0 Jan Runge (68.), 2:1 Denny Jeske (61.), 2:2 Thomas Manthey (88.), 2:3 Paul Manthey (105.), 2:4 Denny Jeske (114.)


    gelbe Karten: Paul Manthey, Marko Riegel, Marcus Klaczinski, André Kalbau - Gerit Ruth, Raik Dahlmann, Ulf Weidner, Sven Neubert


    rote Karte: Gerit Ruth (117., Tätlichkeit gegen Paul Manthey)


    Zuschauer: 60 (davon 15 aus Schönberg)


    Schiedsrichter: Sven Frericks (Chemnitz), assistiert von Stefan Beyer und Steffen Ludwig


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    Denny Jeske trifft hier zum 2:1.


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    >>schönberg gewinnt mit 2:4 nach verlängerung gegen sievershagen


    Genau. Nach ca. 73 Herzkaspern meinerseits. ;)


    Wenn ich's nicht schon vorher gewusst hätte: wir haben momentan ne richtig geile Truppe am Start!

    >>VSG Weitenhagen - FC Schönberg 95 2:1


    Da spricht eine ganze Menge dagegen.
    - unsere Auswärtsserie
    - unsere Bilanz gegen Weitenhagen
    - das Auftreten der Mannschaft gegen Waren


    Es spricht aber auch eine ganze Menge dafür:
    - Weitenhagen spielt bisher ne prima Saison
    - das hier: (Zitat X Man) also das Fogel das süiel entscheidet daraus wird leider nix der ist verletzt....
    - und am allerschlimmsten: ich bin am Sonnabend nicht dabei


    Meine Sippschaft hat anderes mit mir vor und ich kann mich dagegen leider nicht wehren. Und wenn ich auswärts nicht dabei war, haben wir in letzter Zeit nie gewonnen. Als Ausrede lasse ich das für den Fall der Fälle aber nicht durchgehen. ;-)

    Die Erinnerungen an die letzte Begegnung beider Mannschaften im Schönberger Jahn-Stadion ließ die Grün-Weißen mit reichlich Respekt in die Partie gehen. Schönberg hatte vor gut einem Jahr an gleicher Stelle durch 2 Kontertore mit 0:2 verloren und wollte Wiedergutmachung. Zudem winkte wegen des Punktverlustes des Malchower SV am Freitag bei einem Schönberger Sieg die Tabellenführung und deswegen legten die Gastgeber los wie die Feuerwehr. Die Variante mit Florian Zysk auf der zentralen Abwehrposition hatte sich in Lübz bewährt und für dieses schwere Spiel gegen Waren beorderte Trainer Dinalo Adigo zusätzlich Christian Schwarz, der in den ersten Spielen defensive Aufgaben übernahm, direkt hinter die Spitzen. Und dies war wohl der spielentscheidende Schachzug, denn Schönbergs Offensivabteilung bekam so die Durchschlagskraft, die bisher oftmals fehlte. Von Beginn an wurde ein enormer Druck auf die Gäste aufgebaut. Schnelle Seitenwechsel, direktes Spiel und vorbildliche Laufbereitschaft rissen immer wieder Löcher in die Abwehr der Müritzstädter und so war das 1:0 in der 9. Minute keine Überraschung. Christian Schwarz hatte sich mit einer schnellen Drehung von seinem Gegenspieler gelöst und schlenzte das Leder aus relativ spitzem Winkel mit dem Außenrist ins lange Eck. Waren versuchte zwar, sein gefährliches Konterspiel aufzuziehen, rannte sich dabei aber zumeist weit vor dem Schönberger Tor fest, weil die Grün-Weißen mit einer gewissen Penetranz wie die Kletten an ihren Gegenspielern klebten und sich gut auf die Spielweise der Gäste eingestellt hatten. Die Gegenzüge hatten es dann in sich, weil sie mit viel Tempo vorgetragen wurden. Das 2:0 war so nur eine Frage der Zeit. André Kalbau schlug in der 23. Minute eine Ecke von der linken Seite. Waren wehrte zunächst ab, aber das Leder kam postwendend zurück und Christian Klingenberg traf unter Bedrängnis aus der Drehung passgenau neben den linken Pfosten. „Das war zwar klar abseits, aber da der Linienrichter die Fahne nicht hob, zählte das Tor halt“, war SV09-Trainer André Schröder mit der Entstehung dieses Gegentreffers nicht einverstanden. Der Gastgeber konnte noch vor der Pause weitere Hochkaräter für sich verbuchen, blieb dabei aber vorerst ohne Zählbares.
    Doch gleich nach dem Wiederanpfiff schlugen die Maurinestädter erneut zu. Schönberg hatte einen Warener Konterversuch abgefangen und startete seinerseits einen schnellen Gegenangriff. Alexander Fogel legte den Ball dabei sehenswert quer zu Christian Schwarz und dieser haute ihn aus vollem Lauf zum 3:0 in die Maschen. „Bis dahin war es unser bestes Spiel dieser Saison“, freute sich Schwarz anschließend nicht nur über seine Tore. Doch der Gastgeber leistete sich wenig später einen Ballverlust im Mittelfeld und weil die gesamte Abwehr kurzzeitig nicht im Bilde war, machte Sebastian Döscher in der 64. Minute das 3:1. Und dann drohte das Spiel sogar zu kippen. Florian Zysk holte Stefan Haase von den Beinen und Schiedsrichter Schulze zeigte sofort auf den Punkt. David Schawaller führte den Foulelfmeter aus, aber Paul-Friedrich Kornfeld ahnte die Ecke und konnte den Ball festhalten. „Das war wohl der Knackpunkt der Partie“, lautete die Einschätzung vom dreifachen Torschützen Christian Schwarz, denn dieser machte mit seinem 4:1 in der 74. Minute alles klar. Wieder fuhr Schönberg einen Konter, wieder war Alexander Fogel der Vorlagengeber und Christian Schwarz rutschte am langen Pfosten in den Ball. Trainer Dinalo Adigo war am Ende einfach nur stolz auf seine Mannschaft: „Wir haben unsere Marschroute für das Spiel konsequent umsetzen können. Kompliment an meine Spieler!“ Seine Kollege André Schröder war hingegen weniger glücklich über die erste Saisonniederlage seiner Mannschaft: „Uns fehlte heute jede Aggressivität. Mich ärgert vor allem die Einstellung einiger meiner Spieler. Schönberg war von der ersten Minute an am Mann dran und darum geht die Niederlage in Ordnung.“


    FC Schönberg 95: Paul-Friedrich Kornfeld, Marko Riegel, Paul Manthey, Niwar Jasim (59. Mehmet Inan Akyol), André Kalbau, Christian Schwarz, Florian Zysk, Thomas Manthey, Alexander Fogel, Christian Klingenberg (70. Michael Kreft), Denny Jeske (80. Dmytro Grybkov)


    SV Waren 09: Felix Utech, Ronny Schüler (80. Marcus Wittenburg), Michael Kaul, Nico Schwerin, Toralf Schult, Christoph Knöll, David Schawaller, Stefan Haase, Guido Timper, Erik Gaedecke (76. Jens Aepinus), Andy Purlinski (43. Sebastian Döscher)


    Tore: 1:0 Christian Schwarz (9.), 2:0 Christian Klingenberg (23.), 3:0 Christian Schwarz (48.), 3:1 Sebastian Döscher (64.), 4:1 Christian Schwarz (74.)


    Besondere Vorkommnisse: Paul-Friedrich Kornfeld hält Foulelfmeter von David Schawaller (65.)


    gelbe Karten: Niwar Jasim, Marko Riegel - Michael Kaul, Christoph Knöll


    Zuschauer: 158


    Schiedsrichter: Norman Schulze (Malchin), assistiert von Frank Hübner und Volker Lüdeking


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    Christian Schwarz trifft hier zum 1:0.


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    Neben den gewonnen 3 Punkten äußerst erfreulich: auf dem Lübzer Rudolf-Harbig-Sportplatz wurde heute ausschließlich Fußball gespielt. Keine unnötigen Aggressionen, keine Hektik, kein Theater – anders als noch vor 2 Wochen beim Pokalspiel an gleicher Stelle trafen 2 Mannschaften im fairen Wettstreit aufeinander und so wurde die Partie um Längen besser und ansehnlicher. „Lübz hat diesmal versucht mitzuspielen. Auch von draußen wurde diesmal nichts hereingetragen – so stellt man sich Fußball vor. Eine angenehme Atmosphäre…“, war Schönbergs Kapitän Marko Riegel deswegen nach dem Spiel auch rundum zufrieden.
    Beide Teams konnten es anscheinend kaum erwarten und standen bereits 5 Minuten vor dem geplanten Anpfiff hochmotiviert zum Auflaufen bereit. Florian Zysk ging für den verletzten Serkan Rinal auf die zentrale Abwehrposition und machte seine Sache dort ausgesprochen gut. Schönberg schlug insgesamt erneut die feinere Klinge, brachte den gut stehenden Gastgeber aber zunächst nur selten in ernsthafte Verlegenheiten. Ein 25m-Schlenzer von Alexander Fogel (3.), ein Schussversuch von Niwar Jasim nach einem langen Zysk-Pass (4.), ein gefährlicher Kalbau-Freistoß mit guten Einschussmöglichkeiten für Niwar Jasim und André Kalbau selbst (8.), ein weiterer Kalbau-Freistoß (12.), ein Schuss von Denny Jeske nach einem Manthey-Einwurf (33.) – es sah wirklich nicht schlecht aus, was die Gäste zeitweise so veranstalteten. Aber Keeper Haase war immer da, wenn er gebraucht wurde und gab seiner Mannschaft den nötigen Rückhalt. Und auch auf der Gegenseite war die eine oder andere Schrecksekunde zu überstehen. André Ohlrich prüfte Paul-Friedrich Kornfeld mit einem starken Freistoß (5.) und setzte einen weiteren Klasse-Freistoß gegen das Lattenkreuz (26.). Auch als Ohlrich wenig später aus der Distanz abzog, klärte Schönbergs Keeper mit den Fingerspitzen. Alles in allem waren die Grün-Weißen vielleicht zu verspielt und suchten zu wenig den direkten Abschluss. Bestes Beispiel dafür war die 40. Spielminute, als Mehmet Inan Akyol und Niwar Nasim nach einem Manthey Zuspiel mit herrlichem und mehrfachem Doppelpassspiel die Lübzer Abwehr alt aussehen ließen, der Torschuss aber genau in den Armen von Sebastian Haase landete.
    Direkt nach der Pause zog André Kalbau aus 25 Metern ganz einfach mal platziert ab, erwischte den Lübzer Keeper dabei auf dem falschen Bein und traf so flach zum erlösenden, aber verdienten 0:1. Dann wurde eine Tätlichkeit von Matti Krohn gegen Christian Klingenberg ohne Proteste der Gastgeber mit einer roten Karte geahndet. „Das hat uns endgültig auf die Verliererstraße gebracht“, war sich LSV-Trainer Marc Späth sicher. Dennoch musste für das 0:2 ein Foulelfmeter herhalten. Jörg Rudloff hatte Alexander Fogel von den Beinen geholt, auch hier gab es keine Proteste und André Kalbau machte in Vertretung des beruflich verhinderten Paul Manthey vom Elfmeterpunkt routiniert das vorentscheidende Tor. Schönberg war in der Folgezeit drückend überlegen und wenn man der Mannschaft überhaupt einen Vorwurf machen will, dann nur diesen: es gelangen keine weiteren Treffer. Marcus Klaczinski und Florian Zysk kamen z.B. freistehend nicht an Haase vorbei und so blieb es am Ende beim 0:2 Erfolg des FC Schönberg 95.


    FC Schönberg 95: Paul-Friedrich Kornfeld, Marko Riegel, Florian Zysk, Thomas Manthey, Mehmet Inan Akyol (60. Marcus Klaczinski), André Kalbau, Christian Schwarz, Alexander Fogel, Denny Jeske (65. Kamil Krol), Niwar Jasim, Christian Klingenberg (78. Michael Kreft)


    Lübzer SV: Sebastian Haase, Thomas Zühlsdorf, Jörg Rudloff, Steffen Harbord, Tom Paschke, Hannes Salewski (69. Thomas Müller), Matti Krohn, Phillipp Golinski, Nr. 18, Jan Kaltenstein, André Ohlrich


    Tore: 0:1 André Kalbau (49.), 0:2 André Kalbau (58., FE)


    Rote Karte: Matti Krohn (55., Tätlichkeit)


    Gelbe Karten: Thomas Manthey - Matti Krohn, Tom Paschke, André Ohlrich


    Zuschauer: 100


    Schiedsrichter: Enrico Barsch (Wismar), assistiert von Steffen Hösel und Ralph Schultz


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    Heute zweimal erfolgreich: André Kalbau.


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    Ich hoffe, Ihr könnt mir sagen, wer die 18 auf Lübzer Seite war. Die Aufstellung ist diesbezüglich nicht zu entziffern...

    Die erste Halbzeit sah Schönberg in dem Bemühen, das Spiel an sich zu reißen und in Führung zu gehen. „Wir waren da zu 80-90% in Ballbesitz, aber vorn klappt es im Moment nicht richtig. Die Leidenschaft war da, aber der Knoten wollte im Angriff einfach nicht platzen“, blickte Paul Manthey auf den ersten Durchgang zurück. Christian Klingenberg hatte nach einer Jasim-Flanke gleich in der 3. Minute eine hervorragende Kopfballchance, aber da Christopher Priem im Tor der Gäste ebenso hervorragend parierte, blieb es beim 0:0. Paul Manthey selbst zog einen Freistoß recht passabel auf das Tor und bekam bei einem Kalbau-Freistoß eine Abstauber-Gelegenheit, aber auch hier sollte es wohl nicht sein. Ansonsten spielte Schönberg bis zum 16er gefällig, kam dann aber zu oft nicht mit dem gleichen Schwung weiter vor das Tor. Drögeheide hatte so immer wieder die Gelegenheit, sich neu zu ordnen und den Angriff mit einfachen Mitteln abzuwehren. Die Gäste wagten sich dann nach einer halben Stunde auch mal aus der eigenen Hälfte und wurden kurz vor der Pause durch Marcelo-Luiz Bublitz sogar richtig gefährlich. Aber Schönberg blieb weiterhin am Drücker und zeigte vor allem bei einem unwiderstehlichen Solo von Alexander Fogel gegen die halbe Vorwärtsabwehr schön anzusehenden Fußballsport. Bei einer Flanke von Denny Jeske konnte Fogel dann im letzten Moment am Kopfball gehindert werden und es ging wenig später in die Pause.
    Serkan Rinal konnte verletzungsbedingt nicht weitermachen und als Drögeheide mit seinem zweiten starken Angriff quasi aus dem Nichts mit 0:1 in Führung ging, wirkte Schönberg kurzzeitig sowohl auf dem Platz als auch auf den Rängen leicht irritiert. Sievershagen war halt noch zu gut in Erinnerung, aber man fing sich schnell. Die Moral der Mannschaft war intakt, die Tribüne zog mit und Schönberg versuchte jetzt, Druck aufzubauen. Dies gelang dann auch richtig gut. Nachdem Niwar Jasim bei seinem Hechtkopfball in der 60. Minute das Tor noch verfehlt hatte, schaltete er 6 Minuten später am schnellsten und nutzte eine unübersichtliche Situation zum Ausgleich. Der Gegenzug, bei dem Jeffrey Latza zentral über das Tor zielte, zeigte jedoch, dass Schönberg höllisch aufpassen musste. Auch Drögeheide wollte nun mehr und es entwickelte sich eine unglaublich spannende Partie. „Ich stand dann komplett unter Strom und habe die Mannschaft nach vorn gepeitscht“, stand Schönbergs Trainer Dinalo Adigo auch lange nach dem Schlusspfiff noch unter dem Eindruck der dramatischen Schlussphase. 4 Minuten Nachspielzeit waren angezeigt worden, aber wegen einer weiteren längeren Verletzungsunterbrechung packte Schiedsrichter Dittrich noch eine Minute drauf. Und als alle schon auf den längst überfälligen Schlusspfiff warteten, tat sich Folgendes: Der Ball bewegte sich in Höhe der 16er Grenze in Richtung Drögeheider Tor. Christopher Priem stürzte „Leo“ brüllend heraus und signalisierte so seiner Abwehr, dass er sich um das Leder kümmern werde. Doch die Abwehr war wohl ein wenig irritiert, weil Priem noch ein paar Meter zu laufen hatte und versuchte selbst zu klären. Der Versuch ging kräftig in die Hose, denn der Ball kullerte zu Paul Manthey. Dieser hatte die Situation mit einem Blick blitzschnell erfasst und traf mit einem platzierten 20m-Schuss mitten ins Herz der Samuel-Elf. Die Partie wurde nicht wieder angepfiffen und Schönberg gewann verdient das Spiel – auch wenn der Sieg ein wenig glücklich zustande kam. „Wir sind natürlich happy“, freute sich Paul Manthey, der Schütze des goldenen Tores. Und Marko Riegel kommentierte mit einem verschmitzten Lächeln ebenso cool und trocken wie er heute in der Abwehr sehr gute Arbeit geleistet hat: „Tja, man muss auch mal warten können!“
    Einziger Wermutstropfen der ansehnlichen Partie: die Flut an gelben Karten, die neben dem einsetzenden Starkregen vornehmlich auf Drögeheide herunterprasselte, entsprach in keiner Weise dem von beiden Seiten fair geführten Spiel.


    FC Schönberg 95: Paul-Friedrich Kornfeld, Marko Riegel, Paul Manthey, Jasim Niwar, André Kalbau, Mehmet Inan Akyol, Thomas Manthey, Serkan Rinal (46. Michael Kreft), Alexander Fogel, Christian Klingenberg (58. Florian Zysk), Denny Jeske (67. Kamil Krol)


    FC Vorwärts Drögeheide: Christopher Priem, Marek Wozniak (79. Stefan Salomon), Ronny Wohlgemuth, Jeffrey Latza, Marcelo-Luiz Bublitz, Robert Wölk (83. Jedrzej Jastrzebowski), Norman Lenz (73. Ronny Tauchert), René Thiel, Adriano Siewert, Radoslaw Ciolek, Robert Komnick


    Tore: 0:1 Robert Wölk (50.), 1:1 Niwar Jasim (66.), 2:1 Paul Manthey (90. + 5)


    Gelb-Rote Karte: René Thiel (80., Foul)


    Gelbe Karten: André Kalbau - Ronny Wohlgemuth, Jeffrey Latza, Robert Wölk, René Thiel, Adriano Siewert, Ronny Tauchert


    Zuschauer: 120


    Schiedsrichter: Dietmar Dittrich (Parchim), assistiert von Torsten Schünemann und Christian Andrees


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    Leitete mit seine Ausgleich die Wende ein: Niwar Jasim


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