Ausgerechnet nach der Niederlage bei seinem alten Verein SV Babelsberg 03 musste Trainer Hermann Andreev am Montag vom Aufsichtsrat seine Beurlaubung entgegennehmen. Ich denke mal, das ging so in Ordnung. Die VFC-Führung hat nicht überreagiert und zu früh gehandelt, aber wohl gerade noch rechtzeitig, um das Ruder noch herumreißen zu können.
Nach einem Zwischenhoch mit Siegen gegen Türkiyemspor und Hansa II folgten zuletzt wieder drei, zum Teil unnötige Niederlagen in Lübeck (1:2), gegen Wilhelmshaven (0:1) und im „Karli“ (0:1).
Selbst im Sachsenpokal gelang dem VFC beim Niederschlesischen FV Gelb-Weiß Görlitz (Landesliga/6. Liga) nur ein 3:1 nach Verlängerung.
Mit diesen Leistungen wurde ein vom Aufsichtsrat gestelltes Ultimatum nicht erfüllt.
Kurios dabei: Der Aufsichtsratsvorsitzende Bernd Stubenrauch, der das Ultimatum selbst mit initiierte, dann aber wieder zurückruderte, nahm aus Solidarität gleich mit Abschied.
Nachdem in der Vorwoche gerade Präsident Uwe Täschner aus privaten Gründen, aber auch aus Frust und Resignation gegenüber den Verbänden (siehe oben) den Hut nahm, befindet sich der VFC Plauen nun in einer intensiven Umbruchphase.
Interimstrainer ist nun ein Mal mehr Sportdirektor Jens Starke.
Das Training leitete zunächst der bisherige Co-Trainer Axel Schröter.
Die kommissarische Leitung des Aufsichtsrates übernimmt Uwe Schmidt, Direktor einer Plauener Grundschule und Torwart der 3. Mannschaft.
Als heißester Kandidat auf den Trainerposten gilt bisher Thomas Hoßmang (FSV Budissa Bautzen).
Indiz dafür ist auch die Trainersuche der Bautzener.
Hoßmangs Sohn Martin spielt übrigens bereits seit 2007 im Vogtland.