FV Dresden-Laubegast 7 - 1 FSV Oderwitz 02
Am heutigen Feiertag empfing der FVL den Aufsteiger aus der Oberlausitz. Da Bier-, Eintritts- und Bratwurstpreise ja bekannt sind, blättert ElfHalbe mal in seinen alten Chroniken, um von der einseitigen Partie abzulenken.
Ohne der heutigen Partie gab es bisher 9 Duelle, von denen 5 Laubegast für sich entscheiden konnte und zwei an die Oderwitzer gingen. Wir gehen ganz weit zurück in die Sainson 11/12 als sich damals beide Mannscahften zum ersten Mal begegneten. Die Oderwittzer entführten damals drei Punkte aus der Landeshauptstadt (1:3). Mit Philipp Wappler (Laubegast) und Andre Cerwinka (Oderwitz) waren damals bereits zwei Spieler dabei, die auch heute am Geschehen mitwirkten (vielen Dank für eure heutzutage nicht selbstverständliche Vereinstreue
). Viel Interessanter war jedoch das Rückspiel. Damals entführten die Laubegaster nach einer emotionalen Aufholjagd mit 5:6 die Punkte aus der Oberlausitz. Das Spiel stand damals übrigens unter besonderer Beobachtung, der örtlichen Kriminalpolizei (siehe Artikel SZ vom 04.07.2012 - Bestechungsskandal trifft auf Mauer des Schweigens).
Genug zur Vergangenheit. Heute wurde auch Fußball gespielt. Zum Personal. Die Situation bei den Laubegastern entspannt sich enorm. Nach dem "Monstober" mit nur einem Sieg in 5 Spielen und dem zwischenzeitlichen Erfolgserlebnis gegen Radefeld und der erneuten Niederlage gegen Marienberg Anfang des Monats, wollten die Dresdner heute keinen Zweifel über die Punkteverteilung aufkommen lassen. Bei dem Unterfangen fehlten neben Heppner, vorallem Djahdou und Herzog.
Bei den Oderwitzern sah es ganz mau aus. Kapitän Dietrich erkältet nur auf der Bank, ebenso Cerwinka. Die Truppe stellte sich quasi von selbst auf. Neben den gesperrten Grittner und Gawlik (beide Rot) sowie Keller (5. Gelbe) fehlten Scholz, Kern, Hertrampf und Asllani aus unterschiedlichsten Gründen.
Mit dem Anpfiff entwickelte sich eine einseitge Partie in Richtung des von den Kadlec gehüteten Gehäuse der Oderwitzer. Nach zwei Minuten köpfte Hegewald die Pille an die Latte. Den Abpraller von Talke konnte Kadlec entschärfen. Die Laubegaster waren bemüht das Tempo hoch zu halten und die Oderwitzer früh zu stören. In Minute 16 spielten sich Ostdresdner gekonnt frei. Schmidt auf Geißler zur Führung. Keine Zeit um Bier zu holen. Eine Minute später Geißler auf Schmidt in den Rückraum abgelegt - 2:0. Nicht unverdient. Ab diesen Moment konnten die Gäste das Spiel dann aber offener gestalten, ohne spielerisch zu überzeugen. Der Anschlußtreffer fällt nach einem Passfehler im Spielfaubau der Gastgeber. Wieckiewicz erobert den Ball, setzt sich gegen den Abwehrmann durch und vollendet ins lange Eck. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit hat Laubegast viel Spielkontrolle, ohne weiteren Torerfolg.
Die zweite Halbzeit beginnt mit der Einwechslung von Walther, der sich wieder als Stürmer für den guten Geißler (vielleicht angeschlagen?) beweisen darf. 10 Minuten nach Wiederanpfiff fliegt ein toller Diagonalpass über das ganze Feld auf Wappler. Dieser bedient Walther, der mutterseelenallein keine Probleme hat, die Vorentscheidung herbeizuführen. Schöner Spielzeug, es sollte heute nicht der Letzte bleiben. Keine 10 Minuten später (63.) ein ähnlicher Spielzug, nur ohne Diagonalpass über Wappler, der den Ball (gewollt oder ungewollt) durch den Strafraum quer legt und der nimmermüde Schmidt seine Zehen hinhält (wäre nicht mehr nötig gewesen). Von den Gästen kommt in der Phase nicht mehr viel. Sie konnten spielerisch und taktisch nicht gegenhalten. Das 5:1 fällt nach schnellem Umschaltspiel - mit dem die Gäste nicht klar gekommen sind - Schmidt läuft allein aufs Tor und bleibt cool. Das 6:1 durch Walther fällt nach einem Standard. Das 7:1 nach einem Konter durch Wappler.
Fazit:
Die Laubegaster zeigten wieder Spiellaune. Die Oderwitzer waren spielerisch, taktisch und mental heute nicht in der Lage das Spiel nur ansatzweise zu ihren Gunsten zu entscheiden. Häufig über rechts kombinierten sich die Gastgeber beinahe in einen Rausch. Taktisch gesehen, war vorallem deren diagonales Offensivspiel (da waren richtig gute, langfliegende Bälle dabei) auffällig. In der zweiten Halbzeit ergaben sich die Gäste ihrem Schicksal. Taktisch war da von Beginn an wenig zu sehen. Wieckiewicz lauert gut auf Rückpässe und hat neben seinen körperlichen Fähigkeiten auch eine ausgesprochen gute Antizipation. Aber das reichte heute einfach nicht, um sich als Team landesligatauglich zu präsentieren.
Unter den 122 Zuschauern zahlreiche (30-40) Gäste, die jederzeit fair ihr Team unterstützten und den Spieltagsumsatz vorantrieben.


