WAHNSINN
Stahl Riesa - Handwerk Rabenstein 4:3 (1:2)
1:0 Nic Heuer (27.)
1:1 Phil Mühlig (42.)
1:2 Phil Mühlig (45.)
2:2 Marcel Fricke (54.)
2:3 Phil Mühlig (74.)
3:3 Marcel Fricke (85.)
4:3 Niklas Noah Pohl (90+2)
Zuschauer: 371 Zahlende, ca. 10 Gäste
Bisher ist die Saison für Stahl ja schon erfolgreicher als es irgendwie vorherzusagen war, aber gestern haben sie noch Einen draufgesetzt.
Mit Handwerk Rabenstein reiste ein Staffelfavorit und der aktuelle Zweite an. Am Ende muss man sagen, dass sie zurecht da stehen und sie das bisher beste Team waren gegen das wir antreten mussten.
Bei Stahl diesmal fast alle Spieler verfügbar aber der Trainer im Urlaub. So nahm vertretungsweise Sportdirektor Mario Oster auf der Trainerbank Platz, zurück an der Stelle wo er vor Jahren schon mal amtierte.
Zu Beginn des Spiels zeigten die Handwerker dass sie nicht gewillt waren sich irgendwie hinten reinzustellen und uns die Initiative zu überlassen. Stahl hatte anfangs eher damit zu tun Ordnung in die eigenen Reihen zu bringen. So nach 10 Minuten fanden sie erstmals nach vorn und Nic scheiterte aus spitzem Winkel am Rabensteiner Goalie Markus Landgraf. Die Gäste, angetrieben von einem starken Lucas Schirrmeister, konnten zunächst ihre Torjäger Mühlig und Röthling noch nicht in Szene setzen, bis in der 24. Einer der Ihrigen frei vor Mü stand aber der sicher hielt. 2 Minuten vorher scheiterte Marv von links aus spitzem Winkel nachdem er mustergültig geschickt wurde. Schnell über die Außen war das Rezept um die Gäste auseinanderzuspielen. So auch in der 27. da ging Georg rechts auf und davon, setzte sich bis in den Strafraum durch und passte nach Innen, wo Landgraf nur abklatschen lassen konnte. Marv erkannte das Nic Heuer besser stand und überließ ihm den Ball zum Einschiessen. Rabenstein nicht geschockt, hatte 2 Minuten später die Ausgleichschance doch der Schuss von der Strafraumgrenze sprang vom Innenpfosten zurück ins Feld. In der Folge entwickelte sich ein Spiel in dem es schnell hin und her ging jedoch die Abwehrreihen hielten..... bis zur 42. Minute. Die Gäste bekamen halblinks einen schmeichelhaften Freistoß zugesprochen. Bei der Ausführung kam der Torjäger der Gäste Phil Mühlig, am vorderen Ende der Spielertraube im Strafraum, an den Ball und traf zum bis dahin verdienten Ausgleich. Es kam vor der Halbzeit sogar noch schlimmer für Stahl, denn nach einer Flanke von links verlängerte ein Stahlverteidiger unglücklich mit dem Kopf und fand einen mittig im Strafraum völlig freistehenden Phil Mühlig. Der versenkte humorlos und die Stimmung bei den zahlreichen Zuschauern war erstmal dahin.
Das Stahl aber nicht gewillt war aufzugeben zeigte sich gleich nach der Pause. Keine 50 Sekunden dauerte es bis zur erste Chance vom Frickser. Auch die Gäste hatten unmittelbar darauf noch eine größere Möglichkeit zu erhöhen. Fast im Gegenzug vergaben die Stahler einen Überzahlkonter durch eine Abseitsstellung. In der 54. war es dann soweit, als Nic mit diagonale Pass über rechts geschickt wurde und er den Ball perfekt vors Tor passte. Dort war der Frickser eingelaufen und verwandelte zum 2:2. Nun legte Stahl kämpferisch noch einmal drauf und spielte auf Sieg, wobei die Gäste auf Augenhöhe mithalten. In der 66. bekam Stahl dann einen eher zögerlich gegebenen Elfmeter. Der Frickser war an der Strafraumgrenze gefoult worden und trat trotz der Fussballweisheit selbst zur Ausführung an. Landgraf wehrte den Schuss nach links ab und der Stahl Kapitän Robin Brand köpfte den Abpraller übers Gehäuse. Ohne ein Dämpfer! Ein paar Minuten weiter überraschte dann Rabensteins Mühlig Stahlgoalie Mü mit einem Schuss von der rechten Mittellinie auf dem falschen Fuß und die Gäste gingen erneut in Führung. Da brauchte die Mannschaft ein paar Minuten um das zu verdauen, aber dann strafften sie sich noch einmal und kämpften um jeden Ball. In der 85. schien sich Leo auf der linken Seite schon festgelaufen zu haben, konnte den Ball aber gen Strafraummitte zu chippen wo der Frickser den Ball volley versenkte. Schon jetzt herrschte kollektive Erleichterung ob der abgewendet Niederlage und Osti gab die Devise "Punkthalten" aus, aber seine Männer hielten sich nicht dran. Erneut ging es in der Nachspielzeit über rechts nach vorn und man bekam den Freistoßpfiff auf halbrechts. Der Frickser führte aus und der quer durch den Strafraum fliegende Ball fand den letzen Kopf in der einlaufenden Reihe an Spielern. Der gehörte Pohli der vom hinteren Fünfereck einköpfte. Nun gab es kein Halten mehr und jeder Rabensteiner wurde in den restlichen 3 Minuten angegangen und jeder Ansatz zu einer Chance verhindert. Dann war Schluss und es gab kein Halten mehr. Wahnsinn..... zweimal das Spiel gedreht und den Favoriten geschlagen!!
Was bleibt noch ? Der Schiri 🤔 Ach puh irgendwie bin ich es leid mich über Schiris aus den südwestlichen und westlichen Vororten der Landeshauptstadt zu äußern. Die haben fast alle, wie heute Christopher Gentz, das Windisch Brothers Syndrom.
War gestern aber so ein schönes Ende dass ich mich lieber Darüber freue!
Heute auch mal die Trainerstimme: "Ein Sieg der Leidenschaft, trotz vieler Rückschläge im Spielverlauf und Allen + Wechslern ein großes Kompliment, inklusive der Bombenstimmung im Stadion! "
Fazit: Das Märchen geht weiter, 7 Spiele 6 Siege, denn die Mannschaft kämpft überragend und lernt auch taktisch jede Woche dazu. So kann es gern weitergehen. Wohin das führt zeigt vielleicht schon das nächste Punktspiel in Laubegast, ebenfalls ein Mitfavorit. Zuvor aber am nächsten Sonntag das Pokalspiel im neuen Steyer Stadion beim DSC. Die wollen sicher Revanche für die Niederlage im Eröffnungsspiel! Also Konzentration und eine Runde weiterkommen.
Bilder wie immer hier.... http://www.tiloschneider66.de/saison-2024-2025.html
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