12.Spieltag
Die Männer um Mannschaftskapitän Manuel Kluge kehrten vergangenen Sonntagnachmittag mit einer heftigen Auswärtsniederlage vom Schwanenteich ins Gimmlitztal zurück. Zu vermeiden war diese am letzten Spieltag der Hinrunde in der geschehenen Höhe nicht. Vielmehr konnten wir froh sein, dass im Mittelsachsen-Derby nicht noch mehr Gegentore kassiert wurden. Überwinterung auf Nicht-Abstiegsplatz 11. Unser Ziel muss es sein, diesen nun zu verteidigen!
SV Germania Mittweida – SV Lichtenberg: 5:0 (2:0)
1:0 Markus Pietsch (9.)
2:0 Silvio Grötzsch (31.)
3:0 Silvio Grötzsch (50.)
4:0 Silvio Grötzsch (55.)
5:0 Thomas Wiedemann (68.)
Aufstellung SVL: Siegel, Kluge M., Kokott, Matuschek (38./Meyer), Lein, Gronwaldt, Schmidt, Kohl (59./Uder), Timmel (59./Jäkel), Kluge D., Häuser
In einer recht fairen Begegnung (insgesamt je eine
auf beiden Seiten) bestimmten die Hausherren von der ersten Minute an das Geschehen auf dem hauseigenen Kunstrasenplatz. Besonders durch ruhende Bälle sorgten die Hochschulstädter immer wieder für höchste Gefahr am Schwanenteich. So waren noch keine 5 Minuten gespielt, als SVL-Schlussmann Siegel bereits 3 Mal von der Sturm- & Drang-Abteilung aus dem Zschopau-Tal geprüft wurde.
Weitere 4 Minuten waren danach gespielt, als Germania´s (Kopfballtor-)gefährlicher Rechtsverteidiger Pietsch die Führung nach einer flachen Grötzsch-Ecke von rechts (mit seinem ersten Treffer per Fuß!?) markierte.
Eine anschließende kurze Offensivphase der Gäste verstrich im danach, ohne dass sich jedoch etwas am Ergebnis geändert hätte. Garant für diese „Chancen-Verwertungs-Flaute“ des Aufsteigers war auch der stark aufgelegte Innenverteidiger P. Rauthe, welcher seine Abwehr jederzeit sicher dirigierte. Eine der besten Gäste-Chancen in den Anfangsminuten: Eine Bogenlampe von Matuschek – welche aber nur auf dem „Dach“ des Katzer-Tores einschlug (15.). Einige eigene Ecken von der linken Seite brachten danach ebenfalls keine Resultatsänderung mit sich.
Nachdem Kaltschmidt nach guten 30 Spielminuten ein Foul an SVL-Keeper Siegel begangen hatte und der SVL daraufhin einen der wenigen eigenen Freistöße zugesprochen bekam, nutzten die Gastgeber diesen nach dessen Ausführung und erfolgter Abwehr direkt zum Konter. Grötzsch überrannte blitzschnell die linke Seite der Gäste und versenkte in die lange Ecke zum 2:0!
Wir bekamen zumindest bis hier also keinen Zugriff auf´s Geschehen. Und obwohl Germania-Trainer Uwe Schneider in seiner Coaching-Zone nun noch 15 Minuten lang umhertobte wie eine Märchengestalt um ihr Feuer oder als wenn seine Mannschaft mit 0:2 zurück liegen würde, gingen beide Kontrahenten mit diesem Zwischenstand dann erst einmal in ihre beheizten Kabinen.
Auch die Einwechslungen brachten keine Wende: Mittweida gewann dieses Derby klar und deutlich. Bei unserem Torhüter können wir uns bedanken, das es am Ende bei 5 Gegentreffern blieb!
Anfangs der zweiten Hälfte begann der Aufsteiger dann sichtlich druckvoller. Doch fand dieser Druck lediglich im Mittelfeld statt.
Bis in den gegnerischen Strafraum konnten wir uns trotz aller Bemühungen nicht vorarbeiten. Stattdessen die Gastgeber wieder mit dem Torabschluss: Voigt („..der war auch schon Jahre nicht beim Frisör..!“ – Zitat: U. Schneider) mit einer platzierten Flanke von der rechten Seite und Grötzsch mit dem gekonnten Kopfball gegen die Laufrichtung von Siegel: 3:0 (50.)!
Weitere Anekdote am Rande: Als der Platzsprecher nun recht fröhlich das gefallene Tor am Mikro beschrieb, gab´s für ihn die „rote Karte“ vom Trainer. Er solle die gute Vorarbeit zum Treffer gefälligst nicht so „ausführlich“ beschreiben hieß es da, mal vorsichtig ausgedrückt..
Aber zurück zum Spiel: Als im Anschluss einer der wenigen Angriffe der Gäste über Kohl (darf man das jetzt erwähnen?) durchkam, endete ein Meyer-Schuss um einige Meter neben dem Kasten der Germania.
Nicht einmal 3 Minuten danach lief eine weitere Angriffswelle der Gastgeber auf das Siegel-Tor zu. Dabei überrannte Grötzsch mit dem Ball am Fuß die rechte Seite der Lichtenberger Abwehrreihe und versenkte die Pille zum 4:0 in den Gimmlitztaler Maschen (55.). Hattrick!
Es folgten 2 brandgefährlich ruhende Bälle für die Germania. Einen davon konnte Siegel in höchster Not klären, der andere klatschte an die Unterkante der Latte und sprang danach ins Feld zurück.
Einer der letzten besseren SVL-Chancen folgte nach einer reichlichen Stunde: Kluge M. auf links außen, Schmidt mit dem Passversuch in den Strafraum – doch SVG-Keeper Katzer ging vor Häuser dazwischen (63.). Nachdem Siegel seine Farben ein weiteres Mal gerettet hatte
, tanzte Stürmer K. Frieden die SVL-Abwehr aus, sah den eben für Voigt eingewechselten und frei stehenden Wiedemann – sein Pass kam an – und es stand 5:0!
Die Platzherren waren nicht erst in diesem Minuten hoch überlegen. Ein weiteres Tor sollte ihnen an diesem Tag trotz weiterer Chancen nicht mehr gelingen. Und als der starke Rauthe mit einem Solo über die rechte Seite gefühlte 10 Gegenspieler ausgetanzt hatte, konnte er wenige Minuten vor dem Ende erst in unserem 5er mit vereinten Kräften gestoppt werden. Danach ließen es die Gastgeber ausklingen. Ein Klassenunterschied! ![]()
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