SV Einheit Doberan : TSG Neubukow II 1:2 (1:0)
Es war das wie erwartet schwere Auswärtsspiel in Doberan.
Neubukow begann sehr unsicher und lud die Doberaner in der ersten Halbzeit immer wieder zu gefährlichen Torchancen ein. Es schien so, als gingen einige Neubukower davon aus, dass das Spiel so ein Selbstläufer wird, wie es am Vorwochenende der Fall war. Aber dem war nicht so. Gerade die beiden Stürmer, Jens Scheffler und Björn Laß, heizten der Neubukower-Defensive ordentlich ein. Was man von dem sonst so guten Angriffspaar Widmer - Kutscher nicht behaupten konnte. Da Widmer mit einer Grippe ins Spiel gehen musste war dieses noch zu entschuldigen. Die wenigen Neubukower Konter erstickten meist schon in der Entstehung. So war es dann Jens Drefahl, der sich in der 40.min durchsetzen konnte, und zur verdienten 1:0 Führung einschoss.
Dann war Halbzeit. Die zahlreich mitgereisten Neubukower Fans hofften auf eine Wende.
In der 2.Halbzeit dann ein anderes Bild. Die TSG-Reserve machte dann das Spiel. Ganz anders als in Halbzeit eins, erarbeitete man sich jetzt Chancen. Mit dem Wind im Rücken versuchte man auch mit Distanzschüssen den Ball ins Ziel zu bringen. Doch der gut aufgelegte Doberaner Torwart konnte häufig mit sehr guten Paraden klären. Dann kamen Funke und Schulz für Widmer und Östereich ins Spiel und damit auch frischer Wind, der dem Neubukower Spiel gut tat. Gerade Schulz konnte sich gleich durch einen sehr guten Pass von Koziolek in Szene setzen. Er tankte sich im Strafraum durch, verpasste dann aber knapp mit der Fußspitze und der Ball rollte am Tor vorbei. In der 72. Minuten war es Magnus „hilfe ich hab immer Krämpfe“ Gryzewski der die Kugel, nach einem Eckball, ins Tor köpfte. Das 1:1 war zu diesem Zeitpunkt verdient und man merkte, dass die Neubukower noch mehr wollten. Es wurde immer mehr ein Kampfspiel und durch viele kleine Fouls unterbrochen. Nach einem Alleingang fasste sich Vick ein Herz und zog aus ca. 20m ab. Doch der Torwart konnte den Ball noch über die Latte lenken. Die Minuten verstrichen und die Anspannung stieg immer höher. Auch die komplette Wittenbecker Mannschaft konnte die Vorfreude nicht mehr verbergen und fiel mit Sprüchen wie: „Nun pfeif doch endlich ab“ auf. Dann musste Gryzewski das Spielfeld verletzt verlassen und Hopp kam ins Spiel. Die Neubukower drückten und drückten!
Als der Schiedsrichter entschied dem Spiel 3 min Nachspielzeit anzuknüpfen, glaubte eigentlich keiner mehr an den Sieg. Doch nachdem ein Konter der Doberaner abgefangen wurde, kam es noch mal zu einem laaaaaangen Einwurf von Hallman. Der Ball fand den Weg bis in den Strafraum und letztendlich zu Vick. Dieser drosch das Leder aus ca.7m und leicht spitzem Winkel in die Maschen. Der Neubukower Torwart sagte nach dem Spiel, dass er Gänsehaut bei dem Toooooor-schrei bekam. Und ich glaube jedem, der ca.25 Neubukower Fans und Spieler fiel ein riesen Stein vom Herzen.
Der Schiedsrichter war mit diesem Spiel nicht überfordert, hatte aber mit Sicherheit seine Schwierigkeiten.
Zu der Wittenbecker Mannschaft muss man dazufügen, dass sie oft durch hässliche und unfaire Äußerungen auffielen.
TSG II: Kramer,Gryzewski(Hoppe), Schmidt, Vick, Küster, Hallmann, Koziolek, John, Oestreich(Schulz), Widmer(Funke), Kutscher
Schiedsrichter: Schulz (Reinshagen)
Zuschauer: ca.50