Souveräne Vorstellung des SV Greif
FSV 63 Luckenwalde – Torgelower SV Greif 0 : 4 (0:1)
Wie haben die FSV-Kicker die herbe 0:6-Niederlage in Neustrelitz verarbeitet? Dies war eine der häufigsten Fragen vor dem Freitagabendspiel gegen den Torgelower SV Greif. Trotz der erneut hohen Niederlage kann man konstatieren, dass sich die Nachtigall-Truppe durchaus formverbessert zeigte.
Nach 20 Minuten des gegenseitigen Abtastens waren die ersten Torchancen zu registrieren..
Marko Hörster wirkte erstmals in dieser Saison für den in`s Mittelfeld aufgerückten Jens Neumann als Abwehrorganisator des FSV mit. Nach einem leichtsinnigen Fehlpass Tobias Dittmanns im Mittelfeld mußte er nach 25 Minuten zum ersten Mal entscheidend gegen Torgelows Neuzugang, den Australier James Georgeff eingreifen.
Doch dann hatten die Gastgeber erstmal die wesentlich besseren Chancen. Zunächst konnte Benjamin Dowall in der 26. Minute allein auf den absolut souverän agierenden Greif-Schlußmann Marcin Markiewicz zulaufen. Da hatten die ca. 510 Zuschauer schon fast den Torschrei auf den Lippen, doch Markiewicz parierte sehr gut. Noch viel größer war die Möglichkeit in der 27. Minute, als sich die beiden FSV-Angreifer in der gegnerischen Hälfte zum Zusammenspiel fanden und Tilo Lindner schließlich nach präzisen Zuspiel Benjamin Dowalls sogar in zentraler Position auf den Greif-Torhüter zulaufen konnte. Doch Markiewicz kaufte auch ihm den Schneid ab.
Doch trotz dieser guten Chancen wirkten die Gäste schon zu diesem Zeitpunkt äußerst souverän.
Wären die Luckenwalder allerdings nach einer dieser guten Chancen in Führung gegangen, hätte die Begegnung mit den Zuschauern im Rücken vielleicht einen anderen Verlauf genommen. So aber nutzten die Gäste nach einem Ballverlust des FSV im Mittelfeld ihre erste echte Chance durch Robert Jager zur 0:1-Pausenführung (40).
Nach dem Seitenwechsel spürte man dann zwar das Bemühen der Gastgeber, schnell zum Ausgleich zu kommen. Man gewann aber kaum den Eindruck, dass die Torgelower ernsthaft zu beeindrucken wären. Die Gäste konnten sich auf Konter beschränken. Einen solchen vollendete schließlich James Georgeff eiskalt zum frühen 0:2 (56.).
Danach hatte FSV-Keeper Robert Petereit gleich mehrmals die Möglichkeit sich bei weiteren Kontern der Gäste auszuzeichnen. Allerdings beging er in der 67. Minute bei einem satten 30-Meter-Freistoß einen folgenschweren Fehler, indem er den Ball zwar parierte, aber unglücklich nach vorn abwehrte. Der agilste Akteur der Gäste, Stürmer Daniel Pankau, setzte nach und jagte das Leder zum wohl vorentscheidenden 0:3 in die Maschen.
Vielleicht hätten die Gastgeber mit ihrem Anhang im Rücken nochmal die zweite Luft bekommen und erneut eine Aufholjagd gestartet, wenn Tilo Lindners Direktschuß nach weitem Flugball im Tor und nicht an der Latte gelandet wäre.
So aber konnte der eingewechselte Tomas Janoviak schließlich in der Nachspielzeit, nachdem er zunächst Markus Müller und dann auch noch Marko Hörster stehen gelassen hatte, mit platziertem Flachschuß den Endstand besorgen.
Nach zwei überzeugenden Spielen zum Saisonauftakt, die natürlich die Erwartungshaltung um den FSV in unrealistische Höhen anwachsen ließ, ist die Nachtigall-Truppe nun schneller als erwartet wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen.
Neidlos mußte man letztlich nach der Begegnung die Überlegenheit der Torgelower in allen Belangen anerkennen. So äußerte Ingo Nachtigall nach dem Spiel folgerichtig, dass der FSV seine Punkte gegen andere Kontrahenten holen müsse, dies am besten schon beim nächsten Punktspiel am 12.09. beim Malchower SV. Doch der Aufsteiger aus Mecklenburg-Vorpommern ließ am Samstag mit einem 3:0-Auswärtssieg beim LFC Berlin aufhorchen. Gegen die Berliner hatten die Luckenwalder ja bekanntlich vor zwei Wochen nach toller Aufholjagd nach einem 0:3-Rückstand beim 4:4 einen Punkt abgeben müssen.
Für den FSV 63spielten: R.Petereit – M.Fitzke (ab 46. V.Strana), M.Hörster, M.Müller – M.Lorenz, J.Neumann, F.Nachtigall (ab 60. R.Abranitsch), J.Walle, T.Dittmann (ab 56. M.Schmidt) – T.Lindner, B.Dowall
Fred Krüger
Quelle: FSV Homepage
Fussballwoche schreibt:
"Pankau scheut keinen Weg"
"Auch Luckenwalde u. Greifswald kamen vor heimischer Kulisse ziemlich unter die Räder".
Gelbe Karten: Müller(F),Neumann(U),---Mista(U),Grzegorczyk(F)
Beste Spieler: Dowall,Walle--Markiewicz,Nawotke,Pankau