SV Bannewitz - Bornaer SV 91 1:1 (1:1)
Bannewitz: Scheuermann – Bachmann, Heiße, Dörner, Benedict – Schade (ab 78. Balatka), Karrei, Wecker, Minge (ab 76. Morgenstern) – Hausmann, Rechenberger – Trainer: Kern
Borna: Kowalski – Stammnitz – Nickel, Wunderlich – Prengel, Weißenberger – Krebel (ab 74. Döring), Köster, Leutert – Grommuth (ab 85. Börsch), Streubel (ab 85. Heditzsch) – Trainer: Kunath
Schiedsrichter: Franke (Zwönitz) – Schiedsrichter-Assistenten: Junghof (Chemnitz), Schönfelder (Niederwürschnitz) – Tore: 1:0 Hausmann (8.), 1:1 Köster (17., Foulstrafstoß – herausgeholt: Streubel) – Gelbe Karten: Karrei (Foulspiel – 50.) – Grommuth (Foulspiel – 23.) – Reservebänke: Langanka (Tor), Do Le, Hoffmann – Lachky (Tor), Streitberg – Zuschauer: 80 im Stadion Mühlenweg zu Bannewitz
Bannewitz. Hochverdient entführte der Bornaer SV beim 1:1 (1:1) in Bannewitz einen Auswärtspunkt. Nach dem schnellen Rückstand glichen die Wyhrastädter zeitnah aus und hatten in der Endkonsequenz sogar die besseren Möglichkeiten. Bei etwas mehr Abgeklärtheit und Cleverness vor dem gegnerischen Tor wäre deshalb sogar ein Sieg möglich gewesen. Doch letztendlich kann der BSV mehr mit dem Punkt anfangen als die Bannewitzer, die als einer der gehandelten Meisterschaftsfavoriten weiterhin der Musik hinterherlaufen.
Die Gastgeber fingen an wie die Feuerwehr und drängten die Wyhrastädter in die Defensive. Bereits nach vier Minuten klatschte die Kugel an den Bornaer Pfosten, als sich Wecker aus halblinker Position versuchte. Nur wenige Minuten später hätte ein Schuss von Minge sicherlich keinesfalls das BSV-Tor bedroht. Doch der Ex-Bornaer Marcus Hausmann hielt im Sturmzentrum den Fuß dazwischen und ließ Christoph Kowalski im Tor mit diesem abgefälschten Ball nicht die Spur einer Chance – 1:0 (8.). Doch der BSV erholte sich recht schnell von diesem Schock und trug fortan selbst konstruktive Angriffe vor. Nach einer langgezogenen Flanke von Toni Leutert hatte Thomas Prengel den Ausgleich auf dem Kopf, doch drückte er die Kugel etwas zu stark, so dass der Ball über die Querlatte trudelte (15.). Doch nur wenige Sequenzen sollte der Bornaer Ausgleich fallen. Nach einem langen Ball hielt Dörner Andreas Streubel im Strafraum entscheidend fest, was Schiedsrichter Franke (Zwönitz) mit Elfmeter ahndete. Lars Köster ließ sich die Chance nicht entgehen und glich zum 1:1 aus (17.). In der Folgezeit gelang es den Gästen immer mehr, das Geschehen vor dem eigenen Tor fernzuhalten. Einzig ein Distanzschuss von Wecker trudelte am BSV-Kasten vorbei (27.). Stattdessen erkannte man immer öfter gravierende Abstimmungsprobleme zwischen der Bannewitzer Hintermannschaft und ihrem Torhüter Scheuermann, der den verletzten Werner ersetzte. Nach einem Freistoß von Leutert ließ der herausgeeilte Scheuermann die Kugel plötzlich fallen, doch zeigte sich Prengel zu überrascht, um die Situation zu nutzen (29.). Kurz darauf war wiederum Thomas Prengel mit einer erfolgreichen Kopfballverlängerung der Initiator der nächsten Bornaer Gelegenheit, doch verfehlte Andreas Streubel mit einem Kopfstoß knapp das Ziel (30.).
Auch im zweiten Durchgang gelang es dem BSV immer wieder die anfällige Bannewitzer Abwehr vor Probleme zu stellen. Leutert bedrohte als Erster das Gehäuse der Gastgeber und stellte Scheuermann wiederum vor einige Probleme (57.). Im Defensivbereich standen die Gäste fortan ganz hervorragend. Die Gastgeber entwickelten kaum Torgefahr, die beiden Manndecker Marko Nickel und Tino Wunderlich spielten fast fehlerfreie 90 Minuten. Besagter Nickel leitete mit einem langen Pass die nächste BSV-Chance ein. Streubel erlief diesen und steuerte allein auf Scheuermann zu. Doch gelang es dem zurückgeeilten Heiße, im letzten Moment die Kugel noch von der Linie zu klären (67.). Kurz darauf erzielte den die Bornaer sogar den Führungstreffer, doch jedoch aufgrund einer Abseitsstellung keine Anerkennung fand. Sehenswert setzte sich der eingewechselte Mario Döring am rechten Flügel durch und bediente mit einem guten Rückpass den mitgelaufenen Andreas Streubel. Dessen Schuss bugsierte Toni Leutert aus Nahdistanz über die Linie, doch da hatte Assistent Junghof bereits die Fahne gehoben (76.). Bannewitz versuchte zwar in den letzten zehn Minuten noch das Ruder herum zu reißen, doch zwingende Möglichkeiten ergaben sich nicht. Ein Schuss von Hausmann aus halblinker Position strich über den Querbalken (77.) und nach einem Pass von Wecker kam Rechenberger im Sturmzentrum einen Schritt zu spät (88.).