Aufstellung:
E. Hamann – M. Thews – S. Menz, T. Johannson – S. Petzold (S. Hönicke 60.), K. Bernt (K), E. Juch, S. Oberthür – M. Reinhard (A. Hejduk 75.) – R. Baudisch (Artur 82.), D. Schubert
BVB hat den Tabellendritten aus Köpenick am Rande einer Niederlage, muss in der Schlussphase aber den Ausgleich hinnehmen.
Nach kurzen Anlaufschwierigkeiten finden die Gastgeber relativ schnell in die Partie. BVB nimmt die Zweikämpfe an und präsentiert sich als geschlossene Einheit. Obwohl der KSC im Offensivbereich mit großgewachsenen Leuten besetzt ist (man agiert mit langen, hohen Bällen auf selbige), haben die Lichtenberger die Lufthoheit für sich verbucht. Kaum ein Kopfballduell wird abgegeben.
Nach vorne kann BVB vereinzelt eigene Akzente setzen – gerade wenn es schnell über die Außen geht. Die erste Chance hat S. Petzold, der im Strafraum aus halb-rechter Position frei zum Abschluss kommt, jedoch am Köpenicker Schlussmann scheitert. In der 20. Spielminute ist es erneut der Gästetorwart, der im Mittelpunkt der Geschehnisse steht: Einen von M. Reinhard aus etwa 20 m Torentfernung geschossenen Freistoß kann er nicht festhalten und lässt ihn in die Mitte prallen. Dort lauert R. Baudisch und staubt zum 1:0 ab. Mit diesem Zwischenergebnis geht es auch in die Halbzeitpause.
Zur zweiten Halbzeit stellen die Gäste um und bringen einen weiteren Stürmer, um mehr Druck auf BVB’s Tor auszuüben. In der 54. Min. funktioniert das sehr gut: BVB ist in dieser Situation aufgerückt und bietet dem KSC viel Platz zum Tempogegenstoß. Von rechts kann der Ball mustergültig ins Zentrum geflankt werden, wo S. Stassen problemlos zum 1:1 einköpfen kann.
„Arjen“ Oberthür stellt den alten Abstand wieder her. Nach halb-hoher Flanke von rechts (S. Hönicke) leitet R. Baudisch den Ball weiter. Vor dem herausstürzenden Torwart kommt Sören „Robben“ an den Ball und überlupft den Torhüter...der Ball landet im Tor…2:1 (68.). Wäre der Ball nicht ins Tor gegangen, hätte die alles in allem gute Schiedsrichterin nachträglich auf Strafstoß entscheiden müssen, da der Gästetorwart den BVB-Spieler regelrecht umsenste.
In dieser Phase haben die Gäste mehr vom Spiel, ohne sich jedoch klare Torchancen herauszuspielen. Die Möglichkeit zum vorentscheidenden 3:1 haben allerdings die Gastgeber in Person von D. Schubert, der von halb-links mit Tempo in den Strafraum zieht, den Ball aber nicht im Tor unterbringt.
Der KSC drückt weiter, BVB versucht mit allen Mitteln den Vorsprung über die Zeit zu retten. Als der Köpenicker Kolbe in der 80. Min. einen als Flanke gedachten Freistoß in den Strafraum schlägt und weder Freund noch Feind den Ball berühren, landet dieser überraschend im Tor…2:2. BVB’s Schlussmann hatte sich beim Herauslaufen verschätzt und kam nicht mehr an den Ball.
Das Spiel endet mit 2:2 unentschieden. Ein durchaus verdienter Ausgang der Partie.
Nach den ersten beiden Spielen der Rückrunde – gegen den 2. und 3. – steht BVB mit 1 Punkt da. Mit etwas Glück hätten es auch 4 Punkte sein können, da man in beiden Partien, durch mehr oder weniger individuelle Fehler, kurz vor Schluss ein Gegentor hinnehmen musste. Nichtsdestotrotz kann auf der bisher gezeigten Teamleistung aufgebaut werden.