Aufstellung:
M. Grunewald - S. Oberthür, K. Bernt (K), T. Johannson - S. Hönicke, T. Knoll, M. Semmler (Mitte 2. Hälfte C. Lorenz), M. Pijorr - T. Stuff - A. Heyduk - M. Thews (Mitte 2. Hälfte S. Petzold)
Und täglich grüßt das Murmeltier…BVB spielt gut, hat Möglichkeiten den Sack zuzumachen, scheitert aber wieder einmal an der eigenen Chancenverwertung.
Im Vergleich zu den letzten Spielen sind die Gastgeber von Beginn an konzentriert. Basierend auf einer gut stehenden Defensive lässt man den Gästen wenig Platz zur Entfaltung. Hertha Amateure II hat zwar die etwas bessere spielerische Veranlagung, BVB setzt jedoch Einsatzbereitschaft und Leidenschaft dagegen und erarbeitet sich die besseren Chancen. Nach einem harten Vollspannschuss von T. Stuff aus etwa 25 m zentraler Position pariert Herthas Schlussmann glänzend. Als T. Knoll aus dem Mittelfeld ein Solo startet und das Tor anvisiert, verfehlt er es nur knapp am langen Pfosten. Zwei weitere Gelegenheiten bieten sich A. Heyduk nach Flanken von M. Thews von der rechten Seite. Am langen Torwarteck kann er sich im Kopfballduell durchsetzen, verfehlt aber jeweils knapp das Tor. In der 28. Minute ist es dann soweit: Ein von M. Thews getretener Freistoß von der rechten Seite auf Höhe des Strafraumecks (Torentfernung etwa 25 - 30 m) wird immer länger und senkt sich im linken oberen Eck…1:0…Herthas Torwart sieht hier etwas unglücklich aus. Die Führung ist zu diesem Zeitpunkt durchaus verdient, wenn auch etwas glücklich zustande gekommen. Von den Gästen kam bisher nicht viel. BVB steht hinten gut und alles was aufs Tor kommt, wird von Torhüter M. Grunewald entschärft. Mit der Führung verliert BVB allerdings die Ordnung. Hertha Amateure II übernimmt das Spiel, kann aber aus der Feldüberlegenheit kein Kapital schlagen. Die beste Chance haben die Gäste kurz vor der Pause als aus vorausgegangener Abseitsposition drei Herthaner aufs BVB Tor zulaufen. Der Ball wird vor dem Tor von rechts nach links rübergelegt. Beim Torschuss steht M. Grunewald goldrichtig und sichert seiner Mannschaft den 1:0 Halbzeitstand.
Hertha kommt besser aus der Pause und übernimmt das Zepter. Bis zum Strafraum sieht das teilweise ganz passabel aus. Es fehlt jedoch die nötige Durchschlagskraft um das BVB Tor ernsthaft zu gefährden. Die Gastgeber verlieren die Bälle anfänglich zu schnell im Vorwärtsgang und kommen dadurch kaum aus der eigenen Hälfte. Mit weiterem Verlauf der zweiten Halbzeit fängt sich BVB wieder. Hinten steht man weiterhin sicher und nach kontert man nun ein ums andere Mal gefährlich: M. Thews setzt sich auf rechts durch, zieht nach innen in den Strafraum und legt den Ball von der Grundlinie zurück in den Strafraum. Obwohl BVB in Überzahl im gegnerischen Strafraum vertreten ist, kommt ein Herthaner an den Ball und klärt die Situation. Als M. Thews erneut über rechts durchbricht und den Ball in die Mitte spielt, fehlt im Zentrum der letzte Biss um den Ball im Tor unterzubringen. Diese beiden Szenen sind exemplarisch für das Spiel der Gastgeber: Im Ansatz gut heraus gespielte Tempogegenstöße, die in letzter Konsequenz nicht zielstrebig genug zu Ende gespielt werden.
Wenn man vorne die Chancen nicht rein macht, dann muss man sich nicht beschweren...
In der 80. Minute - nach einem hohen Ball - wird dieser von einem Herthaner weit in der Hälfte der Gastgeber mit dem Kopf verlängert…Patz, der 2-3 m deutlich im Abseits steht, wird vom mildegesagt „unglücklich agierenden“ Schiedsrichter nicht zurückgepfiffen und läuft frei aufs BVB-Tor. Ohne Schwierigkeiten schiebt er den Ball flach ins lange Eck…1:1. Dieses Tor sorgt auf Seiten der Gastgeber für große Aufregung. Doch anstatt jetzt einzubrechen und sich das Spiel komplett aus der Hand nehmen zu lassen, mobilisiert BVB die letzten Kräfte und will den Sieg. Einen Freistoß aus zentraler Position etwa 20 m Torentfernung hebt T. Stuff über die Mauer ins Mauereck. Der starke Hertha-Keeper fischt auch diesen Ball weg. T. Knoll prüft den Torwart von außerhalb des Strafraums nach tollem Solo. T. Johannson schießt denn Ball an den Pfosten. Als M. Pijorr kurz vor Schluss auf links freigespielt wird und in den Strafraum eindringt, schießt dieser den Ball nur knapp über die Latte. Es bleibt beim 1:1.
Ein mehr als glücklicher Punkt für Herthas zweite Amateurmannschaft. Wenn man bedenkt, dass die beiden besten Torchancen aus Abseitspositionen entstanden sind (beide blieben ungeahndet). BVB belohnt sich einmal mehr nicht für eine gute engagierte Leistung, weil vorne die Tore nicht gemacht werden.
Zum Thema ersatzgeschwächte Gäste nur so viel…bei BVB musste man auf 12 Mann verzichten.