Beiträge von guenter

    Mensch, was soll das rumlamentieren hier? Schmeißt die Nazis aus Eure Stadien, dann braucht Ihr auch keine Strafen durch die Fußballverbände zu fürchten. Und wenn das - aus weochen Gründen auch immer - nicht geht, dann muß eben ein Strafenkatalog dafür sorgen, dass Euer Verein mit Mittel von Polizei und Ordner diesen Dumpfbacken den Weg in den Fanblock verbaut.
    Ich habe fertig.

    Ich habe mir diesen thread fast komplett durchgelesen und kann nur noch mit dem Kopf schütteln. Hier geht es um Rassismus im Stadion und entsprechende Strafen, statt dessen wird das Opfer des Rassismus hier von der einen Gruppe nur noch nieder gemacht.
    Die anderen behaupten, dass sie den rassistischen Sprüchen versucht haben etwas entgegen zu setzen bzw. sie mit Anfeuerungen zu übertönen. Wobei auch sie die Bezeichnung "Lügner" für angemessen halten. Nur ganz wenige machten auf das Problem des Rassismus in den Stadien aufmerksam.
    Fußball ist ein emotionaler Sport, für die Spielenden wie für die Zuschauenden. Und dass die Emotionen in der Regel nicht immer in hoch intelligenter Weise ausgelebt werden, ist auch klar. Trotzdem halte ich die meisten der hier diskutierenden User für intelligent genug, zu wissen, dass die Fußballränge - nicht nur im Osten - seit vielen Jahren von Nazis aufgesucht werden, um dort neues Fußvok zu rekrutieren. Haben diese kameraden erst einmal eine gewisse Gruppenstärke erreicht, übernehmen sie im Block gerne das Kommando, auch wenn sie zahlenmäßig in der Minderheit bleiben. Doch keiner im Block würde sich dann mit dieser Gruppe anlegen.
    Und hier liegt das Problem. Statt nach dem NOFV und seinem Sportgerichten oder gar nach dem Staat zu schreien, müssen die Vereine und Fans selber Hand anlegen, um die Nazis aus den Stadien zu schmeißen. Das ist der einzige Weg, mit dem Problem fertig zu werden. Opfer zu Täter zu machen oder auch nur öffentlich herab zu würdigen, ist fatal, denn es spielt genau diesen nationalen Kameraden wieder in die Hände.
    Kurzum: Nazis und Rassisten raus aus den Stadien!

    Die Rückkehr ins Katzbach-Stadion hätte nicht schöner ausfallen können als mit einem Sieg über den SV Yesilyurt, der sich in dieser Saison bisher überraschend stark präsentierte.
    Das Spiel heute wurde in der 1. Hälfte von beiden Teams offensiv geführt, wobei der "Rasen" immer wieder den Ball zu tückischen Hüpfer veranlaßte, die die Spieler irritierten. Das Geläuf war somit gelinde gesagt schlichtweg miserabel und läßt erahnen, dass dieser "Rasen", der mehr braun als grün ist, nicht lange bespielbar sein wird. Beide Mannschaften hatten aber heute die gleichen Bedingungen für ihr Spiel, und machten zumindest in der 1. Hälfte das beste daraus. Torchancen gab es auf beiden Seiten zu Hauf zu sehen. Eine Flugparade unseres Keepers Marc Stillenmunkes verhinderte zuerst die YY-Führung, etwas später war es die Latte, die dem SV Yesilyurt sein Tor verwehrte. Die Latte treffen wollte aber auch Türkiyemspor, allerdings gelang dieses nur mit Hilfe eines Yesilyurt-Spielers, der einen Schuß an die Latte seines eigenen Tores abwehrte. Kwazi Boachie, heute von Beginn an in der Offensive zu finden, vergab eine Möglichkeit, als er einen Drehschuß aus fünf Meter am Tor vorbei zog. Fatih Aslan schließlich reichte es mit den vergebenen Chancen und zog aus 20 Meter ab. 1:0! Danach brodelte das Spiel weiter hin und her. Hakan Cankaya verzog frei vor dem YY-Keeper, aber auch die Offensivkräfte der Gäste scheiterten immer wieder ebenso an ihr Unvermögen. Einen Freistoß von rechts vor das Tor des SV Yesilyurt gezogen konnte letztendlich Aleksandar Pupovac in Abstauber-Manier aus Nah-Distanz zur 2:0-Führung einschießen. Somit fand diese muntere 1. Halbzeit vor 182 zahlenden Zuschauern einen schönen Abschluß.
    Der zweite Durchgang hatte ein völlig anderes Gesicht. Yesilyurt drückte zwar, um den Anschlußtreffer zu erreichen, scheiterte aber immer wieder an der gut stehenden Abwehr von Türkiyemspor. Unsere Mannschaft hingegen verlegte sich nur noch auf wenige Konter, die aber oft fahrlässig ins Leere liefen. Mann hätte auch sagen können: Yesilyurt konnte nicht, Türkiyemspor wollte nicht. Eine ziemlich schlappe 2. Hälfte plätscherte ohne Aufreger dahin, bis der Schiedsrichter in der Schluß-Viertelstunde einen Elfmeter für Yesilyurt der Marke "Muß man nicht geben" pfiff. Doch die Chance für Cem Karakaya, den SV Yesilyurt wieder ins Spiel zu bringen, machte unser Schlußmann Marc Stillenmunkes zunichte. Wie im TeBe-Spiel parierte er auch heute den Elfer mit einer Faust. Danach ließen die Gäste die Köpfe hängen, und der eingewechselte Mariusz Misiura hatte dann sogar noch das 3:0 für Türkiyemspor auf dem Fuß, als er alleine vor dem YY-Torwart auftauchte. Doch er scheiterte an eben diesem.
    Türkiyemspor ist nun wieder Tabellendritter, punktgleich mit dem BAK, der zeitgleich nur ein 2:2 gegen den FC Schönberg erreichte.
    :schal1: :schal1: :schal1: :schal1: :schal1: :schal1: :schal1:
    :support:

    Zitat

    Original von Albigol
    Ich wollte mal zu einem Türkiyemspor Spiel gehen und hab mitbekommen, dass das Katzbachstadion bis zum 31.09. gesperrt sein soll. Das Spiel gegen Yesilyurt sollja am 01.10 stattfinden. Ist denn das Katzbachstadion wieder zugelassen oder findet das Spiel woanders statt? Wäre nett, wenn mir einer sagen könnte wo


    Das Spiel findet am Sonntag, 01.10. um 14 Uhr im Katzbachstadion statt.

    Zitat

    Original von dastalent71
    dann ließ dir mal die satzungen und ordnungen durch, dann kommst selbst drauf.


    Die Satzungen kenne ich. Trotzdem bleibt die Frage, ob ein Foulspiel härter bestraft werden sollte als eine Tätlichkeit.

    Zitat


    es gibt immer ne spanne von bis und entscheidend ist der einzelfall. wiederholungstäter bekommen meistens nen nachschlag. und die immigranten kinder sind aber auch zu einem überproportionalen anteil an roten karten und spielabbrüchen beteiligt oder??


    Das mit den Roten Karten mußt Du belegen. Und Spielabbrüche? Du meinst sicherlich die Abbrüche in den Ligen der Männer. Da magst Du vielleicht recht haben, aber das heißt noch lange nicht, dass diese Immigranten den Abbruch verschuldet haben. Genau hier setzt nämlich dien Untersuchung aus Niedersachsen an. Provokationen von Deutsche gegen Immigranten werden oft von Schiedsrichter nicht als solche erkannt, die Reaktionen der betroffenen Spieler aber dann zum Anlaß genommen, Karten zu zeigen bzw. ein Spiel vorzeitig zu beenden. Sportrichtern reagieren da ähnlich.
    Hasan Yilmaz arbeit im Niedersächsischen Fußball-Verband präventiv, d. h. er sucht Kontakt zu Immigrantenvereine und bespricht mit ihnen, wie sie sich bei Provokationen verhalten sollen. Die Mannschaften stellen dann eigene positive Verhaltens-Regeln auf, die sie bei den Spielen einhalten müssen. Eine Präventionsarbeit, die dem BFV bzw. NOFV auch gut zu Gesicht stehen würde.

    Auf der Veranstaltung zum Thema Immigranten-Fußball am 11.09.2006 im Vereinsheim von Türkiyemspor wurde vom Vertreter des Niedersächsischen Fußballverbandes Hasan Yilmaz erwähnt, dass eine vergleichende Untersuchung von Sportgerichts-Urteilen im Bereich des Niedersächsischen Fußballverbandes ergab, dass Immigranten-Kicker für die gleichen Strafen härter bestraft wurden als deutsche Fußballer. Immigranten, so Hasan Yilmaz, bekommen vor Gericht oft erst einmal einen Negativ-Bonus. Um den los zu werden, müssen diese Spieler in den Augen der Sportrichter angepaßter und umgänglicher sein als die deutschen Spieler.
    Klang unglaublich und schwer nachzuvollziehen, doch die kürzlich ausgesprochenen Strafen des Sportgerichts des Nordostdeutschen Fußball-Verbands nach den beiden Roten Karten in der Oberliga-Partie Türkiyemspor - TeBe ließen mich diesen Beitrag wieder in Erinnerung rufen, denn sie sprechen leider die gleiche unglaubliche Sprache: Der TeBe-Spieler Weidner wurde nämlich für seine Tätlichkeit mit zwei Spiele Sperre belegt, der Türkiyemspor-Spieler Pupovac für ein Foulspiel aber gleich mit drei Spielen Sperre!
    Erkläre mir mal jemand die Logik des Sportgerichts.

    Und hier meine Tips:


    Tennis Borussia - Motor Eberswalde 3:1
    Hansa II - BFC Preussen 4:1
    Torgelow - Ludwigsfelder FC 1:2
    MSV Neuruppin - BFC Dynamo 1:1
    Schöneiche - Neustrelitz 2:1
    Lichterfelder FC - SV Babelsberg 1:3
    BAK - FC Schönberg 1:1
    Türkiyemspor Berlin - SV Yesilyurt 2:1

    Nach der heutigen Begehung ist es amtlich: Türkiyemspor empfängt am Sonntag um 14 Uhr den SV Yesilyurt im KATZBACHSTADION.
    Wollen wir hoffen, dass die Rückkehr ins heimische Stadion auch eine Rückkehr zu erfolgreicheren Spielen als die letzten beiden gegen FCK Frohnau und Germania Schöneiche bedeutet.

    Ich muß mich korrigieren:
    Das Türkiyemspor-Tor in Rostock erzielte nicht Ahmet Öztürk sondern Hakan Cankaya. Nur für die Statistiker unter Euch. Habe mich heute von jemandem, der in Rostock dabei war, belehren lassen müssen.

    Der Torschütze für Türkiyemspor war Ahmet Öztürk.
    Damit ist Türkiyemspor nach wie vor ungeschlagen und kann mit Fug und Recht als die Überraschungself der Saison 2006/07 bezeichnet werden. Babelsberg hat jeder oben erwartet und beim BAK wurde eine Spitzenposition von vielen zwar eher befürchtet als gewünscht, aber angesichts des zusammengekauften Kader auch erwartet.
    P. s.: An den oder die, die da waren:
    Warum gab es Platzverweise? Gelbrot oder Rot?

    Zitat

    Original von Bozkurt
    Hätten Sie sich mal ein beispiel an Barcelona genommen, die zahlen sogar noch aus der eigenen Tasche an die UNICEF. :lach:


    Sehr spaßig. Wenn Türkiyemspor die Anlagen der Katalanen hätte, das Stadion, die Menge an eingetragenen Mitgliedern und zuschauenden Fans, wären wir sicherlich auch nicht auf einen Brustsponsor angewiesen und könnten Geld spenden.


    Aber Spaß beiseite.
    Es war tatsächlich absehbar, dass sich Türkiyemspor mit diesem Sponsor Probleme einhandeln würde. Aber nicht nur Türkiyemspor hat diese Probleme. Auch Hertha BSC mit seinem wetten.de ist nun gefragt. Und auch Hertha BSC will klagen.
    Zwei Dinge möchte ich dazu noch los werden.
    Zum einen ist richtig, dass es schwer einzusehen ist, dass der Staat ein Monopol auf Sportwetten haben will, um die satten Gewinne einzustreichen. Andererseits klagen nicht nur die Sportvereine über die staatlichen Sparmaßnahmen (Einsparungen von Platzwarte, Sanierungsarbeiten an Sportstätten usw.). Frage: Wäre es da nicht sinnvoll, wenn der Staat sich eine gute Einnahmequelle sichert?
    Zum zweiten:
    In der Vergangenheit wurde immer wieder ein Verbot von Wetten auf bestimmte Vereine und Spiele gefordert. Türkiyemspor war einer, der betroffen war und der das auch vor noch gar nicht langer Zeit gefordert hat. Ist es da nicht inkonsequent, wenn man nun sogar einen privaten Wettanbieter als Sponsor auf der Brust trägt? Wo bleibt die Glaubwürdigkeit?

    Naja, über Eure A-Jugend wird sicherlich noch öfter diskutiert werden müssen.
    Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen, den Spielbericht des Pokalspiels Eurer A-Jugend beim BFC Südring zu sehen und mußte mir verwundert die Augen reiben. Keine Spielerpaßnummern, weil keine Pässe da waren, was schon erstaunt, denn besonders der Spieler, der von uns zum BAK kam, hatte schon längst seine Freigabe. Warum hatte er am letzten Wochenende noch keinen Spielerpaß? Alle BAK-Jungs hatten mit ihren Geburtsdaten unterschrieben, unten die Unterschrift vom Trainer Akbaba, aber keine Unterschrift von einem Betreuer und keine von Eurem Linienrichter.
    Und das allerschärfste: Elf BAK-Spieler hatten auf dem Spielbericht unterschrieben, aber dreizehn wurden eingesetzt, denn auf einmal wechselte der Trainer des BAK zwei Spieler ein. ?( Nachgetragen auf dem Spielbericht? :nein:
    Ob Ihr Euch lange über Euern Sieg beim BFC Südring freuen könnt, möchte ich bezweifeln.

    Zitat

    Original von Mitte-Jens


    jetzt glaub ichs. mal sehn wie lange es den laden noch gibt, sportwettenverbot wenn nicht von vater staat!


    Leider waren meine Bedenken bzg. unseres neuen Hauptsponsors begründet. Seit mehreren Tagen geistert nun durch die entsprechenden Medien (Fussball-Woche, Sport-BZ), dass das Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten verfügt hat, dass Werbung für prvate Wettanbieter als Beihilfe für illegale Sportwetten gewertet wird. Daher hat der Berliner fußbal-Verband nun seine Vereine aufgefordert, auf derartige Trikot-Sponsoren zu verzichten. Noch zum Saisonauftakt hat der Vorstand auf einer Pressekonferenz mitgeteilt, dass diese Sponsorenfrage mit dem BFV-Präsidenten Bernd Schultz abgeklärt und genehmigt ist. Nun sieht es anscheinend ganz anders aus.

    Manchmal beginnen Fußballspiele erst in der 2. Hälfte richtig. So war es auch heute im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark. Zwar bekamen die 378 zahlenden und mindestens 100 weiteren Zuschauer mit freien Eintritt im ersten Durchgang zwei Tore zu sehen, aber viel mehr auch nicht. TeBe ging schon in der 3. Minute nach mit 1:0 in Führung. Einer ihrer langen Kerls hatte den Kopf an der richtigen Stelle, und unsere Spieler, die mit den Gedanken noch was weiß ich wo waren, sahen sich verdutzt an. Doch danach kam Türkiyemspor besser ins Spiel, aber erfolgversprechendes gelang unserer Elf erst mal nicht, ebenso wenig wie den Gästen. Die Einwechslung von Fatih Aslan änderte dieses. Kurz vor dem Pausenpfiff zog er aus ca. Meter ab, und zur Überraschung aller ließ der TeBe-Keeper den Ball durch seine Hände gleiten. Plötzlich stand es 1:1, womit niemand gerechnet hatte, was aber dem müden Verlauf der ersten Hälfte eher gerecht wurde als eine Führung für TeBe oder Türkiyem.
    Aber wie schon angedeutet wurde der zweite Durchgang um einiges besser. Zum einen lag es an der offensiven Spielweise, die beide an den Tag legten, zum anderen an dem Schiedsrichter aus Rostock, der auf einmal festzustellen schien, dass er auch Karten dabei hatte. Es begann mit zwei großen Möglichkeiten für Türkiyemspor. Maurice Jacobsen setzte sich auf der linken Seite durch und konnte noch im letzten Moment an dem Schuß auf das Tor gehindert werden. Eine Minute später wurde Mariusz Misiura im letzter Sekunde gestoppt. Dann, wieder wenig später, war der TeBe-Hüne Nenad Vukovic zur Stelle und köpfte nach einer Ecke zur erneuten TeBe-Führung ein. Danach verursachte der eingewechselte Tamer Keskin auch noch einen Foulelfmeter. Michael Fuß lief an, doch unser Keeper Marc Stillenmunkes parierte den Schuß mit einer Faust. Der Nachschuß wurde auch verhindert, und ein anschließendes Gerangel vor dem Kasten brachte dem Tennis Borussen Nenad Vukovic die Rote Karte ein. Nun setzte Türkiyem-Trainer Jürgen Görlitz auf die Offensive und rief den sich warm laufenden Stürmer Cihan Firat zu sich. Doch noch bevor er ihn einwechseln konnte, sah unser Mittelfeldspieler Aleksandar Pupovac Rot für ein Foul (mit beiden Beinen in den Gegner). Nun hatten wir wieder einen personellen Gleichstand. Für den Tore-Gleichstand sorgte nur wenig später erneut Fatih Aslan, als er einen Freistoß aus gut 25 Meter direkt verwandelte. Nun war es ein gutklassiges Oberliga-Spiel mit leichtem Türkiyemspor-Übergewicht. Tennis Borussia schien nach dem Ausgleich die Ideen auszugehen und die TeBe-Fans hörten auf zu singen. Die einzige Chance für TeBe war noch Micha Fuß vorbehalten, der nach einer Eingabe fünf Meter vor unserem Kasten am Ball vorbei segelte. Türkiyemspor zeigte mehrere gefällige Angriffe, nur im Abschluß haperte es immer wieder. Cihan Firat vertendelte ebenso wie Hakan Cankaya immer wieder den Ball. Wenige Minuten vor dem Schlußpfiff aber war es soweit: Es war ein erneuter schnell vorgetragener Angriff unserer Mannschaft, in dem jeder den Ball zu dem anderen schob, so nach dem Motto "Ich will nicht, schieß Du!". Bis der Ball halblinks zu Tamer Keskin kam, der ihn nicht weitergeben konnte, weil links von ihm niemand mehr war. Daher zog er einfach selber ab, und die Türkiyem-Community war aus dem Häuschen.
    Der Schiedsrichter zeigte noch zwei Minuten Nachspielzeit an. Als einer unserer Besten, Kwazie Boachie einem zu lang geratenen Ball in Richtung TeBe-Strafraum hinterherrannte und an der Außenlinie im Zweikampf den TeBe-Verteidiger beim Versuch, den Ball noch zu erwischen, foulte (eine Situation, wie man sie immer wieder auf allen Plätzen der Welt erlebt und normalerweise mit Freistoß für den Verteidiger geahndet wurde), drohte die Situation völlig unnötig zu eskalieren. Der Schiedsrichter hatte schon Freistoß gepfiffen, da stand der TeBe-Verteidiger auf und stieß Kwazie von hinten um. Danach gab es keine sonderlich große Dramatik. Die beiden Spieler vertrugen sich gleich wieder, gaben sich dann auch die Hand. Doch der Schiedsrichter wollte seine Macht zeigen und zückte die Karten. Gelbrot für Kwazie Boachie für ein Allerweltsfoul mit anschließender Entschuldigung, Rot für den TeBe-Verteidiger. Eine Minute später war das Spiel zu Ende. Ein bißchen mehr Fingerspitzengefühl hätte man dem Schiedsrichter schon gewünscht. Aber Fingerspitzengefühl ist anscheinend nicht mehr gefragt.
    Der Schiedsrichter war auf der anschließenden Pressekonferenz kein Thema. Stattdessen sagte der TeBe-Trainer, dass er niemals gedacht hätte, dass Türkiyemspor dieses Spiel gewinnen könne. Vielleicht war es diese Arroganz, die Türkiyemspors Sieg ermöglichte. Türkiyemspor-Trainer Jürgen Görlitz hingegen war zufrieden. Sein bester Satz: "Zum Glück haben wir einen Fatih Aslan, der weiß, wie man aus weiter Entfernung den Ball ins Tor bringt." :freude:

    Das Nachholspiel Türkiyemspor -Tennis Borussia findet am Samstag, 02.09.2006 um 14 Uhr bedauerlicherweise auch im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark statt.
    Das Pokalspiel bei Berolina Mitte wurde auf Mittwoch, den 30.08., um 19.30 Uhr auf dem Sportplatz Auguststraße vorgezogen.

    Das erste "Heimspiel" unserer Mannschaft fand vor 175 Zuschauern im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark statt. Gegner war der MSV Neuruppin, eine Mannschaft, die bisher für sich noch keinen Sieg verbuchen konnte und somit zur Zeit auf dem vorletzten Tabellenplatz steht. Und auch heute sah es lange so aus, als würde der Gast chancenlos untergehen. Türkiyemspor spielte von Beginn an auf Angriff und kam schon in der 2. Spielminute zum ersten Torerfolg. Kwazi Boachie hatte sich auf der rechten Seite wunderschön durchgesetzt und flankte von der Grundlinie in den Rückraum auf Aleksandar Pupovac, der keine Mühe hatte, den Ball im Netz zu versenken. Auch danach zeigte unsere Mannschaft das durchweg durchdachtere Spiel, wobei Kwazi Boachie sich mehrfach als gefährlicher Vorbereiter zeigte. Dieser junge Spieler, der letze Saison noch in der A-Jugend von Hertha 03 Zehlendorf spielte, ist in der Oberliga angekommen.
    Türkiyemspor vergab in einer überzeugend geführten ersten Hälfte zahlreiche Großchancen. Cihan Dogan scheiterte ebenso am Neuruppiner Keeper wie danach Hakan Cankaya. Auch in der 2. Hälfte war Türkiyemspor das dominierende Team. Mariusz Misiura vergab gleich zwei große Einschußmöglichkeiten, und Hakan Cankaya scheiterte mit seiner zweiten Torchance. Die dritte aber nutzte er mit etwas Glück zur völlig verdienten 2:0-Führung für Türkiyemspor. Danach ließ sich unsere Mannschaft allerdings wieder einmal unverständlich weit zurück fallen, so dass die bis dahin chancenlos agierenden Gäste besser ins Spiel kamen. Türkiyemspor versuchte zu kontern, was von den Gästen das eine oder andere Mal nur durch Fouls an die los sprintenden Türkiyem-Kicker verhindert werden konnte. Das mußte besonders Kwazi Boachie mehrfach erfahren.
    Cihan Dogan, der für Ergün Pinarbasi den Platz verlassen mußte, ging - wahrscheinlich nicht mit seiner Auswechslung einverstanden - in Richtung Trainerbank schimpfend in die Kabine. Später kam noch Ahmet Öztürk, und auch der glücklos agierende Mariusz Misiura mußte für den Jungstürmer Orhan Sonar den Platz räumen. Nach dem 2:1-Anschlußtreffer durch ein Drehschuß des Gäste-Spielers Enrico Hinzer aus ca. 10 Meter, der sich zur Überraschung unseres Keepers Marc Stillenmunkes in das lange Eck des Tores senkte, wurde das Match in den letzten 10 Minuten nickliger. Größere und kleinere Unsportlichkeiten im Minutentakt warewn zu ertragen. So war der Schlußpfiff des Schiedsrichter für alle eine Erlösung, denn Fußball kam nicht mehr so recht zustande. Der Ball wurde nur noch hoch in die jeweilige Strafraumnähe geschlagen, mit dem die als Empfänger gedachten Mitspieler nichts anfangen konnten. So ein Gekicke sollte man doch schnell beenden, was der Schiedsrichter dankenswerter weise dann auch tat
    Die Türkiyemspor-Spieler feierten den Sieg auf dem Platz, als hätten sie den Aufstieg in die Regionalliga geschafft. Es sei ihnen gegönnt. Hoffentlich können wir noch oft solche Feiern auf einem satten Grün erleben.