Freitag Stadtoberliga in Dresden, Sonnabend den dynamischen Aufstieg gefeiert. Gestern ging es in sammys PKW in die Kulturhauptstadt Europas. Weder davon noch vom Marathonlauf haben wir irgendwas bemerkt. Der Sportplatz an der Beyerstraße liegt ja nicht so weit weg von der Autobahn.
Fortuna Chemnitz gg. VfL Pirna-Copitz 1 : 1 (1:1).
1:0/12. Krause Eigentor. Scharfe flache Eingabe von rechts. Krause steht einen halben Meter vor der Linie, der Ball prallt von ihm direkt über diese. Dumm gelaufen, aber danach macht er ein gutes Spiel.
1:1/14. Kärger 11m. Vom Anstoß weg geht es Richtung Strafraum. Benny Beese hat freie Bahn und wird gelegt. Flori Kärger verwandelt souverän.
45 zahlende Zuschauer, 8 Gäste. Nette Gespräche mit dem Stadionsprecher, der Interesse an Karten fürs "Tom-Pauls-Theater" bekundete.
Schiri Wadewitz hatten wir gerade erst. Manchmal etwas kleinlich, anfangs zum Missfallen der Einheimischen. Machte nichts Entscheidendes falsch.
Seit dem Wiederaufstieg der Fortuna hat diese dreimal in Copitz gewonnen. Dagegen gab es an der Beyerstraße zweimal ein 1:1. So stand es gestern schon nach einer Viertelstunde - und auch nach 93 Minuten.
Wie schon in Marienberg regnete es nahezu während des ganzen Spiels. Und das im trockensten Frühjahr aller Zeiten. Ich hab mir also nahezu keine Notizen gemacht.
Vom Spiel konnte ich jedoch schnell einen Eindruck gewinnen. Auf dem kleinen Platz begann es ohne Abtasten, es ging flott hin und her. Nicht zufällig fielen zwei frühe Tore und zu diesem Zeitpunkt hätte ich nicht gedacht, dass es dabei bleibt. Zumal beide Deckungsreihen zunächst ihre Probleme hatten. Speziell über die rechte Seite strahlte Fortuna immer wieder Gefahr aus. Die Flanken blieben bis zum Schluss gefährlich, während die Torschüsse der Gastgeber oft in der zweiten oder dritten Etage landeten.
Der VfL war von Beginn an ebenbürtig. Lucas Meister hatte die erste Chance für die Gäste und später wurde es immer wieder gefährlich, wenn Benny Beese antrat. Der VfL hatte sogar mehr Spielanteile und Ballbesitz als kürzlich in Marienberg.
Hinten räumte Glößi alles ab und da wurde auch mal ein Ball hoch und weit weg gedroschen. Torhüter Arendt gewohnt sicher.
Es war beileibe kein Chancenfestival, aber Gelegenheiten zur Führung hatten beide. Die beste für den VfL vielleicht Jonathan Geißler nach Beese-Vorarbeit.
So deutete vieles auf das verdiente Remis hin - aber manchmal gelingt dann doch noch auf der einen oder anderen Seite der "lucky punch". Gestern wäre das beinahe in der 91. Minute passiert, als die Gastgeber nochmals von rechts zum Flanken kamen, ein Spieler jedoch freistehend den Ball nicht ins Tor köpfte. Da war ich wieder mal kurz vorm Herzstillstand...
In der 93. Minute gab es einen Freistoß an der rechten Strafraumecke, aber auch diesen beförderte ein Fortune in die zweite Etage. Danach pfiff Wadewitz die Partie unter dem lauten Jubel mindestens eines Zuschauers ab!
Nächsten Sonntag kommt Lok Zwickau, da zählt nur ein Sieg. Und wenn Riesa gleichzeitig gegen Marienberg gewinnen sollte, wäre das schon fast eine Vorentscheidung. Aber Fußball ist leider kein "Wünsch dir was"! Trotzdem wäre dies eine Konstellation, die uns ganz entspannt zum DSC fahren lassen könnte. Fakt ist, dass sich fern aller Rechnereien der DSC (29) und der gestrige 95.-Minute-Sieger Tapfer Leipzig (27) keine Sorgen mehr zu machen brauchen. Mir fehlt die Phantasie, dass Marienberg (19) gegen Riesa, Rabenstein und Laubegast plötzlich die "Wende" hinbekommen sollte. Gefährdet sind noch Reichenbach und Copitz (je 23), wobei das "Endspiel" Marienberg gegen Reichenbach immer noch im Raum steht.