Mittelsachsenpokal 2013/2014

  • Elfmeterschießen im Tharandter Wald


    Pokal, 1.Hauptrunde


    Pokal. Das heißt Emotionen. Das bedeutet oft auch Spannung. Da wird meist gekämpft bis der Arzt kommt. Pokal. Da treten auch mal mehr als drei Klassen Unterschied gegeneinander an. Und am nächsten Tag sind dann die Wartezimmer diverser Ärzte voller als sonst üblich.. Gestern waren es zwei Klassen Unterschied. Ein Leistungsgefälle, das die meisten Zuschauer für 2 Euronen Eintritt in ganzen 120 Minuten aber nicht wirklich zu sehen bekamen. Der Favorit entschied diesen Fight auf dem Waldsportplatz zu Hetzdorf nämlich erst in den letzten sieben Minuten. Da waren die bereits erwähnten zwei Stunden aber schon Geschichte..



    Kreispokal Mittelsachsen 2013/2014, 1. Hauptrunde



    Hetzdorfer SV (Kreisliga B, Mittelsachsen/Süd) – SV Lichtenberg (Kreisoberliga Mittelsachsen): 3:5 (0:0,2:2)


    1:0/46. Nummer 18 HSV
    1:1/51. Robert Miersch
    2:1/84. Nummer 6 HSV
    2:2/87. Robert Miersch


    EM:
    2:3 Swen Häuser
    2:4 Robert Miersch
    3:4 Nummer 9 HSV
    3:5 Torsten Hauswald



    Aufstellung SVL: Siegel, Timmel, Kokott, Ehrlich, Miersch, Hauswald, Kohl (58. Frenzel), Gerlach (86. Gronwaldt), Matuschek, Drechsel N. (64. Häuser), Zahn



    Über Stock und über Stein ging es am Sonntag ein paar Meter durch den Tharandter Wald, nur wenige Meter neben der Kreisgrenze zur Sächsischen Schweiz/Osterzgebirge, über die ganz offizielle Zufahrt, vorbei an allerlei Fichten, Kiefern, anderem Nadelgehölz und diversen Pilzgerüchen an den Waldsportplatz am Bergschlößchen 18 nach Hetzdorf. Um die 80 Gäste und ein paar einheimische „Ultra´s“ hatten sich hier eingefunden um ihren Idolen die Daumen zu drücken. Beide Trainer der Gastgeber hatten sich für diesen Anlass selbst in feinsten Zwirn geschmissen. Schiedsrichter Eric Schumann (TSV S. Niedersaisda) wurde an diesem Tag assistiert von Tony Rodschinski (BSC Freiberg) und Kevin Franz (BSC Freiberg). Es gab Sternquell vom Fass. Und dann ging es auch pünktlich los. Die erste wirkliche Chance hatten die Gastgeber. Die Nummer 6 stand nach einer Flanke von rechts allein vor Siegel. Doch wusste er hier zum Glück noch nichts mit dem Spielobjekt anzufangen (17.).. Fast eine halbe Stunde war vergangen, da kamen auch die Gäste zu ihrer ersten Chance: Schuss Kohl aus halbrechter Position, doch der Hetzdorfer Schlussmann hielt (28.)! Dann war aber auch erst einmal Halbzeit angesagt. Die Zeit für viele Gäste, sich das nahe Bächlein einmal etwas näher anzusehen. Die zahlreichen Spatziergänger jedenfalls freute diese Tatsache ungemein…



    Bildtext: Die einheimische "Ultra-Szene" war zwar nun nicht zu groß. Stimmung haben sie aber über die gesamten 120 Minuten eine sehr gute gemacht! Respekt!


    Die zweite Halbzeit begann dann mit einem Paukenschlag: Lichtenberg im Angriff, Konter der Hausherren, die Nummer 11 kam auf der linke Seite bis in den Strafraum durch, passte nach innen, fand die Nummer 18, Schuss und drin war er (rechts oben): 1:0/46.! Natürlich war hier der Jubel groß! Die Lichtenberger Gäste setzten aber nach und kamen durch einen Hauswald-Freistoß von der rechten Seite, einem Torwartfehler und dem gut stehenden Miersch keine 5 Minuten später zum verdienten Ausgleich: 1:1/51.! Wer jedoch gedacht hatte, die Gäste würden ihre Gastgeber nun versenken, der hatte sich getäuscht. Weiterhin gelang beiden Seiten auf diesem tiefen Untergrund nicht allzu viel um das ganze mal vorsichtig auszudrücken. Freistoß Hauswald, Kopfball Kokott, Torwart HSV hielt (70.).. Vorarbeit Zahn, Schuss Häuser, daneben (71.).. Vorarbeit Timmel, Schuss Häuser, vorbei auf der anderen Seite (72.).. Ein Konter der Gastgeber, 18ner mit Querpass von links, doch 8er und 11er segelten am Ball vorbei (74.)! Freistoß 15ner und 6er HSV nagelte das Ding knapp daneben (81.)! 84. Spielminute, der schnelle 18ner wieder über links und diesmal kam der 6er auch ran: 2:1/84.! 3 Minuten brauchten wir diesmal, um diesen Rückstand aufzuholen: Freistoß aus etwa 25 Metern von links – und Miersch versenkte das Leder zum zweiten Mal und diesmal direkt links unten: 2:2/87.! In diesen letzten Sekunden versuchten wir es nun noch zu erzwingen: Miersch über rechts mit der Flanke auf Zahn, doch Torwart HSV hielt das Unentschieden fest (90+1)!


    In der Verlängerung ging das ganze Geschehen auf dem Platz dann so weiter wie es aufgehört hatte. Man hätte denken könne, die Gastgeber aus der zweiten Kreisliga brächen nun konditionell ein – taten sie aber nicht! Hauswald drüber (93.).. Kokott vorbei (95.).. Timmel knapp daneben (96.).. Dann gab´s die Ampelkarte für den 5er der Gastgeber nach einem Foulspiel an Gronwaldt (112.).. Torhüter Siegel lenkte noch einen Freistoß vom 11er ganz stark über die Latte (114.).. Die letzte Chance gehörte dann noch einmal Häuser. Er verzog hier aber leicht nach rechts (117.).. Das war´s ganz offiziell! Die Schützen traten zum Elfmeterschießen an. Geschossen wurde in Richtung Hetzdorfer Ultraszene. Diese 10 Mann dort hinten zwischen ihren Büschen werden wohl heute nicht mehr viel geredet haben.. Die beiden ersten Versuche scheiterten. Als Häuser dann traf, nahm das Fußball-Schicksal seinen Lauf. Siegel hielt zwei der nachfolgenden Schüsse und die Gäste aus dem Gimmlitztal versenkten noch zweimal. Der Herbstnebel senkte sich um diese Uhrzeit dann auch schon zunehmend auf die Wipfel der bunt umherstehenden Bäume. Ende der Erzählung.


    Der Pokal schreibt nun mal seine ganz eigenen Geschichten. Selbst der Kreispokal in Mittelsachen.



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  • Da hast Du wohl recht Standuhr. Bei einem Ausscheiden im Pokal hätte ich den Fred wahrscheinlich aber auch anders genannt. "Mittelsachen-Pokal Ade" oder aber auch "Eine Geschichte über den einsamen Pokal von Mittelsachen".. Irgend so etwas eben ;(


    Mal sehn wie oft ich hier noch antworten kann bevor es vorbei ist. Das Finale wäre bekanntlich am 28. Juni 2014. Und somit wäre dies zumindest der längste aktive Fred der laufenden Saison.. Ob wir es schaffen?

  • Termin: 16./17.11.2013 Anstoß: 13:00 Uhr


    Rechenberg/Bienenmühle - Auerswalde
    Breitenau - Geringswalde/Schweikershain
    Bräunsdorf - Oederan
    Falkenau - Großwaltersdorf I
    Dittmannsdorf - Erdmannsdorf/Augustusburg
    Großwaltersdorf II - Dittersbach
    Claußnitz - Zettlitz
    Voigtsdorf - Penig II
    Flöha II - Rochlitz
    Hainichen - Flöha I
    Langenau - Freiberg II
    Mulda - Marbach
    Clausnitz/Sayda II - Halsbrücke
    Hartmannsdorf - Zug
    Siebenlehn - Burkersdorf
    Penig I - Lichtenberg


    ...da sind ja paar ganz schöne Dinger dabei! Hainichen vs. Flöha etwa. Bräunsdorf vs. Oederan, oder Langenau vs. Freiberg 2. .. Für uns geht´s nun zum zweiten Mal in der Saison nach Penig rauf. Hoffe mal, die Mädels im Essenshäuschen haben dann auch etwas besser vorgesorgt als beim letzten mal im August.


    Und vorsicht Jungs: Falls dieser Pokalspieltag auf den Sonntag fällt: Eine Nacht zuvor ist allerorts Novemberfasching. Nicht das man euch nicht in die Gesichter schauen kann bei dieser zeitigen Anstoßzeit..

  • Pokal, 2.Hauptrunde_Kreispokal


    Zum zweiten Mal in dieser Saison waren wir vergangenen Samstag auf dem Acker des knapp 75 Kilometer entfernten Zinnberger Stadions von Penig zu Gast. Zum zweiten Mal als vermeintlicher Favorit angereist, konnten wir dort jedoch zum zweiten Mal nicht gewinnen. Dieses Mal ging es dann aber nicht um Punkte in der Meisterschaft, sondern um das Erreichen des Kreispokal-Achtelfinales, welches bekanntlich am 07./08. Dezember 2013 ausgetragen wird. Ohne fehlende Leistungsträger wie etwa Timmel, Kokott, Hilgenberg, Schneider oder auch Drechsel M., welche allesamt aus verschiedensten Gründen fehlten, vermochten wir es nicht, dem Spiel unseren Stempel aufzudrücken. Mit ein wenig Glück hätten wir uns am Ende vielleicht noch in die Verlängerung retten können. Aber insgesamt ging der Peniger Sieg dann doch in Ordnung.


    TSV Penig – SV Lichtenberg: 1:0 (1:0)


    1:0 Christopher Meinel (23.)


    Aufstellung SVL: Siegel, Gronwaldt, Kluge, Ehrlich, Haustein, Hauswald, Miersch, Kohl, Matuschek (46. Gerlach), Häuser (80. Drechsel N.), Zahn


    Ohne die genannten 5 Spieler standen diesmal also Kluge und Ehrlich in der Lichtenberger Innenverteidigung, Kapitän Gronwaldt rückte auf die „Sechser“-Position vor, Kohl begann auf rechts und Matuschek kam über die linke Außenbahn. Schiri Enrico Voigtländer von der SG Striegistal pfiff das Spiel bei knapp über 0 Grad vor nicht einmal 40 Fans an. Die Würstchen-Bude am Platz hatte nach dem Ausverkauf beim letzten Aufeinandertreffen diesmal gleich ganz geschlossen.. Damit aber zum Spiel: Nach einem Foulspiel von Kohl trat Penig´s Lindisch einen gefährlichen Freistoß in den Gästestrafraum, welchen Lachmann noch knapp verpasste (10.)! Ein Hauswald-Freistoß nach Foul an Zahn flog auf der Gegenseite wenig später dann aber auch am Gehäuse der Gastgeber vorbei (16.).. Auch ein weiterer Freistoß unserer Nummer 16 nach Foul an Gronwaldt zog unberührt seine Bahn im Luft-Hoheitsgebiet des 5-Meter-Raumes der Gastgeber (18.).. Dann kam jedoch der TSV immer besser in die Gänge: Meinel mit der Vorlage, doch Toro-Gomez verzog noch leicht nach rechts (21.).. SVL-Nachwuchshoffnung Kohl mit der Chance nach Flanke von links, doch Keeper Rudolph hielt (22.)! In der nächsten Szene dann das Tor des Tages: Nach Vorarbeit Lindisch war es Meinel, welcher zum 1:0 in den leeren Kasten vollenden konnte. Torwart Siegel ließ er zuvor aussteigen (23.)! Nicht mal 60 Sekunden später waren es wiederum die Gastgeber, welche nach Vorarbeit Zschage durch Meinel ihre nächste Riesenchance hatten. Sein Schuss ging hier jedoch knapp am linken Pfosten vorbei (24.)! Wir hatten in dieser Phase Glück, nur ein Tor hinten zu liegen. Von diesem Schock erholten wir uns bis zur Halbzeit dann auch nicht mehr.



    Bildtext: Kein Tor: Die Mannschaft aus dem Gimmlitztal schaffte erneut keinen Sieg im Zinnberger Stadion zu Penig. Nach dem Remis am 1.Spieltag schieden wir hier Samstag aus dem diesjährigen Kreispokal als.


    Nach Wiederanpfiff kamen wir ein wenig besser ins Spiel. Zahn mit der Vorlage für Häuser – doch Torhüter Rudolph war auf dem Posten und wehrte ab. Der Nachschuss vom mitgelaufenen Kohl ging dann weit über den TSV-Kasten hinweg (50.)! Ein harmloses Foul von Gronwaldt, in der Nähe des Mittelkreises zog die gelbe Karte nach sich (61.). Hier begann dem verantwortlichen Spielleiter dann leider ganz eindeutig, die Partie aus den Händen zu gleiten! Als Schubert reichlich 4 Minuten später im Zweikampf mit Gronwaldt zu Boden ging, sah der SVL-Kapitän die Ampelkarte und musste vom Feld! Was nun folgte war eine eher schwache letzte halbe Stunde des Unparteiischen. Hauswald suchte den Absch(l)uss in die „Zuschauerrränge“ – und fand ihn auch (73.)! Zahn tauchte nach „tödlichem“ Kluge-Pass allein vor Torwart Rudolph auf (76.) - doch dieser rettete erneut und der darauf folgende Torschuss klatschte nur an die Querlatte! Nun machten wir mit 10 Mann komplett auf. Und die Gastgeber versuchten sich im Konter – doch als 10 Minuten vor Ultimo Lindisch, Meinel und Zschage fast allein vor Siegel auftauchen, konnte dieser in höchster Not retten (80.)! Die Gastgeber brachen nun – wie auch schon im Hinspiel - konditionell ein. Ecke Miersch von links – doch Ehrlich sowie Hauswald verfehlten (83.)! Ein Handspiel von Lindisch wurde nicht geahndet (85.)! Ein sehr gut ausgeführter Freistoß von Hauswald und Ehrlich endete in einer Rückgabe auf den Torhüter (87.)! Der eingewechselte Drechsel N. mit einer letzten Chance nach Vorlage Zahn über rechts – Mannschaftsleiter Fischer musste nach verbalen Meinungsverschiedenheiten noch für ein paar Sekunden auf die Tribüne – und dann war es das auch leider mit dem Kreispokal 2013..



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