Schönberg tat sich vor allem im ersten Durchgang schwer, denn von den abstiegsbedrohten Gastgebern gut beschäftigt kamen die Grün-Weißen nur ganze zweimal gefährlich vor das GSV-Tor. Nach 11 Minuten hatte sich Marco Pajonk auf der linken Seite ein wenig Luft verschafft und konnte flanken. René Gradert erwischte den Ball aus vollem Lauf jedoch nicht richtig und so flog die Kugel in die Wolken. Und nach 25 Minuten köpfte Daniel Bendlin eine Köhn-Ecke genau in die Arme von Robert Lembke. Grimmen hingegen erkämpfte sich mehr und bessere Torgelegenheiten. Los ging’s damit in der 8. Minute, als Gabor Ruhr einen platzierten Olbrich-Freistoß mit den Fingerspitzen abwehrte. Nach einer guten Viertelstunde verlor Schönberg den Ball in der Vorwärtsbewegung und Grimmen schickte Stephan Rambow mit einem langen Diagonalpass auf die Reise. Der Versuch, das runde Leder an Gabor Ruhr vorbeizuspitzeln, ging dann jedoch daneben – der Ball landete im Aus. Auch dem an vielen guten Offensivaktionen beteiligten Markus Wollenburg war nicht mehr Glück beschieden als er in der 28. Minute im letzten Moment geblockt wurde bzw. in der 33. Minute das Tor nicht traf. Kurz vor dem für die Gäste sicherlich erlösenden Pausenpfiff verpasste Marcel Max dann noch eine starke Arend-Flanke.
Und auch wenn die zweite Halbzeit mit einem das Tor knapp verfehlenden Klassekopfball von Stephan Rambow begann, zeigte die Giere-Elf nun ein anderes und besseres Gesicht. Das Fehlen von Daniel Erpen-Köhn und Bastian Henning war zwar weiterhin nicht zu kompensieren, aber man hielt nun wenigstens auch in der Offensive dagegen und erspielte sich endlich Torchancen. Fabian Kolodzick kam mit seinem Heber nicht an Robert Lembke vorbei (51.), Daniel Bendlin setzte eine Köhn-Ecke per Kopf knapp über die Latte (64.) und René Gradert schoss aus spitzem Winkel volley in die Arme des GSV-Torwarts Robert Lembke. Aber in der 70. Minute stieg Marco Pajonk bei einer weiteren von Hannes-Michel Köhn getretenen Ecke einen Kopf höher als andere Anderen und er erzielte mit einem wuchtigen Kopfball unter die Latte das 0:1. Und es gab für die Maurine-Kicker weitere gute Möglichkeiten, die Partie zu entscheiden. Fabian Kolodzick wartete jedoch nach einer guten Wahab-Flanke vielleicht ein wenig zu lange und Sahid Wahab selbst sah in der 77. Minute seine besser postierten Kollegen nicht. So blieb es spannend bis zur letzten Sekunde. Grimmen hatte gleich mehrfach den jederzeit verdienten Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte aber immer an sich selbst oder an Gabor Ruhr.
Statistik
FC Schönberg 95: Gabor Ruhr, René Sahmkow, Hannes-Michel Köhn, Sascha Woelki (39. Jonni Jahnke), Sahid Wahab (87. Denny Jeske), Niwar Jasim, Thomas Manthey, Tom Körner (46. Fabian Kolodzick), Daniel Bendlin, René Gradert, Marco Pajonk
Grimmener SV: Robert Lembke, Toni Arend, Stephan Rambow, Markus Müller (76. Thomas Bässler), Oliver Bollhagen, Marcel Max, Markus Wollenburg (53. Manuel Nienkirchen), Brian Kozlowski, Tim Olbrich (86. Rainer Schmidt), Marcel Klein, Christian Schmidt
Tor: 0:1 Marco Pajonk (70.)
Gelbe Karten: Thomas Manthey (19., Foulspiel), Hannes-Michel Köhn (60., Foulspiel), Daniel Bendlin (63., Foulspiel), Marco Pajonk (90.+1, Unsportlichkeit) – Stephan Rambow (38., Foulspiel), Tim Olbrich (49., Foulspiel), Marcel Klein (59., Handspiel), Toni Arend (68., Foulspiel)
Zuschauer: 57
Schiedsrichter: Toni Schwager (Waren/Müritz)
Schiedsrichterassistenten: Daniel Läser und Steven Berger