Zurück zu alten Tugenden?
Assana Topé, Marko Riegel, Slavomir Pocisk, Michael Koch, Dinalo Adigo, Söhren Grudzinski, Paulo Cesar Rodrigues - sie alle standen Christian Schreier heute nicht zur Verfügung und so mussten die Schönberger heute quasi mit dem letzten Aufgebot gegen den SV Lichtenberg 47 antreten. Aber alle 11 Mann in der grün-weißen Startaufstellung legten sich mächtig ins Zeug. Oleg Golovan verfehlte nach prima Vorarbeit von Berkan Algan und Marcel Salomo das Tor ebenso knapp wie Hendrik Völzke, der von Marcel Salomo sehr schön in Szene gesetzt wurde. Die Gäste kamen kaum aus ihrer Hälfte heraus und konnten in der ersten halben Stunde nicht eine einzige Torchance für sich verbuchen. Dann jedoch kam Dennis Kutrieb nach einem Thurau-Freistoß aus leicht abseitsverdächtiger Position zum Kopfball und stellte mit dem 0:1 den bisherigen Spielverlauf auf den Kopf. Und nur 5 Minuten später wäre es fast noch dicker gekommen, als Sascha Drabinski frei zum Schuss kam, das Leder aber glücklicherweise aus Nahdistanz über die Latte donnerte. Marcel Salomo nach einem Völzke-Freistoß bzw. Christian Urgast nach gutem Zuspiel von Berkan Algan hätten noch vor der Pause den Ausgleich erzielen können, scheiterten jedoch knapp.
Lange vor dem Wiederanpfiff standen die Schönberger wieder auf dem Rasen - sie wollten mit aller Macht das Ding noch umbiegen. Nur wenige Zentimeter trennten Christian Urgast und Berkan Algan von einem Torerfolg und Christian Kollmorgen fand zweimal in Andreas Nofz seinen Meister. Auch Sven Wittfot konnte im letzten Moment am Torschuss gehindert werden - die Abwehr der Berliner leistete wirklich gute Arbeit. Als dann aber Christian Kollmorgen zur Grundlinie durchbrach und denn Ball hinter dem Rücken von Nofz quer legen konnte, musste Marcel Salomo nur noch den Fuß hinhalten und der hochverdiente Ausgleich war perfekt. Schönberg erspielte sich weiter gute Möglichkeiten, aber die Gäste wurden nur noch einmal gefährlich: eine Flanke von Sascha Drabinski nahm Andreas Thurau volley - vorbei am Tor. Reichlich Verwirrung herrschte in der 80. Minute, als der Ball nach einem Kopfball von Marcel Salomo erneut in den Maschen zappelte, Schiedsrichter Schwarzenstein zunächst auf den Anstoßpunkt zeigte und wenig später auf Freistoß für die Hauptstädter entschied. Die Aufregung hatte sich noch nicht gelegt, da tauchte Salomo auf der linken Seite vor dem Lichtenberger Tor auf und vollstreckte aus spitzem Winkel zum 2:1. Ähnlich eiskalt traf Marcel Salomo kurz vor Ende der Partie auch noch zum 3:1 - "lupenreiner Hattrick" sagt man wohl dazu.
Christian Schreier war zufrieden - er hatte eine hervorragende zweite Hälfte gesehen und bedachte Christian Radom und Marcel Salomo, der verletzt in das Spiel gegangen war, mit einem Sonderlob.
Statistik
FC Schönberg 95: Sven Schmidtke, Stefan Purtz, Marcel Salomo (90. Dino Iserhot), Berkan Algan, Christian Kollmorgen, Oleg Golovan, Christian Radom, Hendrik Völzke, Stefan Malchow, Sven Wittfot, Christian Urgast
SV Lichtenberg 47: Andreas Nofz, Tino Zock, Thoralf Wagner, Andreas Ruhmland, Sascha Süßspeck, Cenk Karakaya (50. Udo Seidler), Andreas Thurau, Karsten Rehmann (80. Philip Möhle), Benjamin Ulbricht (78. Nico Paepke), Dennis Kutrieb, Sascha Drabinski
Tore: 0:1 Dennis Kutrieb (30.), 1:1 Marcel Salomo (61.), 2:1 Marcel Salomo (80.), 3:1 Marcel Salomo (88.)
Zuschauer: 302
Schiedsrichter: Roman Schwarzenstein (Gardelegen)