8. Spieltag 2009/2010

  • Einheit Kamenz vs. B/W Leipzig 5 : 1
    Tore Kamenz: Kieback 2, Balstka, Rehm 2
    Zuschauer: ca. 200, Gäste ?


    der Kamenzer Trainer T. Hentschel hatte einigen Stammspielern nach der letztwöchigen Niederlage in Neugersdorf auf die Bank gesetzt (Nebes, Schier, Hoßmang, Koark, Lange). Dafür spielte im Sturm erstmalig der junge Toni Rehm. Und wie! Zwei Tore erzielte er selbst und zwei Tore bereitete er Klasse vor.
    Die Leipziger Gäste kamen mit 3 oder 4 rumänischen? Neuzugängen. Die Namen konnte ich mir nicht aufschreiben, da der Sprecher selbst einen Zungenknoten hatte. Aber vielleicht kann Bauchredner da helfen. Übrigens verstehe ich jetzt das bittere Smylie von Dir, wenn man die 2. Hälfte eurer Truppe gesehen hat. Die erste Halbzeit war noch recht ausgeglichen, weil B/W, sehr tief stehend, auf Konter lauern konnte. Das lief auch relativ gut, aber Kamenz machte es den Gästen auch einfach. Nach dem schnellen Führungstor durch Balatka (ca. 12.Minute) machten die Kamenzer das unterirdische Spiel der Randleipziger mit und das Niveau rauschte in den Keller. Nebenbei wurden wieder 100%er (2 Mann alleine vor dem Keeper) vergeben, aber das sind wir ja inzwischen gewohnt. In beiden Kabinen muß es geraucht haben, denn das Spiel hatte nach der Pause plötzlich Rasse und Tempo. B/W wollte den Ausgleich, machte auf und fing sich einen Doppelschlag durch Rehm und Kieback. jetzt drehte sich der Einheit- Kreisel und die Gäste kamen zu keiner Chance aus dem Spiele mehr. Beide Spieler erhöhten in regelmäßigen Abständen auf 5:0 und die Gäste hatten Glück, dass es nicht das Doppelte wurde. Durch einen Klasse geschossenen "Mitleidsfreistoß vom Schiri" von der Strafraumgrenze konnte das Ergebnis auf 5:1 verkürzt werden. Ich denke mal, dass sich die B/W (übrigens ganz faire Truppe) derzeitig für jeden Gegner als Aufbauhelfer eignet und so der erste Absteiger ist.
    Kamenz spielte mit: Hennig,Hempel,Ziechner,Golbs, Pannach, Kühn,Richter (Hoßmang),Kieback, Balatka (Krause), Schaumkessel (Nebes), Rehm.

  • „The same procedure as every year“ – in Leutzsch stehen zwar genügend Fußballplätze zur Verfügung, zum fälligen Landesligapunktspiel gegen Copitz sucht man sich aber wie immer den schlechtesten aus. Dabei hatte ich gestern sogasr den Eindruck, dass in der Sommerpause in den Torräumen etwas Rasen angesät wurde. Von weitem sah man sogar durchgängig helles Grün, erst bei näherem Betrachten fielen einem die Unebenheiten und Löcher ins Auge. Da das Wetter in den letzten Wochen ganz angenehm war, präsentierte sich Platz Nummer 6 diesmal zumindest weder staubtrocken wie im Mai 2008 noch als Sumpfgelände wie im März. Die Qualität des Spiels glich sich der Qualität des Platzes an: deutlich unter Durchschnitt, aber es gab schon Schlimmeres. So sahen beide Seiten am Ende auch das Resultat:

    Sachsen Leipzig 2 – VfL Pirna-Copitz 1 : 1 (0:0)


    Tore: 1:0 Neigenfink (70.) von der Strafraumgrenze, nachdem er den Ball optimal von einem Copitzer zugespielt bekam.
    1:1 Hartmann (71.) im Gegenzug von halbrechts ins kurze Eck.


    Zu: knapp 50, davon 8 Gäste.


    SR: Lößnitz aus Zwickau nicht immer einheitlich, aber ohne spielentscheidende Fehler.


    Wetter: kühl, trocken, sehr windig


    Nach dem Mittagessen in der nahen Gartensparte zahlte ich 4 Euro Nothilfe für den Insolvenzverwalter und freute ich mich auf ein ordentliches Fußballspiel, hätte aber auf die erste Hälfte getrost verzichten können. Nicht mal das Radio bot Abwechslung, Dynamo lag eh 0:2 hinten.
    Copitz musste auf Schubert und Minge verzichten, dafür Schmidt (defensiv stark!) und Erdnmann (bemüht, aber glücklos) in der Startformation.
    Bei den Gastgebern waren alle Feldspieler bis auf eine Ausnahme Jahrgang 87 und jünger. Die gut ausgebildeten Spieler zeigten ansatzweise ihre Fähigkeiten (die Nummer 8 hat mir gefallen), würden auf einem ordentlichen Untergrund aber bestimmt auch besser zurechtkommen. Ein Passspiel ist auf Platz 6 praktisch nicht möglich.
    In der ersten Halbzeit neutralisierten sich beide Teams, wenn man es positiv ausdrücken will. Ein Fernschuss von Schmidt neben das Tor in der 3. Minute, kurz darauf einer auf der Gegenseite. In Minute 25 ein halbwegs gefährlicher Freistoß für Chemie – in Minute 36 ein Knaller von Robert Krause, den der nicht immer sichere Keeper der Gastgeber zur Ecke lenken konnte. Mehr war nicht notierenswert. Höhepunkt der ersten Hälfte der Auftritt unserer Physiotherapeutin Ina, die dem Leutzscher Cook die ausgekugelte Schulter wieder einrenkte.
    Der VfL verstand es nicht, seine Erfahrung deutlicher zur Geltung zu bringen, die Zweikampfbilanz war ebenso ausgeglichen wie das Spiel. Lufthoheit hatten wir nur hinten, nicht vorn. Dort hingen Kleber und Schindler in der Luft – sie wurden zu selten eingesetzt, konnten aber selbst auch kaum Akzente setzen.
    Die Halbzeitpause war kurz. Trainer Andreas Trautmann wies noch mal auf das völlig vernachlässigte Flügelspiel hin und forderte energisches Nachsetzen, denn die Bälle sprangen auf dem Platz oft, wohin sie wollten. Ansonsten war die Ansage aber klar, zuerst hinten den Laden dicht zu halten.
    Die Ansprache auf der Gegenseite muss aber nachhaltiger gewirkt haben, denn es folgte die beste Phase der Gastgeber. Vom VfL wurden im Vorwärtsgang zu viele Bälle verloren, daraus entstanden immer wieder ansatzweise gefährliche Konter, die die Leutzscher aber auch nicht ausspielen konnten. Außerdem entstand in dieser Phase eine klare Eckenführung für Chemie und ein Freistoß strich haarscharf am VfL-Tor vorbei, in dem sich Rautenberg erneut als sicherer Rückhalt erwies. Dann holte der Keeper des FC Sachsen einen Freistoß von Geißler aus dem Dreiangel, die Partie wurde wieder ausgeglichener. Genau in dieser Phase nutzten die Leutzscher einen eigentlich schon abgewehrten Konter zur nicht ganz unverdienten Führung. Zum Glück hatte Christoph Hartmann gleich die richtige Antwort parat. In der Folgezeit versuchten beide Mannschaften noch, das Siegtor zu erzielen, wobei die Gäste jetzt ihre gefährlichsten Szenen hatten. Insgesamt ist das Offensivspiel des VfL aber schon seit einigen Spielen nicht zwingend genug.
    In der Nachspielzeit befand sich der Ball dann ausschließlich in der Leutzscher Hälfte, und mit dem Schlusspfiff des Schiris war wieder ein Punkt nach der „Eichhörnchen“-Methode auf der Habenseite gelandet. Irgendwie „wurstelt“ sich der VfL derzeit ein bisschen durch die Liga (zuletzt 1:0 und zweimal 1:1, positiv ausgedrückt nennt man das ergebnisorientiert), die einwöchige Punktspielpause (die der Verband optimal nutzt, um anstehende Pokalpartien auch nicht auszutragen) kommt sicher nicht ganz ungelegen. Danach stehen Eilenburg, Borna (gestern mit bösen Heimniederlagen, also Wut im Bauch) und Kamenz auf dem Programm – attraktiv und mit offenem Ausgang. Es wäre schön, wenn Copitz nach diesen drei Spielen auch noch auf Platz fünf steht, aber auch Rückschläge müssen einkalkuliert werden. Es sollte nicht vergessen werden, dass der VfL jetzt schon genausoviel Punkte auf dem Konto hat wie im Vorjahr nach doppelt so vielen Spielen zu Weihnachten! Und in der Mannschaft stehen neben den Stützen Rautenberg, Hartstock und Krause (derzeit außerhalb des Platzes voll gefordert) sehr viele junge Spieler. Im letzten Herbst hätte der VfL ein Spiel wie gestern garantiert noch irgendwie verloren...

    "Der natürliche Grundzustand des Fußballfans ist bittere Enttäuschung - egal, wie es steht!"
    Nick Hornby

  • ...und hier noch die Statistik:


    SV Naunhof 1920 – FC Oberlausitz Neugersdorf 1:3 (0:3)


    Tore: 0:1 Pastuszko (16.), 0:2 Jiroušek (29.), 0:3 Hubený (35.), 1:3 Wagner (85.)


    FC Oberlausitz Neugersdorf
    Zelenka - Reichelt (62. Herzog), Fröhlich, Thomas, Albert - Jiroušek, Vagner, Hensel, Pastuszko (67. Hädrich) - Hubený (72. Donát) - Hentschel


    SV Naunhof 1920
    Wedemann - Birnbaum, Werner, Gosch , Schneider - Burde , Weichert (Lange), Dshagarian, Wagner - Wetzig (Schlüter), Griebenow


    Zuschauer: 265 SR:Torsten Junghof (Chemnitz) SRA: Danny Uloth, Jan Schönherr

  • Montag, 5. Oktober 2009 - 20:49 Uhr



    Keine leichte Entscheidung



    Nach 8 sieglosen Spielen trennte sich der SV Naunhof 1920 von Trainer Ronald Werner.
    Bis zur Entscheidung des Vorstandes über einen Nachfolger wird Co- Trainer Jörg Barth die Leitung der Mannschaft übernehmen.


    Quelle: off. Homepage des SV Naunhof 1920 e.V


  • Rainer Lisiewicz, bis letzte Saison als Trainer erfolgreich bei Lok Leipzig und wohnhaft in Naunhof, ist der neue Trainer beim SV Naunhof.