SG Dresden Striesen - SSV Neustadt 4:2 n.V. (0:1, 2:2, 2:2)
Im Horoskop stand irgendwas von "no risk no fun". Kann zwar kein Englisch, klang aber nach einem großen Tag. Ich also eine Extremhoppingtour geplant. Vom Mittagessen noch übersättigt erstmal ein historisches Spiel auf arte geschaut. Mitteleuropäische Auswahl gegen das Osmanische Reich in Wien. Trotz arger Probleme der Hausherren und einigen Schäden am Ground letztendlich ein klarer Heimsieg.
Raus aus dem Bett und die 150 m zum "Stadion an der Bärensteiner Str." absolviert. Haupttor war zu, also gleich weiter zum Nebeneingang, welcher im Zustand "verschlossen" ebenfalls ungastlich wirkte. Aber es sprangen paar Leute mit und ohne Trainingsjacken auf dem Gelände rum, super Ding. Zurück zum Haupteingang, wo man doch eine Lücke ließ, durch die ganze paarundvierzig Zuschauer strömen sollten, darunter zwei den Gästen Zugeneigte. Eintritt heute frei, Verpflegung gab´s nicht, dafür schöne und kostenlose Programmhefte.
Beide Mannschaften hatten gerade mal je 12 Spieler dabei. Bei Striesen kam dann noch der Trainer (oder Co.), der seinen 50. Geburtstag schon gefeiert haben dürfte, mindestens aber kurz davor steht. Das Spiel war dennoch nicht schlecht, jedoch fehlten die Höhepunkte vor den Toren. Auf der Tribüne sorgte nur die neue Buslinienführung über die Hepkestraße für Aufregung, die gegen den Anwohnerprotest installiert werden soll. Ich erwähne das, weil es euch sicherlich alle interessiert.
Die schön heraus gespielte Halbzeitführung der Gäste wurde vom Striesener Fanclub nur beiläufig zur Kenntnis genommen.
Kurz nach der Pause der Ausgleich. Kurze Ecke, kurzer Winkel, kurz und knapp sozusagen. Danach Neustadt klar besser, machen auch ein Tor. Gefühlte 30 Sekunden nach dem Treffer trifft auch der Linienrichter auf Ballhöhe ein und winkt mit der Fahne. Adlerauge gibt sich die Ehre. Nicht lange danach doch noch die Gästeführung und ganz paar Großchancen hinterher. Striesen bis kurz vor Ende ziemlich dünne, kommen jedoch durch einen 30 m Schuss zum Ausgleich. Neustadt nun bisschen am Kotzen, will keine Verlängerung. Zwei Mal lässt man den Gastgeber frei vors Tor, der vergibt jeweils kläglich. In der Verlängerung wartet der SSV nach Verletzung ´ne Weile in Unterzahl aufs Signal zur Heimfahrt, Dresden hätte es fast ins EMS "geschafft". Das erlösende 3:2 dann in der 119. Minute, noch ein Eigentor, Feierabend. Auf der Gastgeberbank ein ausgelassener Jubelant, der Rest nimmt´s wohlwollend aber eher gelassen. Ansich ein gutes Spiel zweier Achtligisten, 90 Minuten hätten es aber auch getan.