5. Sieg im 5. Spiel: ReinFüchse gewinnen beim FC Spandau 06 (VL Berlin)

  • Als „Man in Black“ tauchte zum Spiel FC Spandau 06 vs. Reinickendorfer Füchse zur Verwunderung mancher Beobachter Schiedsrichter Zastrow von Hertha 03 Zehlendorf auf – einem unmittelbaren Mitbewerber um Aufstiegsplatz 1 in der Verbandsliga Berlin. Irgendwie hatten die Ansetzer wohl was im Auge, als sie die Entscheidung zu dieser Personalie trafen ... was aber nichts an der letztlich relativ gerechten Verteilung bei den diskussionswürdigen Pfiffen änderte.


    In der 1. Halbzeit plätscherte das Spiel ziemlich unaufgeregt dahin. Beide Mannschaften spielten auf Augenhöhe, die Spandauer konnten heute den zur frühen Anstoßzeit irgendwie noch nicht ganz wachen Spielern in grün-weiß problemlos das Wasser reichen.


    Spielerisch ließen die Füchse daher nur partiell ihr Können blitzen und das 0:1 durch Firat Karaduman (28.) blieb einer Standard-Situation vorbehalten. Er hämmerte einen Freistoß mit Wucht und Können ins rechte Dreieck!


    Dem 1:1-Ausgleich durch die Spandauer ging eine ungeschickte Rettungsaktion der nicht immer sattelfesten Füchse- Abwehr voraus, bei der sich der unglücklich agierende Hassan Oumari auch eine der wenigen gelben Karten der 1. Halbzeit „einfing“. Der anschließenden Freistoß zum Ausgleich sah dabei nicht ganz unhaltbar für Torwart Sebastian Freuer aus (Freuer spielte heute, da sich Selcuk Sahin bei einem häuslichen Unfall einen Bänderriss zugezogen hat) – auch der unbeteiligte Zuschauer konnte bereits im Ansatz freie Bahn in Richtung rechte Torhälfte erkennen.


    In der Halbzeit wechselte Füchse-Trainer Christian Backs den an der Sehne leicht angeschlagenen Patrick Huse gegen Serhat Aktürk und Schiedsrichter Zastrow begann mit seinem Farben-Feuerwerk.


    Insgesamt rund ein Dutzend gelbe Karten fanden ihre Abnehmer auf beiden Seiten und die eigentlich problemlose Großzügigkeit der 1. Halbzeit wurde in Hälfte 2 radikal beendet. Nicht ganz dankbarer Abnehmer auch Spandaus Nummer 10, Ümit Altindag, der als kleiner Napoleon seine Rolle u. a. neben häufiger werdenden Nickligkeiten in der ständigen Beratung des Schiedsrichters zu wohl allen möglichen Regelfragen sah. Sein Trainer Jörg Riedel hatte ein Nachsehen mit ihm und wechselte vorsichtshalber aus.


    In der Unübersichtlichkeit der 65. Minute hat sich anscheinend Fuchs Engin Okatan etwas ruckartig aus einer liebevollen Betreuung befreit und dafür gab es dann Gelb-Rot. Was wiederum einen Energieschub bei seinen Mannschaftskollegen frei setzte und Onur Güzer nutzte das in der 69. Minute zum 1:2.


    Danach begann die Hochzeit von Trainer Christian Backs, der sich an der Seitenlinie die Seele aus dem Hals schrie, um seinen aufgeregten Hühnerhaufen auf Linie zu bringen. Letztlich war er erfolgreich und seine Jungs brachten trotz aller Bemühungen der Spandauer den Sieg über die Zeit. In der 90. (+ 2) Minute noch gekrönt durch eine gelb-rote Karte für Ertan Ytakiner. Auch auf Nachfrage konnten sich die unmittelbar am „Tatort“ stehenden Beobachter nicht einig werden, wofür es dieses Farbenspiel noch gegeben hat, aber man einigte sich auf „Unsportlichkeit“ und ging zur Pressekonferenz.


    Das Fazit von Christian Backs in dieser Runde: „Es gibt Fußball-Festtage und den Fußball-Alltag. Das heute war der Alltag.“

    Es gibt keinen besseren Grund, höflich zu sein, als die Überlegenheit.
    (M. von Ebner-Eschenbach)
    Höflichkeit ist der Versuch, Menschenkenntnis durch gute Manieren zu mildern.
    (Jean Gabin)


  • Dem 1:1-Ausgleich durch die Spandauer ging eine ungeschickte Rettungsaktion der nicht immer sattelfesten Füchse- Abwehr voraus, bei der sich der unglücklich agierende Hassan Oumari auch eine der wenigen gelben Karten der 1. Halbzeit „einfing“.


    Und wenns bei dieser Notbremse gleich das verdiente Rot gegeben hätte, wäre dieses intensive - und äußerst schwer zu pfeifende - Kampfschwein-Spiel vielleicht nicht ganz so aus dem Ruder gelaufen.


    Viele Fehlentscheidungen des Schiris auf beiden Seiten, schwache Linienrichter, die nicht mal korrigierend tätig wurden, selbst wenn etwas direkt vor ihrer Nase fehlbeschieden wurde.


    Naja, ein zukünfiger Meister gewinnt gerade auch solche Spiele