So liefen die Montagsspiele des DFB-Pokals

Die erste Runde des DFB-Pokals ist Geschichte und hat mal wieder so manche Überraschung bereit gehalten. Noch vor dem Beginn der ersten Liga mussten die Vereine also zum ersten KO-Spiel der Saison antreten. Der Pokal ist bekanntermaßen der „kürzeste Weg nach Europa“ und folgt häufig seinen eigenen Gesetzen. Hier kann der Amateurclub dem professionellen Starensemble auch mal ein Bein stellen. Der erste Spieltag ging von Freitag bis Montag. Vor allem die Fans unserer Region dürften am Montag noch einmal gebannt vor dem Fernseher gesessen haben oder ins Stadion gepilgert sein, liefen doch immerhin drei der vier Spiele mit Beteiligung eines Nordost-Clubs. Wir schauen, wie sich Rostock, Halle und Cottbus am letzten Spieltag der ersten Runde geschlagen haben.


Wilder Schlagabtausch zwischen dem HFC und dem VfL


Eröffnet wurde der Montagsspieltag der ersten Pokalrunde vom Halleschen FC und dem VfL Wolfsburg. Auf dem Papier war das ganze eigentlich eine klare Sache – der letztjährige Sechstplatzierte der Bundesliga trifft auf einen Drittligisten – aber der Pokal hat eben seine eigenen Gesetze. So kam es zu einem wahren Pokalfight über 120 Minuten. Bis zum 1:0 von Felix Drinkuth in der 43. Minute plätscherte das Spiel nur so vor sich hin, doch nach dem Gegentor schalteten die Wölfe einen Gang hoch und glichen im direkten Gegenzug aus. Nach dem Wiederanpfiff schoss Gerhardt den VfL sogar in Führung, um nur gut zehn Minuten später den 2:2 Ausgleich zu kassieren. In der 70. Sorgte William abermals für die Wölfe-Führung, doch die Hallenser gaben sich nicht auf und erzielten in Person von Mathias Fetsch doch noch den Ausgleich in der Nachspielzeit. Der Jubel war groß, doch nun standen noch einmal 30 Minuten auf dem Programm. Hier zahlte sich die bessere Fitness des Bundesligisten aus. Nach einem Doppelschlag durch Knoche und Brekalo in der 92. bzw. 94. Minute war das Spiel gelaufen. Trotzdem können die Fans stolz auf die Leistung des Halleschen FC sein.



Hansa unterliegt dem VfB Stuttgart


Zur Primetime empfing Hansa Rostock den Bundesligaabsteiger VfB Stuttgart. Während die Schwaben mit einem Sieg und einer Niederlage in die Saison gestartet sind, steht Rostock nach vier Spielen in der Liga mit einer mageren Punkteausbeute von vier Zählern da. Doch die Liga zählt im Pokal nicht. Der VFB machte das Spiel und die Kogge kämpfte, trotzdem gelang Al Ghaddioui nach einer Flanke von Didavi bereits in der 19. Minute das entscheidende Tor. Alles in allem ein glanzloser Pflichterfolg für den VFB und ein kämpferisch starker, aber letztlich wenig erfolgreicher Auftritt der Rostocker.


Bayern souverän gegen Cottbus


Zum Abschluss der ersten Runde des DFB-Pokals empfing Energie Cottbus den FC Bayern. Es ist keine große Überraschung, dass der Titelverteidiger mit Wettquoten von 2,50 (Stand 13.08.) wieder einmal der große Favorit auf den Titel ist. Dementsprechend souverän trat der Rekordmeister gegen den Viertligisten auf. Ohne große Mühe siegten die Bayern mit 3:1 vor ausverkauftem Haus in Cottbus. Für die Tore sorgten Robert Lewandowski, Kingsley Coman und Leon Goretzka. In der letzten Minute des Spiels bekamen die Hausherren noch einen zweifelhaften Elfmeter zugesprochen, mit dem sich allerdings auch die Bayern arrangieren konnten. Letztlich war es ein unaufgeregter Start in die Mission Titelverteidigung.


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