Das sind die erfolgreichsten ostdeutschen Nationalspieler

In diesem Jahr feierte die deutsche Wiedervereinigung ihren 30. Jahrestag. Die Zusammenführung von Ost und West hat auf beiden Seiten für viele Veränderungen gesorgt. Dies betrifft vor allem auch den Profifußball im Osten der Republik. Ehemalige Spitzenvereine wie der 1. FC Magdeburg, Carl Zeiss Jena oder Lok Leipzig sind in Niederungen der unteren Ligen verschwunden – in der Regionalliga Nordost spielen mittlerweile einige „Traditionsvereine“. Allerdings hat die gesamtdeutsche Nationalmannschaft auch von der Zusammenführung profitiert. Wir stellen die „ostdeutschen“ Nationalspieler mit den dem meisten Länderspielen vor.


Toni Kroos – 100 Länderspiele


Im Januar 1990 in Greifswald geboren, hat Toni Kroos von der DDR nicht mehr viel mitbekommen. Dennoch soll er in dieser Liste nicht unerwähnt bleiben. Immerhin ist er mit 100 Spielen im DFB-Dress der ostdeutsche Rekordnationalspieler – und es werden sicher noch einige Einsätze hinzukommen. Das Fußballspielen hat er beim Greifswalder FC gelernt. Über Hansa Rostock ging es dann zum FC Bayern und schlussendlich zu Real Madrid. Toni Kroos hat fast alles gewonnen, was es im Fußball zu gewinnen gibt und gehört zu den erfolgreichsten deutschen Spielern aller Zeiten. Es ist nicht ausgeschlossen, dass noch ein paar Titel hinzukommen. Bei der kommenden EURO gehört die DFB-Elf mit einer Fussball Wetten Quote von 9,00 zu den Betway Topfavoriten auf den Cup (Stand: 12.11.). Der Europameistertitel fehlt Toni Kroos tatsächlich noch in seiner Vita. Vielleicht ist es ja kommenden Sommer so weit.



Ulf Kirsten – 100 Länderspiele


Bis Toni Kroos kürzlich sein 100. Länderspielt absolvierte, war Ulf Kirsten der erfolgreichste Nationalspieler, der sowohl für die DDR als auch BRD auf Torejagd ging. Kirsten gehörte zu den besten deutschen Stürmern der 1980er und 90er Jahre. Nach dem Fall der Mauer wechselte er von Dynamo Dresden zu Bayer Leverkusen. 49 seiner Länderspiele bestritt er für die DDR-Auswahl und 51 für die DFB-Elf. Insgesamt kommt er auf 34 Tore in 100 Länderspielen. Auch in den ewigen Bestenlisten der Bundesliga gehört mit 181 Treffern zu den erfolgreichsten Stürmern der Geschichte.


Michael Ballack – 98 Länderspiele


Michael Ballack galt über Jahre als der einzige deutsche Spieler von Weltklasseformat. Als „Capitano“ der WM-Elf von 2006 sicherte er sich beim Sommermärchen einen Platz in der Geschichte der deutschen Nationalmannschaft. Auch Ballack hat das Fußballspielen bei einem ostdeutschen Traditionsverein erlernt. Vom FC Chemnitz führte ihn Weg in die große Fußballwelt. Beim FC Chelsea war er jahrelang das Aushängeschild des deutschen Fußballs. Gleiches gilt natürlich auch für die Nationalmannschaft. Mit 42 Toren in 98 Länderspielen gehört Ballack zu den torgefährlichsten Mittelfeldspielern in der DFB-Geschichte. Für einen internationalen Titel hat es leider nie gereicht.



Bernd Schneider – 81 Länderspiele


Auch Bernd Schneider hat großen Anteil am Sommermärchen 2006 gehabt. Bereits bei der WM 2002 festigte er bei dem Lauf bis ins Finale seinen Stand in der Nationalmannschaft. Aufgrund seines feinen rechten Fußes nannten ihn die Fans auch ehrfürchtig den „weißen Brasilianer“. Seine große Zeit hatte Schneider in den 1990er und 2000er Jahren. In Jena geboren, war es nur folgerichtig, dass er bei Carl Zeiss Jena, die nach dem Drittliga-Klassenerhalt 2019 nun wieder in der Regionalliga spielen, seine ersten Schritte im Profifußball unternahm. Über Eintracht Frankfurt kam er nach Leverkusen, wo er jahrelang Kirsten und Co. mit Flanken fütterte. Hier war er auch Teil der legendären Bayer-Mannschaft von 2002.


Matthias Sammer – 74 Länderspiele


Während Michael Ballack und Bernd Schneider nicht mehr in der DDR Profi-Fußball gespielt haben, war Matthias Sammer noch auf beiden Seiten aktiv. 1985 startete seine Karriere bei Dynamo Dresden, mit denen er unter anderem auch DDR-Meister wurde. Nach dem Mauerfall wechselte er zum VfB Stuttgart, wo er unter Christoph Daum 1992 seine erste deutsche Meisterschaft gewann. Seine größten Erfolge feierte er aber zweifelsfrei bei Borussia Dortmund. Mit dem BVB gewann er 1995 und 96 erneut die Meisterschaft und 1997 sogar die Champions League. Der größte Erfolg im Trikot der Nationalmannschaft dürfte der Gewinn der EM 1996 gewesen sein. Nach einigen Knieverletzungen beendete er seine aktive Karriere mit 74 Länderspieleinsätzen. Aber auch als Trainer und Funktionär hat Sammer weiter Erfolg. An der Seitenlinie des BVB gewann er 2002 seine erste Meisterschaft als Coach. Außerdem gehört er zu den Gründungsmitgliedern der DFB Hall of Fame.


Auf Jahre unschlagbar?


Zwar war die deutsche Nationalmannschaft nicht wie von „Kaiser“ Franz Beckenbauer prophezeit, „über Jahre hinweg unschlagbar“, allerdings haben die ostdeutschen Nationalspieler der DFB-Elf wichtigen Input gegeben. Das gilt ebenso für „Doppel-Nationalspieler“ wie Kirsten oder Sammer wie für in der DDR geborene Spieler wie Ballack und Schneider. Toni Kroos dürfte der letzte Nationalspieler sein, der „offiziell“ in der DDR geboren wurde.

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