Der Chemnitzer FC meldet ebenfalls Insolvenz an

„Der Verein hat Verbindlichkeiten aufgebaut, die vom Vereinsvermögen nicht gedeckt sind. Eine Beseitigung des Insolvenzantragsgrundes der Überschuldung infolge positiver Fortführungsprognose ist aufgrund der weiteren sportlichen und wirtschaftlichen Entwicklung des Vereins nicht mehr möglich“, hieß es in einer Mitteilung, die der Verein an seine Mitglieder verschickt hat. Den Verein belasten Schulden in Höhe von 2,5 Millionen Euro.


Auf den Spielbetrieb hat der Insolvenzantrag zunächst keine Auswirkungen. Die letzten fünf Saisonspiele finden wie geplant statt. Wenn es dann zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens kommt, würden dem CFC neun Punkte abgezogen. So sieht es die Spielordnung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) vor.


Auch die Spieler würden vorerst nicht leer ausgehen, da diese nach Eröffnung des Verfahrens bei der Agentur für Arbeit für drei Monate Insolvenz-Ausfallgeld beantragen könnten. Mit dem Drittliga-Abstieg würden zudem zum Saisonende der Großteil der Verträge auslaufen. Nur Tom Baumgart, Alexander Dartsch und Danny Breitfelder wären auch in der Regionalliga an die Himmelblauen gebunden.


Ziel der Insolvenz soll ein wirtschaftlicher Neustart sein, bei dem vor allem die drückende Schuldenlast abgeschüttelt werden soll. Aufgabe der Insolvenzverwalters Klaus Siemon, der auch schon den FSV Zwickau (1999) sowie den VFC Plauen (2014) in ihren Verfahren betreut hatte, wird zunächst sein, alle Verbindlichkeiten zu bestimmen. Danach wird er mit den Gläubigern darüber verhandeln, ob und in welcher Größenordnung sie bereit sind, auf ihre Forderungen zu verzichten.


Auch andere Vereine der dritten Liga befinden sich in einer wirtschaftlichen Schieflage. Es könnte also sein, dass in den kommenden Tagen noch weitere Insolvenzanträge bei den Amtsgerichten eingereicht werden.

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