Beiträge von Kuttenking

    Erstmal finde ich es wirklich schade, das auf Grund der absolut miesen Recherchenführung von Leske das ganze Thema unglaubwürdig gemacht wird. Wenn sich schon jemand die Arbeit macht und in -zig Archiven etc. alte Schriftstücke zu durchforsten, Zeitzeugen zum Thema zu befragen u.s.w., dürfen einem einfach solche lächerlichen Fehler nicht unterlaufen !


    Zum Thema "Schiedsrichter & der BFC": Ich behaupte mal ganz einfach - da war was ! Beweise ? Muss ich schuldig bleiben ... Dafür dürfte es mehrere Gründe geben.
    Zum einen das der Chef des Geheimdienstes sicherlich smart genug war solch einen Betrug geheim zu halten, sprich - keine direkten schriftlichen Anweisungen etc. zu archivieren - es wurden ja eher private Interessen von Erich Mielke vertreten und keine die der 'Nationalen Sicherheit' dienten ... Der Mann erreichte auf Grund seiner Position ganz gewiss auch mit einem grimmigen Blick oder einer 'verbalen Zielgebung' das was er wollte.
    Zum anderen - die Statistiken. Erst mal "Hut ab" vor aka. Wie er mit Zahlen & Statistiken jongliert ist schon beachtlich.
    Allerdings kann man die Bedeutung geschichtlicher Ereignisse nicht ausschliesslich an Zahlen und Tabellen festmachen.

    Nur mal als Beispiel: Es dürfte ja allgemein bekannt sein, das der 1.FC Magdeburg im Jahre 1974 den haushohen Favoriten AC Mailand mit Trainer Trappatoni im EC-Finale mit 2:0 bezwang. Das liest sich auf dem Papier schon ziemlich toll - wenn man jetzt aber noch ein wenig tiefer in diese Sache einsteigt und man z.B. erkennt, das die damalige Mannschaft des 1.FC Magdeburg eine blutjunge, rein regionale Bezirksauswahl war, die ohne den sonst gewohnten Rückhalt von tausenden Fans (mal von 500 parteitreuen Bonzen abgesehen) alleine gegen die international hochkarätige Elf vom AC Milan mit seinen Supportern im Rücken, antrat, erhält dieses Spiel, dieser Sieg für den FCM und diese Niederlage für den AC Milan, doch eine ganz andere geschichtliche Bedeutung.


    Vielleicht sollte man eventuell auch mal versuchen nicht immer nur den Blickwinkel auf die direkten Spielergebnisse/-ansetzungen des BFC gegen etwaige Kokurrenten um die Meisterschaft oder gegen Union z.B. zu richten, sondern auch mal einzelnen Spiele der Kokurrenten gegen andere Mannschaften analysieren. Ich bin mir sicher, da tauchen auch genug Begegnungen auf, wo die Schiedsrichter Di Carlo, Prokop (z.B.) hiessen und es später "Beanstandungen" an der Leistung des Schiedsrichters gab. Entscheidungen die für den Spielausgang (Punktverlust ...) entscheidend waren, oder eine Sperre für wichtige Spieler nach sich zogen, traten ja nicht nur bei Spielen des BFC auf, sondern auch bei anderen 'normalen' Begegnungen - bei eingehender Recherche, da bin ich mir ziemlich sicher, würden oft genug indirekte Vorteile für den BFC auftauchen. Das diese 'befohlen' waren, kann man damit natürlich nicht beweisen, aber man kann die Art und Weise einer Bevorteilung nachvollziehen - so man denn gewillt ist an eine solche zu glauben.


    BWG Kille

    "... Der FCM hat kein Interesse, niedrigere Zuschauerzahlen anzugeben, als tatsächlich da waren, denn hohe Zuschauerzahlen sind ein Argument für die Gewinnung von Sponsoren ..."


    Meinst Du wirklich die Vereinsführung denkt so 'weit' ? Ich glaube, die klopfen sich schon gegenseitig auf die Schulter, wenn sie durch die nach unten korrigierte Anzahl von Besuchern, ein paar Steuerabgaben 'sparen' und dem Verein auf diese Art eine 'goldene Zukunft finanzieren'.
    Der Spatz in der Hand war der Clubführung schon immer wesentlich näher als die Taube auf dem Dach ... Da müsste man sich ja bewegen um hochzuklettern und eventuell ist es ein Hochhaus auf dem die Taube sitzt - viel zuviel Arbeit für die feinen Herren ... Die Sponsoren kommen doch von ganz alleine - irgendwann - wir sind doch schliesslich ein ehemaliger Europapokalsieger ...


    BWG Kille

    Fußball-Leidenschaft in Argentinien


    Buenos Aires (dpa) - Wenn sich die Fußball-Stadien in Hexenkessel verwandeln, fragt sich so mancher in Deutschland, wo die Liebe zum Fußball endet und wo der Wahnsinn beginnt. Doch mit Argentinien ist das alles kaum zu vergleichen.
    Neben Tango und Steak ist Fußball Markenzeichen und Exportschlager des Landes am Rio de la Plata zugleich. Maradona, Batistuta, Veron: Namen, die Fans und Experten gleichermaßen begeistern. In keinem anderen Land der Welt, außer vielleicht noch in Brasilien, wird Fußball mit solcher Leidenschaft begleitet wie in Argentinien. Doch Fußball-Liebe schlägt hier auch regelmäßig in Ekstase und Gewalt um. Bewaffnete Straßenkämpfe vor den Spielen und Schlägereien in den Stadien sind an der Tagesordnung.
    Und das, obwohl alles versucht wird, um die gegnerischen Fans voneinander fern zu halten. Das Stadion in La Boca etwa wird vor Spielen weiträumig abgesperrt. Die Anhänger der Clubs, Hinchas genannt, müssen auf bestimmten Wegen zum Stadion gehen. An jeder Ecke stehen bewaffnete Polizisten. Nach Spielen müssen die heimischen Fans mindestens 30 Minuten warten, ehe sie das Stadion verlassen dürfen. Und trotzdem kommt es immer wieder zu Schießereien und gewalttätigen Auseinandersetzungen. 2003 wurde sogar eine dreiwöchige Spielsperre verhängt, weil die Gewalt nicht in den Griff zu bekommen waren.
    Die Geschichte der Gewalt in Argentiniens Fußball ist lang und traurig. Besonders emotionsgeladen und gefährlich sind Lokal-Derbies in Buenos Aires wie zwischen River Plate und Boca Juniors. 1963 starben während eines Polizeieinsatzes beim Meisterschafts-Finale zwischen beiden Erzrivalen 73 Menschen. 1998 wurde ein River-Fan erschossen, ein Jahr später starb ein Boca-Anhänger im Kugelhagel.
    Woher kommt dieser Fanatismus? Begibt man sich nach La Boca in die unmittelbare Nähe der «Pralinenschachtel», wie die Fans ihr Stadion liebevoll getauft haben, wird die Fußball-Verrücktheit deutlich: Häuser in den Farben des Vereins und Fanshops, die sogar Baby-Mode und Rosenkränze in den Boca-Farben Blau und Gelb führen. Am Spieltag sind fliegende Händler unterwegs, die alles - von Boca-Zipfelmützen bis -Anhängern - alles an den Mann bringen. Die wahren Fans lassen sich ihre Liebe zum Club aber gleich auf die Brust tätowieren. So begeben sie sich ins Stadion - fast alle: Die fanatischsten Fans, die «Barrabrava», haben erst später ihren großen Auftritt.
    Diese gewaltbereiten Gruppen ähneln den englischen Hooligans. Sie suchen die Konfrontation mit des Gegners Fans und schrecken auch vor der Polizei nicht zurück. Vor dem Spiel wollen sie einschüchtern, provozieren und das meist durch martialische Schlachtengesänge und Gewalt. Sie beherrschen ihr Territorium in der jeweiligen Fankurve uneingeschränkt. Die Berüchtigtste - Boca Juniors «La Doce»: Ihnen gehört die Mitte des Fanblocks. Selbst im ausverkauften Stadion würde es keiner wagen, diese Plätze zu besetzen. Sie bleiben leer, bis die Gruppe zwei Minuten vor Anpfiff mit wehenden Fahnen einmarschiert.
    Ständig tauchen Medien-Berichte über dunkle Verbindungen zwischen den Barrabravas, den Club-Managern und der Polizei. Die Radau-Gruppen seien nicht nur im Kampf gegen Fans im Einsatz, sondern als verdeckte «Privatarmee» der Clubspitze. Bei Verhandlungen über Spielertransfers oder Auseinandersetzungen mit anderen Clubs würden sie nicht selten eingesetzt, um die Gegenseite einzuschüchtern und gefügig zu machen. Die Polizei drücke oft beide Augen zu, weil sie von den Barrabravas geschmiert würden. Aber auch diese Praktiken können einen wahren argentinischen Fußball-Fan nicht aus dem Stadion vertreiben.

    Richtig, Wismut Karl-Marx-Stadt (Aue) hat definitiv 'nur' drei Meistertitel.
    Der 1.Platz nach der Übergangsrunde im Herbst 1955 zählt nicht als Meisterschaft.
    Nach der Saison 1954-55 die im Sommer 1955 endete (Meister: Turbine Erfurt) gab es im Herbst 1955 eine Übergangsrunde der 14 Oberligisten (13 Spiele pro Verein, ohne Rückspiel, ohne Absteiger) da im Januar 1956 das 'sowjetische System' (eine Saison dauerte von Januar bis Dezember) eingeführt wurde, welches nach dem Spieljahr 1960 wieder abgeschafft wurde.


    BWG Kille

    "... Vielleicht muß Dir aber auch noch einmal erzählt werden, welchen Hintergrund a l l e Dynamo-Sportvereine gehabt haben ..."


    Wem willst Du denn was erzählen ? Du kennst die Stories doch auch nur vom Hörensagen ...


    Zum Hintergrund 'aller' Dynamo-Sportvereine:
    • Dynamo-Vereine unterstanden normalerweise dem MdI (Ministerium des Innern) = Deutsche Volkspolizei
    • Ausnahme bildete der alte BFC Dynamo, er unterstand dem MfS (Ministerium für Staatssicherheit) = Erich Mielke


    "Dynamo" war also keineswegs gleich "Dynamo".


    BWG Kille

    "... Per-Oehr
    Wieviele "Südländer" waren eigentlich in Karlsruhe und Saarbrücken dabei und was haben eigentlich die "Südländer" in dieser Fußball-Diskussion verloren? ..."


    Die Gesetzesänderungen die "Stadtverbote", "Reiseverbote" etc., gegen Bundesbürger denen keine Straftat oder nicht mal ein Vorsatz zur Begehung einer Straftat nachzuweisen ist, möglich machen, gelten nicht nur für Fussball-Fans sondern können in Zukunft ganz einfach für jede Art von "unerwünschten" Personen eingesetzt werden !
    Wenn dem Staat irgend etwas nicht passen sollte (politische Demonstartionen, Streiks ...) kann man auf diese Art und Weise auch unliebsame Meinungsäusserungen einfach so "verschwinden" lassen.
    Meiner Meinung nach verstossen solche Massnahmen gegen das deutsche Grundgesetz und werden aber trotzdem "von hinten herum" eingeführt - und keinen störts ... es trifft ja "nur" die "Scheiss-Dynamos" ...


    BWG Kille

    "... Der hat gesessen, oder BFC'er? Wie kommste da wieder raus? ..."


    Wieso sollte er sich da wieder rauswinden ? Er hat doch Recht ! :ja:


    Es geht doch nicht darum jeden Polizeieinsatz als 'ungerecht' und 'brutal' abzustempeln. Viele sind vorher, zugegebener Massen, von den Fans provoziert worden. Die Frage ist nur wie weit darf die Polizei bei ihren Reaktionen gehen, ohne sich selber 'über das Gesetz' zu stellen ?


    Und dann sind da aber auch noch die Polizei-Einsätze die eher Aktion denn Reaktion sind ... Völlig unnötig, Schikanen ohne jegliche gesetzliche Grundlage - und darum sollte es ja hier gehen, oder ?!


    BWG Kille

    "... Aber solche Pauschalierungen machen eine Diskussion natürlich ziemlich schwer ..."
    Ich möchte Dir nicht zu nahe treten, aber mir kommen eher Deine Ansichten ziemlich pauschalisiert vor ... Die von mir geschilderten Beispiele stammen aus persönlichen Erfahrungen oder aus meinem Bekanntenkreis und sind für mich daher aussagekräftig genug und verallgemeinern das Problem "legalisierter Machtbrissbrauch" in keinster Weise.
    Desweiteren finde ich die Diskussion nicht 'schwer' sondern eher lebhaft ! (... und dadurch recht interessant =) )


    "... und dass man keine Möglichkeit hat, sich vor einem Gericht zu verteidigen, ist nun mal definitv falsch ..."
    Das war jetzt aber wirklich pauschal vom Feinsten ! Es werden jedes Wochenende (so denn ein Spiel stattfindet ...) willkürlich Fans zu "Gewalttätern Sport" ernannt und daraufhin bundesweite Stadionverbote, Meldeauflagen etc. erlassen ! Ohne Gerichtsurteile ! Ohne Anhörung ! Ohne Beweise !
    Wenn man dann gegen das Stadionverbot klagt, wird vor einem Gericht zwar fast immer die Unschuld des Fans erwiesen und dieser von jeder Schuld frei gesprochen (weil es eben meistens wirklich keinerlei Beweise gibt), aber das Stadionverbot z.B. und der Eintrag in die Karteikarte bleiben bestehen ! (Genau wie die Zahnlücke, nur das Auge ist nach ein paar Tagen nicht mehr zugeschwollen ...) Ich persönlich kenne Fälle, wo seit 1-2 Jahren gegen zu Unrecht verhängte Stadionverbote geklagt wird und der DFB es immer wieder hinauszögert diese aufzuheben.


    "... Diese permanenten Kinderschänder-Vergleiche finde ich geschmacklos, aber das ist ja mein Problem. Zumindest gibt es aber keine 3 Jahre auf Bewährung, das steht fest ..."
    Was das 'geschmacklos' angeht, hast Du Recht und ich werde es mir auch in Zukunft verkneifen. Ich wollte nur mal auf die, meiner Meinung nach, nicht gegebene Verhältnissmässigkeit zwischen 'Untat' und 'Strafmassnahme' hinweisen, als mir dann eben ein Zeitungsartikel von vor ein paar Jahren einfiel, wo ein Kinderschänder jahrelang die 11-jährige Tochter des Nachbarn missbraucht hat und dann zu 2,5 Jahren auf Bewährung mit der Auflage sich in einer Psychologische Anstalt behandeln zu lassen, verurteilt wurde. An was ich mich noch aus der Urteilsbegründung erinnern kann ist: "... ohne Zwang ... es ist dem Kind nicht unangenehm gewesen ..." Aber vielleicht ist es ja auch gar nicht so gewesen, stand ja nur in der Zeitung ... und ich schweife vom Thema ab. Sorry ! Soll nicht mehr vorkommen ...


    BWG Kille

    "... hatte man ... vor allem solchen Leuten die Ausreise verboten, denen wegen ihrer einschlägigen Vorgeschichte eine Wiederholung von Lens zugetraut wurde ..."


    Die "einschlägigen Vorgeschichten" wurden zum Grossteil willkürlich und ohne jede Art von Beweisen an den Haaren herbei gezogen !
    Ohne richterliche Untersuchung, ohne die Möglichkeit sich vor einem Gericht zu verteidigen, wurden hier tausende (!!!) Fussballfans wegen den fadenscheinigsten Behauptungen von Polizeibeamten persönlicher Grundrechte beraubt !
    Es gibt -zig Beispiele wo Fussballfans wegen Misshandlungen Anzeige gegen Beamte stellten und dann auf einmal selber die Angeklagten waren !
    (Der Beamte hatte natürlich eine ganze Hundertschaft von Zeugen die beschwörten, das der 35-jährige Familienvater mit seinem 12-jährigen Sohn nichts besseres zu tun hatte als sich grundlos und wie ein Irrer auf den bezichtigten Polizisten zu stürzen und der sich nur angemessen verteidigte ...)
    Es gibt Fälle, da sind Leute wegen "Falschpinkelns" in der "Kartei Gewalttäter Sport" gelandet ! Auch so eine "einschlägige Vorgeschichte" ...
    Oder wie kommt es, das man beim geplanten Abflug in den Urlaub auf dem Flughafen vom BGS wegen einer 7 Jahre zurückliegenden "vorrübergehenden Festnahme" beim Fussball angesprochen wird, obwohl solche Daten laut Gesetz nach 5 Jahren gelöscht werden müssen ?
    Die Latte von "einschlägigen Vorgeschichten" ist uferlos lang - anscheinend hat deswegen keiner Bock sie sich mal wirklich genau durchzulesen ...


    Ich sage nicht das alle Fans Unschuldslämmer sind :cool:, aber irgendwo sollte doch das Strafmass dem Umfang der Tat angepasst sein, oder die Beschneidung von Grundrechten sollte zumindest in irgendeinem realen Verhältniss zur Gefahr für die Öffentlichkeit stehen.
    Aber so wie's aussieht, bekommen Kinderschänder in Zukunft 3 Jahre auf Bewährung und danach 'n Job in Halle/S. im 'Kinderknast', während Fussballfans beim Überklettern des Zaunes gleich standrechtlich und ohne Urteil erschossen werden - die habens ja nicht anders verdient, weil die "einschlägige Vorgeschichte" von Brüssel 1985 zeigt, was passiert, wenn Fans "unerlaubt den Block" verlassen ...


    BWG Kille

    "... gab es doch dafür damals einen konkreten Anlass, nämlich die in der ganzen Welt verbreiteten Bilder deutscher "Fans", die einen am Boden liegenden Polizisten mit einem Verkehrsschild zum Krüppel schlagen ..."


    Das idiotische Verhalten von 2 oder 3 deutschen Fussballfans wird also als Begründung für die Überwachung von jedem anderen Fussballfan anerkannt und wenn 2 oder 3 Polizisten ausrasten, spricht man immer nur von Einzelfällen, da die Mehrheit ja "gar nicht so ist" ?


    Man kann ja mal ein paar Bilder "in der ganzen Welt verbreiten" auf denen Polizisten einen Fussballfan krankenhausreif prügeln ... Was wären denn dann die Konsequenzen für jeden Polizisten ?


    Irgendwo ist doch bei all den Beschneidungen der persönlichen Rechte von Fussballfans gar keine Verhältnissmässigkeit im Bezug auf die "potentielle Gefahrenausstrahlung" mehr gegeben !


    BWG Kille

    "... Ursachen dieser sinnlosen Gewalt nicht auf seiten der Polizei liegen ..."


    Moment mal ! Wenn ich "Scheisse baue" und dafür ein paar übergezogen bekomme, dann muss ich damit leben und fange ganz sicher nicht an zu heulen. Ich habe mich nicht an geltende Gesetze gehalten und werde dafür bestraft, fertig aus - ABER - die geltenden Gesetze zählen auch für Polizeibeamte !
    Die können nicht ihre Gesetzesüberschreitungen mit den 'Verbrechen' der Fussballfans entschuldigen ! Urteile werden immer noch von einem Richter gefällt, wobei die Schuld nachzuweisen ist, und nicht von einem halbwilden Oberförster vor Ort, der ohne zu wissen, wer denn nun eigentlich den einen Pyro (z.B.) gezündet hat, auf alles losknüppelt was er trifft. Festgenommen Fans, denen die Hände gefesselt wurden, noch mal so richtig ein paar vor's Fressbrett zu knallen ist Deine Auffassung von einer gut funktionierenden Justiz ?
    Wenn nicht mal die Polizei sich an geltende Gesetze und Bestimmungen hält, wer kann denn dann erwarten, das sich das "Pack" daran hält ?


    BWG Kille

    "... Letztendlich habt Ihr vielleicht auch den Anfang gemacht, durch Eure Anzeige(n)? nach den Chemnitz Vorfällen ..."


    2003 hatten FCM-Fans auf Grund massiver Übergriffe der Polizei in Plauen mehr als 80 Dienstaufsichtsbeschwerden abgegeben, sogar der Innenminister von Sachsen wurde verklagt. Was dabei herauskam ? Rate mal ...


    BWG Kille

    "... Es stimmt schon mit Aktionen die auch von der Presse beachten werden, kann man viel erreichen ..."


    Was denn ? Das der Missbrauch von Staatsgewalt 'verboten' wird ? Den gab's schon immer (in jedem Staat, zu jeder Zeit, in jedem Gesellschaftssystem) und wirds auch immer geben ...


    "... nichts tun ist das selbe wie wegschauen ..."


    Stimmt schon irgendwo, aber entspricht meiner Meinung nach nicht der Realität. Da ist das dann doch eher 'idealistische Zeitverschwendung' - Träumerei eben. Ich muss schon irgendwo eine Chance sehen - da träum ich lieber vom Aufstieg des FCM ... =)


    BWG Kille


    P.S.: Ich war am 3. November 1990 in Leipzig dabei und auch später auf der Trauer-Demo für Mike Polley - Die Mörder laufen heute noch frei rum ... trotz damaligem öffentlichen Interesse und positiver Erwähnung der Demo in der Presse !

    Wie etliche voran gegangene Versuche zeigten - auch noch soviele Demos o.ä. Aktionen werden wohl keinen Erfolg haben !


    Sie interessieren einfach niemanden !


    Solange wie das öffentliche Image von Fussballfans als geistig minderbemittelte, grölende, dem Alkohol 'nicht abgeneigte' und teilweise sogar gewaltbereite Proleten besteht, wird die breite Öffentlichkeit auch immer davon überzeugt sein, das die Polizisten "nur ihre Pflicht tun" und sie (die Öffentlichkeit) vor dem Pöbel bewahrt.
    Das öffentliche Image wird aber zum grössten Teil durch die Medien bestimmt ('Medien machen Meinungen') und die sind nur an dann an Fussballfans interessiert, wenns Schlagzeilen ala "Hooligans liefern sich blutige Kämpfe mit der Polizei" gibt, weil sie die besser verkaufen können, als eine kritische Meinung über Polizeieinsätze und Misshandlungen im Polizeigewahrsam - da handeln sie sich höchstens noch Ärger ein ...


    Fussballfans haben eben nicht die Macht wie der DFB, die Polizei oder die Russenmafia z.B. Die haben alle ihre Beziehungen zu Politikern, Presse, die haben ihre Anwälte etc., die pinkelt so schnell keiner an ... Es ist schon erstaunlich, wie schnell jedesmal der Ruf nach den Menschenrechten von misshandelten Asylbewerbern laut wird, oder wie schnell auf die 'schlechte Kindheit' eines Kinderschänders und deren 'verheerende psychologischen Folgen' hingewiesen wird, aber die allwöchentliche Rechtsbrechung/-beugung durch die "Hüter des Rechts" interessiert einfach kein Schwein ... weil die 'Opfer' eben keine Lobby haben.


    BWG Kille

    "... die berliner polizei ist schon seit jahrzehnten ein spd revier ..."


    Ich kann mich noch erinnern, das 1989 auch ein nicht unerheblicher Teil der Berliner Polizisten die "Republikaner" gewählt hat (7,5 % für die Reps bei den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus). Eines der Wahlkampfthemen damals war wohl auch, ob Türken in Berlin Polizeibeamte werden dürfen ...


    Also, an einer politischen Partei kann man die Polizeiwillkür wohl kaum festmachen, wohl eher an der unentwegten Deckung der Beamten durch ihr eigenes internes System (Klüngel) - eine Krähe hackt der anderen bekanntlich kein Auge aus.


    Es gibt z.B. (im "Statistik-Land" Deutschland !) keine genauen Angaben darüber, wieviele Beschwerden/Anzeigen jährlich gegen Beamte getätigt werden, wieviele davon überhaupt bearbeitet werden, wieviele vor einem Richter landen, wieviele Verurteilungen von Beamten es gab etc.. Das diese, für ein mitteleuropäisches, sich selbst als 'sozial' und 'demokratisch' bezeichnendes Land, eigentlich selbstverständlichen Statistiken nicht geführt werden und es keine Angaben dazu gibt, wird dem deutschen Staat unter anderem auch ständig von Amnesty International vorgehalten. Aber wen interessiert's ?


    BWG Kille


    [Blockierte Grafik: http://www.elbambu.de/fcm/sleeper_01.jpg]

    "... Bis dahin war ich eigentlich positiv überrascht von den Dynamo-Fans, sehr friedliches Verhalten, aber dann ..."


    Ja, und dann sind die Befis völlig grundlos ausgerastet und haben die Polizei angegriffen, stimmts ?! Einfach so ... 8O
    Läuft doch immer so ab - man zündet ein Feuerchen an, tanzt zweimal drumherum und dann fällt man über die anwesenden Beamten her. Das diese sich wehren ist doch ihr gutes Recht, oder ?!


    BWG Kille