Beiträge von Kuttenking

    Zu einem bei weitem noch nicht ausverkauften Spiel, in einem FIFA-tauglichen Stadion, das allen vom DFB vorgeschriebenen Sicherheitsauflagen gerecht wird, die Tageskassen zu schliessen und dies erst kurz vor dem Spieltermin "durchsickern" zu lassen, ist so mit die dümmste "Sicherheitsmassanhme", die es bisher in Magdeburg gegeben hat. Aber man ist ja offensichtlich steigerungsfähig ... In diesem Sinne: "(R)auf geht's!"


    BWG Kille

    "... Ich mein andere Spieler beenden ihre Karriere da wo sie angefangen haben und warum sollte das nich auch bei uns der Fall sein? Bitte um stichhaltige Argumente ..."


    Weil Hansa Rostock ganz gut dasteht und derzeit keinen neuen Trainer sucht, vielleicht?


    =)


    BWG Kille

    "... Bei ausgezeichnetem Wetter kamen am letzten Sonntag in Berlin fuenf von den neun angesetzten Meisterschaftsspielen zum Austrag; andere erledigten sich kampflos. Leider machte sich das Publicum wieder mehrfach unliebsam bemerkbar, indem es ins Spiel eindrang, so dass sich einige Schiedsrichter genoetigt sahen, eine Pause eintreten zu lassen ..."


    Victoria 89 – BFC Preussen

    "... Die unmittelbare Veranlassung hierzu war, dass, als ein dritter Spieler Victoria`s ausgeschlossen werden sollte, das Publicum in einer fuer die Qualitaet desselben ueberaus bezeichnenden Weise fuer Victoria und gegen den Schiedsrichter Partei ergriff, so dass eine weitere Fortfuehrung des Spieles thatsaechlich in Frage gestellt war.
    Die Scenen, die sich nach Abbruch des Kampfes noch abspielten, spotten jeder Beschreibung. Es mag genuegen, hier zu erwaehnen, dass der Schiedsrichter sich nur mit Muehe vor einer Lynchung seitens des Publicums retten konnte, und das ein "Herr" aus dem Publicum sich nicht entbloedelte, demselben aus der schuetzenden Menge heraus einen Schlag zu versetzen. Dass ferner das Publicum seine Wut an den Spielgeraeten Preussen`s auszulassen versuchte, so dass die Angehoerigen desselben einen wahren Kampf um ihr Eigentum zu bestehen hatten, genuegt wohl, um zu zeigen, dass ein regulaerer Wettkampf von einiger Bedeutung auf dem Tempelhofer Feld vor einem solchen Publicum nicht mehr abgehalten werden kann ..."


    Zeitgenössische Presse von 1903

    @ salomon: "... Im übrigen bin ich dafür, dass die Kosten für einen Polizeieinsatz zu 100% auf die Vereine abgewältzt wird. Das Argument, die Vereine zahlen doch Steuern, zieht nicht. Mit der selben Begründung könnte man auch die Versicherung für's Auto sein lassen und beim Unfall dann auf die KFZ-Steuer verweisen ..."


    Du müsstest Dich bei Deinem Vergleich zum Fussball eher auf die Kosten für die Verkehrspolizei, Radarfallen, Ampelanlagen etc., deren tatsächliche Notwendigkeit und Motorsportvereine beziehen.
    Diese Sicherheitsmassnahmen sowie Autobahninstandhaltung u.s.w. werden zurecht durch KFZ-Steuern bezahlt, da ein öffentliches Interesse besteht und nicht durch die Umlegung auf existierende Automobilclubs, Motorsportvereine und M.C.'s, da deren Aktivitäten sich in der Regel ausserhalb des öffentlichen Interesses bewegen und die durch sie verursachten Kosten (Umwelt etc.) schon durch die KFZ-Steuern gedeckt sind ... Unfälle werden immer wieder passieren und die Verantwortlichkeit der Vereine für die Kosten ist, genau wie beim Fussball, zweifelhaft oder zumindest sehr beschränkt.

    @ Stephan, Deine PM-Box ist voll, deswegen nochmal hier ...


    "... Das Wort "Straftat" sagt nicht aus, ob jemand verurteilt wurde. Schlagen wir einfach mal das Lexikon zum Begriff "Straftat" auf: Jede Handlung, für die nach den Vorschriften des Strafrechtes eine Bestrafung vorgesehen ist. Nicht zu den Straftaten zählen Ordnungswidrigkeiten ..."


    Wir reden aneinander vorbei ... Ich bezog mich in meinen Ausführungen immer auf die von Dir verwandte Bezeichnung "Straftäter" ("Sammelbecken von ..."). Jemand der einer Straftat verdächtigt wird muss immer erstmal rechtsgültig verurteilt werden um den Titel "Straftäter" tragen 'zu dürfen' ... :wink: Verstehste jetze wat ick meine? =)


    BWG Kille

    "... Geht es vielleicht um die Diskussion, dass sich die Vereine künftig zum Teil an den Kosten der Polizeieinsätze beteiligen sollen (was ich persönlich für einen guten Vorschlag halte)? ..."
    "... Mal ehrlich, wie kann man als Fussballfan so etwas für "einen guten Vorschlag" halten? ..."
    "... Ich finde den Vorschlag halt gut, bei den Profivereinen - bei denen es in erster Linie um Gewinnmaximierung geht - Geld einzusparen und dieses eingesparte Geld in Jugendbereiche zu stecken, um dort den Fußballsport zu fördern ..."


    Da kann ich Dir jetzt nicht ganz folgen ... Wie meinst'n das? Wieso haben die Vereine durch das Zahlen der Kosten von Polizeieinsätzen mehr Geld für die Jugendarbeit? Da wäre doch eher das Gegenteil der Fall?


    "... man sieht ein, das Ausschreitungen ein unabänderliches Risiko darstellen, hört auf einen Schuldigen dafür zu suchen und kanalisiert diese Gefahr einfach in bestimmte Freiräume/Pufferzonen, in dem man den Fusballfans z.B. wieder zugesteht ihre eigene Welt, mit ihren eigenen Regeln und Gesetzen, aus der im Allgemeinen nichts nach aussen dringt, zu haben ..."
    "... Dagegen finde ich z.B. Deinen folgenden Vorschlag, aus Stadien einen Sammelbecken für Straftäter zu machen, total unsinnig ..."


    Gut, anscheinend gehen hier, die Definition von "Straftätern" betreffend, die Meinungen zu weit auseinander ... Für mich sind nur durch ein ordentliches Gericht rechtsgültig verurteilte Personen "Straftäter" und bis zu diesem Zeitpunkt haben sie laut Grundgesetz als unschuldig zu gelten, aber wer hält sich heutzutage schon noch an geltende Gesetze ...


    Was "meinen Vorschlag" betrifft, ist dieser "Vorschlag" im Grossen und Ganzen nichts weiter als dieselben 'entspannten' Zustände wieder herzustellen, wie es sie seit Jahrzehnten in deutschen Fussballstadien gegeben hat. Wenn laut offiziellen Aussagen von Medien und Behörden die Gewaltspirale steigt, heisst das doch nichts anderes als das "früher alles besser war" ... Demzufolge braucht man doch den Fans nur dieselben Freiräume wieder zugestehen, die sie jahrzehntelang hatten. Wo sie ihre kleinen Ritualien untereinander pflegten, welche in keinster Weise die allgemeine Gesellschaft in dem Masse gefährdeten, wie man es heutzutage den Bürgern (mit sichtbaren Erfolg ...) einreden möchte.

    Was spricht (gerade aus ökonomischer Sicht) dagegen das Ausschreitungen (die, wie die vergangenen 100 Jahre beweisen, beim Fussball auf Dauer ganz einfach unvermeidbar sind!) kontrolliert innerhalb dieser Freiräume verpuffen, während es ohne jegliche Pufferzonen vermehrt zu unvorhergesehen und vor allem unnötigen Eskalationen kommen wird, die dann wirklich eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellen können?
    Warum knüppelt man auf Grund von "Null Toleranz" z.B. FCM-Fans in Minden (auf dem Rückweg aus Mönchengladbach) in den Zug nach Braunschweig obwohl diese Jungs gar nicht aus der Stadt Magdeburg kommen und mit dem Zug über Hannover nach Hause in Harz fahren wollten/müssten?


    Die Sturheit von unfähigen/ungeschulten Beamten, mangelnde Flexibilität der Einsatzkräfte und fehlende Bewegungsfreiräume für Fans sind ein sehr grosser Unsicherheitsfaktor und inzwischen für den grösseren Teil der Eskalationen verantwortlich. Die Anzahl von Verletzten (auf allen Seiten) und die Kosten (z.B. durch inflationär angestrengte Strafverfahren, die dann auch noch oft wegen Mangels an Beweisen eingestellt werden müssen) sind heutzutage nicht durch die Irren ("Straftäter") im Block gestiegen, sondern durch die verfehlte Sicherheitspolitik der Polizei und der Verbände, die jeden der nur annähernd "verdächtig" ist, als "Gewalttäter Sport" abstempelt und den wirklichen Straftätern somit sogar noch Nachwuchs beschert ... denn wenn einem ständig gesagt wird das man ein "Fussballverbrecher" ist, das das Bepöbeln der Gegner in Wirklichkeit eine "Diskriminierung von Minderheiten" darstellt und das Abbrennen eines Bengalos ein "gewissenloser Gewaltakt" und keine "südländische Stimmung" ist, ist man irgendwann auch ein "Fussballverbrecher" und verhält sich dementsprechend. Schliesslich haben "die da oben" doch immer Recht, oder?! Und wenn sie mal nicht Recht haben, wird aus einer Mücke ein Elefant gemacht und schon hat man wieder (eine) Recht(fertigung) ...


    Bleibt immer noch die Frage offen, warum man nun die einzelnen Vereine für die Geschehen rund um die Spiele verantwortlich machen sollte?
    Was kann z.B. der 1.FC Magdeburg e.V. dafür das die Polizei in Minden unbedingt einige FCM-Fans in den falschen Zug prügeln will und selbst auf die Vermittlungs-, Erklärungs-, Schlichtungsversuche des offiziellen Fanbeauftragten des 1.FCM hin, nur mit Knüppeleinsatz und Tränengas reagiert? Warum sollte dieser völlig unnötige Einsatz vom 1.FC Magdeburg e.V. mitfinanziert werden?! Die Gärtner sollten ihr Tränengas mal selber bezahlen, vielleicht setzen sie es dann etwas sparsamer ein und senken somit selber die Kosten!


    BWG Kille

    "... Geht es vielleicht um die Diskussion, dass sich die Vereine künftig zum Teil an den Kosten der Polizeieinsätze beteiligen sollen (was ich persönlich für einen guten Vorschlag halte)? ..."


    Mal ehrlich, wie kann man als Fussballfan so etwas für "einen guten Vorschlag" halten? 8o


    Die Vereine haben zum Einen keinen Einfluss auf die (oft unnötig hohe) Anzahl der eingesetzten Polizeieinheiten, geschweige denn auf die Form der Einsätze (deeskalierend zurückhaltend und abwartend, freundlich oder gereizt, provokativ und schlichtweg streitsuchend) welche in nicht unerheblichem Masse zu eventuellen Eskalationen und demzufolge zur Anhebung der Kosten für die Einsätze, beiträgt.
    Zum Anderen haben die Vereine keinerlei Einfluss auf die Auswahl der eingesetzten Beamten (z.B. Massen an ungeschulten Knüppelbrigaden die durch Anzahl und Unerfahrenheit durchaus zu höheren Kosten durch das unnötige Einschreiten bei geringsten Vorfällen beitragen, oder weniger, dafür erfahrenere Beamte, die bestimmte Situationen richtig einschätzen und unnötige Einsätze/Eskalationen vermeiden können, sowie an strategisch wichtigen Punkten zu finden sind und nicht sinnlos in der Gegend rumstehen - nach dem Motto "die Vereine zahlen uns ja sowie so" um dann am falschen Ende zuzuschlagen bzw. durch Fehleinschätzung der gegebenen Situation in 'Notwehr' Fans erschiessen 'zu müssen' ...).
    Die Vereine haben keinen Einfluss auf die Anzahl (und somit die Kosten) der eingesetzten Hubschrauber und Wasserwerfer z.B. bei 4.Ligaspielen (!), dürfen nicht mal'n eigenen Fotografen in den Hubschrauber mit reinsetzen der eventuell ein paar geile Stadionfotos macht und sollen aber dafür bezahlen?!


    Der Staat bekäme somit einen Freibrief und könnte auf Druck des DFB unliebsame Vereine einfach in den Bankrott treiben! Wo ist das "ein guter Vorschlag"?!
    Schonmal daran gedacht das sich in Zukunft Fans eines anderen Vereins (Namen fallen Dir bestimmt selber ein ...) einfach einen Union-Schal umhängen und ein bisschen Stunk in der AF oder bei Euren Auswärtsspielen machen können nur um dem 1.FC Union das nächste Mal einen teureren Polizeieinsatz zu verschaffen?
    Was kann ein Verein dagegen machen? Gar nichts!


    Der Staat versucht nur die im WM-Wahn selber unnötig hoch verursachten Sicherheitskosten abzuwälzen. Wie immer auf die Kleinen ... Soll er sich doch aus dem WM-Gewinntopf des DFB bedienen! Die haben doch durch den zusätzlichen Sicherheitsaufwand den dicken Reibach gemacht (50 Millionen nach Steuern?).
    Wozu zahlen Fussballvereine eigentlich Steuern wenn man ihnen nicht das Recht auf kostenlosen Polizeischutz gewährt? Muss der Papst in Zukunft auch für die Sicherung seiner 'Veranstaltungen' selber bezahlen? Dort gäbe es (ohne Polizeieinsatz) auch genug 'Stimmungsmacher' ...


    BWG Kille

    "... dem verein, der ab und an mal für einen spielabruch sorgt und bei dem haarlose ohne ende sich treffen ..."


    Sorgt ein Verein für Spielabbrüche und stellt sich seine Anhängerschaft nach irgendeinem (mir unbekannten) Auswahlverfahren selber zusammen?
    Dann erläuter mir doch mal bitte wie sich der 1.FC Union (als Fallbeispiel) früher die Anhänger ausgesucht hat, die in Riesenhaufen marodierend durch die Stadien der Republik zogen? War es etwa die Schuld des Vereins das die FANS des 1.FC Union früher einen mindestens genauso berüchtigten Ruf hatten wie später die FANS des BFC?


    Ich glaube hier ständig als "Saubermann" mit dem Finger auf den Anhang anderer Vereine zu zeigen und diese als die "böseren Buben" hinstellen zu wollen, kann sich kaum ein Fan irgendeines Vereins leisten, denn irgendwann hatten, oder haben, alle mal Dreck am Stecken und am eigentlichen Thema geht es meilenweit vorbei ...

    Kein Verein ist davor immun das sich in seinem Umfeld erlebnissorientierte Fans ansammeln und es somit auch zu Ausschreitungen kommen kann (die natürlich nicht immer von dieses Fans ausgehen müssen). Man kann also keinen Verein für das Verhalten seiner Fans alleinverantwortlich machen. Sicherlich spielen gewisse Faktoren eine (untergeordnete) Rolle, aber insgesamt sind die Vereine da mehr als machtlos.


    BWG Kille

    "... es handelt sich um ein gesellschaftpolitisches Problem ..."


    Das sehe ich anders. Das "Problem" wie hier die gelegentlichen Ausschreitungen rund um Fussballspiele genannt werden, ist viel zu vielschichtig als das man einen Einzigen verantwortlich machen kann.
    Es ist natürlich Quatsch alle Verantwortung den Vereinen zuzuschieben, aber mindestens genauso falsch ist es meiner Meinung nach auch, zu glauben, das man soziale Probleme dafür alleinverantwortlich machen kann.


    Meiner Auffassung zu Folge sind Ausschreitungen ein "ganz normaler" Teil vom Fussball und werden auf die eine oder andere Art immer wieder vorkommen, solange es Fussballspiele gibt, denn dieses "Problem" gibt es nachweislich überall auf der Welt seit es Fussball gibt. (In etwa vergleichbar mit dem Strassenverkehr und Verkehrsunfällen .. zu glauben das durch mehr Regeln und Verbote keine Unfälle mehr passieren würden, ist einfach illusorisch. Es gibt viel zuviele unterschiedliche Faktoren die in jeden einzelnen Unfall reinspielen. Man kann Unfälle nicht einfah verbieten.)
    Das "Problem" existiert systemübergreifend (was meiner Meinung nach die Theorie des gesellschaftspolitischen Problems widerlegt, oder wo waren in der ehemaligen DDR z.B. die ganzen Sozialschwachen, Arbeitslosen, Perspektivlosen, die keine Lehrplätze etc. finden konnten?), es taucht ganz überall da auf, wo Fussballspiele ausgetragen werden, egal ob beim Kaiser, Hitler oder Honecker.
    Das die blosse Anwesenheit von grösseren Massen an Menschen gepaart mit Emotionen, zu Tumulten führen kann (Fussballspiele, Rockkonzerte, Demonstrationen u.ä.) ist keine Neuigkeit, aber bisher immer noch ein ungeklärtes Phänomen.
    Genau da fängt meiner Meinung nach aber das eigentliche "Problem" an. Solche Vorfälle werden oft als "Neu" bezeichnet, als "Gewaltspiralen" die angeblich steigen u.s.w. - genau betrachtet alles Quatsch der nur zu einer Hysterie unter den 'normalen' Menschen führt, die dann natürlich Gegenmassnahmen fordern!
    Wenn man mal die Vergangeheit betrachtet waren Ausschreitungen eine schon immer existierende Begleiterscheinung von Fussballspielen, die aber selten jemanden der nichts damit zu tun haben wollte, gefährdeten, denn früher wurden, im Gegensatz zu heute, gewisse Zugeständnisse gemacht und Freiräume gelassen um das Anstauen und die unkontrollierte Explosion von Emotionen einzudämmen. Ausnahmen waren fast immer Vorfälle wo nachweislich das Versagen von Behörden und Polizei für die Eskalationen verantwortlich waren (Extrembeispiel: Brüssel 1985 mit 39 Toten). Normalerweise wurde ein Auge zugedrückt wenn z.B. mal ein paar Schneebälle von Block zu Block flogen und nicht wie heutzutage, wo so ein "Vorkommniss" sogar von den Medien aufgegriffen, die "Übeltäter" katalogisiert, sowie ohne richterliche Urteile bestraft werden würden.
    Die Menschen sind heutzutage, vor allem durch die absolut unseriöse und masslos übertreibende Berichterstattung in den Medien, einfach nur empfindlicher im Bezug auf Ausschreitungen geworden! Eine Banane macht einen heutzutage zum Rechtsradikalen und ein sichtbares Tattoo zum Hooligan (der natürlich in Vorbeugegewahrsam gehört).
    Welche Zeitung (und damit: welchen Leser) hat es denn früher interessiert wenn da mal zwei Knallraketen durch's Stadion flogen?! Da stand Wochen später nur ein kleiner Absatz irgendwo in der Ecke, das Verein XY wegen dem Abschiessen von Raketen beim UEFA-Pokalspiel gegen YX ein paar Tausend Schweizer Franken zahlen muss und fertig, aus. Heutzutage bricht wegen genau so einem Vorfall (z.B. Union-Magdeburg) eine Hysteriewelle ungekannten Ausmasses los, da werden Schalgzeilen veröffentlicht, Massnahmen zur Rettung der Gesellschaft vor den wilden Horden gefordert u.s.w. ... Schlagzeilen gab es früher nur bei Sachen die wirklich einen direkten Einfluss auf die ausserhalb des Fussballs existierende Gesellschaft hatten (z.B.: als Hertha-Frösche Anfang der 80'er einen Interzonen-Express demolierten und sogar versuchten Feuer zulegen ...) und somit wurde der wirkliche gesellschaftliche Schaden nicht über alle Massen hinaus angehoben und es gab keinen unmittelbaren Handlungszwang für Politik und Polizei.
    In unsere Zeit wird nun alles was nur einig wenig vom 'normalen' Verhaltensmuster der Gesellschaft abweicht, so zurechtgeschrieben das es "was hergibt". Somit wird der Eindruck erweckt das es ja "immer schlimmer wird". Beweise? Gibt es KEINE! Aber alles schreit nach Handlungsbedarf ... ist der denn wirklich im geforderten Masse nötig?


    Mein persönliches Fazit: ENTWEDER man sieht ein, das Ausschreitungen ein unabänderliches Risiko darstellen, hört auf einen Schuldigen dafür zu suchen und kanalisiert diese Gefahr einfach in bestimmte Freiräume/Pufferzonen, in dem man den Fusballfans z.B. wieder zugesteht ihre eigene Welt, mit ihren eigenen Regeln und Gesetzen, aus der im Allgemeinen nichts nach aussen dringt, zu haben, ODER, man versucht weiterhin Fussballfans dem Verhaltensmuster des Restes der Gesellschaft anzupassen in dem man einen Druck ausübt, der auf Grund fehlender Freiräume nirgendwohin entweichen kann und zu unkontrollierbaren Explosionen von Gewalt führen wird, die dann auch in einem wirklich erhöhten Masse Aussenstehende betreffen werden.


    BWG Kille

    "... Solange unsere ,Freunde' aus DD ihre Karte bezahlen und das Stadion und die Stadt ordnungsgemäß verlassen, sind se (trotzdem) willkommen ..."


    Sprich für Dich selber. :naja: Es gibt genug andere Meinungen. :ja: Und wenn's nach denen ginge, würde das Pack nicht mal in die Nähe der Stadt lassen. Kohle hin oder her ... 8)


    BWG Kille

    So weit ich weiss, ist für das Spiel gegen Dresden keinen Online-Verkauf geplant!
    Es soll somit verhindert werden das mehr als die vorgeschriebenen 2,500 Karten an die Sachsen gehen! Das Stadion soll mit FCM-Fans gefüllt (ausverkauft) werden um es in Blau-Weiss erstrahlen und nicht in Dreckig-Gelb verkommen zu lassen. Dazu wird eine Kampagne ("Eine Frage der Ehre") gestartet, die wohl voraussichtlich im nächsten Programmheft genauer vorgestellt wird.
    Es wird mit Sicherheit nicht einfach, aber wenn alle mithelfen und kräftig Werbung machen, sollte es möglich sein alle Restkarten an Clubfans (bzw. -sympathisanten) zu verkaufen. Ideen zur Umsetzung etc. sind jederzeit gefragt und können beim FanRat vorgebracht werden.


    BWG Kille

    "... nicht mal 10000 zum Rückrundenauftakt gegen einen attraktiven Gegner und Premiere im neuen Stadion ..."


    Wen Du so alles attraktiv findest ... :naja:
    Es gab (bisher) folgende "Premieren":
    1. eine offizielle Stadioneinweihung mit insgesamt ca. 50,000 Besuchern
    2. ein Eröffnungsspiel gegen Eintracht Braunschweig vor ca. 13,000 Zuschauern
    3. ein Testspiel gegen Werder Bremen vor ca. 25.000 Zuschauern
    4. ein erstes Punktspiel gegen Holzbein Kiel vor ca. 8,000 Zuschauern.


    Alle Zuschauer, die nur mal das neue Stadion sehen wollten und denen der FCM eigentlich am Arsch vorbei geht, hatten wohl ausreichend Gelegenheit dies zu tun. 8,000 Zuschauer beim Punktspielauftakt sind somit für Magdeburger bzw. allgemeine Drittligaverhältnisse absolut in Ordnung.


    BWG Kille

    "... Was mich an deiner Theorie mal interessien würde: Was ist eigentlich der (angenommene) Grund des Staates, willkürlich gegen Fußballfans vorzugehen? ..."


    Ich antworte mal einfach ungefragt ... :ja: Meiner Theorie zu Folge will (muss?) der Staat (um zu überleben?) einfach nur seinen Anspruch auf totale Kontrolle der Bürger und sein Gewaltmonopol durchsetzen.


    BWG Kille

    Bei Wikipedia gibt's einen ganz interessanten Artikel zum Thema Arbeitersport. Der Dresdner SV 1910 wird dort natürlich auch erwähnt. Das Spiel gegen Charkow (und eine folgende Spielsperre) war demzufolge der Grund für den Austritt des DSV aus dem ATSB ... mehr HIER


    BWG Kille

    "... Mir würde es schon reichen, wenn die Gewalttäter nach den Möglichkeiten des Gesetzes bestraft werden ..."


    Generell, oder nur die Gewalttäter die sich nicht hinter ihrer Uniform und dem 'Staatsauftrag' verstecken (können)?


    "... nur gut das wir in unseren Reihen nicht solche Idioten haben und wenn doch mal ein paar dabei sein sollten dann machen wir die selbst fertig ..."


    Genau! Mal so richtig was auf's Maul dem Pack! Gewalt ist doch so richtig Scheisse, wa ...


    BWG Kille