Beiträge von Marc 04

    Zitat

    Original von Marc 04
    Also ganz spontan würden mir einfallen:


    Burghausen: Wacker-Stadion


    evtl. noch Mannheim: Carl-Benz-Stadion (aber ich weiß jetzt gar nicht wie das Ding früher hieß!


    Edit: Gelten auch Stadien vor 89 im Osten! War zwar kein Profifußball, aber das Stadion am Quenz hieß früher auch Stahl-Stadion (Trägerbetrieb)!


    1) Lt. meinen Informationen Eberswalde und er arbeitet in irgendeiner Jugendeinrichtug. ?(


    2) Croy richtig!

    Ermuntert durch den TV Beitrag über die WM 74 ist ja auch für die Vorrundenpartie zwischen der BRD und der DDR berichtet worden.


    Sparwasser erzielte das Tor des Tages?


    Aber wer bediente den Torschützen?

    Zitat

    Original von DKR 78
    ...... aus dem Bereich Sachbücher "Die Revolution entlässt Ihre Kinder" von Wolfgang Leonard.


    Volle Zustimmung - war spannend zu lesen wie der Grundstein zur Staatsgründung der Deutschen Demokratischen Republik gelegt wurde.


    Meine beiden absoluten Lieblingsbücher sind:


    Café Berlin von Harold Nebenzahl
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    Seit dem 16. Dezember 1941 versteckt sich Daniel Saporta auf dem Dachboden eines großen Berliner Mietshauses. Die Nazis verfolgen ihn, weil er Jude ist und er verbringt sein Leben mit dem Warten auf seinen ergebenen Freund Lohmann, der ihn mit Neuigkeiten aus der Außenwelt versorgt und natürlich mit Essensvorräten, soweit er diese auf dem Schwarzmarkt auftreiben kann. Ab und zu einmal eine Zeitung, mehr Abwechslung gibt es nicht. So fängt Daniel an, ein Tagebuch zu schreiben und erzählt zwei Geschichten: Zum einen, wie alles begann, zum anderen beschäftigt er sich mit den Nöten und Sorgen seines selbstgewählten Gefängnisses.
    Daniel Saporta stammt aus Damaskus und gehört zu den sephardischen Juden. Sein Vater führt in der Levante ein großes Gewürzhandelshaus und hat in Berlin Geschäftsfreunde. Diese laden den jungen Daniel mit seinen 17 Jahren zu einem Besuch ein. Daniel, ein gewandter junger Mann, der fließend arabisch, französisch, hebräisch, italienisch und natürlich deutsch spricht, arbeitet als Experte im Gewürzhandel der Gechäftsfreunde mit.


    Er beschreibt in seinem Tagebuch die Zeit der Weimarer Republik sehr treffend, Berlin im Jahre 1928, als die ganze Stadt brodelt, die nationalsozialistischen Strömungen allerdings schon deutlich bemerkbar sind. Als Eigentümer eines orientalischen Nachtclubs macht sich Daniel Saporta 1929 selbstständig. Während in den 30er Jahren offiziell schon Juden verfolgt werden, ändert Daniel seine Identität, gibt sich als franco-treuer Spanier aus und bewirtet in seinem Etablissement weiterhin hohe Nazi-Funktionäre, die sich ganz besonders von seinen orientalischen Tänzerinnen angezogen fühlen.


    Durch einen zufälligen Kontakt im Orient-Exress lernt Daniel den Leiter des Pergamon Museums, Dr. Steinbuch, kennen, von welchem er unfreiwillig in Widerstands-Aktionen hineingezogen wird. So fährt Daniel Saporta im Auftrag von Dr. Steinbuch nach Sarajevo, wo er offiziell neue Tänzer für seinen Nachtclub engagieren will. In Wirklichkeit aber hat er die Aufgabe, in die Kreise der Waffen-SS und der Ustascha einzudringen, um geheime Informationen zu beschaffen. Nur unter großer Gefahr für sein Leben gelingt es ihm wieder nach Berlin zu gelangen. Doch kaum zurück wird er denunziert und muss in sein Versteck auf dem Dachboden fliehen.


    Café Berlin ist der erste Roman des Autors Harold Nebenzal. Auch wenn die historischen Fakten aus der Zeit der Weimarer Republik und des Dritten Reiches hinlänglich bekannt sind, hat der Autor die Gabe, durch sein ganz genaues Hinsehen auch kleinste Details zu beobachten und ins Bewusstsein zu rufen, wie es der Leser auf diese Art und Weise noch nicht erfahren hat.


    Zugleich erzählt Harold Nebenzal mit einer geradezu überschäumenden Lust von der levantinischen Kultur und dem Leben der sephardischen Juden im Orient. Es gelingt ihm damit ungewöhnlich plastisch Zeitgeschichte vor den Augen des Lesers lebendig werden zu lassen. Spannend recherchiert ist die NS-Politik auf dem Balkan und ihr Verhältnis zu den Arabern und dem Irak. Ganz nebenbei vermitteln diese historisch verbürgten Schilderungen für den derzeitigen Jugoslawien-Konflikt gute Hintergrundinformationen.


    Harold Nebenzals erster Roman hat all das, was einen brillanten Roman ausmacht: Einen spannenden Plot, interessante Charaktere und exzellent verarbeitete Geschichtskenntnisse. --Manuela Haselberger



    "Da geht ein Mensch" von Alexander Granach
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    In einem anderen Land Alexander Granachs Autobiografie «Da geht ein Mensch» Ein grosser Zankapfel der Geschichte ist seit je Galizien. So wurde die historische Region nördlich der Karpaten mit der ersten Spaltung Polens 1772 ein Teil Österreichs; die nordöstliche Provinz avancierte 1849 gar als «Galizien und Lodomerien» zu einem eigenen Kronland der Habsburgermonarchie. Das Gemisch der Völker – Polen, Ukrainer, Deutsche, Russen, Tataren und Armenier – kam 1918 unter polnische Hoheit. 1939 annektierte die Sowjetunion Ostgalizien, bevor deutsche Truppen das Terrain besetzten, das die Rote Armee 1944 zurückeroberte. Und 1945 wurde quer durch ganz Galizien die polnisch-ukrainische Staatsgrenze gezogen. Da hatte die grausame Maschinerie der NS-Konzentrationslager bereits jene Menschen ermordet, die das Gebiet massgeblich geprägt und das kulturelle Leben getragen hatten: die Juden. Niemand hat die Tragik des Judentums und der versinkenden k. u. k. Herrschaft derart eindrücklich fixiert wie Joseph Roth, der nahe der alten galizischen Hauptstadt Lemberg zur Welt kam. Dabei verstellte die breite Akzeptanz der zwischen Groteske, Trauer und Sentimentalität changierenden Romane «Radetzkymarsch» (1932) und «Die Kapuzinergruft» (1938 ) den Blick für verwandte Werke anderer Exilanten – unter denen zwei Publikationen bestechen: der Roman «Die Fischmanns» von Henry William Katz (1937; deutsch 1985) und Alexander Granachs Autobiografie «Da geht ein Mensch», deren erste deutsche Version 1945 postum erschien. Indes der gelernte Journalist Katz die Geschichte einer galizischen Familie inklusive ihrer Flucht nach Deutschland schildert, konzentriert sich der Schauspieler Granach auf seine frühe Karriere vom osteuropäischen Bäckergesellen zum westeuropäischen Theaterstar. Granach, 1890 im galizischen Örtchen Werbowitz als Jessaja Szajko Gronach geboren und 1945 nach einer Operation in New York gestorben, erzählt farbenfroh und spannend von einer Vita des Wanderns. Der neunte Sprössling jüdischer Bauern kehrt dem Elternhaus früh den Rücken und schlägt sich durch diverse Provinzstädte. Vorwiegend arbeitet Granach am Backofen, aber auch als Bordell-Türsteher setzt er seine Kraft ein. Nachdem er in Lemberg ins Theater gegangen ist, möchte er allein noch auf der Bühne existieren – und verwirklicht dies beharrlich, immer wieder in einem anderen Land. Voller Ehrgeiz gelangt der Sechzehnjährige ins stürmische Berlin, wo er nebenbei Schauspielunterricht nimmt und schliesslich an Max Reinhardts Schule akzeptiert wird. Der Dienst in der österreichischen Armee während des Ersten Weltkriegs, den Granach teilweise in italienischer Gefangenschaft verbringt, hemmt die Entfaltung eines hoch talentierten Mimen, der nach Erfolgen in Deutschland, Polen, Russland und der Schweiz in die USA emigriert. Dort brilliert er, der schon in Friedrich Wilhelm Murnaus cineastischem Meisterwerk «Nosferatu» (1922) faszinierte, unter anderem im Film «Ninotschka» (1939) an der Seite Greta Garbos. Indem Granach, der sich für sein künstlerisches Fortkommen die X-Beine gerade brechen lässt, den späteren Glamour nicht referiert, gewinnt er Raum für die Darstellung der zerstörten Sphäre des Schtetl. Ob es sich um den Alltag oder religiöse Feiertagssitten handelt, ob vom gelehrsamen, patriarchalischen Vater die Rede ist oder die fleissige, selbstbewusste Mutter auftaucht: Stets findet der Autor die Balance zwischen Beschreibung und Reflexion, Information und Kritik, Ernst und Ironie, Detail und Abriss. Der Galizier lernt das Mit- und Gegeneinander von Christen, Juden und Muslimen hautnah kennen und merkt, dass es daheim als Tugend gilt, das Dasein nach eigenem Gusto zu formen – solange der Glauben gewahrt bleibt. – Zweifelhaft ist, ob der Untertitel des von einem Augsburger Druckhaus erstmals vollständig edierten deutschen Textes – «Autobiografischer Roman» – vom Verfasser stammt. Und Fiktionales hat die Forschung kaum gefunden. Desto mehr steht der Entwicklungs- und Antikriegsroman «Da geht ein Mensch», von Bertolt Brecht, Lion Feuchtwanger und Thomas Mann früh gepriesen, als ein dokumentarisches Monument da, dessen Lektüre sehr zu empfehlen ist. Thomas Leuchtenmüller

    lguenth1: Schöner Bericht - doch auch mich hat der Kommentar mit den Deutschen im Ausland ein bißchen verwundert, wenn man sich die Nationalität des Schreiblings ansieht...:)


    Ist ja fast so, als ob sich Harald Juhnke über all die Besoffenen in seiner Stammkneipe beschwert...:)


    Aber wie gesagt, schön geschrieben - macht Spaß zu lesen! Ich hoffe euren Juniorjunkie geht es mittlerweile wieder besser...

    Zitat

    Original von Mazzl


    Ich werde wohl nie verstehen warum viele sich einfach nicht eingestehen können das bei ihnen nicht die beste Stimmung herscht. Damit meine ich jetzt nicht nur Schalker, auch viele Dortmunder sehen die Stimmung im WS als Maß aller Dinge an, was absolut nicht simmt.


    Danke für diese erhellende Worte, denn Du hast vollkommen recht.


    Wenn ich die Stimmung im Westfalenstadion als erbärmlich bezeichne (Siehe Derby und gerade bei der Masse auf der Südtribüne) wird mir fast logischerweise eine rein subjektive Meinung unterstellt.
    Es gibt natürlich auch gute Aktionen seitens des B*B-Anhangs. "Ein Gefühl was stärker ist als Hass" hat mich schon schwer beeindruckt - allein die Tatsache wie Ihr das ins Stadion bekommen habt.


    Zum Thema S04:


    Im Parkstadion war es viel schwerer die Hütte zum Brennen zu bringen, aber wenn es dann mal soweit war, war die Stimmung gigantisch.


    matze82: In der Arena ist es wahrlich nicht schwer akkustisch aufzufallen, dafür reichen schon 300-500 Leute.
    Viel schwerer ist die ganze Nordkurve und den dazugehörigen Oberrang zu motivieren, was allerdings aufgrund der nichtgeschlossenen Fangemeinde schwierig ist. Die Rückrunde hat gezeigt, daß wir auf einem guten Weg sind.


    Auswärts ist die Stimmung mal top (Wolfsburg, Bröndby) und mal scheisse (siehe Berlin letzte Saison). Nach meiner Meinung, weil es zuviele Umlandfans gibt, die sich nur das eine Spiel "Ihres" Vereins in der Saison anschauen.


    Aber generell würde ich sagen, daß wir zumindest supportmäßig im oberen Drittel der BL anzusiedeln sind.

    Trotz sehr starker Sympathien für Babelsberg, denke ich nicht, daß sie aufsteigen werden - geschweige denn den ersten Platz in der Nordstaffel belegen.


    Klarer Favorit dürfte der SV Yesilyurt sein - ein Konzept ist klar erkennbar und der Weg geht nach oben.


    Der BFC wird im Mittelfeld landen - mit ein bißchen Glück sogar Platz 3-5.
    Unten wird es ganz eng. Neben den Aufsteiger würde ich den EFC, Eberswalde und Türkiyemspor zu den Absteigern zählen.

    Zitat

    Original von Bersarin
    Aber wer war Katzbach, das ist ne gute Frage) Liebknecht war Anwalt.


    Katzbach war Baumeister -=> Poststadion und irgendwie logisch auch das Katzbachstadion! 8o

    Zitat

    Original von M & M
    Also das sowas der Marc nicht weiß, lässt mich ganz schön zweifeln an seine Kompetenz 8)


    Dafür habe ich in Portugal einen Kollegen von Dir kennengelernt, ein sog. Szenekundiger Beamter aus DD, das läßt mich an Dir noch mehr zweifeln... :rofl: :rofl: :rofl:

    Rein nach Luftlinie müßte es


    in Norden: der nördlichste Verein auf Rügen* sein (Cap Arkona oder so)


    demzufolge im Südwesten ein Verein der nah an Basel liegt und das in westlicher Richtung**.


    * z. B. die Vereine der Städtchen: Putgarden, Varnkevitz, Fernlüttkevitz, Mattchow und Altenkirchen (von Nord nach Süd, letzterer dürfte mit Sicherheit einen Verein haben).


    ** Dort müßte Haller oder Jens-ohne-Liga Bescheid wissen.

    Zitat

    Original von ALLESFAHRER



    ...:gruebel: DIE BRAUCH ER AUCH MIT SEINEM "OLDTIMER", WENN NICHT SOGAR NE STUNDE DRAUF!!! :time: :D :D :D


    Aufgrund meines Schadens an der Hand bin ich eh nicht in der Lage den feuerroten Boliden zu steuern (steht mir an dem WE eh nicht zur Verfügung).


    Vielmehr suche ich jemanden der mich von MD nach Halberstadt (evtl. auch zurück) mit dem KFZ mitnehmen kann..... :sport: :flehan:

    Zitat

    Original von ALLESFAHRER
    ES FEHLEN NOCH DIE ZUSAGEN VON NOFB, MARC04, TSGLER, MARZL & MARTINCVEF!!! 8)BRAUCHE "PLANUNGSSICHERHEIT"!!! :ja: =) :naja:


    Na, endlich klappt das mal mit Deiner Rechtschreibung.


    Werde aber nicht mehr mitmachen und meinen Platz zur Verfügung stellen... :ja: :ja: :ja:

    Ich bin gegen eine Winterpause, der 1. Liga!


    Eine Woche zwischen Weihnachten und Neujahr reicht vollkommen aus!
    Dafür früher die Saison beenden - dann hat man auch mehr Zeit die unteren Ligen zu besuchen!


    Darunter sollte diese ruhig beihalten werden.