Beiträge von Chemiefreak

    Leipzig/Wernigerode, 22. September 2005


    Hasseröder im Ausschank im Zentralstadion sowie im Alfred-Kunze-Sportpark / Aktivitäten mit den Fans geplant


    Der FC Sachsen Leipzig präsentiert heute mit Hasseröder einen neuen Partner. Die Kooperation sieht eine langfristige Zusammenarbeit vor. Ab sofort gibt es für die Fans des Fußball-Clubs im Zentralstadion sowie im Alfred-Kunze-Sportpark bei jedem Heimspiel frisch gezapftes Hasseröder Premium Pils. Natürlich geht das Engagement zwischen dem Verein und Hasseröder darüber hinaus. „Wir werden uns mit den Vertretern des Vereins in den nächsten Wochen zusammensetzen und überlegen, was wir speziell für die Fans an Aktionen machen können. Wir arbeiten an einer professionellen Partnerschaft, die Akzente setzt“, sagt Andree Lenatz, Marketing-Leiter Hasseröder.


    Umfangreiche Verbraucherumfragen haben ergeben, dass Hasseröder-Konsumenten sehr sportinteressiert sind. Hasseröder ist der bekannteste Sportsponsor in Deutschland im Markenartikelbereich (Quelle: Sport + Markt 2004). Die Marke setzt auch weiterhin auf Sportsponsoring, um diese Position zu stärken. Allerdings erfolgt ein Engagement nicht mehr bei einer Vielzahl von Sportarten. Der Fokus liegt unter anderem auf Fußball. „Die Unterstützung von Vereinen in unserem Kernmarkt ist für uns sehr wichtig. Wir freuen uns, mit Sachsen Leipzig einen professionellen Partner gefunden zu haben und sind sicher, dass diese Kooperation dem Verein wie der Marke positive Impulse gibt“, erläutert Peter Hausmann, Vertriebsdirektor Gastronomie Ost InBev Deutschland.


    Rolf Heller, Präsident des FC Sachsen Leipzig, hofft mit dem heute eingegangenen Partnerschaftsvertrag mit dem größten Bierkonzern der Welt an die großartige Erfolgsstory der Hasseröder Brauerei anknüpfen zu können. Insofern gehe dieses Engagement auch weit über das hinaus, was man üblicherweise als Sponsorvertrag ansieht. Hasseröder mit seinem hervorragenden Netzwerk sei deshalb auch in den nächsten Jahren ein großartiger Begleiter auf dem Weg in den angestrebten Profifußball.
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    Die Katastrophe


    Die Müllerwiese eine Viertelstunde nach der Katastrophe: die sächsischen Fans hatten das Stadiongelände längst verlassen, die Leutzscher Spieler drehten auf dem Rasen noch einige Runden, und mehrere Vorständler des Vereins, die wahrscheinlich auf einen rettenden Gedanken warteten, schwiegen sich gegenseitig an. Auch Wolfgang Frank wartete – auf seinen gefeierten Trainerkollegen, damit die obligatorische Pressekonferenz beginnen möge. Der Fußballleerer saß mehrere Minuten auf einem Gartenstuhl, um schließlich das Geschehen mit pikanten Aussagen zusammenzufassen: »Das war unter aller Kanone. Wenn sich einige Spieler nicht weiterentwickeln wollen, werden sie niemals aus der Oberliga herauskommen. Das war eine ganz große Verarschung für mich!«


    Die Sachsen hatten die Begegnung in Bautzen richtig verkackt. Klar, sie waren wieder optisch überlegen, doch diese Vorteile im Mittelfeld genügten nicht, um einen kämpfenden, doch spielerisch limitierten Kontrahenten zu schlagen. Da existierte keine Bindung zwischen Verteidigern und Stürmern, landeten viele Pässe im Nirvana, sprangen Soltau und Schwesinger selbst leichte Bälle meilenweit weg. So schleppte sich diese Auseinandersetzung dahin, bis Breitkopf eine Eingabe auf den gegnerischen Katzwinkel lenkte. Da waren 34 Minuten absolviert. Doch diese halbe Chance weckte die Lausitzer auf.


    In den folgenden zehn Minuten knallte Glaubitz eine Ecke an den kurzen Pfosten, verpassten zwei Bautzner zwei Flanken knapp, und schließlich schoss der mutterseelenallein vor Torhüter Twardzik stehende Kellig die Hausherren in Führung. Unmittelbar vor dem Kabinengang! Da wollten die Sachsen die eigenen Reihen sortieren, weil Wejsfelt – wenige Augenblicke vorher – einen überflüssigen Feldverweis kassiert hatte.


    Die zweite Halbzeit glich phasenweise einem Handballspiel. Die dezimierten Sachsen belagerten andauernd den Lausitzer Strafraum, ohne Chancen zu bekommen. Die einzige Gelegenheit hatte Baum, der unmittelbar nach seiner Einwechslung eine Freistoßflanke von Gerster erwischte, doch letztlich am gegnerischen Keeper scheiterte. Aus schätzungsweise vier Metern! Ansonsten standen die Lausitzer um den früheren Leutzscher Frank Rietschel ganz sicher, und »Rietsch« erinnerte sich später nicht einmal an diese Situation: »Ich glaube, unser Torhüter musste nicht einen Ball halten!«
    Ja, wenn Budissa Bautzen die Konter noch konzentrierter herunter gespult hätte, dann wären die Sachsen mit einer höheren Niederlage aus dem vollen Stadion geschossen worden. Dann wäre die Titanic schon untergegangen. Prompt haben manche Passagiere im Schatten der Flutlichtmasten auch eine Demission des ersten Offiziers gefordert. Ob dieser loyale, natürlich gut verdienende Verantwortliche der wirklich Schuldige an der drohenden Katastrophe ist?


    Wolfgang Frank von Sachsen Leipzig:
    »Das war eine große Enttäuschung. Aber wir haben uns selber in diese Situation gebracht und keine Einstellung zum Spiel gefunden. Das war unter aller Kanone. Gerade zwei Leute hatten Normalform. So kann man keine Punktspiele bestreiten. Kein Kampf, kein Laufen – was speziell die erste Halbzeit betrifft. Da passt der Feldverweis und das Gegentor vor der Pause richtig rein! Na ja, nach dem Seitenwechsel wurde wenigstens gekämpft. Trotzdem hat Bautzen verdient gewonnen, weil meine Mannschaft brutal versagt hat. Dass die Enttäuschung auch auf meinem Rücken ausgetragen wird, akzeptiere ich. Ich kann die Fans verstehen. Ich bin ebenso von einigen Spielern maßlos enttäuscht. Die Sache hat Konsequenzen; und wenn alle verrückt spielen, aber jetzt spielen nur noch Leute, die die notwendige Einstellung zeigen, nämlich die ganz jungen Leute.«

    Erste Saisonniederlage


    Die erste Niederlage in dieser Saison musste heute der FC Sachsen Leipzig einstecken. Nach einer schwachen Leistung in Bautzen verlor man am Ende völlig verdient mit 1:0 (0:0). Torschütze vor ca. 2250 Zuschauern war in der 45. Minute Steffen Kellig. Vorausgegangen war eine Gelb/Rote Karte für Mats Wejsfeld.


    Katastrophale Leistung den Aufstieg kann man vergessen :nein:

    Oberliga-Spitzenreiter Magdeburg hat fünf Siege vorgelegt, der FC Sachsen muss heute Abend (19 Uhr) bei Budissa Bautzen nachziehen, damit der Zwei-Punkte-Rückstand nicht anwächst. Trainer Wolfgang Frank kann bis auf Stürmer Tino Semmer (Knieprobleme) Bestbesetzung aufbieten. Kapitän Frank Gerster ist zuversichtlich: "Wir haben anderthalb Wochen hart trainiert, viele Spielformen gemacht und vor allem Abschlusshandlungen geübt."


    Die geringe Torausbeute der Leutzscher - vier Treffer in vier Partien - ist für Gerster Anlass genug, einen flammenden Appell an die Kollegen zu richten. "Wenn wir nicht mehr Initiative zeigen, steigen wir auch nicht auf", meint der Freistoß-Spezialist, "wir haben keinen Freifahrtschein in die Regionalliga." Da die Mannschaft große Schwierigkeiten bei der Chancenverwertung habe, müsse sie deutlich mehr Gelegenheiten heraus kombinieren. "Wir dürfen nicht nur darauf hoffen, dass ein 1:0 reicht und wir das Spiel dann irgendwie nach Hause gurken. Jeder muss 10 bis 15 Prozent mehr bringen."


    Gersters Vorstoß ist auch eine Reaktion auf die Kritik von Coach Wolfgang Frank, der von ihm Führungsqualitäten verlangt. Dem will sich der 29-Jährige stellen, das Team aufrütteln, mit gutem Beispiel vorangehen und gemeinsam mit Torwart René Twardzik und Daniel Ferl Verantwortung übernehmen. "Die Hierarchie in der Mannschaft ist besser als im Vorjahr. Wir brauchen nicht zehn Häuptlinge, sondern nur drei", glaubt Gerster, der aber auch von den vielen jungen Leuten eine Steigerung fordert: "Sie müssen schneller lernen."


    In Bautzen erwartet er harten Widerstand. "Gegen uns sind alle besonders motiviert, geben 120 Prozent." Gerade die Spiele gegen die "Kleinen" seien entscheidend für die Meisterschaft. "Wir haben in dieser Saison eine riesige Chance, die wir nicht verspielen dürfen", weiß Gerster, "Umfeld und Mannschaft lechzen nach dem Aufstieg. Mit diesem Druck müssen wir umgehen."

    Zitat

    Original von Gewitter


    Selbst nach den verlorenen Punkten gegen Eilenburgs Zweite, sprich dem Beweis, dass ihr auch nur eine Mannschaft von vielen in der siebten Liga seid, habt ihr noch das große Maul, haltet euch immer noch für die Nummer 1... :rofl:


    Ihr solltet mal alle zusammen nach dem Spiel zum Psychiater gehen, vielleicht ist ja noch mit Medikamenten euer Größenwahn zu lindern. :lach:


    Denkst du wirklich das würde noch was bringen?? :rofl:

    FC Sachsem: Robert Fischer will Leutzscher werden



    Leipzig. Heute Nacht, 24 Uhr, endet die Transferfrist für wechselwillige Fußballspieler, enden auch die Hoffnungen diverser Trainer auf Frischfleisch. Spätestens um Mitternacht hat sich dann auch geklärt, ob Robert Fischer, Sturmtalent von Regionalligist Rot-Weiß Erfurt, bleiben muss oder gehen darf. Zum brennend interessierten FC Sachsen Leipzig.


    "Robert will zu uns kommen", sagt Sachsen-Sportdirektor Achim Jungnickel. "Und wir würden ihn sehr gerne haben." Problem 1: Der Vertrag des 21-jährigen Stürmers läuft noch ein Jahr. Problem 2: Erfurts Cheftrainer Pavel Dotchev hat über Nacht seine Liebe zu Fischer entdeckt, plant entgegen vorheriger Absichten nun doch mit dem Kopfballungeheuer, stellt sich energisch gegen eine vorzeitige Vertragsauflösung. "Ich geb' ihn nicht her! Kein Thema!"


    Dass Fischer dennoch wild entschlossen ist, den Klub zu verlassen, lässt sich an der Tatsache ablesen, dass er sich diesbezüglich anwaltlich beraten lässt. Arbeitsrechtlicher Hintergrund: Rot-Weiß Erfurt hatte dem letztjährigen Torschützenkönig der Thüringenliga bei der Beförderung in die Regionalliga-Mannschaft eine Anpassung der Bezüge zugesichert, es aber offenbar "vergessen", dies in die Tat umzusetzen. Fischer kickt also nach wie vor für wenige hundert Euro monatlich, ist entsprechend auf seinen Arbeitgeber zu sprechen, will ins besser bezahlende Leipzig.


    Laut FCS-Sportdirektor Jungnickel kommt es imLaufe des heutigen Vormittags zu einem letzten Gespräch mit den Erfurter Verantwortlichen. Jungnickels Gesprächsgrundlage: "Reisende soll man ja eigentlich nicht aufhalten." Also, liebe Erfurter, rückt den Fischer raus! Der will weg, wäre in Erfurt unglücklich, trifft für euch ganz bestimmt die Hütte nicht mehr. Wenn die Freigabe kurz vor knapp kommt, wird Fischer schon am Sonnabend in Meuselwitz mit von der Partie sein.


    Falls Fischer nicht kommt, muss es das vorhandene Personal richten. Und das, stellt Jungnickel fest, "ist ja so schlecht nicht". Man habe Vertrauen in die Mannschaft, "auch in einen Nico Breitkopf". Der hat beim Halleschen FC 14 Saisontore gemacht, wurde dabei sicherlich nicht 14-mal angeschossen, hat Qualitäten. Der Sportdirektor ist sich sicher: "Der Nico kommt noch."

    1:0! Eisvogel Ferl eiskalt vom Punkt


    Steht die Abwehr, dann reicht zuweilen auch mal nur EIN eigener Treffer.
    Oberligist FC Sachsen als Minimalist! Schon zum dritten Mal in Folge wurde mit dem knappsten aller Ergebnisse gewonnen. Knapp 3000 Fans sahen das 1:0 gegen Aufsteiger Erfurt II.
    Das goldene Tor nach 78 Minuten: Ferl (trug zu diesem Zeitpunkt die Kapitänsbinde für den wegen einer Zerrung ausgewechselten Gerster) verwandelte einen Foulelfer eiskalt ins rechte Eck - das zweite Saisontor des Eisvogels.
    Und wer hat den Strafstoß rausgeholt? Na klar doch, der Semmer! Tino Semmer, der schon im DFB-Pokal drei Tage zuvor gegen Dresden für den Ausgleich sorgte, wurde diesmal mit Beginn der zweiten Halbzeit eingewechselt (für Boltze). Zog widerrum an den Ketten, spurtete pfeilschnell. Zu schnell für Sportfreund Habichhorst, der ihn im Strafraum umrempelte...
    "Wir wußten, daß es ein schwieriges Spiel wird. Deshalb - Kompliment an die Mannschaft", atmete Trainer Wolfgang Frank auf. Und auch Torschütze Ferl. Denn: "Die 120 Minuten Pokalfight haben uns noch in den Knochen gesteckt."
    Verdient war der Sieg, der den FC sachsen punktgleich mit Magdeburg auf Platz zwei katapultiert, allemal. Klub-Idol Manfred Walter 68 : "Drei Tore, neun Punkte - optimal."

    Leipzig. Ein Wetter, um Helden zu zeugen, ein Spiel zum Zunge schnalzen, ein Stadion zum Verlieben - es ist angerichtet für den Pokal-Hammer Sachsen Leipzig gegen Dynamo Dresden! Frage aller Fragen: Kann der kleine FCS den großen Dynamos den Saft abdrehen? Im Prinzip ja ... wenn beim Oberligisten alles und beim Zweitligisten nix klappt.


    "Es gibt solche Tage", orakelt der Leutzscher Coach Wolfgang Frank, 54. "Tage, an denen man über sich hinauswächst, Unmögliches möglich macht." Sein Dresdner Trainer-Kollege Christoph Franke, 60, hat keinerlei Gelüste auf ein erneut zeitiges Scheitern im DFB-Pokal: "Als Zweitligist sollte man in der Lage sein, einen Oberligisten zu schlagen."


    Dass die Minderbemittelten wissen, um was es am Sonntag (Anpfiff 14.30 Uhr) im Zentralstadion geht, wie bahnbrechend eine Sensation wäre, wurde beim letzten ernsthaften Üben klar. Es ging zur Sache, als wenn es kein Morgen mehr gäbe. Rustikal, laut, ohne Rücksicht auf Verluste. "So muss das sein", frohlockte Frank, "die aggressive Grundstimmung ist da." Die führte dazu, dass Mittelfeld-Regisseur Adebowale Ogungbure das Feld hinkend verließ. Co-Trainer Hansi Leitzke gab Entwarnung. "Beim Ade hatten wir schon ein paar mal das Gefühl, dass wir noch auf dem Platz operieren müssen. Zehn Minuten später war er wieder fit."


    Apropos wundersame Heilung. Tino Semmer, kniegeschädigter 19-jähriger Neuzugang des FC Sachsen, ist viel schneller als erwartet gesundet - und steht im Pokal-Kader! Hatte der junge Mann einen Abstecher nach Lourdes gemacht und heiliges Nass übers Knie tröpfeln lassen? "Nee", sagt Physiotherapeut Ali Reza Hamzehian, man habe "rund um die Uhr" gearbeitet. "Das Knie hält, ich freue mich riesig auf Sonntag", so Semmer, der im Training das tat, was Stürmer tun sollen: er traf. Aus allen Lagen. Coach Frank: "Tino ist vor dem Tor eiskalt." Das ist auch Wunschspieler Veselin Popovic, der noch bei Wacker Burghausen unter Vertrag steht. Sachsen-Sportdirektor Achim Jungnickel unter Hinweis auf die fehlende Daueraufenthalts-Genehmigung des 30-jährigen Zweitligaprofis: "Burghausen ist am Zug."


    Klar ist: Das Pokalspiel (Sicherheitsring wie beim Confed-Cup) wird in einem würdigen Rah-men stattfinden. "Wir werden die 30.000-Zuschauer-Grenze knacken", jauchzt Winfried Lonzen, rechte Hand von Stadion-Investor Michael Kölmel. "Das wird ein Fußballfest." Ein durchaus lohnenswertes - für alle Beteiligten. Das ZDF (berichtet in der Sport Reportage) überweist je 50.000 Euro an beide Klubs. Die Einnhamen aus dem Ticketverkauf werden dreigeteilt. 45 Prozent nimmt der Gast mit, zehn Prozent greift der DFB ab, 45 Prozent bleiben beim Gastgeber beziehungsweise bei Kölmel. Dessen Deal mit dem FCS hatte unter anderem diesen Passus: Ihr dürft Eure Oberligaspiele im Zentralstadion austragen, dafür kassiere ich die Einnahmen der Erstrundenpartie. In der 2. Runde würden die Karten neu gemischt.


    Die Sachsen müssen aber auch aktuell nicht darben. Vermarktungs-Chef Dirk Thärichen hat einige dicke Fische an Land gezogen, Kohle akquiriert, unter anderem das Zugpferd ZDF sensibilisiert. Scharf auf TV-Präsenz ist der österreichische Wettanbieter "Interwetten", der die kostspieligen Banden hinter beiden Tore gebucht hat. Es ist angerichtet.


    FC Sachsen Leipzig: Twardzik - Kittler, Jeßner, Wejsfelt, Gerster - Watzka, Ogungbure, Ferl, Soltau - Breitkopf, Schwesinger.


    Dynamo Dresden: Kresic - Langen, Oppitz, Kukielka, Cagara - Brinkmann, Beuchel, Oswald, Fröhlich - Vorbeck, Kennedy.

    3 Punkte aus dem Jägerpark


    Mit viel Dusel und Glück erlangte der FC Sachsen seinen 2. Sieg in der laufenden Saison.
    Am 2. Spieltag war es Frank Gerster, der mit einem Freistoß die 450 mitgereisten Leutzscher Fans erleichterte und dem FC Sachsen 3 Punkte sicherte. Ein zerfahrenes Spiel dass bis kurz vor Schluß nach einem Unentschieden aussah.

    Ab auf die Insel? Sachsen will für Domaschke 500 000 Euro von Liverpool


    Fünf Tage lang war er im Fußball-Himmel. Jetzt ist Erik Domaschke (19) wieder im Leipziger Oberliga-Alltag aufgeschlagen.
    Der sachsen-Keeper zurück vom Probetraining beim FC Liverpool (BILD berichtete exclusiv). „Ich denke, ich habe einen ordentlichen Eindruck gemacht. Zumindest hat mir Teammanager John Owens gesagt, dass ich gut gearbeitet habe“, meint das Torwart-Talent. Der entscheidende Anruf aus Liverpool – wohl nur noch eine Frage der Zeit. Kommt der, werden sich auch die Leutzscher an den Verhandlungstisch setzen. Präsident Rolf Heller: „Denkbar wäre zum Beispiel, Erik zunächst für ein Jahr auszuleihen.“ Nicht dumm: Gleichzeitig will der FC Sachsen mit Erik (Vertrag bis 2006) verlängern. Schlägt Domaschke dann auf der Insel richtig ein, könnten die Briten die Kaufoption ziehen. Dann wird`s teuer. 500000 Euro will der Klub aufrufen. Für den Champions-League-Sieger allerdings nur Peanuts…

    Mit Kapitän Gerster will der FCS endlich wieder hoch in Liga drei


    Acht Siege, 52:10 Tore – die Testbilanz des FC Sachsen. Heute (18:30 Uhr/Zentralstadion) gegen Auerbach wird sich zeigen, was die Zahlen wert sind.
    Saisonstart in die Oberliga! Und da zählt für die Leutzscher nur eins: Vollgas für den Aufstieg. „Angst und Ausreden zählen jetzt nicht mehr. Wir müssen gleich richtig Feure machen“, fordert Trainer Wolfgang Frank klar. Für ihn ist es der zweite Anlauf. Letztes Jahr ging der Auftakt (0:2 gegen Magdeburg) schief. Soll diesmal nicht passieren! Frank: „Der Klub ist besser aufgestellt als vor zwölf Monaten. Unsere große Stärke ist der tolle Teamgeist.“ Gegner Auerbach hat er zuletzt beim 3:1 gegen Landesliga-Absteiger Vielau gesehen. „Die werden gegen uns hinten drin stehen. Wir müssen Geduld haben. Aber das darf nicht in Lahmarschigkeit ausarten!“
    Feuer und Einsatz – das erwartet Frank auch von seinem Kapitän. Er bestimmte Frank Gerster (29) zum neuen Chef. Der erbte die Binde von Ronny Kujat. Frank (hat zudem Baum, Twardzik und Ferl für den Mannschaftsrat bestimmt): „Von ihm erwarte ich viel. Er muß Verantwortung übernehmen, Vorbild sein.“ Gersters erste Amtshandlung: Er organisierte einen Mannschaftsabend in der Szene-Kneipe „Pazzo“ (Liebknechtstrasse). Da schwor sich die Truppe bei einer „Pasta-Session“ auf Auerbach ein. Gerster (zuletzt 1998 bei den Bayern-Amateuren Kapitän): „Eine Ehre. Ich will die Mannschaft zum Aufstieg führen.“
    Dafür legt der Klub personell nach: Nachdem Damir Slujanovic (24/Cottbus) wieder weggeschickt wurde, ist der Klub sich mit Stürmer Tino Semmer (19/Dresden-Nord) einig. Manager Achim Jungnickel: „Ein talentierter Junge. Er bekommt bei uns einen Drei-Jahres-Vertrag.“