Fußball ist für mich ein Spiegel der Gesellschaft, und genau, wie im Fußball, wünsche ich mir in der Gesellschaft wieder ein Stück Besinnlichkeit. Das heißt: Nicht Produkte anzupreisen bis zum Verrecken, meinen Nachbarn nicht unbedingt fressen zu müssen, etc.
Wahrscheinlich ist das aber Wunschdenken und wir müssen mit diesem Verfall leben (oder untergehen).
Meiner Meinung nach sind wir auf einem sehr fragwürdigem Niveau angelangt. Früher hat man die Tante Emma - Läden wenigstens am Leben gelassen. Und so klafft der Graben zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander. Auf der einen Seite wird immer mehr Kohle gescheffelt, möglichst mit wenig Aufwand, die andere Seite kämpft ums Überleben. Eine Patentlösung, die Realtion wieder herzustellen (oder Ängste abzubauenen, dass man nicht jeden als Futterkonkurrenten sehen muss), habe ich leider nicht...
Sollte mein Verein irgendwann so hochklassig spielen, dass ich mir das Eintrittsgeld nicht mehr leisten kann und will, werde ich nicht mehr zum Fußball gehen (ebensowenig wie ich heutzutage CDs kaufe, Essen gehe, etc.) Wäre also eher Gelegenheits- als Dauerkonsument)
68er Student? Aus der guten Zeit also?